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 Betreff des Beitrags: Ein Picard (un)typisch Hund?
BeitragVerfasst: 20.02.2012 18:25 
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Halli Hallo,

seit einem Jahr bin ich Besitzerin eines aus dem Tierschutz zu mir gekommenen Picard-Griffon-Mischlings...

Ich habe auch noch eine alte Schäferhunddame zuhause und bin eigentlich das Arbeiten mit ihr und meinem damaligen Schäfirüden gewohnt. Mit Dex hab ich leider so meine Probleme. Ich erhoffe mir hier rasseerfahrene Leute zu finden, die mir ein bisschen was an Erfahrung weitergeben können und mir etwas über diesen besonderen Hund erzählen können. Ich erzähl erstmal von ihm, vielleicht ist er ja gar niht so untypisch :)


Ich versuchs kurz zu halten.

Seit einem Jahr habe ich aus dem Tierschutz einen Picard-Griffon Mix übernommen. Dex war 2 als er zu uns kam, wir sind die 4te Hand. Ob die Rasse hundertprozentig stimmt, kann keiner sagen, aber die Vermutungen hierzu liegen nahe. Wir waren nicht umsonst 4te Hand, niemand kam mit diesem "Problemhund" zurecht. Ich bin nicht ganz aus dem tal der Ahnungslosen und arbeite gerne und viel mit Hunden. Bisher allerdings noch nie mit Hunden dieser Rasse. Ich bin die Gelehrigkeit und den Arbeitswillen von schäferhunden sehr gewohnt, da ich auch noch eine alte Schäfidame zuhause habe.

Die Probleme die anfangs bestanden waren:
Angst vor Kindern und auch fremden erwachsenen Menschen,
ungebändigter Jagdtrieb,
soziale Unverträglichkeit,
konnte nicht alleine bleiben, ohne das Haus zusammenzu"singen"
kein Grundgehorsam (wir dachten erst er wäre taub!).

Hiervon übrig geblieben sind zwei große Baustellen: Der Jagdtrieb und ein bisschen Rüpelei mit anderen Hunden. Allerdings ist er schon verträglich geworden! Dex überrascht mich jeden tag, denn kein Tag und keine Trainingseinheit mit ihm ist jemals gleich. Es ist immer anders. Was ich mit ihm alles mache beschreib ich auch mal kurz:
Reizangeltraining, Apportiertraining Futterbeutel u.a. Gegenstände, Mantrailing, Longieren, Perchieren. Alles in Maßen, ich versuche aber jeden tag zumindest Gehorsamkeitsübungen zu machen und eben zu apportieren oder eines der anderen Dinge.

Ohne Ablenkung ist mit ihm alles machbar, aber sobald andere Hunde kommen, vorbei. Häschen in Sicht erst Recht vorbei. Sein Jagdtrieb hat ihn beinahe das Leben gekostet. Er ist von der Hundewiese aus dem Spiel heraus einfach in den Wald gelaufen und hat spuren gesucht und scheinbar gefunden. Über eine Hauptstraße und peng... Bein gebrochen. Nun haben wir 5 Monate hinter uns mit 2 OPs, nur Leinengang, kaum Bewegung und Freiheit.

Sein Jagdtrieb muss doch irgendwie in den Griff zu kriegen sein. Meine Schäfihündin hat auch gejagt als sie zu mir kam und auch nichts gehört wenn sie einmal gestartet war, heut jagt sie gar nicht mehr. Bei Dex kann man machen was man will, wenn er was anderes will macht er was er will. Die Vorbesitzerin hat allerdings leider auch ein paar trainer ausprobiert die nicht so doll waren, hier wurde angefangen vom Sprühhalsband auch mit takter gearbeitet. Beides hat natürlich nichts genutzt.

Ich möchte nicht, dass er ein Leben lang nicht frei laufen darf, er ist gerade mal 3 und ein Jahr bei uns... aber ich möchte, dass man seinen Trieb kontrollieren kann. Jetzt ist bei Dex die Erziehung nicht wie bei anderen Hunden, man muss sich jeden Tag neu auf ihn einstellen, schauen wie er drauf ist und wozu er bereit ist. Wenn er nicht will, will er nicht und dann macht er es auch nicht. Ich möchte gerne mehr erfahren über den Umgang mit dieser Rasse und ihren typischen Verhaltensweisen. Meine erfahrungen reichen hier einfach nicht aus und meine Trainerin und ich haben schon viel versucht und bleiben natürlich auch dran, aber es kostet mich auch ein heiden Geld, 45 Euro in jede Stunde mit der Trainerin zu stecken... vielleicht wenn ich mehr rassetypische Verhaltensweisen kenne und lerne sie einzuschätzen, kann ich mich besser auf ihn einstellen.

Er ist sehr intelligent. Er kann drei verschiedene Sorten Tee (jeweils in verschiedenen Socken versteckt) unterscheiden und bringt sie zuverlässig. Mantrailing ist sein absolutes Steckenpferd, seine Nase ist eine Goldgrube... ich werde ihn noch auf Geldscheine trimmen

Im Haus wär er gerne der Chef. Er reglementiert mich teilweise, oder versucht es. Wenn er korrigiert wird, akzeptiert er es wieder eine gewisse Zeit und irgendwann kommt der nächste Versuch, das kann Stunden oder auch Wochen später sein. Wie gesagt, ihn einzuschätzen ist einfach sehr schwer. Ich erhoff mir ein paar Antworten die mir helfen, sein wesen besser zu verstehen.

Vielen Dank

Und Lieben Gruß

Miriam und ihre Bande


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Picard (un)typisch Hund?
BeitragVerfasst: 20.02.2012 18:32 
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Ein kleiner Nachtrag noch:

Fremden gegenüber verhält er sich immer noch sehr reserviert und ein wenig unsicher. Wen er aber einmal in sein Herz geschlossen hat, der kann mit ihm machen was er will.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Picard (un)typisch Hund?
BeitragVerfasst: 20.02.2012 19:08 
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Hi!

Das ist jetzt der 3. Thread gleichen Inhalts? :zwink:

Primär interessiert mich natürlich ein Foto.

Wir haben einen Picard- Husky- Mix, der auch sehr eigen ist. ~52cm, 21kg.
Ein absoluter "Papa- Hund", begeisterungsfähig für alles mögliche an Hundesport, versucht aber gerne mal sein Ding alleine durchzuziehen.
Eher brummelig und gerne für sich, spielen nur mit ausgewählten Hunden.
Freilauf nur in nahezu wildfreiem übersichtlichem Gebiet möglich. Sichtjäger.
Dies ist aber kein Problem, da die Auslastung über Zughundesport und Langstreckenlauf erfolgt. Angeleint.
Beim Sport gibt er alles.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Picard (un)typisch Hund?
BeitragVerfasst: 20.02.2012 19:32 
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Hallo,

sorry ich bin ganz neu hier und hab das irgendwie nicht ganz gerafft wieso der Thread nicht unter der Picard Rubrik gepostet war.... :/ :headtowall:

wie lädt man denn ein Foto hier hoch?? Ich blick noch nicht ganz durch hier.. wir haben auch erst gedacht wir hätten einen Picard-Husky Mix wegen der blauen Augen bei Dex.. aber mittlerweile glauben wir das eigentlich nicht mehr, denn außer der Augenfarbe sieht man vom Husky nichts.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Picard (un)typisch Hund?
BeitragVerfasst: 20.02.2012 19:47 
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Wenn es danach geht...
Unser Zottel hat optisch lediglich die Statur vom Husky.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Picard (un)typisch Hund?
BeitragVerfasst: 20.02.2012 19:48 
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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Picard (un)typisch Hund?
BeitragVerfasst: 20.02.2012 20:50 
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ich hoffe ich hab mich jetzt nicht allzu blond angestellt und ihr könnt es sehen??


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Picard (un)typisch Hund?
BeitragVerfasst: 20.02.2012 20:52 
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Er hat übrigens ein Stockmaß von 63 cm und wiegt ca 26 Kilo...


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Picard (un)typisch Hund?
BeitragVerfasst: 20.02.2012 20:55 
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Yeah, hat geklappt!

Wie kommt ihr denn eigentlich darauf, dass Picard drin ist?

Briard, ok, der spränge mir jetzt eher entgegen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Picard (un)typisch Hund?
BeitragVerfasst: 20.02.2012 21:12 
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Juhuuu hat geklappt...

Wie kommen wir darauf... wir haben lange recherchiert und rumgehört, waren bei verschiedenen Ärzten usw... der Briard hat noch längeres gewellteres Fell, Dex hat genau die Fellbeschreibung des Picard.. auch die Statur, die Eleganz im Lauf, eigentlich wenn man ihn stehend sieht (find bloss gerade natürlich kein Bild :/) sieht man auch besser, dass ein Picard mit drin ist.

Der nächste Part soll ein Griffon gewesen sein.. das ist jetzt die Vermutung vom Amtstierarzt und auch von uns..

Das Problem ist, wir haben ihn halt wie gesagt aus dem TS als Notfell übernommen. Ich habe aber mit dieser Rasse einfach zu wenig Erfahrung habe ich gemerkt. Er bringt mich an meine Grenzen. Meine schäfis waren und sind dagegen leicht zu händeln. :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Picard (un)typisch Hund?
BeitragVerfasst: 20.02.2012 21:14 
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seine strahlend blauen Augen seien wohl übrigens einfach eine Laune der Natur :) es macht seinen Blick für Fremde sehr kalt, viele fürchten sich wenn sie ihn ansehen. Andere wieder starren ihn an und das kann er auf den Tod nicht leiden, er mag auch nicht von fremden einfach angefasst werden und so...


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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Picard (un)typisch Hund?
BeitragVerfasst: 20.02.2012 21:23 
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Blindenführhund
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Darauf steht unser Zotteltier aber auch so gar nicht...

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Zuletzt geändert von Sarja am 22.02.2012 10:57, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ein Picard (un)typisch Hund?
BeitragVerfasst: 20.02.2012 22:07 
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Rettungshund
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Hallo Dex,

erst einmal herzlich willkommen hier im Forum. :)
Briard halte ich auch eigentlich auch für wahrscheinlicher als Picard. Aber so ganz viel ändert es auch nicht. :zwink: Sowohl den Picard als auch den Briard würde ich persönlich nicht unbedingt als 100%-ige Hüter einstufen. Sie stehen für mich persönlich eher zwischen Hüter und Herdenschutzhund. Und reserviertes Verhalten gegenüber Fremden finde ich im übrigen für Hüter und Herdis als Normalzustand. Hunde dieser Rassen, die begeistert auf fremde Menschen zugehen, sind in meinen Augen eher die Ausnahme als die Regel.

Womit hast du denn die größten Probleme? Jagdtrieb? Außerdem Jagdtrieb finde ich ihn, eigentlich laut deiner Beschreibung gar nicht so problematisch. Ist eben ein Hüter / Herdi..... Die können stur sein wie die Esel, aber auch das gehört zu ihrem normalen Verhalten. In ihrem ursprünglichen Job müssen sie selbst entscheiden, was sie tun müssen. Und auch die "soziale Unverträglichkeit" ist bei diesen sehr reaktiven Hunden schon relativ häufig. Aber da täuscht auch teilweise die relativ laute Art, mit er sie auf andere Hunde reagieren. Viele legen extremen Wert auf äußerst höfliches Verhalten und beanspruchen dazu eine relativ große Individualdistanz. Stößt in einem Umfeld mit Hunden, die weniger Individualdistanz einfordern, bei anderen Hundehalter eher auf Unverständnis und man selbst hat dann den "bösen und gefährlichen" Hund, selbst wenn das nicht der Fall ist. Ich habe ja auch so einen Hund, aber ich kann ihn gut lesen und weiß, daß er trotz seinem lauten und muffeligem Auftreten keinem anderen Hund mit Absicht Verletzungen zufügen würde. Ach ja, Spielen findet meiner sowas von überflüssig und das schon seit er etwa 6 Monate alt ist. Er hat genau 1 Kumpel mit dem er spielt. Beim Rest der Hundewelt - selbst die, die er wirklich sehr gerne mag - reicht es ihm gemeinsam erschnüffelnd die Welt zu erleben. Richtig gespielt wird eigentlich nur mit uns Menschen. Und das ausgiebig und begeistert. Ich persönlich finde sowieso, daß das Hundespiel völlig überschätzt wird. Es geht ja beim Spielen mit fremden Hunden nur zum Teil um Spaß. Ganz nebenbei werden da ja auch noch diverse andere Dinge geklärt.

Und ihr habt euren Hund natürlich auch zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt übernommen. In dem Alter fallen die Ohren ja doch schon öfter zu und die Hunde sind einfach nur halbgar. Nicht mehr Junghund, dem von älteren Hunden noch etliches verziehen wird, aber eben auch noch nicht erwachsen.

LG
Martina

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Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche. (R. Gernhardt)


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