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 Betreff des Beitrags: Leben mit einem Dackel
BeitragVerfasst: 22.02.2012 10:16 
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Registriert: 02.10.2008 21:14
Beiträge: 9045
Allmählich rückt die Zeit immer näher um sich mal näher mit den einzelnen, evtl. in Frage kommenden Rassen, zu informieren. Daher würde ich mich über eure Erfahrungen mit dem Dackel interessieren. Seine Besonderheiten, Eigenarten und die Harmonie im Haus täten mich hier besonders interessieren. Auch eure Vorlieben für einen bestimmten Schalg und warum fände ich interessant.


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben mit einem Dackel
BeitragVerfasst: 22.02.2012 11:31 
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Registriert: 03.09.2008 22:15
Beiträge: 8672
Wohnort: berlin
Geschlecht: Weiblich
Hunderasse: Kurzhaarcollie
Mein(e) Hund(e): Sheriff "Sammy" vom Ihlpol
ich hatte ja 12 jahre lang einen dackel. ich schreib dir gern heut abend nen ausführlichen bericht über das zusammenleben mit meiner hündin. muss nebenbei noch n referat eben ausarbeiten :roll:

_________________
liebe grüße
laura & sammy
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->Sammy's Bilderfred<- ->Sammy's Nachwuchs wird erwachsen<-
Kiffen macht dumm und gleichgültig, ich weiß zwar nicht warum aber es ist mir auch egal
Käse ist legal, und der stinkt von allen Seiten


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben mit einem Dackel
BeitragVerfasst: 22.02.2012 11:59 
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Rettungshund
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Registriert: 20.10.2006 10:08
Beiträge: 1298
Wohnort: Bergisches Land
Weitläufige Bekannte von mir haben mehrere Dackel, die jagdlich geführt werden. Dementsprechend steht natürlich eine intensive Erziehung dahinter.

Diese Dackel haben mich immer sehr fasziniert und unterscheiden sich absolut vom Klischee des dauerkläffenden "Oma-Hundes".
Im Haus beeindrucken sie mit Ausgeglichenheit und Ruhe (in wie weit das erarbeitet wurde, weiß ich aber nicht), draußen sind sie kleine "Wadenbeißer", was ich absolut in keinster Weise negativ meine. Ich habe sie als turbulente, mutige, selbstbewusste, aber absolut loyale und auch anhängliche Begleiter kennengelernt.

Sicherlich kommt das auch immer auf die Linie und natürlich - wie gesagt - auf die Erziehung an. Leider trifft man ja nicht mehr so viele Dackel und die meisten von denen die man trifft, erfüllen leider oft das Klischee. Aber ich glaube, wenn man die berühmt-berüchtigte Eigensinnigkeit der Dackel richtig zu "leiten" und Vertrauen aufzubauen weiß, sind das grandiose Hundetypen und super Teamkameraden (ob mit oder ohne jagdliche Ambitionen). Ist halt eine spannende Aufgabe, mit einem Hund zusammenzuleben, dem der "will to please" pauschal nicht wirklich in die Wiege gelegt wird :biggrins:

Vielleicht merkt man: Ich mag Dackel :lovemetoo: Und nicht nur wegen des Dackelblicks :lol:

_________________
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Sig by Gaara...vielen Dank!


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben mit einem Dackel
BeitragVerfasst: 19.04.2012 10:41 
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Junghund
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Registriert: 24.09.2010 00:27
Beiträge: 148
Hunderasse: Rauhaardackel
Mein(e) Hund(e): Krampus
Dackel sind toll. Ein großer Hund in handlichem Format :biggrins:


Entgegen vieler Behauptungen lassen sich Dackel sehr gut erziehen, sie sind clever und verstehen schnell, was man von ihnen will. Aber sie überlegen eben oft dreimal, ob sie das Verlangte auch ausführen wollen... Sie testen konstant ihre Grenzen aus. Wenn man einen Dackel zurückruft, flitzt der meist nicht gleich zu dir her, sondern peilt auf dem Rückweg noch ein Blümchen zum beschnuppern an, während er dich fortwährend anschaut und sich offensichtlich fragt "Was macht dieser Mensch wohl, wenn ich jetzt nicht komme?". Da muss man sich das Grinsen verkneifen und konsequent bleiben, dann ist das i.d.R. auch kein Problem mehr.

Wenn man Dackel gut behandelt, haben sie eine sehr starke Bindung an ihre Familie, meistens suchen sie sich eine ganz besonders gute Bezugsperson aus, der sich auch manchmal hinterhertrotten, wenn sie im Haus umhergeht.
Eine enge Bindung schließt allerdings nicht aus, dass sie nicht auch mal ihr eigenes Ding machen und stiften gehen. Die Eigenständigkeit gehört eben dazu.

Wenn man sie nicht gut behandelt, können sie allerdings sehr nachtragend sein und machen ihren Unmut auch deutlich kund.

2 von den 3 Dackeln, die ich in unserer Familie miterleben durfte, waren ziemlich futterneidisch. Ressourcen, die ihnen wichtig waren, wurden erbittert verteidigt. Wenn die beiden einen Knochen hatten, konnte nur die Hauptbezugsperson ihnen diesen Knochen wegnehmen. Wenn sich andere bis auf einen Meter näherten, wurde geknurrt, gefletscht und notfalls sogar geschnappt.
Ein befreundeter Jäger hat mal miterlebt, wie Zausel seinen Knochen verteidigte und meinte ganz beeindruckt: "Oh ja, das ist ein Hund! :thumbsup:".
Ich fand dieses Verhalten dagegen weniger toll... :roll: Aber man stellt sich auf sowas ein. Dabei muss man natürlich aufpassen, dass der Dackel nicht bald das gesamte Haus kontrolliert. Das Klischee mit "die Weltherrschaft an sich reißen" kommt nicht von ungefähr. :biggrins:

Unser jetziger ist aber das komplette Gegenteil: er lässt alles mit sich machen. Man kann ihm jederzeit einen Knochen wegnehmen, ihm in Mund rumpulen, wenn sich mal ein Stückchen Knochen hinter den Backenzähnen verkantet hat, ihn einfach wegschieben, wenn er auf der Couch zuviel Platz wegnimmt (so klein Dackel auch sind, die nehmen verdammt viel Platz in Anspruch! :lol: ), ... stört ihn alles nicht, er freut sich, wenn er wahrgenommen wird.

Wie sehr der Jagdtrieb ausgeprägt ist, hängt stark davon ab, aus welcher Linie und Verpaarung der Hund kommt. Jagdtrieb haben alle noch, manche können trotzdem frei laufen, andere eben leider nicht. Unser letzter Daggl konnte, nachdem er sich die ersten 3-4 Jahre ausgetobt hatte, ohne Probleme frei laufen, der jetzige überhaupt nicht. An dem hängt immer eine Flexi oder Schleppleine dran.
Sie wurden/werden allerdings auch nicht jagdlich geführt. Wenn sie ihren Anlagen entsprechend ausgelastet werden, sieht das wahrscheinlich anders aus. Man sollte aber darauf achten, von Anfang an an der Impulskontrolle zu arbeiten.

Hm, was fällt mir sonst noch ein? :gruebel:
Im Garten muss man immer auf den Boden schauen, die Herren und Damen Dackel buddeln zu gerne Löcher, diese Verletzungsgefahr ist nicht zu überschätzen :roll:

Sie sind hart im Nehmen, Verletzungen und Schmerzen werden oft nicht gleich oder nicht sehr deutlich angezeigt, da muss man ein Auge drauf haben und den Kurzen recht gut kennen.
Wenn sie meinen, es wäre nötig, legen sie sich auch mit deutlich größeren Hunden/Tieren an. Der im Standard geforderte Mut ist definitiv vorhanden.


Äh, ja, ich glaub das wars. Mehr fällt mir gerade zu Dackeln auch nicht ein. Das sind meine Erfahrungen mit unseren drei Familiendaggln und den diversen anderen, die gelegentlich bei uns vorbei schauen. Alle davon kamen/kommen aus jagdlich geführten Zuchten und werden z.T. in der Jagd eingesetzt.


Ich hoffe, das hilft dir ein bisschen weiter. Ist halt mehr aus Sicht des Familiendackels geschrieben, ich habe keinerlei Jagderfahrung oder die Ambitionen, diese jemals zu sammeln...

*edit* Ich weiß zwar nicht, welche Größe für dich in Frage käme, aber ich habe den Eindruck, dass Dackel in Süddeutschland tendenziell etwas größer sind als im Norden. Ist aber nur ein Gefühl, ich kann nicht sagen, ob das tatsächlich stimmt.


Zuletzt geändert von Baal am 19.04.2012 10:59, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Leben mit einem Dackel
BeitragVerfasst: 19.04.2012 10:48 
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Beiträge: 461
Wohnort: Siegerland
Geschlecht: Weiblich
Hunderasse: Großer schweizer Sennenhund
Mein(e) Hund(e): Bella
Wir haben eine Dackelhündin in der Nachbarschaft. Das ist eine von Bellas liebsten Spielkameradinnen. Die beiden flitzen und hopsen (Dackel flitzt, Bella hopst) immer so schön über die Wiese, das man alleine vom zuschauen gute Laune bekommt. :lol:
Die Kleine ist sehr mutig, gut erzogen und ich hab sie noch nie kläffen hören.
Mir persönlich wäre sie zu klein, aber die Vorurteile über Dackel kann ich derzeit nicht bestätigen. :waving:

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Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun. (Orson Welles)

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 Betreff des Beitrags: Re: Leben mit einem Dackel
BeitragVerfasst: 19.04.2012 13:09 
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Registriert: 02.10.2008 21:14
Beiträge: 9045
Danke Baal für deinen sehr ausführlichen Bericht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Leben mit einem Dackel
BeitragVerfasst: 19.04.2012 21:38 
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Registriert: 27.01.2007 23:55
Beiträge: 323
Wohnort: Wuppertal
Also ich hab hier auch einen Dackel unterm Tisch schnarchen.

Mit 9 Wochen hab ich den kleinen Kerl geholt und ihm die Welt gezeigt,..aus dem ängstlichen Kerl ist ein mutiger Dackel geworden.
An der erziehung habe ich von Anfang an als Laie und 13 Jähriger Teene gearbeitet und viel aus dem Bauch herraus getan.

Robby jagt überhaupt nicht (außer Border Collies :p ) ,...Rehe werden ignoriert. Einmal hat ein anderer Hund uns mit Jagdgeschrei einen Hasen vor die Füße getrieben und Robby blieb ohne zu zucken.

Ich erlebe ihn als sehr ausdauernd und kaum müde zu kriegen, wobei er sich im Alter jetzt mal schneller hinlegt, aber auch nur in der Wohnung. Draußen ist er immer auf action.

Wie mehrfach erwähnt sind Dackel auch hart im nehmen,..Verletzungen werden gekonnt überspielt als wären diese nicht da.

Was ich allerdings an Robby merke das er doch ziemlich agressiv sein kann, gegenüber Menschen.
Erst waren es nur Ausländer, dann Männer allgemein,..mittlerweile teilweise auch Kinder,...wobei ich denke das irgendwo der Teil mit er Agressivität im Hirn beschädigt ist durch die Epilepsie und er dadurch halt immer agressiver reagiert. Er stockt auch nicht und würde such festbeißen.

Was man immer anmerken sollte ist eben der lange Rücken,..zwischendurch stehen Wirbel mal schief, mal ein ganzes Becken :angry: Robby hat eine ausgekugelte Schulter, die ihn aber nicht behindert beim laufen.

"Will to Please" hat Robby schon,..gefallen will er,..gibt ja auch fressen :lol:
Robby beherrscht um die 70 Tricks, Modelt und Dreht zwischendurch....also ein Allrounder.

Hier mal mein Robby und ich
http://www.youtube.com/watch?v=0D9j96VkrLQ

_________________
lg
Sabine,Robert und Einstein
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