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 Betreff des Beitrags: Hundeproblematik hausgemacht?
BeitragVerfasst: 25.01.2012 10:24 
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Registriert: 02.10.2008 21:14
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Jeder von uns hat es schon mitbekommen, sie begegnet uns immer wieder und nimmt m.E. stetig zu. Die Abneigung resp. wachsende Ablehnung von Hunden. Sei es das ständig an der Steuerschraube gedreht wird, Gesetze immer weiter verschärft, oder Hundehalten sprichwörtlich die Fußfesseln angelegt werden. Alle haben das Ziel die Hundehaltung zu reglementieren. Berechtigt oder absoluter Nonsens?
Sind diese Probleme Hausgemacht? Haben wir immer mehr Hunde, das diese immer mehr zu einem öffentlichen Ärgernis werden? Sind wir selber mit daran schuld, oder nur die „anderen“? Scheitert die vom Hundehalter eingeforderte Toleranz an Egoismus und Uneinsichtigkeit selbiger?
Wie seht ihr das?


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 Betreff des Beitrags: Re: Hundeproblematik hausgemacht?
BeitragVerfasst: 25.01.2012 10:45 
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Begleithund
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Registriert: 21.07.2011 15:40
Beiträge: 320
Ja, einiges ist mit Sicherheit hausgemacht. Fängt ja schon damit an, dass viele Hundehalter sich nach wie vor zu fein dafür sind, die Hinterlassenschaften ihrer Hunde einzusammeln.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hundeproblematik hausgemacht?
BeitragVerfasst: 25.01.2012 11:11 
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Rettungshund
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Registriert: 09.12.2006 18:41
Beiträge: 1662
Wohnort: Reichshof
Ich denke, immer mehr Hunde haben wir sicherlich. Ich weiß nicht, ob die Leute die sich früher, so vor 30-40 Jahren Hunde anschafften besser in der Lage waren, sie zu erziehen (es gab ja damals noch keine Hundeschulen). Was ich aber glaube, daß sich zu der Zeit überlegter Hunde angeschafft wurden und nicht, heute kommt mir die Idee, ich möchte einen Hund und morgen ist er schon da und übermorgen finde ich, daß die Idee doch nicht so gut war. Außerdem hatten früher die meisten einen HUnd und nicht gleich einganzes Rudel.
Na ja und immer mehr Hunde bringen dann auch immer mehr Steuern ins Stadtsäckel. Den Städten fehlt Geld, also ist es eine prima Idee, die Hundesteuer hochzuschrauben :???:
Ich denke, daß Hunde zum öffentlichen Ärgernis werden, ist schon teilweise eigene Schuld der Hundehalter. Dabei finde ich, sind die Hinterlassenschaften das kleinste Problem. Dadurch, daß sich viele unüberlegt einen Hund anschaffen, die sich vorher keine Gedanken darüber machen, sind nicht vernünftig erzogene Hunde zum größten Problem geworden.
Zum anderen Teil wird die Hundehysterie auch durch die Presse gepusht, die genüßlich jeden Beissvorfall aufbläst ohne die Hintergründe, wie es dazu kam zu recherchieren, oder zu berichten. Da muß ja für Nichthundehalter der Eindruck aufkommen es laufen nur noch Bestien rum, die drauf aus sind zu beißen. Beißvorfälle wird es früher auch gegeben haben, aber da wurde nur vereinzelt drüber berichtet und nicht wenn Nachbars Dackel mich am Hosenbein zwickt gleich ´ne Riesenbildzeitungsschlagzeile draus gemacht.
Toleranz muß auf beiden Seiten da sein, auf Seiten der Hundehalter, aber auch auf Seiten der Nichthundehalter und wenn die auf einer Seite, egal welcher, fehlt, wird es nie Frieden geben.

Gruß Uta mit Bonny und Buffy

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 Betreff des Beitrags: Re: Hundeproblematik hausgemacht?
BeitragVerfasst: 25.01.2012 11:18 
In Wien ist der Hundekot ein riesen Thema - zu Recht!!
Es hängen überall Kotsackerl zur freien Entnahme herum, Mistkübel gibts an jeder Ecke. Trotzdem ist es teilwiese dermaßen zugek***t, dass ich mir richtig lächerlich vorkomme wenn ich durch ein Minenfeld laufen muss um die Haufen meiner Hunde einzusammeln... Auf einen mehr oder weniger kommts da fast nciht mehr an :veryangry: :veryangry:

Und ich muss mich dann böse anschaun lassen wenn mein Hund irgendwohin macht. Dabei steh ich eh schon mit dem Sackerl in der Hand daneben.... :???:

Abgesehen von diesem Thema ist Wien eigentlich sehr hundefreundlich und es gibt kaum Reibereien :D


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 Betreff des Beitrags: Re: Hundeproblematik hausgemacht?
BeitragVerfasst: 25.01.2012 11:30 
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Begleithund
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Sicher ist die Problematik z.T. hausgemacht, es ist aber auch ganz unverkennbar so, dass alles überall immer enger wird.
Ich habe auch schon etliche Anfeindungen erlebt, das ist aber kein neues Phänomen.
Also mein subjektives Empfinden ist eigentlich eher das Gegenteil.
Ich muß eigentlich sogar aufpassen, dass mir meine Hunde nicht von Nichthundehaltern zu Kuschelzwecken entführt werden :lol:
Liegt sicher auch daran, dass wir standorttreu sind.
Ich habe auch gemerkt, dass pauschalisierter "Hundehass" oft aus krasser Unwissenheit und Unsicherheit heraus exestiert.
Es lohnt sich aber oft, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen.
(Ich weiß, ist net immer ganz einfach :roll: )
Nicht das man die Leute sofort bekehren könnte, aber zumindest erweckt man bei den Leuten ein gewisses Verständnis dafür, dass man nicht gleich kriminalisiert werden möchte, bloß weil man Hund(e) hält.

_________________
Das Leben ist zu kurz, um es allen recht zu machen.
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Carpe diem!


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 Betreff des Beitrags: Re: Hundeproblematik hausgemacht?
BeitragVerfasst: 25.01.2012 11:36 
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Wir haben hier im Ort einige Stellen wo es, wenn es besonders Warm und Windstill ist, eine starke Geruchsbelastung existiert.
Das eine ist eine Art Parkstreifen mit Sitz- und Spielmöglichkeiten für Kinder. Da riecht es im Sommer zuweilen wie eine öffentliche Latrine. In der Stadt gibt es Hausecken, da geht man mit Kind einen großen Bogen herum. Schon von weiten optisch gut zu erkennen im nahen beißt es in die Nase. Die Hausbesitzer schütten regelmäßig Eimer weise Wasser drüber damit es erträglicher wird.
In größeren Stätten sind viele Bäumchen regelrecht kaputt gepieselt.
Das sind so Sachen die einem schon Nachdenklich stimmen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hundeproblematik hausgemacht?
BeitragVerfasst: 25.01.2012 12:12 
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Leitwolf
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Hier hat sich nichts wirklich verändert außer der Verordnung und das es immer schwerer ist Wohnungen mit Hund zu finden.
Hier gibt es nicht mehr Hunde als früher und die meisten Hundehalter machen vorbildlich die Haufen weg. Klar gibt es auch hier Hundehalter die aus der Reihe tanzen und keine Haufen weg machen und ihre Hunde nicht im Griff haben aber im großen und ganzen ist es wie gesagt nicht anderst als in meiner Kindheit was die Hundeanzahl usw angeht.

Was ich allgemein schlimm finde und ich will nicht wissen was nicht Hundehalter darüber denken, ist, was es so alles für Hunde mittlerweile zu kaufen gibt und die Wellnesshotels für Hunde usw. Meine Oma sagt immer heutzutage kommen bei vielen die Hunde vor Kindern. Damit hat sie auch absolut recht wenn man sich mal umschaut.
Früher gabs es auch nicht solche Gassiplätze wo sich massig Hunde sammelten und es erwartet wurde/wird dass alle Hunde sich toll miteinander verstehen. Früher traf man sich mit Leuten mit Hund die man eben immer wieder mal traf beim Gassi aber was da heute so alles betrieben wird davon halte noch nichtmal ich als Hundehalter etwas. Das sich da Nichthundehalter dran stören können wenn auf einer Wiese 20 Hunde rumrennen kann man ja ein wenig nachvollziehen. Denn zum Picknick machen sind diese Wiesen nicht mehr geeignet. :lol:

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 Betreff des Beitrags: Re: Hundeproblematik hausgemacht?
BeitragVerfasst: 25.01.2012 12:58 
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Rudelmitglied
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Andreas hat geschrieben:
Wir haben hier im Ort einige Stellen wo es, wenn es besonders Warm und Windstill ist, eine starke Geruchsbelastung existiert.
Das eine ist eine Art Parkstreifen mit Sitz- und Spielmöglichkeiten für Kinder. Da riecht es im Sommer zuweilen wie eine öffentliche Latrine. In der Stadt gibt es Hausecken, da geht man mit Kind einen großen Bogen herum. Schon von weiten optisch gut zu erkennen im nahen beißt es in die Nase. Die Hausbesitzer schütten regelmäßig Eimer weise Wasser drüber damit es erträglicher wird.
In größeren Stätten sind viele Bäumchen regelrecht kaputt gepieselt.
Das sind so Sachen die einem schon Nachdenklich stimmen.



Diese "Pissecken" in Parks und Häuserecken sind m. E. aber nicht immer hundischen Ursprungs :uho1: .

Trotzdem, denke auch ich dass viele Probleme Hausgemacht sind.

Es gibt immer mehr Menschen die sich einen Hund holen.
Hunde "drängen" immer mehr in Bereiche in der viele Menschen aufeinander treffen (Mehrfamilienhäuser, Parks, Restaurants, Cafes, Städte im Allgemeinen).
Die "Rolle" des Hundes hat sich enorm verändert im Vergleich zu früher. Sie sind Sozialpartner geworden. Die ersehnte und auch ausgelebte Nähe zum Tier birgt Konfliktpotential. Auf der Suche nach Harmonie und Einträchtigkeit, sind viele Menschen nicht darauf gefasst ihrem Hund klare Grenzen setzen zu müssen. Schaffen das oft nicht und Resultate dieser Haltung sehen wir täglich, in genau den Bereichen wo es unangenehm auffällt.
Zunehmende Anonymisierung, fehlende Rücksichtnahme und Empathie der Menschen untereinander tragen m.E. auch immer mehr dazu bei, dass Konflikte entstehen. Nicht nur im Bereich Hunde..Radfahrer gegen Autofahrer, Kinderlose gegen Familien, Hundehalter gegen Nichthundehalter...So extrem wie in Deutschland nirgendwo erlebt.

Ich denke, weder der geforderte Hundeführerschein noch sonstige Reglementierungen werden den Trend zu Konfliktverschärfung stoppen können.

_________________
________________

Liebe Grüsse von Beril mit mehreren Fellnasen und Samtpfoten


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 Betreff des Beitrags: Re: Hundeproblematik hausgemacht?
BeitragVerfasst: 25.01.2012 13:02 
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Begleithund
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Registriert: 19.09.2007 18:58
Beiträge: 348
Ich denke, wenn mehr (von alle rede ich nicht weil, zu schön um war zu sein) Hundehalter darauf achten würden wo ihr Hund k*** und p*** würde es weniger Anfeindungen Hunden und ihren Haltern gegenüber geben.
Da wo wir wohnen ist sehr viel Grün, eigentlich schon fast Parkähnlich. Um die Häuser rum große Rasenflächen, von einer Seite Sackgasse alles andere autofrei. Hier lassen viele ihre Hunde ohne Leine laufen, manche kommen von mehrere Strassen entfernten Häusern, weil es hier so schön grün ist und der Hund laufen kann ohne das man darauf achten muss das er nicht auf die Strasse läuft. Da beginnt auch schon das Problem. Manchmal sieht man den Hund und erst nach mehreren Minuten den Halter, hast du einen nicht verträglichen Hund, so wie unsere Hündin, hast du eben pech. Ich muss, bevor ich mit ihr rausgehe aus Fenstern schauen ob gerade ein Hund ohne Leine draußen rumläuft. Vor kurzem war sie läufig, zwei mal musste ich, kaum das ich die Tür geöffnet hatte, sie sofort zuschlagen weil ein Hund davor stand.
Wenn diese Hunde wenigstens einigermaßen abrufbar wären... Aber da gehen oft Hunde spazieren und deren Besitzer nur als Alibi hinterher schlendern.
Die schönen grünen Rasenflächen können Kinder kaum nutzen weil alles vollgek**** ist.
Die meisten sind selber Eltern deren Kinder hier so schön auf den Wiesen spielen könnten, aber, Kinder sieht man hier auf dem Rasen nicht spielen, nur Hunde ka***.
Wenn ich mit einem unserer Hunde mal über die Wiese laufe, kann ich nicht schauen was mein Hund gerade macht oder gar mit ihm spielen. Nein, ich muss mir konzentriert vor die Füße giucken. Und nachdem die Grünanlagenpfleger mit ihren Aufsitzmähern durchgefahren sind... heist es auch öfter auf den Wegen Slalom laufen.
Wir haben hier sehr viele Hunde, fast in jedem Haus (3-6 Familien in einem Haus) 1-4 Hunde. Ich bin aber sicher das die Anzahl der Hunde nicht das Problem ist, sondern das egoistische, rücksichtslose Verhalten derer Halter die nicht in der Lage sind oder auch keine Lust haben mal über den eigenen Tellerrand zu schauen.

Mein Mann ist täglich längere Strecken mit dem Rad unterwegs, und es vergeht kaum ein Tag an dem ihm nicht mind. ein Hund hinterhetzt wärend deren Besitzer entweder gemütlich, lächelnd weiter schlendert oder vergeblich versucht seinen Hund heranzurufen.
Nicht nur einmal kam es dazu das mein Mann Vollbremsung machen musste weil plötzlich ein Hund ihm unter die Räder lief oder sich die Wade vorknüpfen wollte.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hundeproblematik hausgemacht?
BeitragVerfasst: 25.01.2012 13:17 
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Rettungshund
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Hunderasse: American Staffordshire Terrier, Mischling
Mein(e) Hund(e): Lea, Hero, Cora
Teilweise sicher "hausgemacht".

Wenn überall Hundehaufen liegen, ist das schon ein Ärgernis. Undd as ist leider so, sogar bei uns hier auf dem Dorf sind die Gehwegränder vollgekackt. Oder die Leute lassen ihre Rüden an jede Hausecke, jeden Blumenkübel markieren.

Und Freilauf für den Hund ist ja gut und richtig. Aber die vielen "dertutnixe", die jeden Menschen begrüßen und belästigen, machen den Hundehaltern auch nicht unbedingt Freunde.

Wobei ich nicht mal glaube, dass es früher sehr viel weniger Hunde gab. Aber sie wurden anders gehalten, standen nicht so in der Öffentlichkeit.

Der Hund blieb ja oft auf dem Grundstück, Gassigänge fanden zwar in der Stadt auch statt, aber da waren es meist kleinere Hunde und die blieben auch oft an der Leine.
Die größeren Hunde im ländlichen Raum waren auf den Gehöften, hatten dort ja auch meist eine Aufgabe.
Und wenn so ein Dorfhund mal ohne Besitzer rumschlumpern ging, wars auch kein Problem.

_________________
Ein Stafford packt Dein Herz und läßt es nie mehr los.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hundeproblematik hausgemacht?
BeitragVerfasst: 25.01.2012 13:30 
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Möhrchen hat geschrieben:
Diese "Pissecken" in Parks und Häuserecken sind m. E. aber nicht immer hundischen Ursprungs :uho1: .


Richtig. Den Parkstreifen den ich aber meine, hier im Ort, da ist es definitiv von Hunden. Im Sommer konnte ich das gut beobachten, (Der Parkstreifen ist im Prinzip nur ein Weg mit etwas Grün an den Seiten) binnen 30 Minuten haben mind. 10 Hunde gegen den selben Stein gepieselt. Und auch die Anwohner beschweren sich regelrecht, weil "deren" Parkstreifen eigentlich schon ein öffentliches Hundekloo ist. Also ich kann die Leute durchaus verstehen.

An unserer Mainpromenade wurde es Jahr für Jahr "schlimmer". Der Anzahl der Hundespaziergänger hat enorm zugenommen. Mein Ausweichfeld, da war ich vor Jahren allein unterwegs, ist mittlerweile ein "Hundetreff" geworden. Auch hier in der Straße hat sich die Anzahl der Hunde deutlich vermehrt. Das sorgt natürlich immer mehr Reibungspunkte, weil ja der Teil die keine Hunde mögen oder "vorsichtig" sind, sich ja nicht in Luft auflöst. Im Gegenteil, einer hat es hier geschrieben, die Medien graben regelrecht einen Graben zwischen den Interessenendgruppen.

Und hier kommt auch schon die nächste Frage. Wo ist die Hundehalterlobby, wo sind die Verbände? Werden wir richtig vertreten oder überhaupt vertreten? Wo findet der Dialog untereinander statt?


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 Betreff des Beitrags: Re: Hundeproblematik hausgemacht?
BeitragVerfasst: 25.01.2012 16:08 
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Junghund
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Beiträge: 73
Hunderasse: 2 Weisse Schweizer Schäferhunde
Also in meiner Kindheit und Jugend (ich werde 40) gab es auch schon viele Hunde. Jedoch gab es keine Hundegesetze und es war viel toleranter allgemein. Es war normal, das die meisten Hunde ohne Leine liefen und diese waren auch erzogen. Es gab einfach keine Streitereien mit Nichthundehaltern. Es gehörte zum Stadtbild dazu, das es Hunde gab. Man hat es toleriert und es ging auch immer gut. Leinenagressionen gab es kaum,da es keinen Leinenzwang gab und dadurch Hunde unter einander viel verträglicher waren.

Damals waren 2 dt. Schäferhündinnen hintereinander meine ständigen Begleiter. Leinen hatte ich fast nie mit. Meine Hunde
waren sehr gut erzogen und ich kann mich an Ärger überhaupt nicht erinnern.

Durch die jahrelange Medienhatz aufgrund von schlimmen Beißunfällen von bestimmten Hunderassen in falschen Händen und die damit verbundenen Leinenzwänge fast überall, sind viele Hunde
heutzutage leinenaggressiv.
Dann gibts leider ausgerechnet zu dieser schwierigen Zeit auch noch einige verantwortungslose Hundehalter, denen die Erziehung ihres Vierbeiners nicht allzu wichtig erscheint, denn Bürgersteige werden vollgeschissen( ein erzogener Hund erleichtert sich nicht auf Beton) und wenn dieses schon passiert, wirds von Vielen einfach liegen gelassen und nicht beseitigt. Das da die Nichthundehalter natürlich nur noch mehr Hass kriegen ist verständlich, denn auch mich als verantwortungsvollem Hundehalter macht das richtig wütend.
Dadurch das heutzutage viele Hundehalter frustriert sind, weil man ständig schief angesehen wird, einfach deshalb weil man Hunde hält, scheinen einige so demotiviert zu sein,das ihnen egal ist, wenn ihre Hunde sich schlecht benehmen, sei es anderen Hunden gegenüber oder anderen Menschen gegenüber. Wenn sich diese bemühen würden, das ihre Hunde sich benehmen und allgemein Rücksicht auf Nichthundehalter nehmen würden, z.b. das Nichthundehalter den Weg passieren können ohne von Hunden belästigt zu werden man kann diese nämlich auch ranrufen,ablegen oder bei Fuß laufen lassen,bis der Weg wieder frei ist) dann wäre vielleicht die Stimmung zwischen Hundehaltern und Nichthundehaltern ein wenig besser.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hundeproblematik hausgemacht?
BeitragVerfasst: 25.01.2012 20:24 
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Rettungshund
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Registriert: 26.05.2010 19:43
Beiträge: 1674
Wohnort: Düsseldorf
Die Medienhetze wurde ja schon angesprochen. Und Verordnungen, Leinenzwang, ständige Ordnungsamt-Präsenz die Hundehalter vom Wagen aus mit Teleobjektiv verfolgen oder getarnt im Gebüsch sitzen, bestätigen Nichthundehalter natürlich in dem Glauben, dass Hundehalter Kriminelle sind mit gefährlichen Waffen an der Leine - vor denen sie beschützt werden müssen.

Wir haben hier in Düsseldorf sehr schnell erreichbar die schönsten Freilaufgebiete die man sich vorstellen kann – aber die Wohngebiete selbst sind derart hundefeindlich, dass ich es kaum beschreiben kann. Meine Mutter ist jetzt drei Wochen nicht mehr aus dem Haus gegangen, weil uns letztens eine Mädchengang verfolgte, die androhte, meinem Hund das Genick zu brechen, wenn wir uns nicht sofort „verpissen“würden. Hier tägliche Normalität und auch durchaus ernst zu nehmen.

Dass umgekehrt Nichthundehalter, Passanten durch Hunde belästigt oder sogar angegangen wurden, habe ich allerdings noch nie erlebt. Die tatsächliche nicht weg zu redende Belästigung ist die Verkotung.

Und was die Verkotung dieser Stadt angeht – so finde ich langsam auch keine Worte mehr. Es gibt ja nun mal – außerhalb der Freilaufgebiete – die Gassirunden, die einen nur mal kurz um den Block führen. Z.B. abends der letzte Gang.

Hier für mich nicht mehr möglich. Es gibt auf den Baumscheiben und zwar auf JEDER – eine Ansammlung von mindestens 20 Hundehaufen. Genauso auf unserer Kastanien-Allee.

Wir haben direkt gegenüber einen schönen kleinen Park mit See. Aber dort ist es nicht mehr möglich die Gassirunde zu gehen. Ein Haufen neben dem anderen. Die Wiesen, die Ränder, die Bäume sind komplett zugesch........

Ich habe heute zweimal Hundekot von den Füßen meines Hundes waschen müssen und einmal habe ich die 3m Leine etwas länger gelassen; sie berührte aus Versehen den Boden und ich habe sofort Hundehaufen darin mit geschleift. Und mein Hund tritt nicht rein, weil er dusselig ist – sondern weil es unvermeidbar ist bei Haufen an Haufen mit einem Abstand von max. 20cm.

Von jedem Baum muss ich meinen Hund wegzerren sowie von jeder Wiese im Viertel. Ein unerträglicher Zustand und ich habe mittlerweile keine andere Möglichkeit mehr als den Hund auf Beton machen zu lassen. Sonst komme ich hundertprozentig mit Schei..... beschmiert nach Hause.

Wenn es dann mal Dünneres meines Hundes sein sollte und ich das nicht problemlos hochnehmen kann, muss ich auch noch mit Tempos den Bürgersteig putzen. Das ist krank und mittlerweile entwickel ich mich mehr zum Hundehalter-Hasser, als es ein Nichthundehalter könnte.

Ich habe die Zustände wirklich nicht übertrieben. Ich habe jeden Tag Tränen in den Augen vor Wut, weil mein Hund hier nicht mehr gehen und sich lösen kann. Mittlerweile überdenke ich einen baldigen Umzug. Zumindest in ein anderes Viertel – indem nicht so viele Hundehalter leben. Aber das ist doch verrückt, oder?

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 Betreff des Beitrags: Re: Hundeproblematik hausgemacht?
BeitragVerfasst: 25.01.2012 22:38 
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Begleithund
Begleithund

Registriert: 28.07.2006 16:47
Beiträge: 303
Wohnort: nähe osnabrück
Ich bekomme diese ganzen Probleme im "real life" überhaupt nicht in diesem Ausmaße mit.
Ich gehe hier auf vielen verschiedenen Strecken spazieren und war einige Zeit mit dem Hunden auf Turnieren und Ausstellungen in weiten Teilen Deutschlands unterwegs. Ich bin bisher ein einziges Mal angefeindet worden.

Und die zugesch***enen Ecken gab es doch schon immer. Ich denke, heute wird ein Haufen doch eher aufgehoben als vor einigen Jahren.

Ich denke ehrlich gesagt, dass die Hundebesitzer selbst ihre Probleme kreieren in dem Sinne, dass sie sich selbst und ihre Hunde zu wichtig nehmen. Heute wird doch ein großes Tamtam um die Hundehaltung herum gemacht - das ist meiner Meinung nach eine gravierende Veränderung im Vergleich zu früheren Zeiten. Die Ansprüche des Tieres finden starke Berücksichtigung im Alltag - was an sich ja auch nicht falsch ist. Jedoch werden diese von einigen Hundehaltern auf eine für mich nicht nachvollziehbare Weise interpretiert: Beispielsweise war es vor einigen Jahren doch recht selten, dass Hunde zum Shoppen in den Innenstadtbereich mitgenommen werden, weil sie schließlich möglichst dauerhaft mit ihrem Rudel zusammen sein sollten. Oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln - da gab es früher doch auch kaum Hunde. Heute sitzt dort jemand mit zwei Hunden und blockiert dadurch drei Sitzplätze.
Nicht nur dies, aber einige andere Kleinigkeiten nerven selbst mich als Hundehalter teilweise, da ich mich in die Menschen hineinversetze, die keine Hunde mögen - man kann Hunden heutzutage kaum noch entgehen. Da würde ich dann irgendwann auch feindseelig werden. Und ich denke nicht, dass die Anzahl der Hunde wirklich zugenommen hat, sondern wirklich der Umgang mit diesem und auch eine gewisse Art von Selbstgefälligkeit einiger Hundebesitzer.

_________________
liebe grüße, romex


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 Betreff des Beitrags: Re: Hundeproblematik hausgemacht?
BeitragVerfasst: 25.01.2012 23:05 
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Rettungshund
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Registriert: 29.11.2004 11:30
Beiträge: 1330
Wohnort: Wuppertal
Hunderasse: PON
Mein(e) Hund(e): Herr Hund ;-
@ Romex

Ich glaube so Unrecht hast du nicht. Ich bin ja schon ne alte Socke und damals (vor gut 40 Jahren) hatte auch fast jeder in der Nachbarschaft einen Hund und das war mitten im Ruhrgebiet. War aber auch kein Problem. Man fiel trotzdem nicht alle Nase lang in Kackhaufen. Mittlerweile wohne ich wirklich recht ländlich, aber hier fällt mir das mit den Hundehaufen extrem auf. Jeder Hundehalter kann hier in 5 Minuten Wald oder Wiese erreichen, so daß Hundehaufen hier in unserem kleinen Stadtteilkern wirklich unnötig sind. Aber ich sehe hier so oft Hundehaufen von mittelgroßen bis großen Hunden in wirklich hübsch bepflanzten kleinen Vorgärten. Und das muß nicht sein, es gibt Kacktüten oder alternativ auch genügend andere Möglichkeiten seinen Hund kacken zu lassen, als in den liebevoll bepflanzten Vorgarten von anderen Leuten. Hier wird es äußerst positiv aufgenommen, wenn man tatsächlich die Hundescheiße mit Kacktüte aufhebt und mitnimmt, weil das kurioserweise hier nicht Usus ist. Und hier besteht wirklich keine Notwendigkeit den Hund in bewohnten Gegenden kacken zu lassen, weil wirklich jeder in kürzester Entfernung im Wald ist, wo es keinen stört. Kann ich nicht nachvollziehen.
Und hier ist es auch durchaus noch üblich, daß mal der ein oder andere Hund alleine unterwegs ist, aber die setzen ihre Haufen nicht in irgendwelche Vorgärten. Und insbesondere die alten Menschen hier sind wirklich sehr Hunde-affin und haben auch keine Angst vor bellenden Hunden. Kennen sie und oft hatten sie selbst auch nicht ganz so verträgliche Hunde, die auf Haus und Hof aufpassten. Da hatten wir mit Herrn "Schwätzer" schon einige sehr nette Gespräche mit 80 und 90 Jahre alten Damen. :D Schwieriger ist es mit den neuzugezogenen Neubaugebietsbewohnern....... Die sind meist nicht so entspannt und relaxt.

LG
Martina

_________________
Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche. (R. Gernhardt)


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