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 Betreff des Beitrags: welpe - auswahl - berufstätigkeit
BeitragVerfasst: 23.01.2012 13:09 
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Junghund
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Hallo!

Ich hab da mal ein paar Fragen... .

Ich überlege gerade, ob ich mir wieder einen Hund kaufe oder nicht... . Bzw ob jetzt oder später.

Derzeit studiere ich noch, werde aber bald fertig und würde dann ja nun mal auch arbeiten. Wie macht ihr das alle so mit euren Hunden? Wer darf seinen Hund mitnehmen (wo arbeitet ihr dann?)? Und wer hat keinen familieninternen Hundesitter sondern einen "Fremden"?

Dann frage ich mich gerade noch, wonach man aus einem Wurf am Besten den Welpen für sich aussucht. Welche Kriterien hattet ihr und warum diese?

Ich freue mich auf Antworten!

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 Betreff des Beitrags: Re: welpe - auswahl - berufstätigkeit
BeitragVerfasst: 23.01.2012 13:33 
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Rudelmitglied
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Hallo,

sorry wenn ich nun etwas ehrlich bin, aber ist halt meine Meinung.

Solange Du nicht weißt wo und wie Du künftig arbeiten wirst, bzw. die Frage nicht geklärt ist wielange der Hund alleine bleiben muss...würd ich mir mal gar keine Gedanken über die Anschaffung machen !
Ich als Züchter verkaufe generell keine Hunde an z.B. ganztägig Berufstätige (wenn einer z.B. voll und einer Halbtagstätig ist, ist das natürlich ganz anders).

Zur Auswahl: ich würde als Käufer immer auf den Züchter hören. Ein guter Züchter frägt Dich schon was Du genau suchst, wie die Lebensumstände sind, was der Hund künftig z.B. machen soll..also z.B. Sport, evtl. mal ne Ausstellung, Wanderungen ect.. Eben was Du Dir von Deinem Hund erwartest. Der Züchter hat einen entscheidenden Vorteil bei der Auswahl: er ist 9 Wochen lang rund um die Uhr mit den Welpen zusammen (zumind. ist s bei mir so) und kann die Welpen beobachten und jeden einzelnen in seiner Entwicklung verfolgen.
Als Welpenkäufer kommste im idealfall vielleicht 2-3 mal vorbei um zu gucken...das sisnd aber immer nur Momentaufnahmen. Meiner Erfahrung nach ist der beste Moment einen "auszusuchen" der Tag wo sie die 6. Lebenswoche vollendet haben. Anatomisch, charakterlich sieht man da am besten wo sich die Monster hinentwickeln werden.
Wir züchten ja "Gebrauchshunde" und meine Erfahrung in den letzten Würfen ist eigentlich folgende: Der ruhigste und gemütlichste ist oft der "Beste" (zumind. wenn man es auf VPG bezieht). Die Welpen die in der Gruppe oft die "sau" rauslassen sind in Einzelhaltung oft die, die am einfachswten zu händeln sind. Wobei ich dabei betonen muss, das alle unsere Welpen -bisher zumind.- extrem viel Arbeitswillen + Ausbildbarkeit mitbrachten, aber es gibt durchaus von der Nervenstärke her Unterschiede bzw. von der Einfachkeit zu handeln.
Ich bin immer froh, wenn sich Welpenkäufer auf meinen Rat verlassen, bisher ist das gut so gewesen.

Uff das nu lange geworden, sorry

VG Kerstin

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Viele Grüße
Kerstin mit ihren zwei Kohlekästen Chiara & Branca


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 Betreff des Beitrags: Re: welpe - auswahl - berufstätigkeit
BeitragVerfasst: 23.01.2012 13:39 
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Junghund
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Wohnort: Villa Kunterbunt
Kein Problem, dass du ehrlich bist. Wäre schlimm, wenn nicht ;-)

Ich mache mir ja auch Gedanken derzeit darüber und renne nicht gleich los und kaufe unüberlegt einen Hund.
Klar ist auf jeden Fall, dass der Hund, wenn er mal nicht mit zur Arbeit könnte, auf keinen Fall den ganzen Tag alleine sein würde. Wenn ich das nicht sicherstellen könnte (durch Hundesitter zb), dann würde ich mir keinen Hund kaufen. Ich frage nur nach Erfahrungen, wie das eben bei anderen läuft.
Dass ganztägig berufstätige keinen Hund haben sollten/kriegen sollten finde ich nicht gut. Ich denke es kommt darauf an wie für den Hund gesorgt wird in der Abwesenheit. Das grundsätzlich auszuschließen finde ich nicht fair.

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 Betreff des Beitrags: Re: welpe - auswahl - berufstätigkeit
BeitragVerfasst: 23.01.2012 14:06 
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Begleithund
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Ich habe das große Glück, meine mit zur Arbeit nehmen zu können (bin Friseurin).
Wenn ich am WE zB was vom Verein habe, dann hab ich zwei liebe Freundinnen, die selbst je einen Hund haben - wenn möglich, nimmt eine von ihnen meine Luna. Ist das nicht möglich, auch mal meine Oma (wobei Luna ihr ziemlich auf der Nase tanzt :frohh: ).
Wenn ich niemand hab, bleib ich zu Hause.

Man sollte sich wirklich langfristig Gedanken machen, bzgl Job und auch Urlaub. Oder auch mal ein Krankheitsfall.

Meine Hündin hatte noch zwei Geschwister. Sie hat mich einfach sofort um den Finger gewickelt, hat sich sofort auf mein Schoß gekuschelt und geschlafen. Sie ist (leider) nicht von einem Züchter, sondern war ein nicht gewollter Wurf.

Willst du denn einen Welpen? Weil wenn du voll Berufstätig bist - dann solltest du ihn mitnehmen können.

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Liebe Grüße Tina

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 Betreff des Beitrags: Re: welpe - auswahl - berufstätigkeit
BeitragVerfasst: 23.01.2012 15:03 
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Mein(e) Hund(e): Branca, Chiara
Hallo Lea,

nur speziell auf das

"Dass ganztägig berufstätige keinen Hund haben sollten/kriegen sollten finde ich nicht gut."

Meine persönliche Erfahrung dazu. Wir hatten 2010 einen Wurf. Ein sehr netter Interessent hat folgendes angegeben:
Er voll berufstätig, Ehefrau halbtags berufstätig, Nachbarin (selber im Besitz von 2 DSH und NICHT berufstätig). Die Nachbarin hatte sich angeboten bei Bedarf zu "sitten" bzw. den Welpen während der halbtägigen Abwesenheit der Ehefrau zu betreuen.
Klappte alles prima...bis, ja bis die Scheidung bzw. Trennung der Eheleute da war.
Anruf besitzer: wir trennen uns leider, meine Frau ist plötzlich ausgezogen. Ich kann Eyck nicht behalten, weil ich ja wie sie wissen 9-12 Std. ausser Haus bin und meine Nachbarin die sich bisher gekümmert hat, die will das auch nicht jeden Tag auf Dauer machen.
Lange Rede kurzer Sinn, ich hab Eyck zurückgenommen und ein neues Plätzchen gesucht. Die Ehefrau hatte im übrigen null Interesse an dem Hund.
Weißte gegen unvorsehbare Sachen (wie nun z.B. Scheidung ect.) kann man nichts machen, aber z.B. die Nachbarin...wo man sich ja soo sicher war, daß die einspringt die machts halt plötzlich nicht mehr. Deswgen bin ich so vorsichtig bei solchen Sachen.

LG Kerstin

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Viele Grüße
Kerstin mit ihren zwei Kohlekästen Chiara & Branca


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 Betreff des Beitrags: Re: welpe - auswahl - berufstätigkeit
BeitragVerfasst: 23.01.2012 15:24 
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Rettungshund
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Berufstätigkeit und Hund sind vereinbar, es ist alles nur eine Frage der Organisation... Ich bin selbst in Vollzeit berufstätig und habe trotzdem immer Hunde, die zudem als alle Welpe eingezogen sind. Das braucht alles etwas Zeit und Vorausplanung, aber es ist möglich...
Ich habe glücklicherweise ein gutes "Netzwerk" an Leuten, die im Alltag, aber auch im Notfall, zur Hundebetreuung herangezogen werden koennen. Ohne das wuerde es bei mir nicht gehen... Wichtig ist, dass die Betreuung nicht nur an einer einzigen Person hängt- denn wenn mal etwas dazwischen kommt, wird es eng... Alternativ gibt es in der Umgebung mehrere Hundetagesstaetten. Für mich persönlich käme das zwar nicht in Frage- aber für Leute, die nicht über genügend Helfer/Betreuer aus dem privaten Umfeld verfügen, wäre es eine denkbare Lösung. Defakto habe ich im ersten Lebensjahr der Hunde die Betreuung -in aller Regel durch meine Mutter- sehr haeufig in Anspruch nehmen müssen, weil ein Welpe/Junghund natürlich noch nicht bzw nicht lange alleine bleiben kann. Dem ging allerdings jeweils ein längerer Urlaub von mir zuvor, in dem ich mich intensiv um den Neuankömmling kümmern konnte und auch schon schrittweise begonnen habe, den Hund an's Alleinsein zu gewöhnen. Bei einem gesunden, erwachsenen Hund klappt der Alltag mit weniger Unterstützung von außen, weil der Hund auch stundenweise alleine bleiben kann. Außerdem teilen mein Mann und ich uns viele Aufgaben- er kann zB teilweise mittags nach Hause fahren. Dennoch würde ich keinen Hund halten, wenn ich nicht jederzeit auf meine "Hundesitter" zurückgreifen könnte. Es gibt immer mal unvorhergesehene Situationen... Unsere Eltern haben jeweils zB einen Schluessel für unser Haus- wurde es mal unplanmaessig länger im Dienst, konnte ich jederzeit anrufen und jemanden bitten, den Hund abzuholen... Das passiert sehr selten, aber es passiert eben.

Zur Welpenauswahl: Ich habe bisher immer Welpen gemeinsam mit dem Züchter ausgewählt und bin damit immer gut gefahren. Ich habe den Welpen genommen, der am meisten meinen Vorstellungen und Ansprüchen an seine späteren Aufgaben entsprach- sprich: Ich habe mich nie für einen anderen Welpen entschieden, weil ich berufstätig bin und der Hund zwischenzeitlich auch von anderen betreut wird. Du solltest dir also vielleicht bei der Welpenauswahl eher die Frage stellen, was du grundsätzlich von einem Hund erwartest, was du mit ihm machen möchtest (Hundesport mit Tunierambitionen? Eher nur Spazieren gehen?) und was du ihm im Alltag neben der Arbeit an Auslastung bieten kannst. Das ist zum einen eine Frage des Individuums, zum anderen aber auch der Rasse. Das Einzige, was meinen Entscheidung durchaus beeinflussen wuerde, wäre der Umstand, meinen Hund mit zur Arbeit nehmen zu dürfen. Wo zB viel "Publikumsverkehr" (d.h. Kunden usw.) ist, wäre zB ein Hund mit ausgeprägtem Schutztrieb, der wenig mit Fremden anfangen kann, eher fehl am Platz.
Bist du denn eigentlich auf eine bestimmte Rasse fixiert?

LG, Nana

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 Betreff des Beitrags: Re: welpe - auswahl - berufstätigkeit
BeitragVerfasst: 23.01.2012 16:24 
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Beiträge: 9017
Hunderasse: Zwergpinscher, Hovawart-Mix, Pumi
Ich habe meine beiden Rüden mit im Büro.

Ich hab das Glück, dass ich in einem Familienbetrieb arbeite, wo mein Vater zudem auch noch mein Chef ist. Er ist zwar nicht begeistert, aber solange ich Sorge dafür trage, dass alles in Ordnung ist, die Hunde niemanden belästigen und nicht das Büro auf den Kopf stellen akzeptiert er es und macht auch keine Versuche es zu unterbinden :)
Jetzt bin ich Geschäftsführerin der Firma und hab einfach alles auf eine Karte gesetzt und es zur Bedingung gemacht, dass ich meine Hunde mitbringen darf.

Auch als ich kurzzeitig mal in einer anderen Firma war, hab ich einfach nett gefragt ob ich meinen Hund (damals hatte ich nur den kleinen Rüden) mitbringen dürfe. Auch das war kein Problem.

Zu Welpen aus dem Wurf aussuchen - keine Ahnung. Ich bin zu meinen Jungs gekommen die Jungfrau zum Kind. Den Kleinen hab ich mit 10 Wochen von Privat übernommen, es war Liebe auf den ersten Blick. Er war allein dort und musste halt weg, weil er unpraktisch und anstrengend war.
Der Große war schon 1,5 Jahre alt als ich ihn bekam. Ihn hab ich auch von privat genommen. Ich kannte ihn allerdings als Welpen schon und neben den beiden Schwestern die noch da waren, hätte ich ihn sofort genommen. Ich hab ihn angeschaut und hab einfach gewusst: DAS ist "mein" Hund!

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Liebe Grüße von der Chaos-Crew

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 Betreff des Beitrags: Re: welpe - auswahl - berufstätigkeit
BeitragVerfasst: 23.01.2012 16:53 
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Beiträge: 74
Hunderasse: 2 Weisse Schweizer Schäferhunde
Meine Meinung zu diesem Thema hat jetzt nichts mit dem Threadersteller zu tun,sondern generell zum Thema.

Ich persönlich finde es nicht gut,wenn ganztags gearbeitet wird und der Hund den ganzen Tag allein gelassen wird.
Es ist vom Menschen total egoistisch einen Hund zu besitzen,
wenn ein Rudeltier den ganzen Tag allein gelassen und beschäftigungslos ist.
Nur damit der Mensch dann nach Feierabend was zum kuscheln hat und dann je nach Antrieb mehr oder weniger spazieren geht.

Wenn man zu zweit ist, und einer halbtags arbeitet, dann ist es in Ordnung. Dann MUß aber wirklich anschließend genügend geistige und körperliche Auslastung stattfinden.

Ich selber habe 15 Jahre, während meiner Berufstätigkeit keinen Hund besessen, weil ich es nicht artgerecht finde, das ein Hund den ganzen Tag wartend allein gelassen zu Hause sitzt.
Ich habe deshalb verzichtet.
Als ich über 30 und verheiratet war, bin ich auf Halbtags umgestiegen,weil wir wieder einen Hund wollten und es finanziell machbar war, das ich auf halbtags gehen kann.
Heute haben wir 2 Hunde und ich bin nicht mehr berufstätig, mein mann ist ganztags berufstätig.
Für die Hunde ist das natürlich ideal.

Ich kann jeden verstehen,der den Herzenswunsch nach einem Hund hegt, aber man sollte auch dem Tier zuliebe verzichten und warten, bis die Umstände es zulassen, das es fürs Tier besser passt.
Man kann in dieser hundelosen Zeit auch in der Freiziet die Hunde von Freunden oder sich als ehrenamtlicher Tierheimgassigänger betätigen. Beides habe ich damals auch so gemacht.

Ich finde gut, wenn Züchter potenzielle Welpenkäufer dann auch ablehnen. Ich denke nur, das Züchter da wohl keine allzu große Chance haben zu überprüfen, ob die Wahrheit gesagt wird. Letztendlich kann der Züchter den Welpenkäufern doch nur vor dem Kopf schauen unhd es ist eine Sache des Vertrauens.

Viele werden jetzt sagen, meinem Hund macht es überhaupt nichts aus allein zu bleiben, aber das glaub ich nicht. Nur weil ein Hund gut erzogen ist und sich seinem Schicksal ergibt und nicht bellt, heisst es nicht das es ihn glücklich macht.

Übrigens in meinem Wohnumfeld sind sehr viele Hunde den ganzen Tag allein und viele bellen und jaulen den ganzen Tag,
und nach feierabend haben die allerwenigsten hier Bock weiter als bis zur nächsten Ecke zu gehen.
Ich glaube auch nicht, das man jeden Tag nach einem anstrengenden Arbeitstag die Lust hat, lange Spaziergänge zu unternehmen, wenn mann mal ehrlich ist. Außerdem hat man ja noch Haushalt, muß mal einkaufen und sonstiges erledigen.

Und ob es sinnvoll ist, als Ganztagsarbeitendern einen Hundesitter/Hundekiga zu bezahlen, bezweiffel ich auch. Zwar wird sich um den Hund gekümmert und er ist nicht allein. Jedoch warum schafft man sich einen Hund an,wenn dieser die meiste Zeit bei einer fremden Vertrauensperson ist und zu dieser eine Bindung aufbaut.


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 Betreff des Beitrags: Re: welpe - auswahl - berufstätigkeit
BeitragVerfasst: 23.01.2012 18:56 
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Ich habe zwar eigentlich was dagegen, wenn man Hunde und Kinder vergleicht, aber da ist es auch vollkommen normal, dass sie fremdbetreut werden :lipssealed:

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Bild Danke an Nici93!


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 Betreff des Beitrags: Re: welpe - auswahl - berufstätigkeit
BeitragVerfasst: 23.01.2012 19:12 
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Wohnort: im Norden von Rheinland-Pfalz
Hunderasse: Australian Cattle Dog
Die Diskussion, wer eigentlich in der heutigen Zeit noch Hunde halten sollte, hatten wir hier schon öfter und ist wirklich müßig. Da der ideale Hundehalter offenbar eine arbeitsloser (weil er Zeit hat) Millionaer (damit der Hund rundum versorgt ist und auch im Krankheitsfall genügend finanzielle Rücklagen vorhanden sind) im mittleren Alter ( junge Leute feiern ja lieber und alte Menschen könnten vor ihrem Hund sterben) ist, dürften wohl die wenigstens Leute einen Hund halten. Natürlich ist die eine oder andere Konstellation nicht optimal- aber es ist auch nicht so, dass es dem Hund schadet. Fremdbetreuung gehört zB dazu- ein Hund gewöhnt sich in der Regel gut daran, und es ist eine sinnvolle Alternative gegenüber dem ganztägigen Alleinsein. Selbstverständlich entsteht eine Beziehung zwischen dem Hund und dem Fremdbetreuer- aber das schadet nicht der Bindung zum Hundebesitzer, sofern dieser seinen Teil dazu beiträgt. Soll in meinem Fall zB heißen: die Fremdbetreuung beschränkt sich auf Spazierengehen, ein bisschen Kuscheln und Gesellschaft leisten. ICH bin diejenige, die den Hund trainiert und ausbildet. Und zwar nicht einmal in der Woche auf dem Hundeplatz, sondern tagtäglich. Daraus entsteht Bindung, aus der Qualität der gemeinsamen Zeit, nicht aus der Quantitaet. Meine Hunde waren und sind immer gerne bei ihren "Betreuern", aber auf gut deutsch gesagt: Wenn mein Mann und ich dabei sind, werden die anderen nicht mit dem A*** angeschaut; und wenn wir mit dem Hund gehen, wirft er keinen einzigen Blick zurück. Und trotzdem freut er sich, wenn er am nächsten Tag wieder zur Tür herein kommt.

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 Betreff des Beitrags: Re: welpe - auswahl - berufstätigkeit
BeitragVerfasst: 23.01.2012 19:51 
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Nana hat geschrieben:
Die Diskussion, wer eigentlich in der heutigen Zeit noch Hunde halten sollte, hatten wir hier schon öfter und ist wirklich müßig. Da der ideale Hundehalter offenbar eine arbeitsloser (weil er Zeit hat) Millionaer (damit der Hund rundum versorgt ist und auch im Krankheitsfall genügend finanzielle Rücklagen vorhanden sind) im mittleren Alter ( junge Leute feiern ja lieber und alte Menschen könnten vor ihrem Hund sterben) ist, dürften wohl die wenigstens Leute einen Hund halten


Sehr gut :evil: Einer Freundin von mir wollten sie hier im Tierheim keinen Hund geben, da sie kein eigenes Haus mit Garten direkt dran hat und zu jung sei... Eine Familie mit Haus und Garten wäre denen am liebsten, wo die Mutter den ganzen Tag zu Hause ist. Sorry, es gibt Frauen, die kriegen Kind und Hund unter einen Schirm (Respekt an dieser Stelle, ich hoffe, das schaffe ich auch mal!), aber es geht auch oft genug voll daneben (Klischee: Familie holt sich einen JRT für die Kinder :angry: )... Den perfekten Hundebesitzer gibt es einfach nicht.

Schön ist es natürlich wenn man einen Job hat, wo der Hund mitkann (Idealfall finde ich persönlich) oder man nur halbtags arbeitet. Aber ich denke es geht auch anders, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!

Wegen dem Aussuchen: Als ich Jipsy das erste Mal besucht habe, waren noch 2 Mädels "frei", also noch zu haben. Ich habe mich sofort in Jipsy verliebt, ich weiß ehrlich gesagt nicht genau wieso. Es hat einfach gepasst, wir haben uns sofort verstanden. Ich habe mich einfach auf mein Herz verlassen (ach wie schön kitschig :lol: ) und das war für mich genau das richtige, ich habe meine Entscheidung nie bereut.


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 Betreff des Beitrags: Re: welpe - auswahl - berufstätigkeit
BeitragVerfasst: 23.01.2012 20:24 
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Blindenführhund
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Beiträge: 626
Wohnort: linz - oberösterreich
Geschlecht: Weiblich
Hunderasse: Mischling
Mein(e) Hund(e): Chesterfield Blueberry
zur frage wie man nen welpen aussucht.

ich hab vor fünf jahren den wurf ein wenig mitbetreut und war ziemlich oft dort. eigentlich wollte ich ja gar keinen welpen aus diesem wurf haben, weil mischlinge und so *g*

dann hat mich mein damaliger freund überredet einen der welpen zu nehmen anstatt auf den riesenschnauzer zu warten, den ich eigentlich damals wollte. naja, mein freund war scharf auf die einzige weiße hündin, die ich aber nicht wollte.

ich hab ja viel zeit mit den welpen verbracht und für mich war eigentlich nur klar, dass es eine hündin werden soll.

aber naja - als die welpen vier wochen alt waren, hab ich spontan in den wuselhaufen (waren ja 11 stück) reingelangt und den kleinsten, mickrigsten in der hand gehabt. der war nur halb so groß wie sein dickster bruder und war echt der underdog im wurf.
ein blick in seine augen und - MEIN HUND :lovemetoo:

erst dann hab ich gesehen, dass es ein rüde ist :roll:

wir haben uns irgendwie gegenseitig ausgesucht - von dem tag an hat er sich durch die meute durchgekämpft wenn er meine stimme gehört hat.
abgeholt hab ich ihn aus - oft erklärten gründen - viel zu bald, mit knapp sechs wochen. aber es gab kein nachweinen oder sonstwas als ich mit ihm nach hause gegangen bin. er war gleich daheim. und er hat größentechnisch aufgeholt. jetzt ist er der zweitgrößte aus dem wurf. und sein damals größter bruder ist jetzt ein gutes stück kleiner als er.

wie gesagt - theorien hatte ich viele. ich wollte keinen rüden und auf gar keinen fall den underdog. und auf gar keinen fall den mickrigsten. :lol:

_________________
Liebe Grüße, Daniela, Janalena und Chesterfield

Chesterfields Fotothread


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 Betreff des Beitrags: Re: welpe - auswahl - berufstätigkeit
BeitragVerfasst: 23.01.2012 22:08 
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Rudelmitglied
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Registriert: 06.01.2007 19:05
Beiträge: 230
Wohnort: steiermark
hallo, lea!

es kommt sehr darauf an, welchen beruf du ausüben wirst - kannst du dazu vielleicht schon etwas sagen?

ich bin ganztags berufstätig und kann meinen hund mit zur arbeit nehmen. dort muss er zwar die meiste zeit ruhe geben, ich habe aber immer die möglichkeit, zwischendurch und in der mittagpause mit ihm rauszugehen oder eine kleinen übungseinheit zu machen. wir gehen zu fuß zur arbeit und wieder nach hause. meine mitarbeiterin liebt hunde und dreht - wenn ich selbst stress habe - mit ihm eine kleine oder größere runde. mein chef ist weit weg ...

dennoch habe ich regelmäßig ein schlechtes gewissen, wenn ich z.b. in meinem büro an seinem platz vorbeigehe: er liegt dort brav, vielleicht fühlt er sich ohnehin bestens - aber: seine augen verfolgen mich, und ich interpretiere sofort: "ich bin auch noch da!"

als ich den hund holte, nahm ich mir 10 tage urlaub zum "kennenlernen" und für's erste hunde-know-how (kurz allein bleiben, stubenreinheit etc.).

ich habe das glück, noch rüstige und extrem tierliebe eltern zu haben für diverse fälle. urlaub gibt es - abgesehen von ganz wenigen ausnahmen - nur mit hund. auch die wochenenden und die zeit nach dem job gehören - von ausnahmen abgesehen - dem hund.

mit regelmäßiger fremdbetreuung hätte ICH persönlich probleme (wenn ich bloß daran denke, wie mich mein hund anschaut, wenn er weiß, dass er nicht mitdarf) - es gibt hier sicher "solche" und "solche" hunde: die, die sich bei jedermann wohlfühlen, und mehr einzelmenschenbezogene, die das nicht so leicht wegstecken.

meine meinung bezüglich fremdbetreuung bezieht sich übrigens auch auf menschenkinder: krabbelstube, tagesmutter, ganztagsschule - und die gemeinsamkeiten beschränken sich auf die zeit vor dem frühstück und vor dem zubettgehen ...

aber da man es üblicherweise bei kindern als normal (auf jeden fall nicht als verwerflich) ansieht: warum bei hunden strengere maßstäbe anlegen?

LG mimi


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