Gott sei Dank ist mein Hund sehr anspruchslos. Er bleibt problemlos lange allein (als ich einen Autounfall hatte war sie 10 Stunden allein und hat nichts angestellt in der Zeit

), mag bei Regen und Kälte nicht rausgehen, außer kurz Pipi machen, liegt den ganzen Tag im Körbchen und schläft, freut sich trotzdem über große Gassirunden, ist überall gerne gesehen, Silvester interessiert sie null die Bohne (ich habe immer Videoüberwachung nach Hause laufen und sie pennt ganz einfach um zwölf weiter wie sonst auch), etc.
Sie schränkt mein Leben eigentlich überhaupt nicht ein und es gibt nur gaaaaanz selten einen Moment wo ich denk "die Leute ohne Hund haben es echt leichter", dann wenn man spontan irgendwohin eingeladen wird oder mal weiter wegfahren will. Vor einem Jahr war ich 3 Wochen bei meinen Eltern im Ausland und es hat lange gedauert bis ich für die Zeit jemanden hatte. Sie ist auch, wenn man sie irgendwohin mitnimmt, total stressig, weil sie völlig überdreht und hyperaktiv ist und da kann man nicht in Ruhe jemanden besuchen. Aber da bleibt sie halt einfach mit einem Kauknochen daheim und gut ist.
Wenn ich mir aber andere Hunde anschaue, Hilfe! Das wäre gaaar nix für mich. Meine Freundin hat einen Aussie (eigentlich sagt das ja schon alles), der am Tag 3-4 Stunden raus MUSS, sonst macht er Terror, der Agility und alles mögliche machen muss, um ausgelastet zu sein. Selbst wenn meine Freundin die schwerste Grippe hat, muss der Hund 3-4 Stunden raus (als ich die Grippe hatte bin ich 4 Tage lang nur 10 Min pro Tag mit meinem Hund raus und es war ihm egal!). Er liebt Regen, Schneesturm und Scheißwetter und will auch da unbedingt raus. Man kann ihn nicht allein lassen, weil er dann die ganze Wohnung zerstört.
Nee, also bei so einem Hund würde ich mir wohl auch ein Leben ohne Hund wünschen.

Deswegen bin ich einfach nur froh über meine Große!