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 Betreff des Beitrags: In Würde altern lassen…bis wohin? Sterbehilfe für den Hund
BeitragVerfasst: 01.02.2012 09:05 
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Registriert: 02.10.2008 21:14
Beiträge: 9077
Viele von uns kennen bereits die Situation, man muss den eigenen Hund gehen lassen. Oftmals durchlaufen unsere Vierbeine noch einen langen (Leidens)Weg, durch Krankheiten, Operationen und vielen Medikamenten. Nur wo ziehen wir unsere Grenzen? Wird nicht oftmals noch zu lange am Leben gehalten nur weil Mensch sich nicht von seinem Hund trennen möchte? Werden nicht oftmals menschliche Bedürfnisse mehr Bedeutung beigemessen als ein würdevoller Abgang? Und wie definiert man den würdevollen Abgang?

In Würde altern lassen…bis wohin?


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 Betreff des Beitrags: Re: In Würde altern lassen…bis wohin? Sterbehilfe für den Hu
BeitragVerfasst: 01.02.2012 09:22 
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Polizeihund
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Wohnort: Dithmarschen
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Hunderasse: Jack Russell Terrier
Mein(e) Hund(e): Amy,Emma,Mimi,Bolle
Ich kann darauf keine pauschale Antwort geben.
Die Situation muss da sein und nur dann kann ich entscheiden weil nur dann mein Herz mir sagen wird was zu tun ist.

Meine Einstellung ist,dass ich dem Hund schuldig bin nicht unnötig zu leiden .
Man spürt doch wenn der Hund nicht mehr möchte.
Wann der Punkt gekommen ist...kann ich jetzt nicht sagen,nur das es bei uns zuhause stattfinden wird.

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LG Stephanie mit ...
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 Betreff des Beitrags: Re: In Würde altern lassen…bis wohin? Sterbehilfe für den Hu
BeitragVerfasst: 01.02.2012 09:30 
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Hunderasse: Mischling
Mein(e) Hund(e): Gezmo
Das ist ein sehr schwieriges Thema....
man schiebt es ja immer weit von Einem weg,aber irgendwann muß man sich damit befassen.
Ich habe mir selber geschworen,meinen Gezmo nicht unnötig leiden zu lassen,ich denke als Hundebesitzer kennt man seinen Hund am Besten und merkt ganz genau,wann es soweit ist los zu lassen und man sollte seinen Egoismus (gut gemeint),dann wirklich hinten anstellen und dem treuen Gefährten das letzte Gute tun und ihn gehen lassen.
Oh oh,mir wird ganz anders bei dem Thema,immerhin ist mein Hund auch schon 8 Jahre alt....
.

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Hunde bereichern jedes Leben....


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 Betreff des Beitrags: Re: In Würde altern lassen…bis wohin? Sterbehilfe für den Hu
BeitragVerfasst: 01.02.2012 09:33 
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Begleithund
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Registriert: 05.03.2007 11:37
Beiträge: 432
Bis jetzt hatte ich das "Glück" dass ein Hund tatsächlich einfach eingeschlafen ist, der Altdeutsche Schäferhund meines Vaters (ich war noch ein Kind, bin mit ihm groß geworden) wurde ca 13 Jahre alt. Ausser dass er im Alter langsamer wurde, die Zähne nicht mehr so waren hatte er nix. War übrigens ein klassischer Hofhund. Sprich: Essensreste ohne Ende, von Kartoffeln über Knochen (Opa hat gewurstet und geschlachtet) und meines Wissens nach nie wirklich TA-Patient.

Der Hund von mir und meinem Freund (eigentlich seiner, aber gemeinsamer Haushalt) ist mit leider etwas über 4 Jahren tot umgefallen. War putzmunter, keine Auffälligkeiten, und dann innerhalb von 5 Minuten tot. Laut TA ist die Blutzufuhr zum Herzen gerissen, wiederbeleben hat nichts gebracht.

Also musste ich so eine Entscheidung, bei einem Hund, noch nie treffen...

Ich kenne mein Bellfell, ich weiss sie ist eine absolute Kämpferin, dass hat sie immer wieder gezeigt. Darum hab ich mir immer gesagt, wenn ich es entscheiden muss, dann mach ich es an den "guten" und "schlechten" tagen fest.

Überwiegen die schlechten... Ich wünsche mir aber, dass sie es mir irgendwie zusätzlich mitteilen kann, vllt mit einem Blick. Sehr dummes Denken, aber ich wünsch es mir trotzdem.

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 Betreff des Beitrags: Re: In Würde altern lassen…bis wohin? Sterbehilfe für den Hu
BeitragVerfasst: 01.02.2012 09:59 
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Rudelmitglied
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Beiträge: 169
Geschlecht: Weiblich
Hunderasse: Coton de Tulear
Mein(e) Hund(e): Jipsy
Es ist echt eine schwierige Entscheidung, die ich hoffentlich nicht (so schnell) treffen muss :lipssealed:
Die Mutter von meinem Freund hat mir mal erzählt, dass sie es bei ihrer alten Hündin falsch gemacht hat. Ronja lag nur noch im Flur, hat sich ständig eingekotet und wollte es dann auch Scham wieder auffressen :???: Sie konnte nicht mehr wirklich laufen und lag wirklich nur noch in ihrer eigenen S****** :( Man mag jetzt denken: "Boa sowas würde ich meinem Hund nie antun!" Aber ich glaube, es ist echt nicht leicht, sein geliebtes Tier, was einen Jahrelang begleitet hat, einfach so gehen zu lassen. Die Mutter von meinem Freund hat draus gelernt, sie hat jetzt seit 2einhalb Jahren wieder eine Hündin und sagt, dass sie so wie bei Ronja nie wieder handeln würde, da sie heute immer noch ein schlechtes Gewissen deswegen hat und ich denke, dass das die richtige Einstellung ist! Aber wer weiß, wie ich in so einer Situation handeln würde... Ich hoffe natürlich, dass ich dem Tier unnötiges Leid ersparen kann und sage mir immer wieder: "Wenn es soweit ist, lässt du Jipsy einschläfern"... Aber ganz ehrlich: Ich habe Angst vor dieser Entscheidung!


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 Betreff des Beitrags: Re: In Würde altern lassen…bis wohin? Sterbehilfe für den Hu
BeitragVerfasst: 01.02.2012 10:13 
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Polizeihund
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Beiträge: 2677
Wohnort: bei Flensburg
So eine Frage ist nicht einfach zu beantworten...

Ich kann nur von mir aus erzählen und ich habe immer gesagt,dass man es mit Sicherheit merkt, wenn der Hund "nicht mehr will" und genau so war es auch...

Missy war ja sehr krank und das schon ca. ein halbes Jahr bevor wir sie gehen lassen haben, aber es war die richtige Entscheidung, denn sie wollte da noch nicht gehen... Man hat es irgendwie gesehen, in ihren Augen war noch so viel Leben... sowas ist echt schwer zu beschreiben, aber man merkt es, sie wollte noch Leben.
Insgeheim habe ich ja immer gehofft, dass sie noch 13 Jahre alt wird (das mit der Krankheit fing ein gutes halbes Jahr vorher an) und ich weiß nicht wieso... sie lebte trotz ihrer Krankheit nochmal richtig auf in den letzten Monaten, lief wie der Blitz auf den Wiesen rum und es sah aus, als würde es ihr gut gehen...

und genau den Tag nach ihrem Geburtstag war es dann soweit. Sie wollte nicht mehr.
Man hat es ihr sowas von angesehen, dass kann man sich gar nicht vorstellen und auch wenn man es nicht wollte, als man sie gesehen hat, hat man ohne zögern, jetzt ist es so weit. Es war nicht mal, dass sie gelitten hat oder ähnliches, sie war sehr ruhig, was ja auch in Ordnung ist, aber man sah es ihr einfach an, in ihren Augen :cry:






LG Hannah

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LG Hannah, Willy und Baby Jenkins
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 Betreff des Beitrags: Re: In Würde altern lassen…bis wohin? Sterbehilfe für den Hu
BeitragVerfasst: 01.02.2012 10:27 
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Rudelmitglied
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Beiträge: 225
Wohnort: Forst
Auch ich bin der Meinung das unsere Tiere es uns mitteilen. Klar versucht man alles um das Ende hinauszuzögern, aber wenn sie keinen Lebenswillen mehr haben muss man sie gehen lassen. Unsere Pferde und unser erster Collie haben es uns klar gezeigt und dann gibt es kein zögern mehr, den ein Partner der einen lang treu begleitet hat ein Recht auf ein würdiges Ende ohne lange zu leiden.

Gruß Willow313


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 Betreff des Beitrags: Re: In Würde altern lassen…bis wohin? Sterbehilfe für den Hu
BeitragVerfasst: 01.02.2012 10:51 
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Leitwolf
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Für mich liegt das Thema noch nicht so weit weg..Erst letztes Jahr mußte ich meinen Jungen gehen lassen.. :cry:
Es war mein zweiter Hund,für den ich entscheiden mußte..

In erste Linie steht für mich immer fest,das keines meiner Tiere sich Quälen soll..Es ist unheimlich schwer sich selber dabei zurück zu nehmen..
Das meine Hunde zu lange leiden mußten,kann ich auch im nachhinein eigentlich mit Nein beantworten..

Einer von beiden durfte fast 13 JAhre alt werden,er hatte seine Knochen kaputt..Bei ihm blieb mir ein Wochenende um den Zeitpunkt zu entscheiden..
Mein letzter Junge hatte eigentlich einen Röntgentermin beim Tierarzt,bei ihm blieben mir gerade einige Minuten..
Beide Hunde hatten SChmerzen,bei beiden wäre es nur noch ein aufschieben gewesen..
Für wen??,meiner Meinung nach nur für mich..
Meine Hunde hätten SChmerzen gehabt,einer kam alleine nicht mehr hoch,dem anderen hätte jederzeit der große Tumor im Darm platzen können,der ihm auch noch auf die Wirbelsäule drückte..Das wäre dann ein elendiges Ende geworden.. :(

Würdevoll...hmhm...
Sie durften beide ihr Leben so lange genießen wie es ging..
Bei beiden blieb ich bis zum Schluß,mein Versprechen was ich meinen Hunden immer gebe,mich um sie zu kümmern halte ich bis zur letzten Sekunde..
Keiner der beiden war wohl so alt,das sie Altersschwach waren..
Diese Situation,hatte ich leider bis jetzt noch nicht...


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 Betreff des Beitrags: Re: In Würde altern lassen…bis wohin? Sterbehilfe für den Hu
BeitragVerfasst: 01.02.2012 11:14 
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Irgendwann kommt man leider an einen Punkt, wo man sich auch über solche Dinge mal Gedanken machen muss, so wie bei mir im Moment. Auch wenn es gegenwärtig noch nicht der Fall ist so befürchte ich, dass für einen heuer das letzte Jahr angebrochen sein könnte, evtl. auch für zwei. Unweigerlich stellt sich mir dadurch auch die Frage, ob es dann auch der richtige Moment ist, ob es evlt. nicht doch zumutbar wäre oder ob diese Zumutbarkeit nicht doch schon Egoismus ist? Gerade der Grenzbereich sorgt für Magengrummeln. Möglicherweise macht man sich auch schon zu viel Gedanken? Auf der anderen Seite, ist man dann noch fähig rational zu denken? Ich habe das damals bei einem Hund von den Schwiegereltern erlebt. Im Gegensatz zu diesen hatte ich ein weit distanzierteres Verhältnis zu diesem Hund und hätte ihn damals schon früher „entlassen“. In meinen Augen erkannte ich unnötiges Leid, das wiederum von ihnen nicht erkannt wurde. Sie betrachtet es als Zeit zum Abschied nehmen :???: Stellt sich dann wiederum die Frage, warum nicht jetzt schon die „Zeit zum Abschied“ nehmen? Oder ist das schon wieder makaber? Leider kommt zu dieser Jahreszeit kein erblühender Gedanke auf.


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 Betreff des Beitrags: Re: In Würde altern lassen…bis wohin? Sterbehilfe für den Hu
BeitragVerfasst: 01.02.2012 11:40 
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Rettungshund
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Es ist sehr schwer, weil man ja an seinem Hund hängt und ich denke, es spielt auch ziemlich die Angst vor der Leere, die dann folgt, mit rein.
Meinen ersten Hund hätten wir auch ein halbes Jahr eher gehen lassen sollen. Trixi wurde im alter von ca. 15 Jahren nierenkrank, später spielte der Kreislauf nicht mehr mit und sie lag nur noch im Körbchen. Gefressen hat sie noch, aber zum lösen mußte man sie fast raustragen. Komischerweise wurde sie in den Tagen, als wir uns entschlossen, sie gehen zu lassen wieder etwas munterer und kam auch wieder von selbst zu uns, aber wiur haben das Richtige getan.
Vio war eigentlich munter bis zu letzt und hat auch noch mit ihrem geliebten Bällchen gespielt, aber sie hat schon ca. 3 Wochen vorher plötzlich aufgehört richtig zu fressen. Ich hatte ihr morgens noch ein Ei gegeben, das liebte sie, nachmittags hat sie es wieder ausgebrochen und ab da hat sie fast nichts mehr zu sich genommen, ich konnte froh sein, wenn sie abends mal 2-3 Brocken gekochtes Hähnchenherz gefressen hat. Dabei war sie aber immer noch recht munter, vom Laufen her hätte man nicht gemeint, daß sie schon 15 Jahre alt war und auch gespielt hat sie noch mit wachsender Begeisterung. Bis es dann die letzten beiden Tage rapide abwärts ging. Das war dann natürlich ein Schock für uns, aber da war es Zeit, sie gehen zu lassen.
Ich denke, manche Hunde lassen deutlich erkennen, wann es Zeit für sie ist zu gehen, bei anderen ist es schwieriger.

Gruß Uta mit Bonny und Buffy bei denen das hoffentlich noch ganz weit entfernt ist.

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 Betreff des Beitrags: Re: In Würde altern lassen…bis wohin? Sterbehilfe für den Hu
BeitragVerfasst: 01.02.2012 12:16 
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Leitwolf
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Hunderasse: Berger de Beauce
Mein(e) Hund(e): Vision du Gardien de la Puissance, Romily's Helena, Romily's Furud
Andreas hat geschrieben:
Unweigerlich stellt sich mir dadurch auch die Frage, ob es dann auch der richtige Moment ist, ob es evlt. nicht doch zumutbar wäre oder ob diese Zumutbarkeit nicht doch schon Egoismus ist? Gerade der Grenzbereich sorgt für Magengrummeln. Möglicherweise macht man sich auch schon zu viel Gedanken? Auf der anderen Seite, ist man dann noch fähig rational zu denken?

Genau das ist der Punkt. Ich bin ja eigentlich eher distanziert, was das Verhältnis zu meinen Hunden angeht. Also, nicht falsch verstehen, ich liebe sie sehr. Aber ich erwarte von ihnen keine Gegenliebe. Ich tu für sie, was nötig ist, aber ich lebe mein Leben mit menschlichen Sozialpartnern und meine Hunde müssen ihr Leben nach meinem ausrichten, nicht umgekehrt. Insofern dachte ich immer, daß ich da ganz rational entscheiden kann, wanns soweit ist. Aber das ging irgendwie nicht. Als bei Babett die Diagnose "Milztumor" feststand und auch, daß sie körperlich eine OP nicht packt, hab ich mich an dieses "wenn sie durchhält, bis sie operiert werden kann ... " geklammert. Der Tumor ist gerissen und wir haben sie schnapp ab noch einschläfern lassen, um ihr größeres Leid zu ersparen. Aber wenn ich ganz ehrlich zu mir bin - ein paar Wochen eher wär besser gewesen. Klar, sie hat gefressen, sich Gassi geschleppt und sich gefreut, wenn ich kam. Aber sonst war da nicht mehr viel.

Man sollte vielleicht auch nicht aus den Augen verlieren, daß es einem Hund völlig rille ist, ob er in Narkose geht, um operiert zu werden oder um nie wieder aufzuwachen. Für ihn ist das gleich, Zukunft interessiert ihn eh nicht. Das einzige, was ihm vielleicht Angst vor der letzten Narkose macht, sind wir. Weil wirs wissen und ihm durch unsere Trauer vermitteln, daß da jetzt was anders ist als normal. Ich denke, der Zeitpunkt ist egal. Aber wenn man seinem Hund einen Gefallen tun will, dann zeigt man ihm eine heitere Miene, bis er fest schläft. Danach darf man dann gern hysterisch werden, das merkt er nicht mehr.

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Viele Grüße von Katrin und dem Trio infernale
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Honeste vivere, neminem laedere, suum cuique tribuere

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 Betreff des Beitrags: Re: In Würde altern lassen…bis wohin? Sterbehilfe für den Hu
BeitragVerfasst: 01.02.2012 12:34 
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Rettungshund
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Hunderasse: Saarloos Wolfhund, American Bulldogg. Vorher Dobermann
Mein(e) Hund(e): Saarloos Wolfhund & American Bulldog
Den richtigen Zeitpunkt zu finden, ist sehr schwer. Ich stand schon öfters vor dieser Entscheidung. Und wahrscheinlich werde ich in den nächsten 1-2 Jahren wenn´s dumm läuft dreimal vor dieser Entscheidung stehen, da ich eine alte Hündin habe und zwei alte, kranke Katzen.

Für mich ist es eine Bauchentscheidung. Natürlich kommt es auch immer darauf an wie krank ist mein Tier, welche Heilungschancen/Verbesserungschancen gibt es etc.

Früher hätte ich gesagt - früh gehen lassen, ja nicht warten etc. Heute sehe ich das anders, denn mir ist folgendes mal passiert.
Mein geliebter Kater, den ich ab dem 6ten Lebensjahr hatte, ging es fürchterlich schlecht. Er war damals 14 Jahre alt. Der TA sagte, er habe nur noch wenig Leber- u. Nierentätigkeit (keine Verbersserung möglich) und er riet mir zur Einschläferung. Grund war vor allem, weil er ab und an Anfälle hatte, Pipi nicht mehr halten konnte und einfach matschig war. Allerdings hatte ich an dem Tag Geburtstag und da der TA sagte, daß mein Kater keine Schmerzen bei den Anfällen hat, wollte ich die Einschläferung nicht von jetzt auf gleich entscheiden und schon gar nicht an meinem Geburtstag. Also fuhren wir heim. Ich konnte mich aber nicht dazu durchringen ihn einschläfern zu lassen und verschob es immer und immer wieder. Ich hatte einfach das Gefühl, daß er noch nicht gehen wollte. Ich hatte zu dem Zeitpunkt Urlaub und konnte mich voll und ganz um ihn kümmern. Nach ca. 10 Tagen (Urlaub vorbei) fielen wir die Entscheidung, daß er nach dem Wochenende eingeschläfert wird. Am Sonntag morgen stand er auf, ging raus, kam mit einem gefangenen Vogel zurück und machte einen sehr gesunden Eindruck. Also schläferten wir ihn nicht ein. Ab dem Zeitpunkt ging es ihm gut - keine Anfälle mehr, Pipi konnte er wieder halten u. er war gut drauf. Er lebte dann noch 5,5 Jahre und das sehr gut - ohne Einschränkungen. Bis ich eines Morgens das Gefühl hatte, ich müßte ihn verabschieden. Er schlief in meinen Armen ein in dem einzigsten Moment als meine Mom und mein Hund da waren udn wir alle bei ihm waren.

Und wenn man so ein Erlebnis mal hatte, dann überlegt man - eine Entscheidung der Einschläferung sollte nicht zu spät gefällt werden, da das Tier nicht leiden soll. Aber zu früh sollte diese ebenfalls nicht gefällt werden.

Daher - wenn ein Tier wirklich Schmerzen hat und es keine Chance auf Besserung gibt - dann würde ich ihm helfen zu sterben - eher früher als später. Ansonsten mache ich es von meinem Bauchgefühl abhängig, denn ich habe ein sehr inniges Verhältnis zu meinen Tieren - ich merke wenn sie krank sind bevor sie überhaupt irgendwas zeigen. Und daher verlasse ich mich auch auf mein Gefühl was den Tod anbelangt.

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Die ehrlichste Liebe bekommt man von Tieren!
"Die Größe und den moralischen Forschritt einer Nation kann man daran messen, wie sie ihre Tiere behandeln" Zitat Gandhi
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Mein Saarloos Wolfhund http://www.blaidd-boston.de


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 Betreff des Beitrags: Re: In Würde altern lassen…bis wohin? Sterbehilfe für den Hu
BeitragVerfasst: 01.02.2012 13:18 
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Registriert: 05.11.2005 21:26
Beiträge: 1733
Hunderasse: American Staffordshire Terrier, Mischling
Mein(e) Hund(e): Lea, Hero, Cora
Merkt man es immer wirklich? Dass die Tiere zeigen, es geht nicht mehr?

Ich glaube nicht.

Meinen Kater mußte ich mit fast 18 Jahren einschläfern lassen, akutes Nierenversagen. Er hat es gezeigt, die letzten drei Tage war er eigentlich schon garnicht mehr von dieser Welt.
Meine Katze hatte einen inoperablen Tumor und ich habe sie einschläfern lassen, weil sie kaum noch fressen konnte, sich dauernd übergeben hat, immer weniger wurde. Aber sie war bis zum letzten Tag irgendwie aktiv, am Leben teilnehmend.

Lea wird es mir wohl auch nicht zeigen, sie ist einfach eine Kämpfernatur. Eigentlich müßte sie schon seit Jahren tot sein. Die Prognosen waren schon mit knapp 10 Jahren nicht mehr gut.
Jetzt ist sie 15,5 Jahre.
Zwei Tumor-OPs, Herzerkrankung, Arthrose. Seit letztem Jahr hat sie einen Tumor in der Nase.
Sie hat gute und schlechte Tage. Letztes Frühjahr habe ich geglaubt, ihren 15. wird sie nicht mehr erleben. Und im Mai hatte sie sich wieder gefangen, ist nochmal richtig aufgeblüht.
Auch jetzt ist es so, dass sie manchen Tag nur daher schleicht, schlecht Luft bekommt und alt und traurig aussieht.
An andern Tagen hoppelt sie fröhlich rum, fängt sogar manchmal noch an zu spielen.

Das ist alles so schwierig und auch emotional belastend.

_________________
Ein Stafford packt Dein Herz und läßt es nie mehr los.


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 Betreff des Beitrags: Re: In Würde altern lassen…bis wohin? Sterbehilfe für den Hu
BeitragVerfasst: 01.02.2012 19:06 
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Polizeihund
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Registriert: 30.07.2007 16:37
Beiträge: 1888
Ich sage mir immer, so lange es geht, gehts.
ich würde einem 10 Jährigen Hund, der an Krebs erkrankt ist, keine weitere OP zumuten, gerade weil die erfolgschancen nicht allzu hoch sind. vielleicht schafft ers und lebt dann noch ein paar Monate, nachdem er sich lange gequält hat. Muss das sein? Will der Hund das überhaupt noch?
Ich stand schon mehrmals vor dieser Situation. Auch wenns einem weh tut, ich ließ meine Tiere eher gehen. 2-3 Wochen hätten sie wohl noch Medikamenten überlebt, aber die Frage war wieder: warum muss das Tier unnütze leiden?
Ich will auch nicht, dass man mich später ewig am Leben erhält, während ich qualvoll dahinvegetiere. Das Tier kann man erlösen, beim Menschen ist es leider verboten.


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 Betreff des Beitrags: Re: In Würde altern lassen…bis wohin? Sterbehilfe für den Hu
BeitragVerfasst: 01.02.2012 19:54 
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Registriert: 29.06.2006 18:36
Beiträge: 15
Ich denke, man sollte die Zeit mit seinem Tier genießen. Wenn es alt und gebrechlich wird, wenn man meint, die Zeit der Entscheidung rückt näher....gerade dann ist es Zeit sich um seinen Vierbeiner zu kümmern, ihm die schlechten Tage so gut zu machen, wie möglich und die guten tage mit ihm so richtig zu genießen.
Es ist gut, dass wir nicht zuschauen müssen, wie unsere Tiere lange leiden, weil sie eine unheilbare Erkrankung haben und wir ihnen nicht mehr helfen können, aber zum Alterungsprozess gehören auch die "schlechten" Tage.

Ich habe meine Jana vom 10.-15 Lebensjahr dreimal an einem Tumor operieren lassen. Sie war noch topfit, tobte, spielte und sammelte immer wieder ihre 20 Tennisbälle ein, die ich morgens durch die Wohnung gekickt habe. Sie war dann in den letzten Jahren schwerhörig, hatte einen Schleier auf den Augen und durch die Spondylose auch ab und an Ausfallerscheinungen in der Hinterhand, die aber mit Massage behandelt werden konnten.
Aber sie war halt meist richtig gut drauf.
In den letzten Tagen bevor ich sie habe einschläfern lassen ging es auch noch, aber an DEM Tag wollte sie nicht mehr spielen, ihre Bälle interessierten sie nicht mehr, frass und trank nicht mehr. Sie lag still und ruhig in ihrer Ecke und schaute mir immer nach....und ihr Blick sprach Bände. Sie wollte nicht mehr.

Jetzt zu dir Andreas:
Genieße die Zeit die du noch mit dem besagten Tier hast intensiv. Sieh es so, dass jeder Tag den du mit ihm hast, dein letzter sein könnte.....wenn es mehr sind umso schöner.
Akzeptiere die Gebrechen, die dein Hund evtl hat und sei für ihn da, wenn er schlechte Tage hat.
Irgendwann wirst du merken "Jetzt ist es soweit"

_________________
LG Kerstin


_______________________________________Behandelt die Tiere, wie ihr behandelt werden wollt!


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