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 Betreff des Beitrags: Zweithund?
BeitragVerfasst: 18.02.2012 19:41 
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Begleithund
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Hallo ihr Lieben,

ich bin es mal wieder, aber zur Abwechslung mit einem ganz anderen Thema :)

Vielleicht kann sich hier im Forum noch der ein oder andere daran erinnern, dass ich mich vor fast einem Jahr für einen Zweithund entschieden hatte und auch fast ein Welpe bei mir eingezogen wäre. Ich habe den Zwerg damals nicht genommen, weil mein Bauchgefühl „nein“ sagte ich somit nicht Gefahr laufen wollte einen Hund bei mir aufzunehmen, zu dem ich keine richtige Bindung aufbauen kann. Wenig später stellte sich dann ja auch heraus, dass Phoebe so krank ist und es blieb keine Zeit über einen zweiten Hund nachzudenken.
Mittlerweile ist es aber so, dass ich ziemlich „unausgelastet“ bin, denn Phoebe war/ist schließlich mein Hobby. Mir fehlen die langen Spaziergänge und die Trainingseinheiten die wir früher bei Wind und Wetter immer gemacht haben, sodass ich es alternativ schon mit einem Tanzkurs und Badminton spielen versucht habe, aber das ist einfach nicht das Gleiche. Ihr wisst sicherlich was ich meine :zwink:
Eigentlich hatte ich mir auch vorgenommen nach Phoebe erstmal keinen Hund bei mir aufzunehmen, um mir ein paar von meinen Reisewünschen zu erfüllen, aber wenn ich es mir recht überlege habe ich von einem Hund definitiv mehr, als von ein paar Tagen in New York.

Nun durchforste ich schon seit geraumen Wochen die Kleinanzeigen sowohl im Internet als auch in der Zeitung und denke intensiv über einen Zweithund nach. Natürlich bin ich mir auch unsicher darüber, ob ich überhaupt Phoebe einen weiteren Hund noch zumuten kann, denn meine Mutter hält es für puren Egoismus und ich lese auch immer wieder Kleinanzeigen, in denen Familien ihren Welpen wieder abgeben müssen, weil der alte Hund total überfordert ist.
Andererseits hat Phoebe ja auch ihre guten Tage, an denen sie total energiegeladen und verspielt ist und selbst an normalen Tagen (also nicht extrem gut, aber eben auch nicht extrem schlecht) freut sie sich wie eine Schneekönigin, wenn wir unseren Nachbarshund mit auf einen Spaziergang nehmen oder unterwegs jemanden treffen, mit dem wir ein Stück gemeinsam laufen. Gehe ich mit ihr ganz alleine kann ich sie meist eine gewisse Zeit lang mit Suchspielen und Kunststückchen bei Laune halten, aber spätestens nach 30 Minuten ist die Luft raus und Madame will nach hause.
Ich habe halt auch die Hoffnung, dass der potentielle Zweithund ihr neuen Lebensmut verleiht und somit die extrem guten Tage vielleicht sogar von ein Mal im Monat auf ein Mal in der Woche zunehmen.

Ich bin halt einfach hin und her gerissen und weiß einfach nicht, ob ich nun nur noch dankbar für jeden schönen Augenblick mit meiner Motte sein soll und deshalb meine komplette Aufmerksamkeit nur auf sie richten soll, oder aber, ob ich mir für meinen Seelenfrieden einen zweiten Hund holen soll. Gerade auch in Bezug auf meine Arbeit fehlt mir oft der Ausgleich, was mich auf Dauer gesehen echt fertig macht.

Darum bitte ich nun um eure ehrlichen Meinungen zu dem Thema, denn ich bin mir fast sicher, dass es hier auch den ein oder anderen gibt, der schon einen einen kranken/alten Hund mit einem neuen Hund vergesellschaftet hat. Ihr dürft mir außerdem auch gerne vor Augen führen was ich, wenn es denn soweit kommt, alles bei der Haltung von zwei Hunden beachten muss.

Vielen Dank schonmal im Voraus,
liebe Grüße von Steffi

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liebe Grüße von Steffi&Phoebe

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweithund?
BeitragVerfasst: 18.02.2012 20:31 
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Rettungshund
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Meine erste Frage: Müsste es als Zweithund ein Welpe sein?
Da Phoebe so schwer krank ist und nicht mehr so gut kann, würde ich keinen Welpen dazunehmen.

Bei uns war die Situation ähnlich, wenn auch nicht so gravierend. Nanook war 10 Jahre, als Carlos mit 3 1/2 Monaten einzog. Es gab viele positive Seiten, denn Nanook wirkte gleich 2 Jahre jünger und fing wieder an zu spielen. Alles in allem finden wir den Altersunterschied im Nachhinein zu groß und würden es nicht mehr so machen. Denn wir konnten den beiden nicht so gerecht werden wie wir es wollten. Carlos hätte mehr gebraucht und Nanook war es teilweise zu viel. Theoretisch hätte man fast alle Spaziergänge trennen müssen, um jeden entsprechend auszulasten.
Als es Nanook am Ende so schlecht ging, wurde das noch schwieriger. Aber da kam sie meist sowieso nur noch eine Runde mit.

Auf der anderen Seite muss ich sagen: Wenn es möglich ist, würde ich wohl immer mehr als einen Hund halten wollen. Denn der Zweite kann einen doch irgendwie trösten, wenn der erste gegangen ist. Hatte man nur einen Hund, ist der Einschnitt wesentlich größer, denn es fällt alles weg. Die Spaziergänge, die Kuschelstunden und und und. Das hat für mich auch nichts damit zu tun einen Hund mehr als den anderen zu lieben. Aber natürlich ist das Egoismus, das muss man sagen.

Letztlich musst du das selbst entscheiden. Ich kenne euch nicht und weiß nicht, ob man es Phoebe zumuten könnte. Vielleicht ein etwas älterer Hund, der aus dem gröbsten raus ist, aber trotzdem noch mit Energie für Arbeit zu haben ist. Ich schätze mal mit so 3-6 Jahren.

Unabhängig davon hoffe ich für euch, dass du mit Phoebe noch einige Zeit verbringen kannst.

:waving:

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweithund?
BeitragVerfasst: 18.02.2012 20:39 
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Hm, deinen Wunsch kann ich absolut verstehen.
Zuerst mal das positive:
Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ein passender Zweithund eine Bereicherung sein könnte, für dich und deinen jetztigen Hund. Er darf halt vom Charakter nicht zu aufdringlich sein und eher etwas rücksichtsvoll. Einen Cavalier würde ich zum Beispiel so einschätzen, der aber dennoch verspielt, ausdauernd und arbeitsfreudig ist. Gibt dort sicherlich auch noch andere Hundetypen, gar keine Frage. Obwohl ich mir schon überlegen würde, ob ein Welpe, der erstmal viel lernen muss, dann so passt.
Das Negative:
Was machst du mit Phoebe, wenn du dich mit dem anderen Hund beschäftigst? Muss sie dann allein sein? Würde Zeit, die du sonst mit ihr verbringst wegfallen? (ich kenn ja deine weitere Situation nicht, ob du der einzige Ansprechpartner für deinen Hund bist oder ob der Hund eh mehrere Menschen im Haushalt hat)
Desweiteren würde es auch so sein, wenn sich die zwei Hunde dann richtig gut verstehen, dass der Neue vielleicht bald seinen Partner verlieren wird, wenn du schreibst, dass deine Motte schon alt und krank ist, muss man ja leider damit rechnen. :cry:
Ich hab selbst mit erlebt, wie schlimm es damals war, wo meine kleine Nelly in jungen Jahren viel zu früh verstorben ist und wie sehr meine damals noch jüngere Gwen drunter gelitten hat.

Ich glaube, es kommt hier auch sehr individuell auf deinen Hund an. Mag er gerne zum Beispiel Besucherhunde? Oder hat er sein Revier lieber für sich auch wenn er draußen gerne mal spielt. Für wie sozial hällst du deinen Hund? Du kennst deinen Hund am besten und kannst somit auch am besten einschätzen, ob ein weiterer Hund eine Belastung für ihn wäre. Ebenso was wünscht du dir für einen neuen Hund? Würdest du dir für dich einen eh einen eher rücksichtsvollen Kandidaten aussuchen oder möchtest du lieber einen eher verspielten und aufdringlichen Typ, der nun aber nicht unbedingt vielleicht zu deinem jetztigen Hund passt?
Denn der neue Hund sollte natürlich zu euch Beiden passen. Wäre das vereinbar.

Ich glaube, wenn du in dich hineinhorchst wirst du die passende Lösung finden. Viel Erfolg. :)
Ansonsten kann ich dir den Tip geben, mal einen Hund für ein paar Tage zu sitten, vielleicht den Nachbarshund, den deine Hündin kennt und scheinbar mag. So kann man völlig ungebunden testen wie es denn so wäre.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweithund?
BeitragVerfasst: 18.02.2012 21:05 
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Ich kann mich Mascha da nur anschließen. :)

Es gibt auf jeden Fall einige Argumente die dafür und auch welche die dagegen sprechen. Wie kommt Phoebe denn mit Welpen aus? Was man bei der Aufnahme eines jungen Hundes da auf jeden Fall beachten sollte, ist dass zum Einen die erste Zeit fast nur dem Welpen gewidmet werden muss. Der erste Hund muss da zwangsläufig zurück stecken bis der Kleinste aus dem Gröbsten raus ist. Hinzu kommt, dass der natürlich sehr wild, verspielt, unerzogen und grenzenlos ist-es ist ja noch ein Baby. :) Das muss der Ersthund psychisch und physisch verpacken können. Ist Phoebe fit genug den Kleinen selbst in die Schranken zu weisen? Wie viel Ruhe benötigt sie an den schlechten Tagen? Wie schnell ist sie gestresst und wie stark würde sich das auf die Krankheit auswirken? Wie lange wird sie wohl noch bei dir sein und wie schlimm wird es dann sein, dass du ihre letzte Zeit womöglich kaum mitbekommen hast?

Ich kann zumindest von meinem Welpchen und Schnuppe berichten (immerhin 7 Jahre alt als er kam). Ich muss sagen zu einem späteren Zeitpunkt hätte ich keinen Welpen mehr genommen. Schnuppe mag einfach keine Welpen und möchte Zuhause ihre Ruhe haben. Die erste Zeit hat sie ihn komplett ignoriert, bzw weg geknurrt. Sie ist weg gegangen wenn er kam und hat sich komplett zurück gezogen. Sie fand ihn durch und durch nur kacke. Erst als er etwa 6 Monate alt war, änderte es sich das. Da war er ihr dann alt genug. Nun ist er fast 8 Monate alt und sie ist wieder bei uns auch wenn der Kleine da ist, knurrt nicht mehr ihn permanent an, sucht den Kontakt und hat vor wenigen Wochen auch angefangen ganz ausgelassen mit ihm zu toben. :lovemetoo: Sie ist wieder einmal sichtlich aufgeblüht. Das hatte ich schon bei Dino. Ihr tut ein Zweit(bzw. Dritt)hund wirklich sehr gut-allerdings würde ich ihr wenn sie älter ist so etwas nicht noch einmal antun. Die erste Zeit ist da einfach zu blöd für sie.

Ich würde aufgrund meiner Erfahrungen auch eher von einem Welpen absehen bei Phoebe. Einfach weil sie krank ist und so ein Welpe sehr viel Aufregung und Stress in den Alltag bringt. Das wirkt sich ja zwangsläufig auf den Ersthund aus auch wenn der Welpen mögen sollte. Tendieren würde ich da auch eher zu einen bereits erwachsenen Hund der aber noch jung genug ist um mit ihm zu arbeiten und sie auch wieder aufblühen lässt. Je nachdem würd ich sagen so ab 2 Jahre.

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LG von Nina mit Schnuppe, Dino und Barney.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweithund?
BeitragVerfasst: 18.02.2012 23:54 
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Ich bin eigentlich der Meinung, dass ein Zweithund für gewöhnlich immer eine Bereicherung für Hund und Halter darstellt, zumindest dann wenn es richtig gemacht wird. Dabei ist aber gerade für den Hund eine Bereicherung.
Das kommt natürlich darauf an, wie der vorhandene Hund zu Artgenossen steht und auch wie der Hundeführer sich in die ganze Beziehung einbringt.

Meiner Ansicht nach braucht jeder Hund aber auch seine Zeit mit seinem Besitzer, getrennte Traningseinheiten und Spaziergänge gehören also in jedem Fall dazu, egal wie alt die beiden Hunde sind.

Auch das Alter des vorhandenen Hundes hat in meinem Augen nichts damit zu tun, ob man sich einen Welpen dazu nimmt oder nicht.
Das muss man individuell entscheiden, aber grundsätzlich gibt es in meinen Augen keinen Grund warum es kein Welpe werden sollte. Im Prinzip bin ich eher gegenteiliger Meinung, denn beide Hunde profitieren voneinander. Der Althund von der Lebensfreude des Welpen und der Welpe von der Souverenität und Erfahrung des Althundes.

Wir halten schon immer mehrere Hunde. Alterklassen, Rassen und Charaktäre bunt gemischt. Auch wir hatten schon Rudelkonstellationen die wenig gepasst haben. Das hatte aber nichts mit dem Alter oder der Rasse zu tun, sondern mit den ganz individuellen Unterschieden der Hunde. Unmöglich oder mieserabel war das Zusammenleben aber nie.

Ich werde immer mindestens zwei Hunde halten, denn ich halte das einfach für artgerechter und schöner. Meine Hunde sind sehr froh, dass sie sich haben.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweithund?
BeitragVerfasst: 19.02.2012 00:46 
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Vielen Dank für eure wirklich sehr ausführlichen Antworten.
Dann will ich mal versuchen ebenso ausführlich zu antworten und hoffe, dass ich keine Frage dabei vergesse.

elsebaer hat geschrieben:
Meine erste Frage: Müsste es als Zweithund ein Welpe sein?
Da Phoebe so schwer krank ist und nicht mehr so gut kann, würde ich keinen Welpen dazunehmen.

Nein, es muss kein Welpe sein. Gerade weil dieser am Anfang enorm viel Zeit beansprucht und unter Umständen ziemlich forsch und penetrant sein kann, würde ich eher zu einem ca. 2-3 jährigen Hund tendieren.

elsebaer hat geschrieben:
Auf der anderen Seite muss ich sagen: Wenn es möglich ist, würde ich wohl immer mehr als einen Hund halten wollen. Denn der Zweite kann einen doch irgendwie trösten, wenn der erste gegangen ist. Hatte man nur einen Hund, ist der Einschnitt wesentlich größer, denn es fällt alles weg. Die Spaziergänge, die Kuschelstunden und und und. Das hat für mich auch nichts damit zu tun einen Hund mehr als den anderen zu lieben. Aber natürlich ist das Egoismus, das muss man sagen.

Genau daran denke ich auch. Ich will nicht, dass das alles von heute auf morgen einfach wegfällt. Meine Mutter hingegen wäre froh, wenn sie wieder etwas ungebundener wäre und beispielsweise beim shoppen nicht auf die Uhr gucken muss, wann es wieder Zeit ist mit dem Hund rauszugehen.

Nera hat geschrieben:
Das Negative:
Was machst du mit Phoebe, wenn du dich mit dem anderen Hund beschäftigst? Muss sie dann allein sein? Würde Zeit, die du sonst mit ihr verbringst wegfallen? (ich kenn ja deine weitere Situation nicht, ob du der einzige Ansprechpartner für deinen Hund bist oder ob der Hund eh mehrere Menschen im Haushalt hat).

Ich wohne mit meiner Mutter und meiner Schwester zusammen, somit wäre Phoebe in der Regel nicht komplett alleine, allerdings bin ich ihre Hauptbezugsperson.
Andererseits hat sie krankheitsbedingt einen Tagesrythmus wie ein Koalabär und ich sehe sie beispielsweise nach unserem einstündigen Morgenspaziergang oft stundenlang nicht, weshalb ich mir denke, dass es für sie nicht so extrem dramatisch sein wid, wenn ich mit dem Zweithund mal eine zweistündige Extrarunde mache.

Nera hat geschrieben:
Ich glaube, es kommt hier auch sehr individuell auf deinen Hund an. Mag er gerne zum Beispiel Besucherhunde? Oder hat er sein Revier lieber für sich auch wenn er draußen gerne mal spielt. Für wie sozial hällst du deinen Hund? Du kennst deinen Hund am besten und kannst somit auch am besten einschätzen, ob ein weiterer Hund eine Belastung für ihn wäre.

Phoebe hat im großen und ganzen kein Problem mit Besucherhunden und wir hatten auch schon über längere Zeit Hunde von Bekannten in Urlaubspflege. Sie ist futterneidisch was ihren Napf betrifft und zickt hier und mal rum, wenn ich den anderen Hund streichel, aber am Ende hat sie sich immer mit dem anderen Hund ihren Korb geteilt :lovemetoo:

Nera hat geschrieben:
Ebenso was wünscht du dir für einen neuen Hund? Würdest du dir für dich einen eh einen eher rücksichtsvollen Kandidaten aussuchen oder möchtest du lieber einen eher verspielten und aufdringlichen Typ, der nun aber nicht unbedingt vielleicht zu deinem jetztigen Hund passt?
Denn der neue Hund sollte natürlich zu euch Beiden passen. Wäre das vereinbar.

Genau, der neue Hund soll auf jeden Fall zu uns beiden passen und da ich bei der Anschaffung nichts überstürzen möchte und ohnehin nur ein erwachsener Hund in Frage kommt, würde ich den beiden genug Zeit lassen sich kennenzulernen, noch bevor der andere Hund bei uns einzieht.

Feiticeira hat geschrieben:
Es gibt auf jeden Fall einige Argumente die dafür und auch welche die dagegen sprechen. Wie kommt Phoebe denn mit Welpen aus?

Auch wenn ein Welpe wohl eher nicht in Frage kommt, so beantworte ich die Frage trotzdem :zwink:
Welpen findet sie toll und ich bin jedes Mal überrascht wie souverän sie mit ihnen umgeht :lovemetoo:

Feiticeira hat geschrieben:
Ist Phoebe fit genug den Kleinen selbst in die Schranken zu weisen? Wie viel Ruhe benötigt sie an den schlechten Tagen?

Bisher hat sie immer alles alleine geregelt und fit genug ist sie dafür auch noch.
Wenn es ihr sehr schlecht geht, verlässt sie ihr Körbchen außer zum fressen überhaupt nicht und zum Gassigehen muss ich sie auffordern. Das ist sonst nie der Fall, denn sobald ich die Schublade öffne, in der ihr Halsband und ihre Leine liegen, kommt sie angelaufen und kratzt vor Aufregung an der Haustür.

Feiticeira hat geschrieben:
Wie schnell ist sie gestresst und wie stark würde sich das auf die Krankheit auswirken?

Allgemein ist Phoebe zwar sehr aufmerksam und beobachtet alles was um sie herum geschieht, aber übermäßig stressen lässt sie sich davon nicht. Und selbst wenn sie mal in eine Stresssituation gerät, ist sie, nach all den Jahren in denen wir schon zusammen leben, nun so gut lenkbar, dass sie sich auch ganz schnell wieder herunterholen lässt.


Feiticeira hat geschrieben:
Wie lange wird sie wohl noch bei dir sein und wie schlimm wird es dann sein, dass du ihre letzte Zeit womöglich kaum mitbekommen hast?

Wie lange sie noch bei mir sein wird kann mir kein Mensch sagen. Als wir im Juli letzten Jahres die Diagnose bekamen sagte mir die Tierärztin, dass sie Phoebe noch 6 Monate bis zwei Jahre gibt. Demnach sind also nun sieben Monate vergangen und meine Motte ist immer noch bei mir und glücklicherweise ist sie auch noch nicht so schlecht dran, dass ich davon ausgehe, dass sie im Mai ihren siebten Geburtstag "feiern" wird :lovemetoo:

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liebe Grüße von Steffi&Phoebe

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Zuletzt geändert von Rübe am 19.02.2012 16:43, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweithund?
BeitragVerfasst: 19.02.2012 01:23 
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Hm, ich hatte auch erst überlegt, zu meiner vorigen Hündin einen Hund dazu zu nehmen, den ich im Zergportal entdeckt hatte, war auch ein weißer Zwergpudel wie sie, 10 Jahre alt und hatte genau den gleichen Blick drauf wie sie. Aber meine Vio war damals schon 13, hing total an mir und war es gewöhnt, mich für sich allein zu haben. Zudem war der andere Zwergpudel ein Rüde und sie haßte Rüden, der hätte also kastriert werden müssen. Ich wollte Vio das im Alter von 13 Jahren nicht mehr zumuten und hab es gelassen.

Gruß Uta mit Bonny und Buffy

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweithund?
BeitragVerfasst: 19.02.2012 17:18 
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Ach manno, warum ist das alles so schwierig?
Doggymania, dein Beitrag motiviert mich, mich nach einem zweiten Hund umzusehen und wenn ich dann noch an Phoebe denke, wie sie an manchen Tagen und gerade eben auch wieder mit hängendem Schwanz hinter mir hertrottet, aber schlagartig wieder gut drauf ist, wenn wir einen anderen Hund treffen, dann denke ich, dass wir beide von dem Zweithund pofitieren würden.
Uta verunsichert mich dann aber wieder mit ihrem Beitrag, denn Phoebe ist ja nun auch schon seit über sechs Jahren gewohnt hier die Einzelprinzessin zu spielen und ist dadurch sehr auf mich fixiert.
Andererseits würde ich ja auch wirklich nur einen Hund nehmen, von dem ich mir sicher bin, dass Phoebe sich mit ihm versteht.

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liebe Grüße von Steffi&Phoebe

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweithund?
BeitragVerfasst: 19.02.2012 17:20 
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Schlussendlich kann nur dein Herz und Bauchgefühl entscheiden.

Von einem Welpen würd ich auch eher Abstand nehmen. Unser Familienhund war 13, als meine Luna mit 8 Wochen einzog. Er war völlig genervt von dem Wirbelwind.
Und wenn deine Maus dann auch noch krank ist und der Kleine "nervt" :zwink:

Aber ein Hund, der aus dem gröbsten raus ist und zumindest im Haus ein ruhiges Wesen hat -wieso nicht?
Dann hat Phoebe jmd, mit dem sie kuscheln kann (sofern sie mag), draussen spielen und vllt blüht sie wirklich nochmal auf (das tun ja viele Hunde, wenn sie einen Partner bekommen).

Ich denke, bei dir wird sie deswegen nicht weniger beschmust und verwöhnt, als wenn sie eben Einzelhund bleibt.

Und wie schon geschrieben wurde, ist "der Weg" irgendwann einfacher, wenn noch ein Pelzgesicht da ist.

Ich wünsche dir und Phoebe die richtige Entscheidung :lovemetoo:

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Liebe Grüße Tina

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweithund?
BeitragVerfasst: 19.02.2012 18:18 
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Rübe hat geschrieben:
Ach manno, warum ist das alles so schwierig?
Doggymania, dein Beitrag motiviert mich, mich nach einem zweiten Hund umzusehen und wenn ich dann noch an Phoebe denke, wie sie an manchen Tagen und gerade eben auch wieder mit hängendem Schwanz hinter mir hertrottet, aber schlagartig wieder gut drauf ist, wenn wir einen anderen Hund treffen, dann denke ich, dass wir beide von dem Zweithund pofitieren würden.
Uta verunsichert mich dann aber wieder mit ihrem Beitrag, denn Phoebe ist ja nun auch schon seit über sechs Jahren gewohnt hier die Einzelprinzessin zu spielen und ist dadurch sehr auf mich fixiert.
Andererseits würde ich ja auch wirklich nur einen Hund nehmen, von dem ich mir sicher bin, dass Phoebe sich mit ihm versteht.


Als ich einen zweiten Hund suchte, habe ich ähnliche Gedanken gehabt.
Wir haben zwar immer mehrere Hunde, aber Angel hatte mich immer allein als Bezugsperson. Pflegehunde gehen ja wieder und die anderen Hunde der Familie haben ihre eigen Bezugspersonen. Sie war es gewohnt zumindest am Ende des Tages allein in meinem Bett zu liegen. Sie war ja so oder so auch immer die absolute Nummer 1 (... und ist es noch ^^).
Ich hatte auch bedenken, dass ich vielleicht nicht beiden Hunden die selbe Aufmerksamkeit zukommen lassen kann und Angel darunter leidet, vor allem weil ein Welpe ja ersteinmal die gesamte Aufmerksamkeit aufsaugt.
Am Ende ist Jamie zu ihrer großen Liebe herangewachsen, der von ihr gehegt, gepflegt, bespielt und erzogen wurde, obwohl das sonst gar nicht ihre Art ist.

Auch bei unserem letzten Welpling ist das Rudel wieder mehr zusammen gewachsen.
Obwohl Nova ein sehr aufdringlicher Powerhund ist und Angel auch oft auf den Zwirn geht, merkt man Angel doch an, dass sie Nova sehr schätzt. Sie rennt viel mehr und ausgelassener und wirkt einfach freudiger.
Nova und sie können einfach Dinge teilen, die Angel mit den Chihuahuas nicht teilen kann.
Alles macht zu zweit halt mehr Spaß. ^^


Ich persönlich finde aber nicht, dass der Tod eines Hundes besser zu ertragen ist, wenn man zwei hat.
Das macht in meinen Augen keinen Unterschied.
Ich habe es auch eher so empfunden, dass ein Neuanfang mit einem neuen Hunde nach dem Tod eines Hundes einem sehr gut tut.
Aber das ist natürlich bei jedem anders.

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweithund?
BeitragVerfasst: 19.02.2012 22:37 
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doggymania hat geschrieben:

Ich persönlich finde aber nicht, dass der Tod eines Hundes besser zu ertragen ist, wenn man zwei hat.
Das macht in meinen Augen keinen Unterschied.
Ich habe es auch eher so empfunden, dass ein Neuanfang mit einem neuen Hunde nach dem Tod eines Hundes einem sehr gut tut.
Aber das ist natürlich bei jedem anders.



Ich fand es damals "angenehmer" (es gibt kein passendes Wort), in eine nicht völlig "leere" Wohnung zu kommen und dass einfach noch ein Hund da war. Dieser braucht einen ja dann auch.
Luna hat uns da sehr geholfen und getröstet.
Als dann ihr neuer Partner (auch ein Bully) nach nicht mal 2 Jahren starb (er hat sich vergiftet), da ging es Luna auch seeehr schlecht. Sie hat lange gebraucht, bis sie wieder halbwegs die alte war =(

Aber wie du sagtest, jeder empfindet es anders. Schlimm ist es immer :cry:

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Liebe Grüße Tina

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweithund?
BeitragVerfasst: 19.02.2012 23:15 
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Das_Snoopy hat geschrieben:

Aber wie du sagtest, jeder empfindet es anders. Schlimm ist es immer :cry:


Ja, eine Bekannte musste letzte Woche ihre alte Colliehündin einschläfern lassen und will jetzt unbedingt einen neuen Hund haben.
Das trifft auch nicht überall auf Verständnis, aber ich denke, dass jeder selbst wissen muss, was für ihn in dieser Situation das beste ist.
Es ist ja auch für einen selbst nicht immer die selbe Situation.
Als meine Hündin damals nach langer Krankheit starb, wollte ich erst mal keinen eigenen Hund mehr. Bei Jamie Unfalltod wollte ich aber sofort wieder einen neuen Hund.


Aber in jedem Fall ist es sowieso immer schön zwei Hunde zu haben. ^^

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweithund?
BeitragVerfasst: 20.02.2012 00:59 
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Ja, als meine über alles geliebte Vio noch lebte, hab ich auch immer gedacht, daß es sehr lange dauern würde, bis ich wieder einen neuen Hund haben würde. Hätte jemand mir damals gesagt, daß ich 1 1/2 Monate später wieder einen neuen Hund haben würde, den hätte ich für verrückt erklärt. Aber es ging einfach nicht ohne, deswegen fehlte und fehlt mir immer noch Vio nicht weniger, aber ich kann es leichter ertragen.

Gruß Uta mit Bonny und Buffy

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweithund?
BeitragVerfasst: 20.02.2012 13:30 
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Beiträge: 9017
Hunderasse: Zwergpinscher, Hovawart-Mix, Pumi
Ich hätte zu meiner alten Hündin keinen jüngeren Hund dazu genommen. Sie war es Jahr und Tag gewohnt mich für sich alleine zu haben. Als sie krank wurde, hat sie noch mehr Aufmerksamkeit gebraucht und ich war im nachhinein betrachtet um jeden Tag mit ihr froh, den ich mit ihr allein verbringen konnte. Und auch einen jungen erwachsenen Hund muss man erstmal eingewöhnen lassen, man muss Erziehungsarbeit leisten, den Alltag mit dem Neuen UND zwei Hunden umgestalten etc.pp.

Wir haben jetzt 3 Hunde. Paolo war knappe 5 als Teddy, damals 1,5 Jahre, dazu kam. Gizmo war damals 8.
Wenn einer von den dreien über die Regenbogenbrücke gehen muss, kommt kein 3. Hund mehr nach.
Die Rüden sind beide mir, Teddy war schon 1,5 als er zu uns kam. Und trotzdem ist der Dicke bis heute immernoch ein Haufen Arbeit. Paolo kam vor allem am Anfang schon zu kurz, weil Teddy einfach viele Baustellen hat/hatte. Heute hat sich das eingespielt und ich kann beiden die gleiche Aufmerksamkeit zukommen lassen; nun sind sie aber schon über ein Jahr zu dritt. Wären Gizmo oder Paolo aber schwer krank gewesen, hätte ich Teddy schweren Herzens nicht aufnehmen können.

Mein Fazit: Ich an Deiner Stelle würde es nicht machen. Geniesse die Tage, die Du mit Deiner Süßen hast, gönne ihr Hundekontakte mit Hunden, die sie kennt und mag, so oft wie möglich.

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Liebe Grüße von der Chaos-Crew

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 Betreff des Beitrags: Re: Zweithund?
BeitragVerfasst: 20.02.2012 15:19 
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Wohnort: Berlin
Geschlecht: Weiblich
Hunderasse: Yorkshire-Terrier
Mein(e) Hund(e): Gismo
Ich kann 2*Beine_8*Pfoten nur zustimmen: Ich würde das deiner Hündin auch nicht antun.
Ich habe in deinem anderen Thread über die gesamte Krankheitssituation deiner Hündin mitgelesen. Das ist nicht eine Sache, sondern es kamen über die letzten 7Monate immer neue/andere gesundheitliche Probleme dazu. Und: dir Krankheit deiner Süßen ist ja leider auch eher zeitaufwändig (Arzttermine, Kontrollen,....)
Wenn ich mir überlegen würde: Ich bin dein Hund und liege schwerkrank zu Hause rum. Klar hab ich noch manchmal meine guten Momente, aber werde ich jetzt dafür bestraft, indem ein neuer Hund einzieht? Ich würde gern alles Zeit mit meinem Frauchen verbringen wollen. Selbst wenn ich nur im Körbchen liege, dann bin ich auch froh, wenn meine Bezugsperson einfach nur da ist.
Aber wenn sich jetzt, wo ich doch noch lebe, mein Mensch einen neuen Hund holt, dann gefällt mir das gar nicht. :uho2:

Klingt vielleicht blöd, aba das waren meine ersten Gedanken. Und ich finde die so schlecht, dass ich es nicht machen würde... Zudem glaube ich, dass die Anschaffung eines zweiten Hundes und die Zeit, die du da investieren musst, dir am Ende, wenn es mit Phoebe zuende geht :sick: , als verlorene Zeit verkommen wird.... So würde es mir wahrscheinlich gehn.

Abnehmen kann dir die Entscheidung sicher niemand, aber mein rat wäre: tu Phoebe den Gefallen und mach es nicht.

Ganz liebe Grüße und vor allem noch eine glückliche Zeit mit Phoebe!!!
Ivy & Gismo

_________________
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“ Ein Leben ohne Hund ist ein Irrtum!”
Carl Zuckmayer

“Du denkst, Hunde kommen nicht in den Himmel. Ich sage dir, sie sind lange vor uns dort.”
Louis Armstrong


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