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 Betreff des Beitrags: Unabhängige Info zum Herdenschutzhund Do-Khyi
BeitragVerfasst: 30.07.2010 10:40 
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Junghund
Junghund

Registriert: 12.07.2007 17:50
Beiträge: 119
Wer sich bewusst vor einer Anschaffung mit dem Anforderungsprofil eines Do-Khyi beschäftigen möchte, dem empfehlen wir als grundlegende Lektüre das Wolf Magazin welches wir hier als Link anbieten:
http://dokhyimaxe.blogspot.com/2010/07/ ... leben.html

Speziell der Do Khyi erfährt in dem erwähnten Beitrag zum Herdenschutzhund eine gesonderte Betrachtung.

Insgesamt ist das im Text beschriebene nicht nur für den Do Khyi realistisch. Das Buch (Magazin in Buchform) gehört zur Grundlektüre jedes Do Khyi Liebhabers.

Für jeden, welcher völlig unabhängig, vor einer Anschaffung sich in die Zucht des Do Khyi vertiefen will und gegebenenfalls das Zuchtbild einer Zuchtstätte betrachten will empfehlen wir diesen Link.
http://ingrus.net/tibet/en/

Die Datenbank ist weltweit länderübergreifend und stellt die Ahnentafeln sehr schön grafisch dar, mit Bildern, - wenn vom Halter oder Züchter eingestellt.
Sie ist für jedermann offen bis in die dritte Generation, wer sich unverbindlich (auch inkognito möglich) anmeldet kann bis in die 9. Generation zurück einen Einblick nehmen. Sehr schöne farbliche Kennzeichnung von Inzuchtverbindungen.

Die Datenbank zum Do Khyi - Tibet Mastiff ist noch in den "Anfängen" zeigt aber bereits alle erforderlichen Daten an um die heutige Zucht darstellen zu können. Es ist möglich eine "geplante Wurfplanung" einzugeben und sich die "künftige Ahnentafel" zu betrachten.

Jeder kann sich mit den Daten seiner Do Khyi beteiligen. Alle Daten unterliegen einer permanenten Kontrolle - aller - welche sich an der Datenbank beteiligen und diese permanent kontrollieren und auch korrigieren können. Der Dienst ist Züchter- und Vereins-unabhängig.

Hier zum Beispiel ein Einblick auf meine Drei:
Maxe: http://ingrus.net/tibet/en/details.php?id=1425
Nala: http://ingrus.net/tibet/en/details.php?id=2297
Ambi: http://ingrus.net/tibet/en/details.php?id=1612

Die Suchfunktionen sind sehr konfortabel und erlauben einzelne Do Khyi anhand der Namen, Zuchtstätten, Züchter einzeln zu betrachten. Selbst die Suche nach Ländern ist möglich und so kann man sich ein Bild der Zucht der einzelnen Länder machen.

Viel Freude beim Betrachten und Lesen
HG Yushi
http://www.tibimaxe.de


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 Betreff des Beitrags: Re: Unabhängige Info zum Herdenschutzhund Do-Khyi
BeitragVerfasst: 30.07.2010 12:33 
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Mein(e) Hund(e): Mia
Dankeschön!

Da werd ich mich heute abend mal drauf umschauen. Auf deiner HP hab ich grad schon 30 Miniuten geschummelt :D

Aber mal eine Frage zum Do Khyi. Ich interessiere mich ja schon seit mehr als 10 Jahren für diese Rasse.

Kann man so eine Rasse denn problemlos in unserer Gesellschaft halten? Bei Rassen wie Kangal und Co gibt es ja oft Probleme, da diese, wie der Do Khyi ja auch, im Grunde für ein Leben in wenig besiedelten Gebieten gezüchtet wurden.

Auf einer Seite habe ich einen Satz gelesen, der in etwa so lautete:

Der Do Khyi wird Eindringlinge aufhalten, sie möglicherweise reinlassen, aber ganz sicher nicht wieder rauslassen

WIe kann ich mir das vorstellen?

Wird ein Do Khyi nur melden und stoppen? Oder wird er zur Not auch eigenständig handeln und nach vorne gehen?

Wie sieht es aus, wenn Herrchen oder Frauchen dabei sind? Stellt er Fremde dann trotzdem?

Und wie ist das bei Familienmitgliedern die nicht im Haus leben aber ab und an zu Besuch kommen? Werden die immer als Fremde behandelt oder merkt sich der Do Khyi werd gut und wer böse ist, auch wenn die Guten nicht allzu oft da sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Unabhängige Info zum Herdenschutzhund Do-Khyi
BeitragVerfasst: 30.07.2010 19:19 
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Junghund
Junghund

Registriert: 12.07.2007 17:50
Beiträge: 119
@Graefin
Nun will ich versuchen deine Fragen umfassend und kurz zu beantworten.
Wichtig ist in jedem Fall vor einer Anschaffung gute Lektüre und eventuell auch Kontakt mit den verschiedenen Herdenschutzhunden. Das Beste wäre ein Seminar bei welchem nicht selten auch Hunde mitgebracht werden dürfen...

Jeder Hund und HSH - auch der Do Khyi wird entscheidend geformt durch seine Sozialisierung erst beim Züchter und später weiter bei seinem Halter. Das ist die Grundlage. Mit einem geeigneten und kundigem Halter kann man den Do Khyi und jeden HSH auch in unserer Gesellschaft halten.
Man muss aber um ihre Eigenschaften wissen.

Do Khyi sind wie alle HSH territorial, deshalb empfiehlt sich die Haltung mit einem Wirkungsgebiet zur Erfüllung der angeborenen Wachinstinkte in unserer Gesellschaft nur in einem sicher eingezäuntem Freilauf (mit permanenter Hausanbindung) in einem genügend großen Garten...
Als ein Hund der wandernden Hirtennomaden ist das Territorium eines Do Khyi so weit seine Augen und Sinne reichen. Das ist in unserer Welt für eine uneingezäunte Haltung zu weit.
Er wird also auch in jedem Fall das Grundstück der Nachbarn mit bewachen.

In seinem Wirkungsbereich liegt der Do Khyi gerne strategisch günstig. Nähert sich nun ein Fremder (kein Nachbar oder sonst zum Umfelld gehörender, dem Hund positiver Bekannter) der Gartengrenze stürmt der Do Khyi mit beeindruckendem Gebelle (dabei wird mächtig "aufgetragen") an die vermeintliche Gefahrenquelle...
Wir kennen keinen "Fremden" welcher sich -ohne das Beisein der Halter- angesichts eines solchen Hundes dann noch "unerlaubt" in das Territorium eines solchen Hundes begeben würde.

Es ist uns aber schon passiert, dass unsere Drei (einfach zur Terrassentüre hinaus gelassen) einen - ohne Klingeln (wie auf dem Land ja oft üblich) eingetretenen Handwerker als "Fremden" im Garten plötzlich entdeckt haben. Das ist in der Tat für diesen fremden Menschen dann beeindruckend - die Hunde (hier spreche ich für meine) stürmen auf diesen zu mit beeindruckendem Gebell und der Mensch wird umringt.
Die Hunde melden und es ist die Aufgabe des Halters die Situation zu klären. Das bedeutet aber nicht, dass Do Khyi in einer Situation, - bei guter Erziehung und Umwelt - wie dieser, sofort ohne deutliches Warnen zur eigenen Entscheidung tendieren.

"Zur Not" wird ein Do Khyi handeln wie jeder andere, gut in eine Familie eingebundener Hund. Ergreift der Halter in der Not die Flucht... wird er sich auch zurückziehen.
Er wird wie jeder gut in eine Gruppe eingebundene Hund seinen "Gruppenkameraden" schützen. Der Do Khyi hat einen angeborenen Schutztrieb welchen er nicht lernen muss. Dieser aber ist wie bei allen HSH auch territorial veranlagt.

Wie man sieht hat das Verhalten eines Herdenschutzhund Do Khyi also viel mit seinem Umfeld und seiner Lebenserfahrung zu tun.
Bei uns aufgewachsen und gut sozialisiert sind Do Khyi gut zu halten. Sie bleiben Hund aber sie sind auch keine "erwachsenen" Riesenwelpen!

Verwandtschaftsbesuche sind bei uns kein Problem. Wobei ich allerdings völlig "fremde Besucher" nicht mit den Hunden alleine lassen würde. Bei einem Herdenschutzhund heißt das, dass man dem Hund die Verantwortung überträgt. Es gehört aber auch insgesamt zur Aufsichtspflicht jedes Hundehalters - gleich welchem Hund - diesen mit unbekannten Gästen nicht alleine zu lassen.

Häufige Gäste gehören bei uns für die Hunde mit zur "inneren Familie" Jeder Mensch wird auch nach Jahren vom Do Khyi wieder erkannt.
Freunde werden frenetisch begrüßt. Bei seltenen Gästen fällt das zurückhaltender aus und völlig Fremden kann sich ein Do Khyi auch etwas zurückhaltend zeigen. Dann sollte man ihn nicht bedrängen.

Wir laufen draußen und treffen auf das "ganz normale Leben" wie Jogger, Radfahrer, Walker oder Wanderer. Wir haben keine Probleme damit, dass unsere Do Khyi hier "nach vorne" gehen würden oder solche fremden Menschen "stellen" wollten. Wozu auch - das gehört zur Routine. Für das erlernen der Routine muss ein Do Khyi oder HSH - Halter sorgen...

Die Hunde ignorieren so ziemlich alle Situationen die sie kennen. Die alljährliche Saison der Pilzesammler ist interessant. Der Do Khyi muss sie jedes Jahr wieder "studieren" Haben wir dann einen davon getroffen und uns mit diesem kurz unterhalten... ist es völlig uninteressant für die Hunde.

Die Voraussetzung aber ist, dass der Mensch seinem Do Khyi immer wieder, wenn er es hinterfragt die Grenzen aufzeigt, nur so kann das Zusammenleben in der geschilderten Weise funktionieren. Das ist aber durch eine verantwortungsbewusste Führung und mittels dem Unterbrechen von nicht erwünschten Handlungen zu erreichen. Drillmethoden in der Ausbildung lassen einen HSH und Do Khyi ziemlich bald zu einem unsicheren Hund werden.
Es ist also viel Durchsetzungsvermögen und Einfühlungsvermögen bei einem Do Khyi Halter gefragt.

Diese "Arbeit" aber lohnt sich! Man darf sich nur nicht von einem intelligenten Do Khyi "um den Finger" wickeln lassen...

HG Yushi


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