Hallo ihr Lieben!

ich bin Susi, 21, studiere in Wien und bitte um euren wertvollen Rat und ggf. Tipps!
1. Habt ihr Hundeerfahrung, oder wäre es euer Ersthund?Jein,
habe mich seit Jahren und intensiv seit bald 1 Jahr mit der Anschaffung eines Hundes beschäftigt.
Habe wahnsinnig viel im Internet gelesen und mir einige Bücher gekauft (über Hundepsychologie von Feddersen-Peterssen, über die Hundekommunikation und ein Hundeerziehungs- und trainingsbuch)
Außerdem habe ich seit kurzem einen sehr aufgeweckten Rottweiler-Staff-Mischling als Patenhund im Tierheim (wird von mir 3-5 mal die Woche besucht, beschäftigt, ausgepowert und die Grundkommandos die noch nicht alle sitzen, trainiert)
2. Wollt ihr einen Welpe, einen Junghund, einen Erwachsenen Hund oder würdet ihr auch einem Senior ein Plätzchen geben?Erwachsenen aus dem Tierheim/Tierschutz aus dem Ausland, mindestens 3 Jahre alt, maximal 7 Jahre.
3. Wollt ihr einen Hund vom Züchter oder könntet ihr euch auch mit einem Hund aus einem Tierheim oder einer Tierhilfe anfreunden?
siehe 2.
4. Eure Rassevorstellung in Bezug auf den Charakter (Wachsamkeit, Schutztrieb, Jagdtrieb, Verhalten gegenüber Fremden, etc?) Gibt es bestimmte äußerliche Merkmale die man berücksichtigen sollte (wie Größe oder Fell)?
Wollte schon als kleines Kind immer eine deutsche Dogge oder einen Dobermann. Bei der Dogge hat mich aber die geringe Lebenserwartung und Empfindlichkeit bzgl Überlastung abgeschreckt.
Dann hab ich mich intensiv mit Dobermännern auseinandergesetzt und fand besonders die Anhänglichkeit/Personenbezogenheit und die Sportlichkeit sehr attraktiv.
Will keinen Wachhund, also soll nicht skeptisch gegenüber Fremden sein. Jagdtrieb wäre nicht mein Wunsch, aber ich wäre bereit daran zu arbeiten, um ihn abzuschwächen.
Kurzes Fell bevorzugt und nur große Hunde (mein kniehoher Patenhund der ja wiegesagt Rotti-Staff-Mischling is, ist mir fast einen Tick zu klein)
5. Wie würdest Du Dich (und ggf. Deine Familie/Partner) einschätzen? Bist du eher Nachgiebig Konsequent, Kompromissbereit? Bist Du eher ruhig oder temperamentvoll?Wie ich bei meinem Patenhund aus dem Tierheim sehe, würde ich mich als liebevoll konsequent einschätzen. Also ich setze mich durch aber ohne jeglichen Zwang, Strafen und Gewalt.
Puh, ruhig oder temperamentvoll... ich würde sagen irgendetwas in der Mitte, die Wohnung wäre eher ein Ruhepol, im Freien und in der Natur kann man dann aufdrehen
6. Wollt ihr eine Hundeschule/-verein besuchen? Wenn ja, nur bis der Hund erzogen ist/wenn ihr Problemen habt oder würdet ihr dieses Angebot auch über längere Dauer nutzen?Unbedingt, allein schon, dass meine möglichen Fehler oder Ungenauigkeiten in der Kommandogebung ausgemerzt werden und konsequent und nachhaltig mit dem Hund zu trainieren und immer besser zu werden.
7. Würdet ihr Sport mit eurem Hund machen? Wenn ja, welchen? Hier bitte nicht verwechseln: Fahrradfahren, Spazierngehen, Joggen oder Reiten ist kein Hundesport!
Hundesport wäre z.B. Agility, THS, Obedience, Fährtenarbeit, VPG, Rettungshundearbeit....etc.Fährte hat mich früher nie interessiert, aber da ich von einem Hundetrainer im Tierheim erfahren habe, dass Fährtenarbeit ganz toll ist und viel besser, als irgendwelche Hetzspielchen oder wildem Frisbee-Nachjagen, da es den Hund zwingt sein Gehirn zu nutzen und ruhig und konzentriert zu arbeiten, statt nur seinen Trieben zu folgen und hirnlos hinterherzupreschen. Daher wär das etwas, was ich auf jedenfall einbauen möchte.
Falls dann noch irgendetwas in den Zeitplan reinpassen würde hätte ich für die körperliche Auslastung Agility angedacht.
Und Obedience will ich definitiv machen, um einfach einen wesensfesten, im Alltag völlig sicheren, verlässlichen Hund zu erhalten. Will ja das teilweise nicht so gutem Image von Hunden positiv verändern, vor allem wenns eine Rasse wird, die noch verrufener ist (Dobermann, oder irgendein Listenhund). <- genau aus diesem Grund bin ich auch von VPG abgekommen. Und aus dem was ich vorhin über Beutetrieb gesagt hab (aber bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege!).
bzgl VPG hab ich auch Angst, dass auf diesen Hundeplätzen dann autoritär und evtl. nicht nur mit positiver Bestärkung gearbeitet wird.
Zudem würde ich nicht wollen, dass mein Hund für mich in die Presche springt, falls ich tatsächlich mal belästigt, angegriffen oder überfallen werden würde, da ich nicht will, dass meinem Liebling etwas zustößt (Verletzung) oder vielleicht sogar noch schlimmeres...
8. Hier könnt ihr alle sportlichen Betätigungen (die bei 6. keinen Platz gefunden haben), bei denen euer Hund euch begleiten soll anmerken.hauptsächlich Radfahren, damit die Geschwindigkeit auch Hundegerechter ist^^
9. Ein Hund möchte nicht nur körperlich sondern auch geistig ausgelastet (Erklärung siehe unten) werden. Ist dafür Zeit sowie Lust/Kreativität da um auch nach neuen Denkaufgaben für den Hund zu schauen?Ja natürlich, werde muss mir allerdingst erst noch geeignete Lektüre kaufen.
(der Link-Tipp von spass-mit-hund war allerdings schon sehr interessant!)
10. Wieviel Zeit plant ihr für die täglichen Spaziergänge des erwachsenen Hundes ein?Da ich Studentin bin, habe ich recht viel Zeit und bin flexibel. Daher würden sich 3h am Tag definitiv ausgehen, an einigen Werktagen sogar mehr und am Wochenende hätte ich generell einige Ausflüge etc. angedacht
11. Lebenssituation: Leben Kinder mit im Haushalt? Wenn ja, wie alt sind diese?keine Kinder und es sind auch keine geplant bevor ich 30 werd^^
12. berufliche Situation: Seid ihr noch Schüler, schon in der Ausbildung oder habt ihr eine feste Arbeit?Könnt ihr für die nächsten Jahre einen Hund in euer Leben einplanen?Studentin im 2. Semester (studiere allerdings 2 Studiengänge gleichzeitig, daher werde ich noch mindestens 3 Jahre mit dem Bachelor beschäftigt sein und dann noch 1-2 Jahre ein Masterstudium machen).
Werde von meinen Eltern unterstützt was die grundlegenden Lebenshaltungskosten angeht und habe einen Nebenjob, um mir Reiten oder einen Hund finanzieren zu können.
Die nächsten Jahre während meines Studiums kann ich definitiv einen Hund einplanen, falls ich zwischen Bachelor- und Masterstudium arbeiten sollte, verdien ich natürlich Geld, sodass ich mir bspw eine Tagesbetreuung leisten werde (falls ich nicht das Glück haben werde und den Hund zur Arbeit mitnehmen zu können)
13. Wohnsituation: Wohnung (welcher Stock, Lift vorhanden, Erlaubnis vom Vermieter?) oder Haus? Wie viele Stufen/Treppen muss der Hund laufen?Wohne momentan noch in einer WG, werde aber bis Ende des Jahres mit meinem Freund (voll berufstätig) in eine gemeinsame Wohnung ziehen und bei der Wohnungssuche natürlich den Hund bedenken:
- schriftl. Erlaubnis vom Vermieter, bevor ich Mietvertrag unterschreibe.
- falls nicht im Erdgeschoß, dann nur mit Lift
- unbedingt in der Nähe von Hundeparks oder gleich eher am Rande von Wien und daher gleich in der Natur
- evtl. sogar kleiner Garten
14. Leben noch andere Tiere mit im Haushalt? Wenn ja welche?Momentan hab ich 2 Ratten, die allerdings schon 2 Jahre alt sind (Lebenserwartung 2-3 Jahre), ich hoffs natürlich, aber wer weiß, ob sie in einem halben Jahr nicht schon im Rattenhimmel sein werden :S
Falls der Hund Kleintiere als Beute betrachtet, wird natürlich für eine räumliche Trennung gesorgt werden.
15. Wie lange muss euer Hund täglich alleine bleiben?Da Studentin an manchen Tagen garnicht, und ansonsten maximal 4 Stunden
16. Könnte sich im Krankheitsfall/Krankenhausaufenthalt/Sonstigem jemand zuverlässiges um den Hund kümmern?Mein Freund mit dem ich dann zusammenwohnen werde.
In den Urlaub wird mein Liebling natürlich mitgenommen (fahren immer mit dem Zug/Auto).
17. Erkläre mit einigen Sätzen wie du dir ein Leben mit dem Hund vorstellen würdest, wie sich ein Hund in deiner Freizeit einbindet.
Ich möchte meinen zukünftigen Hund natürlich so gut wie überall mit hinnehmen (außer vll zum (Menschen-)Arzt^^), ich hab glücklicherweise viele Freunde, die ebenfalls StudentInnen sind und entweder einen Hund hatten, oder deren Eltern Hunde haben und von daher sehr tierlieb sind, sodass ich mir keine größeren Probleme dahingehend erwarte (und selbst wenn, dann gilt für mein Hund das selbe, wie für meinen Freund. Wer meinen Freund (bzw dann Hund) nicht sehen will, der wird mich auch schnell nicht mehr wieder sehen. Ich halte zu den beiden, weil die meine engste Familie sind.
Meine Eltern (die allerdings über 400km von mir entfernt leben) sind da schon etwas schwieriger... mein Vater hat null Verständnis, wie man überhaupt ein Lebewesen haben wollen kann
(er ist der absolute Computer-Freak... wh weil die ned Lärm machen und Bedürfnisse haben^^)
meine Mutter is da schon emotionaler, sie will mir aber ständig einen kleinen Hund einreden, weil sie Angst vor "Kampfhunden" hat und in der Hinsicht auch resistent gegenüber belegbaren Argumenten is (bspw. Beißstatistiken, die von Schäferhunden angeführt werden etc.).
aber da ich meine Eltern eh nur alle paar Monate seh, lass ich mich davon ned beeinflussen, ich leb mein eigenes Leben und kann jetzt endlich einen Hund haben, seit ich vor 2 Jahren ausgezogen bin.
Mein Freund mag Hunde gern, kann nur momentan keinen eigenen Haben, da er berufstätig is und sehr viel arbeitet und recht lang in die Arbeit braucht (ist manchmal bis zu 12-13h außer Haus).
Bzgl meiner Vorstellung von einem Hund kann ich nur meinen Freund zitieren:
"Es ist so schön dir dabei zuzuschauen wie du mit Spike [meinem Patenhund] spielst, du blühst richtig auf.]
Ich möchte einen Hund, weil mir das Zusammenleben mit Tieren gut tut,
es ist für mich ein Stück Verbundenheit mit der Natur, das mir als Stadtkind immer gefehlt hat
und es ist die beste Kombination aus Freiheit und Verantwortung, die ich mir für mich vorstellen kann.
Mit ganz herzlichen Grüßen
und einem riesen Dankeschön im Voraus!
Susi