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 Betreff des Beitrags: Re: Azubi
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cayenne42 hat geschrieben:
Wie läuft das eigentlich mit dem Bringselverweis? :-?

meinst du das "fertige Ergebnis"? Hund sucht mit Halsband an dem ein Bringsel (zB kleiner Lederstrick) hängt. Wenn er findet, nimmt er an der Person sein Bringsel ins Maul und läuft damit zu seinem Hundeführer zurück. Dort zeigt er durch Vorsitzen/Anspringen und dem Bringsel im Maul an, wird angeleint und führt den Hundeführer zurück zu der gefundenen Person.

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 Betreff des Beitrags: Re: Azubi
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@Petra
Ja, die reguläre Ausbildungszeit eines Rettungshundes beträgt 2 Jahre. Ich meinte mit dem einen Jahr die Ausbildung rein für den Bringselverweis.
Ich glaub das wär mir zu langwierig ... ich bin ja so ungeduldig :roll:


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 Betreff des Beitrags: Re: Azubi
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Mich interessiert noch mal was speziell zum Brigseln. Wir haben momentan nur Verbeller in der Staffel und es wird auch versucht, jeden Hund ans Bellen zu bringen. Wenn der Hund aus welchen Gründen auch immer am Opfer nicht bellen kann/will, würde als Freiverweiser ausgebildet werden.

Wie groß ist die "Gefahr" bzw. kommt es vor, dass Hunde das Bringsel als Selbstbestätigung einfach aufnehmen, z.B. nach längerer erfolgloser Suche? Oder würde man das dann als Ausbildungsfehler ansehen, bzw. wie kann man das umgehen?

Interessiert mich einfach mal, weil wir eben nur Verbeller haben und ich noch keinen Freiverweiser oder Bringsler in Action gesehen habe.


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 Betreff des Beitrags: Re: Azubi
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Nochmal zum Thema Bringseln:

Um eines klar zu stellen: Keiner entscheidet sich für den Bringselverweis, NUR weil es "opfer-schonend" ist. Das möchte ich nicht missverstanden wissen! Das gehört zu den Vorteilen dieses Verfahrens- ist aber sicherlich nicht die entscheidende Tatsache für oder gegen eine bestimmte Verweisart. Und es ist auch klar, dass die meisten Einsätze erfolglos ausgehen... ich mache seit 1996 Rettungshundearbeit und kann ein Liedchen davon singen :wink: . Allerdings habe ich (bzw. natürlich mein Hund!) in all den Jahren tatsächlich im Einsatz auch schon jemanden gefunden... soll´s auch geben :???: !

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die Ausbildung bei einem Bringsler grundsätzlich etwas länger dauert als bei einem Verbeller. Wenn man von einem Schnitt von ca. 2Jahren beim Verbeller ausgeht, so würde ich etwa ein halbes bis ein Jahr zusätzlich draufrechnen... zumindest ungefähr. Bei einem Hund mit entsprechender "Vor-Bildung" kann es natürlich auch schneller gehen- z.B. wenn der Hund schon perfekt apportieren kann.
Grundsätzlich birgt der Bringelverweis viele mögliche Fehlerquellen- das macht die Ausbildung auch so komplex. Die Gefahr, dass der Hund aus Frust das Bringsel während der Suche einfach aufnimmt, besteht natürlich- und fast jeder Bringsler in Ausbildung probiert das auch aus! Im Prinzip finde ich es sogar gut, wenn der Hund es austestet- denn wenn ich ihm die Chance gebe, diesen Fehler zu machen, kann ich ihn auch korrigieren :wink: . Zum einen setze ich da auf eine gute Basisarbeit- d.h. dass ich ziemlich lange mit dem Bringsel am Opfer arbeite. Der Hund soll die Aufnahme des Bringsels mit dem Auffinden des Opfers untrennbar verknüpfen... Zum anderen macht es Sinn, wenn ich mit dem Hund außerhalb meines Sichtfelds arbeite, zusätzlich Funkgeräte zu nutzen. Dann kann ich mich beim Opfer rückversichern, ob der Hund auch wirklich da war! Desweiteren ist natürlich -wie auch bei allen anderen Verweisarten- eine gute Beobachtungsgabe des HF unerlässlich. Man lernt zu erkennen, ob der Hund wirklich am Opfer war oder ob er das Bringsel einfach so aufgenommen hat. Genau so wie man bei einem Verbeller merken sollte, ob der Hund einfach nur "herumkläfft" oder ob er anzeigt.

Ist das nachvollziehbar?! Sonst einfach fragen!

LG, Nana

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 Betreff des Beitrags: Re: Azubi
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Nana hat geschrieben:
Grundsätzlich birgt der Bringelverweis viele mögliche Fehlerquellen- das macht die Ausbildung auch so komplex. Die Gefahr, dass der Hund aus Frust das Bringsel während der Suche einfach aufnimmt, besteht natürlich- und fast jeder Bringsler in Ausbildung probiert das auch aus! Im Prinzip finde ich es sogar gut, wenn der Hund es austestet- denn wenn ich ihm die Chance gebe, diesen Fehler zu machen, kann ich ihn auch korrigieren :wink: . Zum einen setze ich da auf eine gute Basisarbeit- d.h. dass ich ziemlich lange mit dem Bringsel am Opfer arbeite. Der Hund soll die Aufnahme des Bringsels mit dem Auffinden des Opfers untrennbar verknüpfen... Zum anderen macht es Sinn, wenn ich mit dem Hund außerhalb meines Sichtfelds arbeite, zusätzlich Funkgeräte zu nutzen. Dann kann ich mich beim Opfer rückversichern, ob der Hund auch wirklich da war! Desweiteren ist natürlich -wie auch bei allen anderen Verweisarten- eine gute Beobachtungsgabe des HF unerlässlich. Man lernt zu erkennen, ob der Hund wirklich am Opfer war oder ob er das Bringsel einfach so aufgenommen hat. Genau so wie man bei einem Verbeller merken sollte, ob der Hund einfach nur "herumkläfft" oder ob er anzeigt


Kann jetzt bei uns nur die Freiverweiser beurteilen, aber hier würde ich auch behaupten, dass sich schneller Fehler einschleichen oder der Hund versucht sich selbst zu belohnen (Pool anzeigen oder dergleichen). Es ist halt einfach komplexer als bei einem Verbeller. Letztendlich sind diese Fehler aber genauso gut auszumärzen, vorausgesetzt man hat einen kompetenten Ausbilder, der weiß, was zu tun ist :wink: .

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Grüße von Wiebke & Nilsson


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 Betreff des Beitrags: Re: Azubi
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Naja, das mit den Fehler bei Rückverweisern (egal ob Bringsler oder Freiverweiser) erklärt sich von selbst... Die Anzeige besteht aus deutlich mehr Handlungsschritten als bei einem Verbeller- und birgt somit auf mehr mögliche Fehlerquellen.
Man muss stets aufmerksam und konsequent sein, dann lässt sich dieses Problem gut beherrschen. Und wie gesagt: Ich finde es sogar gut, wenn der Hund das eine oder andere ausprobiert (es spricht ja auch für seine Intelligenz :wink: )- denn nur so kann er über das "try-and-error"-Prinzip in richtigen Weg lernen!

Hier mal ein Beispielbild aus dem Training mit der Zwei-Bringsel-Methode: Eines trägt der Hund am Halsband (soll es aber noch nicht aufnehmen), das andere liegt am Opfer:

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Die Arbeit mit zwei Bringseln gehört anfanglich zur "Selbstbestätigungs-Prophylaxe"... Macht allerdings nicht jeder Ausbilder/HF so- aber ich bin, wie schon erwähnt, Fan dieser Methode.

LG, Nana

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 Betreff des Beitrags: Re: Azubi
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edlich hat es geklappt!! :yes: seit einiger zeit gehe ich mit meinen beiden hunden aktiv zur rettungsstaffel.....und es macht unheimlich viel spaß....
obelix mein großer....ein jahr alt... ist in der staffel ein spielhund.....wenn er einen helfer gefunden hat hat er sonst immer alles angeboten um sein spielzeug zu bekommen...kratzen anstupsen nur gebellt hat er nie...doch am sonntag ist der knoten geplatzt...mein obelix hat gebellt....erst dachte ich das ist ein zufall aber als er nach weiteren übungen auch gebellt hat ....
da wuste ich der knoten ist geplatzt.....man bin ich stolz auf meinen hund... :pleased: auch meine kleine hündin ...cayenne fünf monate ....macht sehr gerne mit für ihr alter echt beeindruckend........
ingesamt kann ich nur sagen das ich auf alle beide meiner hunde sehr stolz bin...die rettungsstaffel ist auch eine große bereicherung für mich man lernt so viel ...und jeder trainingstag beteutet man mimmt immer wieder eine neue erfahrung mit nach hause...für mich.eine super variante neben der huschu einen hund auszulasten.....
lg cayenne&obelix


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 Betreff des Beitrags: Re: endlich!!!!
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...und es ist bzw. sollte noch viel mehr sein, als Hundeauslastung... :uho1:
Im Endeffekt geht es um die Menschenleben, die gerettet werden, das sollte nie vergessen werden... (deshalb halte ich von Rettungshundearbeit als Sport absolut gar nichts!)

Wollte ich nur mal so sagen ;-)

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 Betreff des Beitrags: Re: endlich!!!!
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Sicherlich steht die rettung der menschen ganz vorne an....dessen bin ich mir bewußt.gleizeitig hat es einen positiven nebenefekt (auslastung des hundes)beim Trainig!!!
lg cayenn&Obelix


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 Betreff des Beitrags: Re: endlich!!!!
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so isse fein! ;-) *click*

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 Betreff des Beitrags: Re: endlich!!!!
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Ich hätte da noch mal eine Frage zum Bellen als Verweis Art.
Wenn der Hund lernt "Ich muss jemanden anbellen, der mein Spielie hat, um es zu bekommen" könnte er es doch auch sehr schnelle in den Alltag übertragen und immer losbellen, wenn ihm was nicht passt um ans Ziel zu gelangen.
Ist das nicht ein pottenzieller Nebeneffekt in der Ausbildung?
Würde mich mal interressieren so als Rettungslaie.
:waving:

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"Schweigen ist Gold wert, doch manchmal sollte man über seinen Schatten springen und die Wahrheit aussprechen"
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 Betreff des Beitrags: Re: endlich!!!!
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jep das kann passieren dass sie häufiger bellen als bisher :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: endlich!!!!
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Faddl hat geschrieben:
Wenn der Hund lernt "Ich muss jemanden anbellen, der mein Spielie hat, um es zu bekommen" könnte er es doch auch sehr schnelle in den Alltag übertragen und immer losbellen, wenn ihm was nicht passt um ans Ziel zu gelangen.
Ist das nicht ein pottenzieller Nebeneffekt in der Ausbildung?


Es kann natürlich passieren, aber besonders, wenn man Arbeit und Alltag konsequent trennt :p passiert dies meiner Erfahrung nach selten. Je weiter du mit deinem Hund bist weiß er ja doch relativ schnell wann Training ist und wann nicht.

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 Betreff des Beitrags: Re: endlich!!!!
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Faddl hat geschrieben:
Ich hätte da noch mal eine Frage zum Bellen als Verweis Art.
Wenn der Hund lernt "Ich muss jemanden anbellen, der mein Spielie hat, um es zu bekommen" könnte er es doch auch sehr schnelle in den Alltag übertragen und immer losbellen, wenn ihm was nicht passt um ans Ziel zu gelangen.
Ist das nicht ein pottenzieller Nebeneffekt in der Ausbildung?
Würde mich mal interressieren so als Rettungslaie.
:waving:


Jo- es gibt einige Hunde, die das machen. Mein erster Hund hat als Welpe als erstes das Bellen auf Kommando gelernt- wie sich´s für einen zukünftigen Rettungshund gehört :roll: . Naja, ich habe mir da einen "Beller" erzogen... immer, wenn er nicht wusste, was ich von ihm wollte, hat er es als allererstes mit Bellen versucht. Das hat er sein ganzes Leben lang beibehalten :wink: .

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 Betreff des Beitrags: Re: endlich!!!!
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Nana hat geschrieben:
immer, wenn er nicht wusste, was ich von ihm wollte, hat er es als allererstes mit Bellen versucht. Das hat er sein ganzes Leben lang beibehalten :wink: .


Jap, ist bei Frida genauso. Zusaetzlicher Schutzhundesport hilft da natuerlich auch nicht... :lol:


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