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 Betreff des Beitrags: Realismus bei Bewertung der Hundearbeit
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Hallo zusammen!

Mich würde mal interessieren, wie realistisch Ihr (insbesondere die Trailer unter Euch) mit der Arbeit und dem Anzeigeverhalten Eurer Hunde bei einem echten Einsatz umgeht?
Welche Aussagen trefft Ihr nach getaner Arbeit, wenn der Hund die Person nicht gefunden habt?
Wie sind Eure Erfahrungen bezüglich der Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr, anderen Organisationen?

Freue mich auf Eure Antworten!!!

:kaffee:


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 Betreff des Beitrags: Re: Realismus bei Bewertung der Hundearbeit
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Einen Trailer habe ich nicht, aber wenn ich eine Fläche abgesucht habe, gebe ich sie frei und bekomme bei Bedarf ein weiteres Gebiet zugewiesen.
Sollte ich mir irgendwo nicht ganz sicher sein, dann ziehe ich entsprechende Konsequenzen. Gebe z. B. diesen Teil des Gebietes nicht frei und mache entsprechende Meldung beim ZF.
Das kommt allerdings nur höchst selten vor, ich glaube, ich kann alle Fälle, in denen ich ein Gelände mal nicht freigegeben habe, noch an einer Hand abzählen und das, obwohl ich schon viele Einsätze gelaufen bin (ich mache seit 1998 Rettungshundearbeit).

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Viele Grüße Wiesie

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 Betreff des Beitrags: Re: Realismus bei Bewertung der Hundearbeit
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Im Prinzip läuft es bei uns wie bei Wiesie. Gebiete werden freigegeben, am Ende des Einsatzes wird das der Polizei mitgeteilt.
Wenn man in einem Gebiet unsicher ist, weil der Hund sich auffällig verhält, wird das der Einsatzleitung mitgeteilt und ein weiterer Hund zur Absicherung angefordert (oder es klärt sich durch Absprachen auf: hatten mal den Fall, dass ein Hund sich total auffällig verhalten hat, da stellte es sich dann heraus, dass ein anderes Suchteam in exakt der Ecke kurz vor uns eine Zwischenbestätigung für den Hund gemacht hatte. Auf der einen Seite blöd, dass das nicht vorher gesagt wurde, hat Zeit und ein paar Nerven gekostet - auf der anderen Seite auch schön zu sehen, wie gut der Hund da lesbar war...)


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 Betreff des Beitrags: Re: Realismus bei Bewertung der Hundearbeit
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K9* hat geschrieben:
Mich würde mal interessieren, wie realistisch Ihr (insbesondere die Trailer unter Euch) mit der Arbeit und dem Anzeigeverhalten Eurer Hunde bei einem echten Einsatz umgeht?

gerade bei den Trailern die eingesetzt werden finde ich das eine sehr interessante Fragestellung... Wir haben aktuell keinen einsatzfähigen Trailer und ich bin auch gewiss kein Profi auf dem Gebiet, aber nach dem ein oder anderen Einsatz macht man sich doch seine Gedanken.
So zugetragen:
Zwei Trailer werden am selben Start angesetzt, laufen in grundverschiedene Richtungen. Die vermisste Person wurde schließlich ganz wo anders gefunden.

Ein anderer Einsatz - Auto im Wald an einer Parkbucht gefunden. Trailer spaziert über die Straße, rein in den gegenüberliegenden Wald. Polizei schickt alles an Suchkräften dorthin. Nach drei, vier Stunden Suchzeit kommen noch andere Staffeln, die den Wald ums Auto herum absuchen sollen. Keine 200m vom Auto entfernt hat sich die Person erhängt. Bei wem einsatztaktisch der Fehler liegt ist hier sicher keine Frage :whaaaaat: - die Einsatzleitung bestimmt wer wo sucht und wenn das "Wundermittel Trailer" so überbewertet wird, sucht man halt auch ohne Berücksichtigung von Erfahrungswerten..

Das nur mal zwei Beispiele, wir haben etliche Einsätze wo es heißt "der Trailer ist dorthin" und dann wird alles dort hin geschickt und alles andere erstmal außer Acht gelassen. In unzähligen Fällen war die gesuchte Person dann sonstwo, aber gewiss nicht dort wo gesucht wurde.

Mir ist natürlich bewusst dass es Fälle geben kann wo der Trailer ner alten Spur der Person folgt, genauso finde ich nachvollziehbar dass es Geruchsartikel gibt die "kontaminiert" sind und der Hund dann meinetwegen die falsche Person trailt... Aber dass dies fast ausschließlich so sein soll?? Manchmal hab ich den Eindruck der Trailer läuft halt mal kilometerlang, ob er nun was hat oder nicht...

Das Posting bitte nicht falsch verstehen. Ich halte Mantrailing für ne sehr gute Sache und ne optimale Ergänzung zur Flächensuche. Ich freu mich rießig über die Funde die nen Trail-Team macht und mich würde es auch reizen mal nen Trailer zu führen.
Aber zurzeit häufen sich hier die oben beschriebenen Situationen und mich ärgert das unglaublich. Nen Flächenhund der nicht anzeigt wär im Einsatz ne Katastrophe, für nen Trailer der falsch läuft gibt es tausend Ausreden (meinetwegen auch Gründe). Mir stellt sich da die Frage nach dem tatsächlichen Nutzen für den Einsatz und ich finde das echt schade, da nen zuverlässiger Trailer sicher Gold wert ist.

Oder ist es nur hier so und anderswo sind die Trailer ständig erfolgreich bzw zeigen zuverlässig an wo die Person nicht war!?
Ich muss natürlich auch dazu sagen dass ich nur die Flächensucheinsätze mit Trailern mitkriege. Mantrailteams haben ja auch massig Einsätze bei denen die Flächenhunde garnicht involviert sind... Vielleicht sind ja die alle erfolgreich?!

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 Betreff des Beitrags: Re: Realismus bei Bewertung der Hundearbeit
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Stellt sich auch immer die Frage, was sind das für Trailer, die da in Einsätze gehen (etwa: sind die geprüft und wenn, nach was?). Ich habe den Verdacht, dass es in dem Bereich einige Grauzonen, wenn nicht sogar ganz schwarze Schafe gibt... und die machen es den "anderen" nicht unbedingt leicht. Die MT-Prüfungen nach GemPPO laufen ja auch nicht gerade so erfolgreich, dass man sagen könnte, die geprüften Teams wären üppig gesäht...


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 Betreff des Beitrags: Re: Realismus bei Bewertung der Hundearbeit
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ich spreche von gemppo geprüften trailern...

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 Betreff des Beitrags: Re: Realismus bei Bewertung der Hundearbeit
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Danke für dein Posting, Katrin- ich hatte schon Sorge, dass sei ein persönliches Empfinden von mir :thumbsup: .
Ich habe auch nichts gegen Trailer und denke wie Katrin, dass sie eine super Ergänzung zu den Flächenhunden sein können. Wir haben keiner Trailer in der Staffel und das wird auch so bleiben- ich habe aber extra Trainings von Trailern besucht und fand es sehr spannend. Da sind ganz tolle Leistungen möglich.
Aber: Bei uns herrscht derzeit ein "MT-Hype" von seiten der Einsatzleitungen, insbesondere der Polizei. Es gibt inzwischen zahlreiche Einsätze, in denen nicht einmal mehr Flächensuchhunde alarmiert werden...in einigen Situationen nachvollziehbar (z.B. Suche mitten in der Stadt), in anderen weniger. In den gemeinsamen Einsätzen habe ich weder erlebt, dass ein MT-Team einen Fund vermelden konnte (wohl aber Flächensuchhunde) noch einen entscheidenden Hinweis liefern konnte- da habe ich ähnliches wie Katrin erlebt. Bei uns gibt's schon einen "Running gag" bzgl Bushaltestellen- mehrfach wurde behauptet, dass die gesuchten Personen in den Bus einstiegen seien...stimmte aber nie, wie sich später herausstellte.
Ich glaube aber, dass das Problem nicht beim MT an sich liegt- es kann super funktionieren. Ich glaube eher, es liegt daran, dass es in dem Bereich zu viele Leute mit gefährlichem Halbwissen gibt. Die Ausbildung ist wahnsinnig komplex und umfasst viele Bereiche, die sich uns als Menschen aufgrund unserer anderen Sinneswahrnehmung gar nicht erschließen. Und es ist m.M.n. noch schwieriger, eine Trailer als HF richtig zu "lesen"- dazu sind viele gar nicht in der Lage.
Das Problem ist: Wie die Spreu vom Weizen trennen? Die Polizei als anfordernde Stelle ist hier bei uns jedenfalls dazu aktuell nicht der Lage- das ist kein Vorwurf, sondern scheitert einfach am Fachwissen. Für den Laien klingt das Konzept des MT nachvollziehbar und logisch- und natürlich viel effektiver als die Arbeit eines Flächensuchhundes, der große Flächen nach IRGENDWEM absucht.
Seit zwei, drei Jahren werden hier mehr und mehr MT eingesetzt, die großen Erfolge sind bisher ausgeblieben. Zumindest habe ich keine mitbekommen :zwink: . Ich hoffe zum Wohl aller, dass sich das Zusammenspiel irgendwann einpendelt und man dazu übergeht, beide Sucharten parallel und sinnvoll kombiniert einzusetzen. Dabei darf man sich, wie von Katrin beschrieben, trotzdem keinesfalls dazu hinreißen lassen, den ganzen Einsatzablauf anhand der Information eines einzigen Suchteams auszurichten- es darf allenfalls ein anfänglicher Schwerpunkt gesetzt werden.

Ich persönlich mache auch schon viele Jahre RH-Arbeit. Und ja, ich gebe in der Regel meine Flächen frei (siehe Posting von Wiesie). Beim Flächensuchhund ist es aber auch anders als beim MT: Wenn er anzeigt, zeigt er eindeutig an- und zwar, wenn er gefunden hat. Da gibt es keine Grauzone, die es zu interpretieren gilt- das ist beim MT anders. Und ich finde es immernoch einfacher, einen Flächensuchhund zu lesen als einen Trailer. Aber das mag mein persönliches Empfinden sein...

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 Betreff des Beitrags: Re: Realismus bei Bewertung der Hundearbeit
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Hunderasse: Dt. Schäferhund, Malinois
Guten Morgen, Ihr Lieben!

Ich danke Euch erstmal für Eure Antworten und bin erleichtert, dass Ihr im Grunde meine Erfahrungen bestätigt.

Ich sehe es in Einsätzen immer wieder, wie meine Vorredner schon treffend beschrieben haben, dass Trailer eine Richtung vorgeben und nach ca. einer Stunde die Spur zu einem Bahnhof oder Ähnlichem führt.
Hier wird dann resolut gesagt, die Person sei in die Bahn gestiegen, was sich bisher immer als falsch erwiesen hat!
Da es bei diesen Einsätzen oft um Leben und Tod geht, insbesondere im Winter oder bei älteren
Menschen und Kindern, würde ich mir hier mehr Realismus in den Aussagen wünschen. Da wir den entsprechenden Staffeln Rückmeldungen geben, muss doch der HF spätestens dann die Arbeit seines Hundes reflektieren, oder?

Ich muss dazu sagen, dass ich in einer Großstadt arbeite, wo die Auswahl der Staffeln begrenzt ist, so dass wir eigentlich immer ein und den selben Trailer anfordern.
Ich habe dem Einsatzleiter vor Ort schon oft geraten, trotz Einsatzes des Trailers auch andere Richtungen und Gebiete abzudecken, was zum Glück auch angenommen wurde.

Das Problem ist einfach der Hype um dieses komplexe Thema. Jeder will Trailen, egal wieviel Erfahrung er hat und ohne Hinblick auf die Vorzüge und Stärken der Hunderasse, die er führt (ich würde einen Bernhardiner auch nicht im Polizeidienst führen wollen).

Ich möchte nicht, dass hier der Eindruck entsteht, ich würde nichts von RH-Staffeln halten, ganz im Gegenteil, ich habe Hochachtung vor Menschen, die Zeit und Geld investieren, um anderen zu helfen und oft genug haben Flächensuchhunde uns DHF Arbeit abgenommen und bewiesen, dass es auch im privaten Bereich gut ausgebildete Teams gibt - solange realistisch damit umgegangen wird!


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 Betreff des Beitrags: Re: Realismus bei Bewertung der Hundearbeit
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K9* hat geschrieben:

Das Problem ist einfach der Hype um dieses komplexe Thema. Jeder will Trailen, egal wieviel Erfahrung er hat und ohne Hinblick auf die Vorzüge und Stärken der Hunderasse, die er führt (ich würde einen Bernhardiner auch nicht im Polizeidienst führen wollen.


Oder auch das Gegenteil: Eine bestimmte Rasse ist keine Garantie für erfolgreiches Trailen...so nach dem Motto: Ich habe einen Bloodhound, der arbeitet von alleine.

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 Betreff des Beitrags: Re: Realismus bei Bewertung der Hundearbeit
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Die Einschätzung ist leider oft dergestalt unrealistisch, dass es BL gibt, wo die Polizei keine privaten Trailer mehr anfordert. Hart aber eine logische Konsequenz.

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Ich will nicht alles besser wissen, ich weiß es einfach.
Und wenn ich was nicht weiß, weil ich nicht allwissend bin,
dann steht das dabei.

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Frau Werwolf's Hexenkessel


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 Betreff des Beitrags: Re: Realismus bei Bewertung der Hundearbeit
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und andersrum, wie sieht es bei "euch" aus, K9?
Du bist Diensthundeführer? Wie arbeitet ihr und wie "erfolgreich" seid ihr? Wann werdet ihr eingesetzt und wann die Flächenhunde?

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 Betreff des Beitrags: Re: Realismus bei Bewertung der Hundearbeit
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Katrin85 hat geschrieben:
ich spreche von gemppo geprüften trailern...


Meinst du diese hier, Katrin?
Bei uns in Hessen werden die Mantrailer (die sich offiziell mittlerweile Personenspürhunde nennen, um sich irgendwie vom Freizeit Mantrailing abzugrenzen) alle von der Polizei überprüft.

Ich empfinde den Hype, der um das Mantrailing gemacht wird ähnlich wie die meisten hier. Es gibt viele Einsatzgebiete, in denen sich ein Mantrailer wesentlich besser eignet, als ein Flächenhund. Allerdings wird die Arbeit der Flächenhunde auch oft völlig unterschätzt und grade ein Hand in Hand von Mantrailing und Flächensuchhund würde sich häufig anbieten, wird aber nur selten genutzt.

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 Betreff des Beitrags: Re: Realismus bei Bewertung der Hundearbeit
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Mein(e) Hund(e): Inspektor Clouseau und Pater Braun
Mit Interesse habe ich den ein oder anderen Post gelesen. Es ist wie es ist. Wer selber nur im Bereich einer HiOrg ist und seitens der dort praktizierten Ausbildung in den Einsatz geht, hat nicht die besten Voraussetzungen.

Zitat:
Mich würde mal interessieren, wie realistisch Ihr (insbesondere die Trailer unter Euch) mit der Arbeit und dem Anzeigeverhalten Eurer Hunde bei einem echten Einsatz umgeht?


Zurückblickend auf die Auswertung des letzten Jahres in NRW kann ich einige Beispiele wie Katrin wieder geben, bei denen die Teams nicht erfolgreich waren. Auf dem Papier mag man die Prüfung erlangt haben, doch für den Einsatz langt es bei weitem nicht.

Das Einsatzmittel MT ist für die Suche nach Vermissten ein wertvolles Instrument. Nur muss man zum einen Wissen, was man da konditioniert und auf der anderen Seite selber von der Angelegenheit auch Ahnung haben. Die Ausbildungsphilosophien und die Meinungen in dem Bereich sind vielfältig und mit den 1000 Wegen nach Rom werden viele Dinge gerechtfertigt. Was man in den meisten Fällen vergisst: es geht um Menschenleben.

Zitat:
Welche Aussagen trefft Ihr nach getaner Arbeit, wenn der Hund die Person nicht gefunden habt?


Pauschal kann man es nicht beschreiben. Es gibt einige Unwägbarkeiten hinsichtlich des Geruchsartikels und dem möglichen letzten Sichtungsort. Der Hund sollte die Grundprinzipien verstanden haben. Das heißt, wenn er keinen Scent hat, dann verläuft die Arbeit im Sande und es wird nicht in irgendeine Richtung durchgestartet.

Für mich mehr als bedenklich verschiedene Hunde am Startpunkt anzusetzen. Es zeigt auf, dass man doch recht wenig Ahnung von der Nutzung eines MTs hat.

Zitat:
Wie sind Eure Erfahrungen bezüglich der Zusammenarbeit mit Polizei, Feuerwehr, anderen Organisationen?


Selber seit über 3 Jahrzehnten im Bereich der Polizei tätig, fällt mir persönlich diese Zusammenarbeit nicht schwer. Man kann offen mit einander umgehen. Leider ist das mit den anderen HiOrgs nicht so. Da gibt es Animositäten und das "Wir hätten es besser gemacht", sprich Neid, wenn die Anforderungen raus gehen.

Ich führe einen Bloodhound und wir hatten in der Vergangenheit einige recht interessante und schnelle Funde. Leider bietet es jede HS an und die windigen Instruktoren schießen wie Pilze aus dem Boden. Jeder erzählt dem HF etwas anderes und qualitativ hochwertige Arbeit bleibt auf der Strecke. Selbstüberschätzend hat der zu suchende das später auszubaden, wenn er nicht gefunden wird und sich in einer misslichen oder lebensgefährdenden Lage befindet.

Zitat:
Manchmal hab ich den Eindruck der Trailer läuft halt mal kilometerlang, ob er nun was hat oder nicht...


Es ist nicht nur ein Eindruck, es passiert wirklich so. Das Verständnis und die Ausbildung gehen durch die unterschiedlichsten Köpfe. Wer selber keinen Hund in diesem Bereich erfolgreich ausgebildet hat, der kann auch niemand anderem erklären wie was funktioniert.

Zitat:
Beim Flächensuchhund ist es aber auch anders als beim MT: Wenn er anzeigt, zeigt er eindeutig an- und zwar, wenn er gefunden hat. Da gibt es keine Grauzone, die es zu interpretieren gilt- das ist beim MT anders.


Wenn man etwas davon versteht, dann ist es nicht anders. Wir müssen uns nur davon frei machen, dass wir unsere Meinung in die Arbeit des Hundes einfliessen lassen. Er hat die Nase und wir müssen ihn verstehen. Diejenigen, die bei uns die Arbeit der Flächen-, Diensthunde und MTs sehen, sehen Parallelen bei der Ausarbeitung.


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