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 Betreff des Beitrags: Ruhezeiten
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Hallo ihr lieben Rettungshundeführer!

Mich beschäftigt im Moment sehr, wann ein Hund gefordert und wann überfordert ist. Damit meine ich jetzt weniger die Zeit im Training, sondern wie bei euch z.B. die Woche aufgeteilt ist.

Es hat sich bei uns jetzt endlich wieder eine richtige Trümmergruppe zusammengefunden und somit wird der Terminkalender bezügl. Rettungshundestaffel immer voller. Oft sind wir das ganze Wochenende unterwegs und das dann oft mindestens einen Tag von morgens bis abends. Zusätzlich natürlich noch das Training in der Woche. Dieses Wochenende haben wir beispielsweise morgen den ganzen Tag Trümmer mit einer befreundeten Staffel und Sonntag dann Einsatztraining auch mit einer anderen Staffel. Beide Tagen werden wohl von morgens bis abends gehen, der Hund ist den Tag in der Box im Staffelauto, neue Leute, neue Eindrücke, ...
Eigentlich mache ich dann unter der Woche noch auf den Spaziergängen (Spaß-) Dummy, kleine UO- Übungen, Detachieren oder dergleichen, gelegentlich (1-2x pro Monat) gehen wir noch in die Hundeschule. Habe aber langsam die Befürchtung, dass es einfach zu viel für den Hund wird. Es macht sich wenn dann während der Dummyeinheiten oder während der Spaßübungen im Spaziergang bemerkbar, im Training ist er immer Feuer und Flamme :lovemetoo: .

Was macht ihr mit euren Hunden abgesehen von der Staffel (und wie viel macht ihr in der Staffel)? Macht ihr noch einen Hundesport dazu, wie viel macht ihr auf euren normalen Spaziergängen?

Und noch eine Frage, was füttert ihr? Nils wird gebarft, bekommt hin und wieder Kohlenhydrate
in Form von Brot, Nudeln, Reis ... dazu. Er verwertet das Essen super, aber ich muss immer sehr aufpassen, dass er nicht vom Fleisch fällt, viel Fett und so dazu füttern. Füttert jemand von euch roh? Achtet ihr drauf, das der Hund genug Energie aus dem Futter bekommt?

Fragen über Fragen :wink: ...

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 Betreff des Beitrags: Re: Ruhezeiten
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Hallo Wiebke!

Ich mache ja nun schon einige Jahre Rettungshundearbeit und bilde im Moment meine dritte Generation Hund aus :wink: .
Gerade bei der Rettungshundearbeit, aber auch in den anderen Bereichen, habe ich die Erfahrung gemacht: Weniger ist manchmal mehr!
Ich halte mein Training knapp und überlege mir i.d.Regel vorher genau, was ich mit dem Training bezwecken will. Was ich z.B. nur sehr, sehr selten mache, sind ausgedehnte Suchen wie im Einsatz. Ich bin der Ansicht, dass ein Hund das Suchen an sich nicht Lernen muss- das kann er von Natur aus. Dafür muss man natürlich viele andere Dinge trainieren, wie z.B. die Führigkeit auf Distanz, das Anzeigeverhalten, das selbstständige Problemlösen in bestimmten Situationen usw. Ich habe allerdings NIE so viel trainiert, wie du das gerade beschreibst. Mir ist es wichtig, dass der Hund mit Elan bei der Sache ist- und das kann er irgendwann nicht mehr, wenn man ihn mit dem Trainingsprogramm überlastet. Gezielt fordern ja, überfordern nein. Es kann durchaus schon mal sein, dass ich drei Stunden beim Training bin und mit meinem Hund keine fünf Minuten gezielt arbeite... Aber wenn ich mein Ziel erreicht habe und die Übung gut geklappt hat, belasse ich es dabei. Die Warterei ist ja sowieso das Los der Rettungshund´ler :wink: .
Natürlich gibt es auch mal "Extrem-Wochenenden" mit Veranstaltungen über´s ganze Wochenende (und am besten nachts noch einen Einsatz :roll: ), aber das sind eher Ausnahmen. Die Hunde stecken aber auch das gut weg- wobei ich darauf achte, dass mein Hund ausreichend Pausen an einem wirklich ruhigen Ort bekommt.
Und ja, ich mache auch noch Hundesport im "herkömmlichen" Sinne- aber in der Regel nicht mehr als einmal in der Woche. Meine Hunde haben auch mal Tage, an denen außer Spaziergängen nicht sooo viel passiert- damit können sie wunderbar leben. Bei den Spaziergängen an sich mache ich so gut wie nie etwas mit den Hunden (außer dem normalen Alltagsgehorsam, z.B. Heranrufen und Absitzen, wenn mir Leute entgegen kommen). Vor allem mein Belgier ist total geil auf Bällchen/Spieli´s- und wenn er weiß, dass ich eins in der Tasche habe, nervt er während des ganzen Spazierganges penetrant. Das wäre ja nicht weiter schlimm- aber so "normale" Dinge wie mal hier, mal da Schnüffeln unterlässt er dann komplett und wird fast hysterisch. Ich möchte, dass meine Hunde beim Spazierengehen sich wie normale Hunde verhalten können/dürfen- d.h. laufen, schnüffeln, Beinchen heben usw. Wenn ich Spielen oder Trainieren möchte, mache ich das i.d.R. separat und nicht unterwegs.
Wir machen übrigens seit Jahren eine kleine "Winterpause" beim Rettungshundetraining (in der Weihnachtszeit)- da wird mit den Hunden innerhalb der Staffel gar nicht trainiert. Und was soll ich sagen... nach der kurzen Pause sind alle mit absolutem Feuereifer dabei! Und manche sind sogar plötzlich "besser", auch wenn man das nicht rational erklären kann :) . Ausdauertraining und Co muss natürlich auch in der Zeit weiterlaufen, wenn man nicht wieder bei Null anfangen möchte...

Und zur Fütterung: Meine Hunde bekommen i.d.R. Trofu- es gibt nur gelegentlich frisches Futter, und dann eher so etwas wie Kalbsbrustbein oder Putenhälse. Ich füttere weder Kohlenhydrate zu, noch bekommen sich "High energy"-Futter oder so etwas. Bisher bin ich damit immer gut gefahren- auch in Zeiten, wo die körperliche Belastung etwas höher war.

LG, Nana & Co

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 Betreff des Beitrags: Re: Ruhezeiten
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Erstmal danke für die ausführliche Antwort!

Nur damit ich nicht falsch verstanden werde, im Training direkt machen wir m.E. nicht zu viel. Ausgedehnte Suchen oder auch Leersuche oder dergleichen selten, viel sind Anzeigen und kleine Suchen.
Ich denke hier spielt bei uns einfach grad eine Rolle, dass wir oft lange am Stück unterwegs sind (da wir zu den Trümmergeländen erstmal hinfahren müssen und oft mit anderen Staffeln zusammen trainieren) und der Hund dann einfach viele Reize präsentiert bekommt und die nächsten Stunden/ Tage alleine an Umweltreizen einiges zu verarbeiten hat.

Es geht mir wirklich mehr darum, was ihr abgesehen vom Training noch mit dem Hund macht. Wie oft übt ihr die UO, Detachieren etc. außerhalb des Trainigs? Tut ihr noch etwas für die Kondition?

Es ist jetzt auch nicht so, dass Nils im Training schlecht arbeitet, sondern er ist einfach zu Hause und auf Spaziergängen ruhiger. Vielleicht merkt man auch einfach, dass er langsam älter wird (das bin ich einfach nicht gewohnt :shock: ).
Auf jeden Fall fahre ich jetzt während unserer "Freizeit" mal runter (und die Dummies werden nur noch 1-2x die Woche auf Spaziergänge mitgenommen :wink: )

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Grüße von Wiebke & Nilsson


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 Betreff des Beitrags: Re: Ruhezeiten
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Nana hat geschrieben:
Natürlich gibt es auch mal "Extrem-Wochenenden" mit Veranstaltungen über´s ganze Wochenende (und am besten nachts noch einen Einsatz :roll: ), aber das sind eher Ausnahmen. Die Hunde stecken aber auch das gut weg- wobei ich darauf achte, dass mein Hund ausreichend Pausen an einem wirklich ruhigen Ort bekommt.

Und was machst du den Tag davor/ danach? Gehst du genauso viel Spazieren wie sonst auch (oder aber Hundeschule, Training, ...), oder schiebst du dann auch mal einen Gammeltag ein mit minimalem Spaziergang?

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 Betreff des Beitrags: Re: Ruhezeiten
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Ich trainiere definitiv nicht täglich. Das liegt aber vielleicht auch daran, dass ich so ganz "nebenbei" auch berufstätig bin und außerdem ein Haus mit Garten zu pflegen habe... :wink:
Das RH-Training in der Staffel ist ein- bis zweimal pro Woche- das ist gemessen an so manch anderer Staffel eher wenig. Allerdings gehöre ich zu den Leute, die immer da sind...
Auf "Extrem-Wochenende" bereite ich mich nicht besonders vor, d.h. am Vortag geht alles seinen gewohnten Gang. Am Tag danach gehe ich oft "nur" spazieren (in gewohnter Ausdehnung)- aber man merkt seinem Hund meistens ganz gut an, wie sehr ihn dieses Wochenende mitgenommen hat.
Was und wie oft ich sonst trainiere, hängt ein bißchen davon ab, woran ich gerade arbeite. Wenn ich eine Übung neu aufbaue oder korrigieren muss, kann es durchaus täglich sein- aber nur kurz und nicht über einen längeren Zeitraum. Wenn ein Hund eine Sache bereits beherrscht (z.B. Detachieren), wiederhole ich es gelegentlich, aber nicht regelmäßig.
Das Einzige, wo man kontinuierlich dranbleiben muss, ist das Konditionstraining (meistens am Fahrrad mitlaufen). Nicht unbedingt jeden Tag, aber so zwei-,dreimal in der Woche ist schon ganz gut. Allerdings habe ich es selbst lange nicht gemacht, da ich einen sehr alten und einen sehr jungen Hund habe, die beide nicht (nicht mehr bzw. noch nicht) am Fahrrad oder so mitlaufen können/dürfen.
Über einen langen Zeitraum bin ich am Wochenende einmal auf dem Hundeplatz gewesen und habe dort trainiert- Unterordnung, Detachieren, Revieren,... was mir gerade wichtig war. Das ist in den letzten Wochen eingeschlafen, weil wir kein Gelände mehr haben- wird aber wieder kommen.
Also zusammengefasst: Ein- oder zweimal wöchentlich RH-Training, einmal in der Woche HuPla. Dann übe ich vielleicht noch einmal zusätzlich daheim, die anderen Tage sind aber "frei". Im Moment ist mein Rhythmus wieder etwas anders- mein Jüngster ist ja erst 16 Wochen alt. Derzeit mache ich z.B. täglich Clicker-Traning, aber das sind meistens nur 4-5 Minuten am Stück. Mit dem Großen übe ich nicht täglich- er fordert es auch nicht, ist aber immer "voll" dabei.
Wenn du merkst, dass dein Hund nicht ganz bei der Sache ist (z.B. bei der Dummyarbeit), würde ich auf jeden Fall mal eine Zeit lang runterschrauben. RH-Training weiterlaufen lassen (wie weit seid ihr denn?), aber alles andere mal auf ein-bis maximal zweimal pro Woche reduzieren- und einfach den Hund gut beobachten und schauen, wie´s ihm dabei geht. Die Hunde sind ja auch sehr unterschiedlich... Manche leben mit täglicher Arbeit super- machen immer mit und sind zwischendurch trotzdem entspannt. Andere verlieren die Motivation und machen gar nichts mehr. Mein Belgier z.B. würde begeistert mitziehen- aber einen absoluten "Höhenkoller" kriegen und wäre unausstehlich. Man muss halt einfach für seinen Hund das richtige Maß finden... wie man im Rheinland so schön sagt: "Jeder Jeck is´ anders!"

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 Betreff des Beitrags: Re: Ruhezeiten
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Wir machen im Normalfall zwei Mal pro Woche Rettungshundetraining. UO wird von der Staffel auch angeboten, aber das mache ich meistens im Hundeverein, weil der näher dran ist. Normalerweise gehe ich zwei Mal die Woche noch zur UO, da ich demnächst die BH laufen will, hab ich auch schon mal einmal öfter UO eingeschoben. UO trainiere ich aber dann nicht sooo lange. Neulich war ich eine Woche nicht da und diese Woche Pause hat im UO technisch auch mal ganz gut getan.

Sonst gehe ich "normal" spazieren (mit ein paar kleinen UO Elementen, aber nichts dramatisches), an Tagen an denen ich zur Staffel fahre, mache ich vorher keine UO oder ähnliches.
Nebenher läuft er immer mal am Fahrrad mit, nicht als direktes Konditionstraining, eher als körperliche Auslastung oder er läuft mit, wenn ich jogge (da ist er aber eher mein Fitnesstrainer und ich jogge lieber in "Begleitung"). Clickern machen wir auch mal zwischendurch, vor allem, wenn das Wetter so arg mies ist, dann bekommt ihm die geistige Beschäftigung ganz gut oder wenn sich eine "Baustelle" aufgetan hat.
Aber es gibt eben auch Tage, wo er sich mal mit einer kleinen Gassi-Runde abfinden muss, denn ich mach ihm ja nicht den Alleinunterhalter :wink:

Also, ich will behaupten, er macht auch schon relativ viel, allerdings ist er auch sehr aktiv und man merkt, wenn er nicht richtig ausgelastet ist, dann bekommt er seine 5-20 Minuten und dreht am Rad und kann einem echt auf den Zwirn gehen.

Aber ich denke auch, dass eine kleine Trainingspause manchmal ganz gut tut.

Bei längeren Sachen (Vorführungen etc.) merkte ich es ihm an, wenn es zuviel wird. Dann will er nämlich lieben im Hänger liegen und pennen und ist nicht begeistert, wenn er noch mal raus soll.


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 Betreff des Beitrags: Re: Ruhezeiten
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Nana hat geschrieben:
Wenn du merkst, dass dein Hund nicht ganz bei der Sache ist (z.B. bei der Dummyarbeit), würde ich auf jeden Fall mal eine Zeit lang runterschrauben. RH-Training weiterlaufen lassen (wie weit seid ihr denn?), aber alles andere mal auf ein-bis maximal zweimal pro Woche reduzieren- und einfach den Hund gut beobachten und schauen, wie´s ihm dabei geht.


Wir sind seit Mai geprüft in Fläche, Trümmer haben wir kurz danach intensiver angefangen, also noch Anfänger (wobei ich Trümmer von der "Arbeitsleistung" des Hundes auch noch wesentlich anstrengender einschätze, als Fläche).
Früher hat es ihm auch weniger ausgemacht, aber da haben wir auch nur zwei- und nicht dreimal die Woche trainiert (ist jetzt auch nicht immer so, aber mindestens einmal im Monat). Werde einfach ein bisschen runter fahren was das drumrum angeht. Außerdem ist das Kerlchen jetzt 4 Jahre, wer weiß, vielleicht kommt so langsam die Innere Ruhe ?!

@spooky: Wie alt ist denn dein Hund? So etwa war mein Programm zT. auch, aber ich glaube wirklich, dass Nils langsam etwas runter fährt. Er kommt auch mit einem Zwischendurch- Tag mit nur 3x 15 Minuten Spaziergang gut klar.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ruhezeiten
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Ich würde nicht behaupten, dass Trümmersuche anstrengender ist als Flächensuche- man hat nur mit ganz anderen Schwierigkeiten zu tun. Letztenendes werden die meisten von uns nie einen "echten" Trümmereinsatz erleben- zumindest, wenn man nicht im Auslandskader ist. Ich könnte das z.B. beruflich gar nicht- mal eben so ´ne Woche weg, und das von jetzt auf gleich. Naja, aber das war hier ja nicht das Thema :wink: .
Meine Hunden würden auch mehr machen, wenn ich das wollte... aber ich versuche, sie auf einem Mittelmaß zu halten. Es gibt immer mal Situationen, wo sie mit etwas weniger zurecht kommen müssen- und da finde ich es besser, wenn sie das auch gelernt haben. Mein Kleiner würde rund um die Uhr "werkeln"- aber gerade bei Rassen, die sich gerne hochfahren, will abschalten auch gelernt sein. Naja, trotzdem muss natürlich eine gewisse Auslastung sein, die verständlicherweise von Hund zu Hund auch variiert. Das ist auch klar und gehört zum täglichen Leben dazu...

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 Betreff des Beitrags: Re: Ruhezeiten
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Ich mach kurz mit OT:
Nana hat geschrieben:
Ich würde nicht behaupten, dass Trümmersuche anstrengender ist als Flächensuche- man hat nur mit ganz anderen Schwierigkeiten zu tun.

Ich beziehe es mal auf meinen, ihm fällt es sehr schwer "bedacht" zu laufen. Und er muss mehr "denken", weil das Ausarbeiten in den Trümmern doch nochmal was anderes ist, als - beispielsweise ein Hochopfer - in der Fläche. Ich glaube ihn strengt es mehr an. Kann aber auch daran liegen, dass wir noch sehr am Anfang stehen.

Und auch ein bisschen OT, aber passt irgendwie auch zum Thema. Ich glaube auch, dass ich früher mit meinem Hund viel zu viel gemacht habe und mir dadurch eher einen Workerholic herangezogen habe. Das würde ich beim nächsten Hund definitiv anders machen. Aber so war ich es auch immer gewöhnt einen Hund zu haben, der für alles zu haben ist, 24h am Tag :wink: . Vielleicht fällt es mir auch grade deshalb so sehr auf, wenn er mal einen Gang runter schaltet :-?? (was ja auch seine angenehmen Seiten hat, ohne Frage :roll: ). Finds wirklich schwierig das angesprochene Mittelmaß auszutüfteln.

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 Betreff des Beitrags: Re: Ruhezeiten
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Ja, mit dem Mittelmaß hast du wirklich recht- zumal es für jeden Hund anders ist bzw. sein kann.
Ich denke nicht, dass ich mit meinem ersten Hund zuviel gemacht habe, aber ich habe mir einen Beller erzogen :roll: ! Ich wusste ja von Anfang an, dass ich Rettungshundearbeit machen will- ich war vorher schon fast anderthalb Jahre ohne Hund in der Staffel. Da es damals als Anzeigemethode bei uns nur das Verbellen gab, habe ich ihm natürlich sehr früh beigebracht, auf Kommando zu bellen... Naja, Klein-Hundi hat also gaaanz früh gelernt: "Wenn ich es will, muss ich bellen... Und Frauli findet es auch noch toll :dozey: !". Echt klasse... Bellen war immer seine erste "Amtshandlung", wenn er nicht wusste, was ich von ihm wollte... DAS ist mir danach auch nicht mehr passiert, zumal ich in der Fläche für mich persönlich den Bringselverweis mittlerweile bevorzuge. Man lernt ja nie aus :wink: !

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 Betreff des Beitrags: Re: Ruhezeiten
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zu "Extremzeiten" (viele Einsätze, mehrere Tage dauernde Übungen, o.ä.) gibt es bei mir nur Pinkelspaziergänge und viel Ausruhen zu Hause - schließlich bin dann auch ich erholungsbedürftig;-)
ich hab den Eindruck es kommt auch auf die Qualität der "Arbeit" an. Ne Flächenübung steckt Rocky problemlos weg und auch nach nem Einsatz ist der Tag danach relativ normal. Trümmersuchen sind kopfmäßig deutlich anstrengender, da ist nen Tag Pause durchaus willkommen. WENN allerdings trotzdem zB nen Einsatz die Ruhe stört ist er wieder voll da :wink:

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 Betreff des Beitrags: Re: Ruhezeiten
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kuecken hat geschrieben:
@spooky: Wie alt ist denn dein Hund? So etwa war mein Programm zT. auch, aber ich glaube wirklich, dass Nils langsam etwas runter fährt. Er kommt auch mit einem Zwischendurch- Tag mit nur 3x 15 Minuten Spaziergang gut klar.


Er wird im Oktober 2. Teilweise ist er auch schon etwas ruhiger. Heute gibts auch nichts großes... ich bin müde vom letzten Einsatz, Hund konnte ja Zuhause ratzen :sleepingsnoopy:


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 Betreff des Beitrags: Re: Ruhezeiten
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Wir gehen zweimal die Woche auf die Truemmer und ab und an gibt's auch ein intensives Trainingswochenende. Daneben trainieren wir VPG zweimal in der Woche. Da ich sie auf die Arbeit mitnehme, arbeiten wir taeglich an der UO und faehrten auch fast jeden Tag, ausser an den Tagen, an denen wir auf den Truemmer sind.

In den heissen Sommertagen, lasse ich auch mal eine 5 gerade sein und goenne ihr einen freien Tag. Sonntags wird, ausser an einem Trainingswochenende, nicht gearbeitet.

Wenn ich merke, dass ihr Arbeitseifer etwas abbremst, aendere ich das Training oder breche ab, das passiert allerdings praktisch nie.

Sie wird auch roh gefuettert und je nach Tag kriegt sie dann halt angepasstes Futter. Ab und an kriegt sie auch Trockenfutter, damit ich keine Probleme habe, wenn ich sie an einen laengeren Einsatz mitnehmen wuerde.

OT: Truemmer finde ich schon recht anspruchsvoller als Flaeche - fuer Hund und Fuehrer.


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