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 Betreff des Beitrags: Wer hat Erfahrung mit hypertropher Osteodystrophie bei Dogge
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Hallo allerseits,

ich bin ziemlich verzweifelt, da bei unserem fünf Monate alten Doggenrüden hypertrophe Osteodystrophie (grob umschrieben eine entzündliche Veränderung an den Wachstumsfugen) diagnostiziert wurde und ich gerne Informationen von ebenfalls Betroffenen über diese Krankheit hätte.
Meine Recherchen im Internet zeigen mir zwar einiges über diese Krankheit, aber keine Erfahrungsberichte Betroffener.

Wir bekamen Arco vor ca. 8 Wochen als er 14 Wochen alt war. Er sah kerngesund aus und auch die Hunde und anderen Welpen des Züchters sahen gesund und munter aus.

Vor 2 Wochen fing die Odyssee an, mit sehr hohem Fieber, Abgeschlagenheit, er konnte kaum noch laufen, bis er schließlich im Stehen zusammenbrach. Wir waren bei drei verschiedenen Tierärzten, die symptomatisch behandelten und alle möglichen Diagnosen stellten, aber nichts wirklich greifbares fanden. Nach drei Tagen war er wieder der alte.

Vor einer Woche ging es erneut los und wir mußten ihn am Montag in eine Tierklinik nach Trier bringen. Dort stellte sich schließlich oben genannte Diagnose heraus.
Bei leichten Verläufen kann die Krankheit nach der Wachstumsphase ausheilen, bei schweren Verläufen mussten aber schon Hunde eingeschläfert werden.

Leider hat Arco einen schweren Verlauf. Wir sollten ihn heute eigentlich abholen, aber er hatte einen Rückfall und die Tierärzte in der Klinik sind sehr verhalten mit einer Prognose.

Bei meinen Recherchen stieß ich auf eine möglich Ursache, die die Krankheit auslösen kann (zunächst dachten wir, wir hätten ihn auf körperlich überfordert, aber wir achten eigentlich sehr darauf, nicht zu lange mit ihm spazieren zu gehen und ihn nicht zu oft Treppen steigen zu lassen). Ich glaube aber mittlerweile eher, dass wir ihm das falsche Futter gegeben haben, obwohl ich mich bei insgesamt VIER Züchtern und einem Tierfutterhändler vorher informierte.
Er erhielt bis jetzt fast ausschließlich eiweißreduziertes Welpentrockenfutter von Bosch, aber laut einiger Studien hätte auch die Energiezufuhr in Form von Kohlehydraten eingeschränkt sein müssen.
Er wächst offensichtlich viel zu schnell.
Jeden, den ich frage, erzählt mir was anderes über die Fütterung einer Dogge, sodass ich schon mehr als irritiert bin. Einige sagen Welpenfutter bis zu eineinhalb Jahren, andere sagen, das ist quatsch - nur am Anfang geben, dann Erwachsenenfutter, nicht zu viel Fleisch, nicht zu wenig Fleisch, usw....

Falls wir ihn jemals wieder zurückbekommen sollten und er hoffentlich nicht euthanasiert werden muss, bitte ich dringend um Rückmeldungen.

Wer hat Erfahrung damit und was können wir tun um ihm zu helfen?

Danke vorab!
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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Erfahrung mit hypertropher Osteodystrophie bei Dogge
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Blindenführhund
Blindenführhund

Beiträge: 858
Wohnort: Graz
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Ich kann dir da Leider auch nicht weiterhelfen.

Wünsche deinem kleinen aber alles gute, und dir viel Kraft!

Ich bin eine derer die auf Barf schwört, jedoch gibt es da mindestens genauso viele Meinungen wie es HH gibt!

Ich glaube nur das wenn man selbst füttert und somit selbst in der Hand hat was und wieviel man wovon gibt, hat man es leichter als bei Trofu die die Hunde teilweise schießen lassen.
Man kann Zutaten weglassen wenn er davon zu schnell wächst oder einfach mehr von was anderem füttern.

Ich würde das aber mit deinem TA besprechen!!
Die meisten Ta wollen nur trofu weil sie es selbst verkaufen, aber wenn du wirklich mal nachschaust und nachbohrst können dir die meisten dann doch weiterhelfen.

Du musst dir halt bewusst sein das Barfen mehr arbeit macht als einfach ein paar pellets in eine schüssel kippen...

Ganz liebe Grüße julia und sabberbacke castro


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Erfahrung mit hypertropher Osteodystrophie bei Dogge
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Hallo Simsala,

danke für die Rückmeldung!

Wir haben unseren Hund mittlerweile wieder - nach 10 Tagen Klinikaufenthalt.
Er ist stark abgemagert, aber gottseidank fast wieder auf dem Damm.

Die nächsten 10 Tage erhält er noch Cortison und Schmerzmittel, wird aber langsam ausgeschlichen.

Das mit dem Barfen hatte ich mir auch schon überlegt, habe mich aber dem Rat der Tierärzte gebeugt, die ein sensitives Spezialfutter empfohlen haben, von dem wir auch nur 700 Gramm am Tag auf 5 Portionen verteilt füttern dürfen. Dazu noch ein Präparat mit Grünlippmuschel, Vitaminen, Mineralien und diversen anderen Zutaten.
Keine Leckerlies, Beißknochen, oder sonstige Extras.
Keinerlei Belastung, also auch kein Spazierengehen. Nur kurz vor die Tür zum Gassigehen, mehr will er aber auch nicht.

Erst wenn die Wachstumsfugen geschlossen sind, können wir auch anderes Futter geben.
Es ist nicht auszuschließen, dass er noch häufiger Schübe bekommt, deshalb werden wir so vorsichtig wie möglich sein um kein Risiko einzugehen.

Mit den unterschiedlichen Meinungen die Ernährung betreffend hast du allerdings Recht.
Fragst du 10 Leute, bekommst du 10 unterschiedliche Antworten.
Wir können nur das geben, was ihm bekommt und ihn nicht zu schnell wachsen läßt. Ich denke, mit der Zeit finden wir das heraus.

Ganz lieben Dank für dein Mitgefühl und alles Gute für dich und deine "Sabberbacke" ;-)
Solitaire


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Erfahrung mit hypertropher Osteodystrophie bei Dogge
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Blindenführhund
Blindenführhund

Beiträge: 858
Wohnort: Graz
Geschlecht: Weiblich
Das freut mich für deinen kleinen!!!

Hoffentlich geht es ihm bald wieder gut!

Ich persönlich würde mit einer Klinik kontakt aufnehmen die dir eine Futterauswertung machen!

Man kann eine genaue Futteraufstellung machen und die TÄ dort sagen dir anhand des Fütterungsplans und der Werte des Hundes genau wo man noch ein wenig verbessern kann!

Die wenigsten TÄ kennen sich damit wirklich 100% aus, und dort gibt es wirklich Experten die nichts anderes machen, oft gibt es auch bei sehr hochwertiger Fütterung noch verbesserungen!

Ich selbst habe das mit einem 1 Monatigem Barfplan gemacht und obwohl ich mich intensiv damit Beschäftigt habe und mein hund sehr hochwertig ernährt wird konnten sie mir noch einige Tipps geben!

In Österreich macht das die Med Vet in Wien...

Glg Julia


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Erfahrung mit hypertropher Osteodystrophie bei Dogge
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Blindenführhund
Blindenführhund

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Wohnort: Graz
Geschlecht: Weiblich
Das freut mich für deinen kleinen!!!

Hoffentlich geht es ihm bald wieder gut!

Ich persönlich würde mit einer Klinik kontakt aufnehmen die dir eine Futterauswertung machen!

Man kann eine genaue Futteraufstellung machen und die TÄ dort sagen dir anhand des Fütterungsplans und der Werte des Hundes genau wo man noch ein wenig verbessern kann!

Die wenigsten TÄ kennen sich damit wirklich 100% aus, und dort gibt es wirklich Experten die nichts anderes machen, oft gibt es auch bei sehr hochwertiger Fütterung noch verbesserungen!

Ich selbst habe das mit einem 1 Monatigem Barfplan gemacht und obwohl ich mich intensiv damit Beschäftigt habe und mein hund sehr hochwertig ernährt wird konnten sie mir noch einige Tipps geben!

In Österreich macht das die Med Vet in Wien...

Glg Julia


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Erfahrung mit hypertropher Osteodystrophie bei D
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Hallo

Habe deinen Beitrag gelesen. Darf ich Frage wie es deiner Dogge geht?
Bei unserem kleinen Rüde ist dasselbe passiert. Bin recht in Sorge.

Danke


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 Betreff des Beitrags: Re: Wer hat Erfahrung mit hypertropher Osteodystrophie bei D
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Hallo Hamira,

Arco hat sich wirklich prächtig gemacht, hat wieder an Gewicht zugenommen und sieht richtig gut aus. Er hatte im September und Anfang Oktober je einen Rückfall, aber lange nicht so schlimm wie anfangs. Seit dieser Zeit ist nichts mehr aufgetreten, weder in Form von Fieber oder Abgeschlagenheit. Die Verdickungen an den Gelenken sind vollständig verschwunden

Die Fehlstellung der Vorderfüße ist beim Laufen ganz verschwunden, lediglich im Stand dreht er sie noch etwas nach außen. An den Hinterläufen hat sich die Fehlstellung nicht verbessert, aber auch nicht verschlechtert.

Für alle, deren Hund evtl. auch mal an dieser Erkrankungen leiden sollte stelle ich mal kurz zusammen, was alles gemacht wurde, bzw. wird.

-Cortisongaben über einen Zeitraum von 14 Tagen (ausschleichend)
-Schmerzmittelgabe mit Antiphlogistikum über ca. 6 Wochen
-Futtergaben 5x am Tag insgesamt 800gr. von Vet-Concept mit Rohprotein 17,5%, Rohfett 5,8%, Cacium 1,35%, Phosphor 0,95%
Dieses Futter haben wir insgesamt 5 Wochen gegeben und ist ein speziell diätetisches Produkt.
Jetzt sind wir auf ein anderes Futter von Vet-Concept umgestiegen, welches wir 3x am Tag insg. 1000gr geben mit Rohprotein 22,9%, Rohfett 14,8%, Calcium 1,2%, Phosphor 0,8%. Dieses Produkt ist für Welpen großer Rassen gedacht und wird bis zum Alter von 14 Monaten gefüttert.
-Zusätzlich bekommt er pro Tag einen Messlöffel eines Bioaktivators (Arthro-Komplex) mit Muschelkonzentrat, Weidenrinde, Birke, Arnika, Brennessel, Kamille, Teufelskralle, Leinöl und Leinsamen. (Dieser ist allerdings extrem teuer - 500gr. kosten 80€, hält aber auch ca. 2-3 Monate)
-Außerdem bekkam er über 4 Wochen einmal täglich 10 Tropfen Schüssler Salz Nr. 11 Silicea
-Hin und wieder strecken wir sein Futter mit der Zugabe von selbstgekochtem Reis oder Nassfutter, was er besonders gerne mag.
-Als Leckerlies gab es zunächst aussschließlich getrocknete Komponenten vom Strauß, weil der wohl am energieärmsten ist und das auch nicht sehr häufig, mittlerweile bekommt er auch Sachen von Schwein oder Rind.
-ein Tragegeschirr, welches wir ihm testweise bestellt hatten, war für ihn leider nicht geeignet. Unser Treppenhaus haben wir mit Rampen ausgestattet.
-zu Beginn war jegliche Anstrengung verboten, dann durften wir 3-4 mal täglich je 10min mit ihm spazieren gehen, mittlerweile auch länger, worüber ich sehr froh bin, denn er ist im Haus kaum noch zu halten - er spürt nichts von seiner Krankheit und verhält sich eben wie ein junger Hund, möchte spielen und toben.

Da die Einhaltung der empfohlenen Regeln bis jetzt zum Erfolg geführt hat, werden wir diese auch beibehalten. Manchmal fällt es schwer, da er einem selbst gesund erscheint und wir ihm gerne mal freien Lauf lassen würden, aber es nutzt niemandem, sollten wir ihn zu stark belasten.

Also, wichtig scheinen die richtige Ernährung und Schonung zu sein!

Erzähl´doch mal, wie es eurem kleinen Doggenwelpen so geht und was ihr bis jetzt gemacht habt.

Liebe Grüße
Solitaire


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