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 Betreff des Beitrags: Baby und Hund - und es wird immer schlimmer
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Hallo ihr Lieben,

ich brauche mal eure Einschätzungen, weil ich einfach nicht mehr weiter weiß. Seit einigen Monaten gibt es Probleme mit meiner Hündin Carla. Ich arbeite seitdem (knapp 5 Monate) wahnsinnig hart daran, dass Carla gelassener meinem Baby Marlene (9,5 Monate alt) gegenüber wird und eine Hundepsychologin (die ist top) kommt auch regelmäßig vorbei.
Seit einiger Zeit wird es aber zunehmend schwieriger mit Carla. Sie hat Marlene immer im Blick, wenn ich sie auf dem Boden krabbeln lasse und wollte die Kleine sogar schon attackieren (rannte knurrend auf Baby zu nach einigen Beschwichtigungsgesten, die Baby natürlich nicht wahrnimmt). Hauptprobleme liegen in Gegenständen, die mir gehören (iPad, Colaflaschen, Schlappen), die Marlene erkundet. Knurren, Grummeln und viele Beschwichtigungen gehören mittlerweile zu unserem Alltag und ich werde auch extrem panisch, sobald Carla sich aufrichtet und ich das Gefühl habe, dass sie gleich auf Marlene zurennt. Momentan reicht es sogar schon, dass die Kleine auf den Boden gesetzt wird. Dann wird Carla nervös, ist sofort in Beobachtungshaltung, selbst wenn sie zuvor im tiefen Schlaf war. Als Marlene auf der Couch rumkrabbelte, knurrte Carla auch direkt böse, als sie sich dem Couchteil ohne Lehne näherte (das ist in der Nähe ihres Kissens). Vorher konnten wir sie zumindest auf der Couch bedenkenlos krabbeln lassen.
Andererseits will sie die Kleine putzen und rennt hin, sobald sie umfällt und weint. Das versuche ich natürlich auch zu verhindern, weil sie ja nicht dafür verantwortlich sein soll. Essen nimmt sie auch ganz vorsichtig vom Baby an.
Ich übe fleißig weiter und will sie auch unbedingt behalten, aber ich habe auch Angst.

Jetzt waren wir im Urlaub und dort hat sie zwei fremde Kleinkinder beinahe angefallen. Sie rannte bellend auf diese zu und sprang vor ihnen hoch. Zum Glück hat sie sie nicht berührt oder umgeschmissen und es ist nicht noch Schlimmeres passiert, aber der Schock saß natürlich bei allen Beteiligten tief. Wieder zurück knurrte sie erstmalig einen 15 Monate alten Jungen im Kinderwagen an. Keines dieser Kinder nahm von sich aus Kontakt zu Carla auf - nichtmal Blickkontakt. Jetzt passe ich natürlich draußen noch mehr auf und leine sie direkt an, wenn Kinder in der Nähe sind.

Wie kann ich denn entscheiden, ob bereits die Grenze überschritten ist und ich die Notbremse ziehen und den Hund abgeben muss? Ich will nicht warten, bis sie schnappt, aber auch nicht frühzeitig aufgeben. Wie würdet ihr entscheiden?

Ich habe auch niemanden, der Carla ein neues Zuhause geben könnte. Bin völlig fertig und muss ständig weinen. Die Kleine nur noch im Reisebett oder in ihrem durch Gitter abgetrennten Zimmer spielen lassen, sodass die ihren großen Bewegungsdrang nicht ausleben kann, ist auf Dauer doch auch keine Lösung, zumal sie bald ja auch laufen können wird. Hinzu kommt noch, dass Marlene es mittlerweile als Strafe ansieht und sofort weint, wenn wir sie in ihrem Zimmer auf den Boden setzen oder ins Reisebett. Lassen wir sie aber im Rest der Wohnung auf den Boden, ist sie zufrieden und erkundet die Welt. Den Hund haben wir ein mal in einer stressigen Situation aus dem Zimmer ausgesperrt mit dem Ergebnis, dass sie verständlicherweise jaulend vor der Tür saß. Momentan nimmt mein Mann (hat Urlaub) Carla mit in ein Zimmer, sodass Marlene zumindest zeitweise krabbeln kann. Aber Carla liegt dann unglücklich vor der geschlossenen Zimmertür und will zu mir.

Und hier sind noch die Tipps von der Trainerin, die ich derzeit umsetze:
Wir mussten Zuhause einige Regeln für Carla ändern, weil die Hundepsychologin meinte, dass Carla sich als Chef sieht. Sie rennt mir zum Beispiel ständig hinterher und kontrolliert mich.
Sie darf nur noch auf ihren Hundekissen liegen und nicht mehr irgendwo in der Wohnung. Das jetzt dauerhaft, damit Marlene sich frei in der Wohnung bewegen kann und Carla nicht immer nur dann zu einem Kissen geschickt wird, wenn die Kleine auf dem Boden ist.
Die Couch ist (erstmal) tabu und das Kinderzimmer jetzt dauerhaft. Im Flur habe ich ihr Kissen entfernt, weil sie da immer die Wohnung bewacht und den Geräuschen im Hausflur lauscht.
Kuscheln und ähnliches soll jetzt am besten immer von uns ausgehen, damit wir Entscheidungen treffen und nicht Carla.
Wenn Carla die Kleine anknurrt, dann fühlt sie sich in dem Moment von der Kleinen bedroht. Knurren ist gut, weil sie sonst ja eventuell direkt beißen könnte. Daher akzeptiere ich das und nehme in einer solchen Situation Marlene vom Boden und entferne sie aus Carlas Nähe. Einmal wollte sie frontal auf Carla zurobben und schaute ihr dabei auch noch in die Augen. Da habe ich Marlene dann einfach umgedreht und es war wieder gut.
Als Letztes soll ich vermeiden, dass Carla Marlene ableckt, weil sie das nur macht, weil sie Marlene als rangniederes Rudelmitglied sieht.
Draußen beschäftige ich Carla sowieso viel und laste sie aus. Deshalb muss ich da nichts ändern.
Trotz all diesen Trainingsmaänahmen ist noch keine wirkliche Besserung in Sicht. Carla liegt gerne auf ihrem Kissen, aber sobald Baby auf dem Boden ist, hält sie sich nicht mehr an die Regeln und will kontrollieren, maßregeln, aufpassen...

Carla haben wir übrigens vor drei Jahren aus dem Tierschutz geholt. Sie kam mit ca. sechs Monaten aus Spanien nach Deutschland. Ich musste ihr alles beibringen, weil sie noch nichts kannte. Sie ist ein eher unsicherer Hund und hat leider auch grundsätzlich Probleme mit Kindern. Unsere Nachbarskinder sind ganz am Anfang mit Laserschwertern schreiend auf sie zugerannt und haben sie irgendwann auch mal sehr bedrängt. Seitdem hat sie natürlich Angst. Aber ich habe viel geübt und sie ist draußen zunehmend entspannter, wenn wir an Kindern vorbeilaufen.
Obwohl wir sie nach der ersten Läufigkeit kastrieren ließen, hatte sie geschwollene Zitzen, als Marlene ganz klein war.


Momentan empfinden wir es alles als Belastung und niemand hat mehr Freiheiten. Marlene nicht, weil sie sich nicht frei bewegen und die Welt entdecken darf. Carla nicht, weil sie immer wieder auf ihr Kissen geschickt werden muss. Wir Eltern nicht, weil wir ständig Baby und Hund im Auge haben müssen. Das macht alle Beteiligten gestresst und unglücklich. Ich bin viel alleine mit den beiden und nehme zum Beispiel immer einen der beiden mit zur Toilette oder duschen, weil es sonst zu gefährlich ist. Aber wie lange muss ich das noch durchhalten? Wie lange kann ich noch?

Sorry, dass der Text so lang geworden ist, aber ich wollte euch ein umfassendes Bild von unserer Situation geben. Ich erhoffe mir keine Erziehungstipps, dafür haben wir ja die Trainerin. Aber ich würde mir eure Erfahrungen mit Baby und Hund wünschen und wie ihr es geschafft habt, dass alle auch im Alltag Freiräume hatten und sich relativ frei im eigenen Zuhause bewegen konnten. Vielen Dank!


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 Betreff des Beitrags: Re: Baby und Hund - und es wird immer schlimmer
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Polizeihund
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Hallo Jenny,

richtig helfen kann ich Dir nicht, aber bist Du Dir wirklich sicher, dass die Trainerin fuer Euch die richtige ist? Ich mag voellig falsch liegen, aber nach deiner Beschreibung halte ich Carla eher fuer eine unsichere Huendin. Wie ist denn euer Bauchgefuehl? Wenn ich richtig liege, halte ich extreme Veraenderungen der Hausregeln fuer eher kontraproduktiv. Wichtiger waere es in meinen Augen eher, ihr Marlene "schmackhaft" zu machen. Sie ist toll, aber aufgrund ihres Alters nicht berechenbar.
Ihr geht, so wie ich es verstehe, alle gerade auf dem Zahnfleisch. Ist verstaendlich.
Ich kenne auch Faelle bei denen selbst aeltere, wirklich kinderhassende Hunde, problemlos mit Babys in der Familie zurecht kommen. Auch wenn die Hundepsychologin toll ist, muss sie nicht unbedingt fuer Eure Situation passen.

LG
Martina

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 Betreff des Beitrags: Re: Baby und Hund - und es wird immer schlimmer
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Leitwolf
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Hallo Jenny,

Zitat:
richtig helfen kann ich Dir nicht, aber bist Du Dir wirklich sicher, dass die Trainerin fuer Euch die richtige ist? Ich mag voellig falsch liegen, aber nach deiner Beschreibung halte ich Carla eher fuer eine unsichere Huendin.
Das sehe ich leider auch so..
Aus der Entfernung etwas einzuschätzen ist oft nicht so einfach..
Als ich deinen Bericht über Carla las,dachte ich,was ist dem Hund als jungem Hund passiert??Und das Verhalten sagt mir,das es eher eine unsichere Hündin ist..

Hinzu kommt, das dein Hund deine Angst(Unsicherheit) dann spürt..Was das ganze nicht einfacher macht...

Thema :Hund leckt Menschen ab
http://friendshipfordogs.com/2014/05/28 ... r-hund-ab/

Wenn du die Möglichkeit hast,schaue noch nach einem anderen Hundetrainer..



Viele Grüße
Erna


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 Betreff des Beitrags: Re: Baby und Hund - und es wird immer schlimmer
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Danke für eure Antworten. Ihr habt recht, dass Carla ein sehr unsicherer Hund ist.
Ich arbeite mittlerweile mit der dritten Trainerin zusammen und diese ist auf Probleme mit Kind und Hund spezialisiert ist. Ich sehe sie morgen und werde den Aspekt ansprechen und dann werde ich mal darüber nachdenken, ob ein Trainerwechsel hilfreich ist.


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 Betreff des Beitrags: Re: Baby und Hund - und es wird immer schlimmer
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Polizeihund
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Ich schließe mich meinen Vorschreiberinnen an.

Ferndiagnosen sind natürlich schwierig und oft auch nicht zutreffend, weil mans halt nicht sieht.

Aber ich tippe auch auf einen sowieso unsicheren, und durch Baby und Eure Maßnahmen und Aufregung außerdem zutiefst noch mehr verunsicherten Hund.

Ich würde versuchen, den Alltag möglichst normal weiter laufen zu lassen. Möglichst wenig Verbote von Dingen, die Euer Hund zuvor durfte.
Ein gewisses Kontrollverhalten ist durchaus normal. In einer Gruppe von Hunden sind Eltern, Welpen und junge Erwachsene als "Helfer". Die passen mit auf, auf die Kleinsten, bespaßen die und sind mit eingebunden.

Das würde ich so auch versuchen. Die Hündin möglichst viel mit einbinden. Euer Baby als positiv zu verknüpfen.
Und bspw. auch soziale Körperpflege zuzulassen (also lecken). Muß ja nicht exzessiv ssein, aber gegenseitiges putzen ist eine soziale Handlung und fördert den Zusammenhalt.

Es ist ganz sicher eine Gratwanderung. Euer Baby zu schützen, den Hund aber auch nicht auszugrenzen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Baby und Hund - und es wird immer schlimmer
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Blindenführhund
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Auch ich schließe mich den Vorschreibern an. Ich selbst hatte zwar großes Glück - mein Hund hat unser Kind vom ersten Augenblick an geliebt - heute passt er immer auf, wo sich mein Sohn befindet, will mitspielen, leidet mit bei Tränen etc.

Ich finde es immer wieder ermüdend, wenn bei Problemen mit Hunden gleich die "Chef"-Theorie kommt. Es gibt gar nicht so viele Hunde, die Chef sein wollen. Die meisten wollen einfach nur ihres Platzes in der Familie sicher sein.

Ich würde vielleicht auch noch einmal einen Trainerwechsel in Betracht ziehen, denn alleine schafft man es möglicherweise nicht, weil die Angst, es könnte was passieren, schon zu tief sitzt.

Grundsätzlich glaube ich, dass entspannte, gemeinsame Stunden mit Kind und Hund helfen können. Euer Hund soll merken, dass das Baby jetzt dazu gehört, aber ihn, also den Hund, nicht "verdrängt". Nimm den Hund dazu, wenn Euer Kind zu essen bekommt, wenn es gewickelt wird etc. Und sprich dabei mit Kind UND Hund. Lecken würde ich schon auch zulassen, das Hüten auf keinen Fall. Der Hund soll wissen, dass es nicht seine Aufgabe ist, das Baby vor Gefahren zu schützen oder innerhalb eines bestimmten Bewegungsradius zu halten. Wenn Du schreibst, dass andere Kinder schon angeknurrt wurden, gerade wenn Euer Kind dabei war, dann sieht das für mich schon nach Beschützerstress aus.

Das Baby soll und kann aber ebenfalls lernen, dass es den Hund nicht bedrängen darf und seine Ruheplätze Tabuzonen sind. Das bedeutet konkret, dass ich dem Hund z:B. seine Sofaecke lassen würde. Von der soll dann das Baby erst mal fern bleiben. Das ist anstrengend, aber man kann es schon schaffen.

Alles Gute für Euch!
Birgitta

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Danke an Nici93


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 Betreff des Beitrags: Re: Baby und Hund - und es wird immer schlimmer
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Polizeihund
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Hallo Jenny,

such mal nach Trainer in Deiner Umgebung, die bei Animal Learn oder cumcane ausgebildet wurden. Diese arbeiten ueber positive Konditionierung. Und genau das ist ja auch Euer Ziel Babys, Kleinkinder und Kinder positiv fuer den Hund zu besetzen.

Ich weiss, dass es immer noch viele HHs und Trainer gibt, die glauben, dass der Clicker oder ein Markerwort nicht geeignet ist, Probleme zu bearbeiten. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass es sehr wohl geht. Und aktuell stelle ich gerade wieder fest, dass ich mit dem Clicker sehr schnell und emotionsfrei loben kann. Richtig konditioniert, habe ich damit schon ein recht tolles Werkzeug an der Hand.

Wir haben zwar andere Baustellen, aber die bringen mich auch in Stress, was ich ueber meine Stimme immer an den Hund weitergeben wuerde.

Ich drueck Euch die Daumen!

LG
Martina

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 Betreff des Beitrags: Re: Baby und Hund - und es wird immer schlimmer
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Begleithund
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Ich würde grundsätzlich auch vermuten, daß es möglich sein kann, daß ihr als Familie ein sicheres Zusammenleben hinbekommt. Das wird aber garantiert noch ein Stück Arbeit und vor allem müßt ihr die eigene Angst in den Griff bekommen. Das verunsichert den Hund natürlich zusätzlich.

Aber ich werfe jetzt mal einen Blick in die Zukunft. Meine Tochter ist jetzt knapp 5 Jahre. Ab Kindergartenalter ist es so, daß Kinder sich auch gern zum Spielen verabreden. Und das läuft in dem Alter halt so ab, daß du dann öfter mal dein eigenes und ein anderes Kind zu Hause hast. Die Kinder spielen dabei nicht unbedingt allein im Kinderzimmer. Manchmal muß man sich mit einbringen, die Kinder kommen ins Wohnzimmer, möchten irgendetwas, rennen mal kreischend durch die Wohnung, sind übermütig. Kinder eben. Und man möchte und kann sie nicht ständig einschränken.


Glaubst du, daß ihr so weit kommen werdet? Ich kenne Carla nicht. Und ich bin mir nicht sicher, womit man ihr den größeren Gefallen tut. Es ist Stress für sie und der wird in den nächsten Jahren noch deutlich zunehmen.
Und das merke ich selbst an meiner Hündin, die meine Tochter von Anfang an entspannt angenommen hat. Wenn hier zu Hause immer mal der Trubel mit anderen Kindern losgeht, dann hat sie Stress, den ich im Auge behalten muß.


Sollte es ein Mal zu einem Vorfall kommen, habt ihr ein sehr großes Problem (von einem verletzten Kind ganz abgesehen), denn dann ein neues Zuhause finden, wird extrem schwer. Dann ist Carla automatisch abgestempelt. Und mit Pech ihr gleich mit.

Ich weiß, wie schrecklich es ist, über die Abgabe auch nur nachzudenken. Aber wenn man es als Außenstehende betrachtet, wäre es auch für den Hund am Ende vielleicht der bessere Weg.
Man könnte ohne große Not und ohne Zeitdruck suchen. Der örtliche Tierschutzverein hilft bei sowas auch durchaus.

Es dauert nicht mehr lange, dann verbringst du mit eurer Tochter täglich Stunden auf dem Spielplatz. Was ist dann mit Carla?

_________________
Viele Grüße, Susanne


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 Betreff des Beitrags: Re: Baby und Hund - und es wird immer schlimmer
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Hallo Jenny,

mir scheint es auch eher dass dein Hund unsicher ist, aber das Baby grundsätzlich akzeptiert. Sie weiss wohl einfach nicht wie sie das Baby einschätzen soll und probiert vielleicht deswegen alles aus, von bellen, hüten, annähern, warnen, etc.

Das warnen und beschichtigen ist grundsätzlich schon eine gute Sache, d.h. sie geht nicht direkt auf das Kind los.

Ich hatte vor einem Jahr hier ein Thema zu meinem Hund und seinen Agressionen gegen meine Nichte eröffnet, leider durch die Probleme im Forum ist der Beitrag weg.
Wir waren auch bei einem Trainer, ich schreib kruz auf welche guten Ratschläge wir unter anderm von ihm bekommen haben:

- wenn das Kind da ist (also im Raum, wach, etc.) den Hund loben (clickern in unserem Fall) wenn er nichts tut. er muss lernen Kind + ich mache nichts und bin entspannt = Belohnung. idem: mit dem Hund beschäftigen und schmusen in Anwesenheit des Kindes
- ganz wichtig: Entspannt euch. ich weiss das ist das schwierigste, wir gingen auch auf dem Zahnfleisch, weil der Hund nicht nur die Nichte bedrohte sondern auch keinen Erwachsenen Besuch tolerierte.
im Nachhinein hab ich gemerkt, je mehr ich mich aufgeregt hab, umso nervöser war der Hund.

Bei uns sind die Probleme übrigens nicht ganz gelöst, wird es auch nie schätze ich. aber es wurde schon besser, und das ist auch erstmal wichtig.


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