Anfängerfragen !

English Beagle, Kerry-Beagle
Antworten
Kiitti

Anfängerfragen !

Beitrag von Kiitti »

Hallo liebe "Beagler",

im Moment beschäftige ich mich sehr ausgiebig um die Rasse Beagle. Ich habe viele Seiten durchlesen aber es bleiben mir immer noch einige Fragen übrig.

Wenn ihr mal Lust habt die zu beantworten wäre ich euch sehr dankbar - denn ich spiele seit langer Zeit mit den Gedanke nach den Abi einen Beagle zu mir zu holen - aber ich glaube ich informiere mich erster noch ein bisschen.. hehe, stellt euch nur mal vor man informiert sich nicht und wundert sich dann das der Hund ... zufälliger Weise im Wald hinter einen Hasen herläuft und nicht wieder kommt - man findet ihn 2 Tage später wieder und 3 Tage später findet man einen Beagle im TH ... und das finde ich absolute... na ja, ... ihr wisst schon .. !

Also auf jeden Fall möchte ich das so ein "Suprise-Effekt" nicht bei mir aufrtitt ... und deswegen löchere ich euch einfach mal ... :D !


Wie lange geht ihr mit euren Beagles spazieren ?
Ich habe öfter gehört das einige 2 Stunden mit ihren Beagle spazieren gehen, eine halbe Stunde Morgens und Abends und eine Stunde MIttags. Einige sagen aber auch drei Stunden, und das ganz unterschiedlich aufgeteillt... einige gehen 1 Stunde Morgens- Mittags und Abends und einige gehen Mittags 2 Stunden ... ! Ich habe halt "fast" nur gelesen das die meisten Beagle besitzer mind. 2 Stunden spazieren gehen ... wie seht ihr das ...? Sind 2 Stunden das Mindesmass oder kann man das mal so mal so machen ?

Können Beagle lange zu Hause bleiben ?
Diese Frage hat mich erst beschäftigt als ich mir diese Themen hier genauer angeschaut habe. Mir ist aufgefallen das hier häufig gesagt wird das Beagle - da sie Meutehunde sind - nicht länger als ... 3 Stunden alleine bleiben können ! In anderen Foren ist mir das noch nicht untergekommen .. kann sein das ich mich nicht ausgiebig informiert habe .. aber einige lassen ihren Beagle auch mal 5 oder 6 Stunden alleine ... ! Ist das jetzt eine Zumutung oder kann das auch mal ein Beagle ab ? Ich mein - wenn nicht , dann ist es ja fast undenkbar einen Beagle als Berufstätige Frau zu haben ohne einen Tiersitter zu haben !

Gibt sich ein Beagle mit den Auslauf an einer SL zufrieden ?Ich habe viele Besitzer gehört die ihren Beagle nur mit der SL laufen lassen. Ich finde aber das auch ein Beagle mal laufen möchte, also frei laufen möchte. Ich weiß oder besser gesagt ich glaube ich würde meinen Beagle auch nicht überall frei laufen lassen .. aber ich würde ihn dann einmal am Tag auf eine Wiese "tun" die eingezäumt ist wo er frei laufen kann ! Wie seht ihr das.. ist es einmal am Tag notwendig oder reicht einen Beagle auch der freie Lauf der im Garten hat .. ?

Haaren Beagle stark ?

Sind Beagle wirklich schwerer zu erziehen als andere Hunderassen ?
Also ich habe hier und auch in anderen Foren öfter mal gehört das ein Beagle schwerer zu erziehen als ein .-.. Labrador oder so .. ist ! Also ihm fehlt dieser "will-to-please" wie bei einigen anderen Hunden halt. Aber wie wirkt sich das den nun auf das alltägliche Leben aus ? Ich habe hier öfter mal gehört das einige Leute öfter mal Schwierigkeiten haben mit der Stubenreinheit, das es mal bis zu ein halbes Jahr dauert... (bei einigen Hunderassen dauert es ja mal 3 Wochen oder so ..) ..., andere wiederrum (und ich habe ja schon ne bissel über den Hund Beagle herausgefunden und denke in diesen Punkt haben sie recht :) ) das ein Beagle alles für Futter macht... ! Wie seht ihr das denn... ? Habt ihr lange gebraucht um euren Hund sauber zu bekommen bzw. braucht ihr lange um euren Hund Tricks oder so beizubringen .. ?

So, das waren erstmal einige wichtige Fragen .... ! Ich bin mir halt sehr unsicher - möchte versuchen alles richtig zu machen. Ich weiß auch das man nicht nur durch einen Text etwas über eine Hunderasse lernt und das jeder Hund anders tickt - aber ich finde das ist besser als einfach blind einen Hund zu kaufen. Den ich glaube - eine Hunderasse hat schon so ihre typischen Eigenschaften oder Charakterzüge, und wenn es nur nach den Aussehen geht ... na ja, also dann würde bei mir auch eine Dogge + Weimaraner + Saluki und natürlich der Beagle neben mir hier am Bildschirm sitzen :D :D ! Ne war ein kleiner Witz ... aber ich hoff ihr versteht wieso ich das hier mache !



So, nun wünsch ich euch noch viel Spaß mit euren Hunden , vielleicht sitzt ja auch der ein oder andere Beagle bei euch ... oder wartet vielleicht darauf das ihr mit ihn noch einmal raus geht ... und nicht auch noch so einen langen Text zu lesen :D !



Liebe Grüße,
und schon einmal ein großes Dankeschön,

Kiitti


P.S.: Achso - noch eine kleine Frage. Wie steht ihr zu der These "Beagle - Anfängerhund ???" ! Glaubt ihr das ein Anfänger ,der aber sich mit den Hund auseinandersetzen möchte, mit den Beagle zurechtkommt... oder sollte ich mich erstmal mit einer anderen Rasse zurechtfinden ... ! Was denkt ihr - klar , ihr könnt das nicht einfach so entscheiden ... aber ich glaub ihr könnt ja mal aus eigener Erfahrung schreiben was ihr meint :) !

Kiitti

Beitrag von Kiitti »

15 Leser und noch keine Antworten ... ich hoffe es hat hier jemand die Zeit vielleicht auch nur zu einer Frage "Stellung" zu nehmen. Ich finde das Thema sehr wichtig - klar, ich möchte euch nicht nötigen zu schreiben :) - das hier ist ein freies Forum !

Aber vielleicht kann ja der ein oder andere eben kurz sagen wie lange er mit seinen Beagle spazieren geht... damit könnt ihr mir auch schon eine Menge helfen !


LG, und noch einen schönen Abend,
wünscht,

Kiitti

Benutzeravatar
ayumi2
Forums-Welpe
Forums-Welpe
Beiträge: 46
Registriert: 21. Mai 2006, 16:16

Beitrag von ayumi2 »

Hallo Kiitti,

dann werd ich es mal versuchen :lol:.

Also, wielange wir spazieren gehen, ist ganz unterschiedlich. Aber ein langer Spaziergang von 1-2 Std. sollte eigentlich am Tag drin sein. Da können die Hunde dann auch ohne Leine toben. Ansonsten noch die normalen Runden von etwa einer halben Stunde. Da ist die Anzahl bei uns unterschiedlich. Mindestens aber drei. Aber meistens öfter, denn jeder der nach Hause kommt, geht eine Runde.

Alleine bleiben. Das kommt meiner Meinung auf den Hund an. Als unser Beagle aus dem Labor kam, konnte er natürlich gar nicht alleine bleiben. Er hatte absolute Zerstörungswut und hat das ganze Haus zusammengebellt. Heute bleiben die Hunde problemlos etwa 6 Stunden alleine. Allerdings sind sie auch zu zweit und es hat eine Weile gedauert, bis es geklappt hat.

Haaren tut unser Beagle normalerweise nicht so doll. Aber im Fellwechsel haart er wie andere Hunde auch.

Beagleerziehung: Also ich denke, das kommt auch wieder auf den Beagle an. Wohl auch, ob man ihn als Welpen bekommt, oder später. Bei Yoshi hat es schon eine Weile gedauert, um ihm einige Sachen abzugewöhnen. Aber er kam auch erst mit 1,5 Jahren aus dem Labor. Aber allgemein sagt man dem Beagle eben nach, das er einen ziemlichen Dickschädel hat. Und das kann ich nur bestätigen. Was Yoshi nicht will, das will er nicht :lol:.

Und ob der Beagle nun ein Anfängerhund ist? Ich denke, wenn man sich mit der Rasse und den Eigenarten genügend auseinander setzt und genau weiss, worauf man sich einlässt, ist er wohl auch für Anfänger geeignet. Allerdings lassen sich viele vom süssen Aussehen einlullen. Und das geht häufig in die Hose und die Hunde landen ganz schnell im TH.
Rein aus der Erfahrung raus würde ich sagen, es gibt auf jeden Fall einfachere Hunde als den Beagle. Das ist jedenfalls meine Meinung. Wir hatten auch schon einen Dackel, dem man ja einen Dickkopf nachsagt.
Yoshi ist ein grösserer Dickkopf, aber genauso liebenswert.

Ich hoffe, ich konnte etwas weiter helfen. Wenn nicht, frag einfach weiter.

LG Simone

PS: Habe Dir eine PN geschickt

Flocke

Beitrag von Flocke »

Hallo Kiitti,

schade das dir noch nicht so viele Besitzer geantwortet haben. Die Antworten würden mich nämlich auch interessieren! :-)
Wir haben uns mittlerweile auch schon reichlich mit der Rasse beschäftigt. Aber neben Büchern und Internet möchte man als Beagle-Anfänger doch auch gerne direkte Berichte von Besitzern bekommen.

Ich werde mal weiter das Forum durchforsten und dann mal schauen! :-)

Liebe Grüße

Kiitti

Beitrag von Kiitti »

Hallo,

Wir haben uns mittlerweile auch schon reichlich mit der Rasse beschäftigt. Aber neben Büchern und Internet möchte man als Beagle-Anfänger doch auch gerne direkte Berichte von Besitzern bekommen.


Ja genau - den man kann viel lesen was allgemein über die Rasse gesagt wird .. aber wie geht es zu Hause ab .. ? Was passiert da ... ? Wie benehmen sie sich dort.. ? Schließlich möchte man sich ja nicht - wenn man sich einen Welpen holt - den abgeben weil man auf einmal überrascht ist ... :)

Danke auch an dir ayumi2 ! Hab deine PN schon gelesen und nochmal danke für denie Hilfe !



LG

Beaglegirl
Blindenführhund
Blindenführhund
Beiträge: 641
Registriert: 31. Aug 2004, 09:28

Beitrag von Beaglegirl »

Oh ich habs jetzt erst gelesen :waving:

Erstmal ein Hallöchen und Herzlich Willkommen hier im Forum :wink:

Wie lange geht ihr mit euren Beagles spazieren ?


Also ich denke, dass du einen Mittelweg finden musst der für deinen Hund passt. Man kann das nicht so generell sagen. Ich gehe mal 2 Stunden und mal wieder nur ne Stunde am Tag. Dann muss man aber auch sehen, dass der Beagle ein Hund ist, der kopfmäßig ausgelastet werden will. Sprich Clickern, Futterbeutelarbeit, Agility usw. Da muss man halt das passende suchen.
Joggen und Radfahren sind natürlich auch Alternativen, ab einem gewissem Alter


Können Beagle lange zu Hause bleiben ?

Jein
Wenn du genug Zeit hast es deinem Beagle beizubringen, dann ja. Aber auch erst so richtig ab einem gewissem Alter. Wobei das eigentlich bei allen Rassen so ist. Denn jeder Jungspund hat nunmal eine gewisse Energie und man muss mit Zerstörungen aller Art rechnen.
Unser Hund war und ist allerdings die Zeit in der er alleine ist im Kennel. (Die einen findens gut, die anderen nicht :wink: )


Gibt sich ein Beagle mit den Auslauf an einer SL zufrieden ?


Meiner Meinung nach Ja, wenn die restliche Auslastung stimmt und er auch mal die Sau rauslassen kann ;)

Haaren Beagle stark ?


Ohhh ja. Ein Graus :evil:


Sind Beagle wirklich schwerer zu erziehen als andere Hunderassen ?


Der Satz "Beagles sind einfach zu erziehen, weil sie für Futter alles tun", geht mir zu ziemlich auf den Keks.
Klar fressen sie gerne, aber sie tun wirklich nur dann alles für ihr Futter, wenn sie es sich selbst Klauen können. :evil:
Man möge einem Beagle also die Küche besser nicht zeigen :lol:
Grundsätzlich lernt der Beagle schnell. Er ist ja nicht dumm (Snoopy zum Beispiel öffnet seinen Kennel selbstständig, ohne, dass es ihm je jemand gezeigt hat). Aber ansonsten ist die Erziehung, vor Allem in den ersten 2,5 bis 3 Jahren ein Kampf. Wirklich. Manchmal wusste ich nicht mehr weiter. Jetzt da ich schon Hundeerfahrung habe, würde wrsl einiges anders laufen. Daher sage ich auch, dass ein Beagle nur dann ein Anfängerhund ist, wenn der Wille da ist sich intensiv mit der Hundeerziehung zu beschäftigen und eine Hundeschule besucht wird.
Bei uns war es ähnlich.
"Oh wie süß ein Beagle. Den wollen wir. Das mit dem Jagdtrieb schaffen wir schon"...blauäugig...wirklich blauäugig. Jedem der sowas hier schreiben würde, würde ich zur Sau machen.
Naja dann war er halt da, mein Hund. Ich war überglücklich und bin es auch heute noch. Für mich ist der kleine Racker das tollste Geschenk das mit meine Eltern machen konnten und ich wollte ihn auch nie verlieren. Hätte ich mich nicht so dermaßen reingehängt mit der Erziehung, dann wäre er jetzt wrsl sogar nicht mehr bei uns...
Und heute gehen wir spazieren (zZ leider nicht oft, weil die Schule so stressig ist :cry: ), er läuft ohne Leine neben mir her und freut sich seines Lebens Hund zu sein. Ohne Leine geht natürlich auch nicht immer :wink: Aber insgesamt glaube ich hab ich ihn doch recht gut hingekriegt, besser gehts immer :)

Frag ruhig weiter, wenn du mehr Fragen hast, gerne auch per PN

Liebe Grüße
Julia und Beagletier Snoopy (3,5 Jahre)

Kiitti

Beitrag von Kiitti »

^^ danke für die ausführliche Antwort !

Jaja, ich kann mir wohl vorsellen das bei enigen Beagle Besitzer die Haare auf den Zähnen wachsen wenn sie das hören mit den Futter oder das mit den Jagdtrieb ! Ich muss selber eingestehen das ich die Beagle super süß finde .. aber ich will nichts falsch machen, und deswegen finde ich es mal richtig das hier klipp und klar gesagt wird das das und das nicht unterschätzen darf und das und das ist so... !


Werde mal schauen ob ich noch wichtige Fragen weiß,
dann werde ich dich löchern :lol: !

LG

Beaglegirl
Blindenführhund
Blindenführhund
Beiträge: 641
Registriert: 31. Aug 2004, 09:28

Beitrag von Beaglegirl »

Kiitti hat geschrieben:Jaja, ich kann mir wohl vorsellen das bei enigen Beagle Besitzer die Haare auf den Zähnen wachsen wenn sie das hören mit den Futter oder das mit den Jagdtrieb ! Ich muss selber eingestehen das ich die Beagle super süß finde ..


Jeder findet Beagles süß. Bei diesem Blick muss man einfach dahinschmelzen. :lovemetoo:
Ich denke, dass Beagles grundsätzlich falsch dargestellt werden. Die Probleme werden zwar irgendwie schon ausgesprochen aber immer verharmlost. Sogar so, dass in vielen Rassebüchern der Beagle als absoluter Anfängerhund dargestellt wird. Von daher, kann man als unerfahrener Hundehalter leicht in das Abenteuer oder für manche bald Alptraum Beagle rutschen. Ich habe da wirklich leider schon von ein paar Negativbeispielen gehört und leider auch schon eines live erlebt :shock: :angry:

Iris81

Beitrag von Iris81 »

Hallo!

Ich kann auch ein paar Erfahrungen aus erster Hand zum Beagle beisteuern, allerdings nicht viele gute... :(

Wir haben unseren Beagle bekommen, als ich 12 war, und wir waren genau die naiven Leute, die sich den Beagle ausgesucht haben, weil er so lieb, kinderfreundlich und süß ist! Das Ergebnis war, dass wir einen Hund hatten, den wir zwar alle sehr geliebt haben, der uns (und vor allem meine Mutter) aber doch sehr eingeschränkt hat. Ciska konnte maximal 2 Stunden alleine bleiben, und das auch nur am Vormittag (keine Ahnung, wieso), Ettliches ist ihrer Zerstörungswut zum Opfer gefallen, und nichtmal nur, wenn wir nicht da waren, sie konnte weder mit ins Restaurant noch in den Urlaub, weil sie nur Theater gemacht hat, keiner wollte auf sie aufpassen, weil sie immer nur alles kaputt gemacht hat, sie hat gejagt wie der Teufel und durfte deswegen bald nur noch an der Flexi laufen (frei nur in eingezäunten Gebieten), und an der Erziehung haben sich meine Mutter und mehrere Hundeschulen die Zähne ausgebissen. Damals gab's noch keine Erziehung mit Leckerchen, und in den Hundeschulen wurde eben versucht, Gehorsam über die "alten" Methoden zu erreichen - bei unserem Sturkopf von Hund absolute Fehlanzeige. Irgendwann haben wir dann einfach aufgegeben und uns in Vielem, eigentlich fast allem, nach dem Hund gerichtet.

Einen positiven Aspekt gab's allerdings doch: Ciska war wirklich absolut kinderfreundlich und hat niemals auch nur Ansätze von Aggressivität gezeigt.

Natürlich lag es an unserer fehlenden Erziehung, dass Ciska so geworden ist. Uns ist einfach genau das passiert, was Julia schon beschrieben hat:
Beaglegirl hat geschrieben:Ich denke, dass Beagles grundsätzlich falsch dargestellt werden. Die Probleme werden zwar irgendwie schon ausgesprochen aber immer verharmlost. Sogar so, dass in vielen Rassebüchern der Beagle als absoluter Anfängerhund dargestellt wird. Von daher, kann man als unerfahrener Hundehalter leicht in das Abenteuer oder für manche bald Alptraum Beagle rutschen.

Wir haben so ungefähr alles falsch gemacht, was falsch zu machen war. Wir waren auch einfach unglaublich naiv. Aber trotzdem bin ich überzeugt davon, dass wir es mit einer anderen Rasse trotzdem leichter gehabt hätten. Mich haben die Erfahrungen mit unserem Beagle definitiv so abgeschreckt, dass ich nie wieder einen Jagdhund haben möchte (tja, jetzt hab ich einen jagenden Hütehund - that's life! :wink: ). Und auch, wenn ich jetzt sehr viel besser informiert an das Projekt "eigener Hund" rangegangen bin als meine Familie damals, merke ich, dass Fanja mir die Erziehung und das Zusammenleben sehr viel einfacher macht, als es bei Ciska je hätte sein können.

Ich will damit nicht sagen, dass Beagle keine tollen Hunde sind. Leute, die starke Nerven, viel Geduld und einen langen Atem haben, können ihre Beagle so erziehen, dass aus ihnen folgsame, nicht jagende Hunde werden, die allen Leuten Freude machen. Aber ich persönlich hätte dazu einfach nicht die Nerven!

Viele Grüße, Iris

FuchsH
Begleithund
Begleithund
Beiträge: 404
Registriert: 23. Jun 2004, 13:53
Wohnort: Erfurt

Beitrag von FuchsH »

Hallo,

Ich versuche auch mal ein paar deiner Fragen zu beantworten...


Ich finde zwei Stunden am Tag Auslauf müßen schon sein (mehr ist natürlich besser). Klar, es kommt auch bei mir vor, daß ich mal einen Tag nur eine Stunde gehen kann, das kommt aber vielleicht einmal im Monat vor und meistens war ich dafür am Tag davor sehr lange mit den Jungs unterwegs. Dein Hund wird es dir schon deutlich zeigen, wenn er nicht genug Auslauf kriegt. Ich gehe immer frühs 1,5 Stunden, dann geht mein Freund nachmittags eine halbe und dann nochmal eine kleine Pipirunde abends. Ich muß aber dazu auch sagen, daß ich zwei Beagle habe, sie spielen also den ganzen Tag über zusammen in der Wohnung. Bevor Spencer dazu kam war ich immer 2,5 bis 3,5 Stunden mit Monty unterwegs um ihn auszulasten. Wenn man mal weniger Zeit hat für die Runde, kann man z.B. auch eine Runde mit dem Hund joggen oder mit dem Fahrrad fahren. So werden sie schnell müde (so lange man es nicht regelmäßig macht, da sie sonst einfach mehr ausdauer bekommen)

Meine Erfahrung nach haaren manche Beagle extrem stark (wie Spencer und unserer verstorbene Beagle Spooky) oder sehr wenig (wie Monty). Es kommt einfach auch die Fellbeschaffenheit an.

Ein Beagle kann auch an der SL genug Auslauf bekommen. Idealerweise sollte man aber anstreben, ihn zumindest bedingt frei laufen lassen zu können. Bei den meisten ausgewachsenen Beagle ist dies aber erst nach sehr intensivem Antijagdtraining möglich. Aber Beagle werden durch das Laufen an sich eh nicht müde, es ist also egal, ob sie an der Leine oder freilaufen, man muß andere Sachen mit ihnen machen, damit sie richtig ausgelastet werden (Kopfarbeit, Suchspiele usw.).

Das alleine bleiben beim Beagle ist tatsächlich ein Problem. Es gibt viele Beagle, die alleine bleiben können, sogar recht lange, aber es gibt auch sehr viele, die es gar nicht können. Spencer ist schon unser dritter Beagle und bis jetzt konnte alle alleine bleiben. Es war aber sehr viel Arbeit und sie waren nie sehr zuverlässig dabei (sie haben alle zum Teil geheult wie am Spieß). Erst seitdem wir zwei halten, können wir eigentlich davon ausgehen, daß sie (fast) immer ruhig bleiben. Davor war es immer Tagesabhängig, mal hat es geklappt, mal nicht.

beaglegirl hat geschrieben:Daher sage ich auch, dass ein Beagle nur dann ein Anfängerhund ist, wenn der Wille da ist sich intensiv mit der Hundeerziehung zu beschäftigen und eine Hundeschule besucht wird.
Bei uns war es ähnlich.
"Oh wie süß ein Beagle. Den wollen wir. Das mit dem Jagdtrieb schaffen wir schon"...blauäugig...wirklich blauäugig. Jedem der sowas hier schreiben würde, würde ich zur Sau machen.


Das kann ich wirklich nur zustimmen. Ich denke man muß sich mit dem Thema Beagleerziehung ernsthaft auseinander setzten und auch sehr egal mit sich selber sein, bevor man sich für die Rasse entscheidet.

Ich finde nicht, daß Beagle an sich schwer zu erziehen sind. Sie lassen sich sehr gut durchs Futter motivieren (v.a. wenn man ausschließlich aus der Hand füttert). Vor allem wenn man Clickertraining macht, erzielt man schnell Erfolge. Das Erlernen von Kommandos ist also an sich nicht so das Problem.

Allerdings ist es bei fast allen Beagle sehr schwierig sie so zu erziehen, daß sie draußen in der Nähe von Frauchen bleiben , auf Frauchen achten, die Kommandos tatsächlich hören usw. Es ist nicht unbedingt der Sturkopf beim Beagle, der ihn "schwer erziehbar" macht, sondern die angeborene Selbstständigkeit. Deinem Beagle wird es höchstwahrscheinlich irgendwann komplett egal sein, ob du da bist oder nicht beim spazieren gehen. Du kannst dich verstecken, weglaufen oder sogar sterben, es wird ihn nicht im geringsten interessieren. Wenn er was in der Nase hat, könntest du sogar auf ihn einprügeln und es würde ihn nicht davon abhalten, den Spur nachzugehen. Deswegen wirken viele herkömmlichen Erziehungsmethoden nicht so gut beim Beagle. Und eh man das in den Griff kriegt dauert es sehr lange und kostet sehr viele Nerven, zudem muß man ja auch wissen WIE. Wenn man aber dann den Dreh raushat, hat man doch einen recht zuverlässigen Hund, der sich nur ab und zu selbstständig macht.

Wenn du dich für die Rasse interessierst, solltest du dich unbedingt VORHER mit dem Thema Antijagdtraining bzw. Beschäftigungsmöglichkeiten für Spurenhunde beschäftigen und dir ernsthaft überlegen, ob du dir so viele Arbeit machen möchtest. Ein sehr gutes Buch zu dem Thema ist "Antijagdtraining" von Pia Gröning. Dir sollte auch klar sein, daß das spazieren gehen nie so aussehen wird, daß du einfach durch die Gegend läufst, dich entspannen kannst, in Gedanken woanders sein usw. Du mußt ständig auf deinen Hund achten, ständig einen Schritt voraus sein und ihn ständig beschäftigen, damit er nicht auf dumme Gedanken kommt. Der Beagle ist auf keinen Fall ein Hund, der freudig neben Frauchen her läuft und unbedingt was mit ihm machen möchte. Man muß den Hund erst davon überzeugen, daß Frauchen auch interessant sein kann und selbst dann ist es manchmal schwierig, ihn in "deiner" Welt zu behalten. Wie Beaglegirl schon in einem anderen Thread so schön geschrieben hat, sehen die Runden auch so aus, daß man drei Meter weiter läuft, einige Minuten stehen bleibt und wartet, während der Hund irgendwas schüffelt, drei Meter weiter läuft, stehen bleibt und wartet... so sieht wirklich die ganze Runde aus. Wenn du versuchst einfach weiter zu laufen in der Hoffnung, daß dein Hund dann dazu animiert sein wirst, dir zu folgen, kann es gut sein, daß er sich freut, daß das Frauchen endlich weg ist und sich selbstständig macht (vorausgesetzt er läuft frei), wenn du ihn an der Leine weiter zerren willst, stemmt er sich mit voller Kraft dagegen.

Achso, und noch was ist mir eingefallen. Man muß wirklich 110% konsequent sein, sonst ist man verloren.

Das sind also erstmal die "schlechten" Seiten vom Beagle, die mir eingefallen sind. Ich habe erstmal nur die schlechten erwähnt, weil ich denke die guten wirst du schon gut genug kennen.

Wie man in meinem Signatur sehen kann, habe wir zwei Beagle. Spencer ist 3 Jahre alt und Monty 2 Jahre alt. Davor hatten wir auch schon einen Beagle, der nur 11 Monate alt geworden ist. Offensichtlich liebe ich die Rasse, sonst hätte ich mir nie im Leben drei solche Hund angeschafft :wink: Ich finde es aber wichtig, daß Leute ausreichend informiert sind über die negativen Seiten von so einem Hund, bevor sie sich für die Rasse entscheiden. Ich denke, wenn man mit den Sachen wirklich nicht klar kommt, wird man das Zusammenleben mit dem Hund nicht genießen und der Hund es auch nicht.

Unsere beiden können ohne Leine laufen in unseren üblichen Gassigebieten. Wenn wir woanders gehen, v.a. auf Felder oder im Wald, bleiben sie an den 8 Meter Flexis. Ich lasse sie nur von der Leine, wenn ich die Gebiet schon gut kenne und sie mir schon lange an der Leine zeigen konnten, daß sie sich dort beherrschen können. Was der Erziehung anbelangt, sind unsere beiden sehr gut abrufbar (naja, Spencer übt noch, wir haben ihn erst seit März), beherrschen alle gängigen Kommandos auch auf Entfernung (und auch viele Kunststückchen), laufen vorbildlich an der kurzen Leine (sogar zu zweit), sie achten auf mich draußen, bleiben immer stehen, setzten sich hin oder drehen sich zu mir um, wenn sie sich zu weit entfernt haben (für mich sind 15 meter schon vieeel zu weit :wink: ) und laufen nicht ins Gebüsch. Wie du also siehst, kann man bei einem Beagle viel erreichen, auch wenn viele trotzdem der Meinung sind, daß ein Beagle nicht erziehbar sei. Das hat mir aber natürlich auch sehr viel Arbeit gekostet (was man manchmal sehr gerne macht und manchmal eben gar nicht gern) und ich übe wirklich jeden Tag mit den zwei.

Beaglegirl
Blindenführhund
Blindenführhund
Beiträge: 641
Registriert: 31. Aug 2004, 09:28

Beitrag von Beaglegirl »

Andreas hat geschrieben:
Trotzdem bleibs ne Knutschkugel


Ohhh ja :lovemetoo:
Jetzt wo mein Stinker schon :lovemetoo: 'alt und weise' ist, wird er jeden Tag mehr zur Knutschkugel :lovemetoo:

snoodog

Beitrag von snoodog »

Hallo,
bin neu im Forum und habe vor gut zwei Jahren meinen ersten Hund einen Beagle Welpen bekommen. Viele Vorurteile über den Beagle stimmen. Vor allem das, dass er der liebste und anhänglichste Hund ist. Es hat mich viel Zeit und Geduld gekostet, bis wir ein gutes Team geworden sind. Ich glaube das gilt für jeden Hundeanfänger bei jeder Rasse. Mit meinem Hund gehe ich jeden Tag ca. 3 Stunden raus (Da wir im Dorf wohnen meist über Felder und Wiesen). Hier ist unser Problem, dass ich Snoopy nie ohne Leine raus lasse, weil meist schon nach 100 Metern der erste Hase, Fasan Kuh, Pferd oder sonstiges „jagdbares„ Wild lauert.
2 bis drei Stunden bleibt Snoopy auch mal alleine. Das passiert aber meist nur alle 2 bis 3 Monate. Sonst hat er auch das Glück, dass er mit ins Büro kann.

Mel
Forums-Welpe
Forums-Welpe
Beiträge: 5
Registriert: 1. Nov 2007, 22:26

Beitrag von Mel »

Hi Kiitti !

Ich möchte dir auch noch einmal Antworten zu deinen Fragen und kann nur sagen wie es bei uns so läuft !

Balou kann sehr gut alleine bleiben wenn ich arbeiten bin (Teilzeit) er schläft die ganze Zeit, 5 Std. sind da kein Thema für ihn. Er muss halt vorher odr nachher gut ausgelstet werden.

Unser Stinker kann auch fast nur mit Schleppleine laufen aber es gibt auch Strecken da kann er ohne laufen bei uns z.b. an der Hase oder rund um den Dankern See etc.!
Im Wald kann ich das natürlich nicht !

Kiiti ich glaube ich habe dir in einen anderen Forum shcon mal Angeboten die Rasse in der Meute live zu erleben. Es gibt eine Beagletruppe hier im Emsland .Wir treffen uns einmal im Monat und gehen im Emsland/Münsterland Spazieren, vorher toben der Beagles und anschl. Kafee trinken. Wenn du Lust hast kannst du gerne mal mitkommen und dich weiter über die Rasse infomieren. Alle Beaglefreunde sind Herzlich Willkommen. Es ist eine offene Truppe jedesmal sind neue und andere Beagle dabei.






:)

Perle
Forums-Welpe
Forums-Welpe
Beiträge: 36
Registriert: 17. Aug 2005, 13:20
Wohnort: Grafschaft Bentheim
Kontaktdaten:

Beitrag von Perle »

Wie lange geht ihr mit euren Beagles spazieren?
Ich gehe Mittags ne halbe Stunde, Nachmittags 1-2 Stunden und Abends noch mal ne Stunde. Morgens darf Sie so raus, weil ich früh zur Schule muss.

Können Beagle lange zu Hause bleiben?
Kann ich dir leider nicht beantworten, da meiner unter starken Trennungsängsten leidet und eh immer einer zu Hause ist

Gibt sich ein Beagle mit den Auslauf an einer SL zufrieden?
manche Beagle können wegen dem jagdtrieb nur an der SL laufen. Das liegt immer an der Erziehung.

Haaren Beagle stark?
Eigentlich unterschiedlich. Meiner Haart schon extrem.

Sind Beagle wirklich schwerer zu erziehen als andere Hunderassen?
Sie lernen schnell, aber das gelernte wollen sie meistens nicht ausführen. Strurköppe halt ;)

Antworten

Zurück zu „Beagle“