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Woran liegt es, ob ein Cocker einen Stummelschwanz hat?!
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Autor:  Anonymous [ 28.06.2006 14:29 ]
Betreff des Beitrags:  Woran liegt es, ob ein Cocker einen Stummelschwanz hat?!

Hallo Leute,

die Frage klingt jetzt vielleicht absolut komisch, aber woran liegt es, dass einige Cocker "normale" Schwänze und einige Stummelschwänze haben? :lol:
Wurden die schon so geboren? Liegt das an der Farbe??

Und was hat es mit der Aussage auf sich, dass z.B. schwarze Cocker ruhiger sind als andere? Ich dachte, die Farbe hätte mit dem Charakter rein garnichts zu tun? :???:

Autor:  kkalks [ 28.06.2006 14:40 ]
Betreff des Beitrags:  Re: Woran liegt es, ob ein Cocker einen Stummelschwanz hat?!

goody988 hat geschrieben:
die Frage klingt jetzt vielleicht absolut komisch, aber woran liegt es, dass einige Cocker "normale" Schwänze und einige Stummelschwänze haben? :lol:
Wurden die schon so geboren? Liegt das an der Farbe??


das liegt daran, dass manche züchter noch kupieren. d.h. die rute in den ersten zwei bis drei tagen nach der geburt abschneiden (lassen / beim ta).

ist heute allerdings in österreich verboten. ich glaube in deutschland mittlerweile auch.

Autor:  Anonymous [ 28.06.2006 14:45 ]
Betreff des Beitrags: 

Ach siehste, daran hab ich ja nu garnicht gedacht! Dachte eigentlich auch, dass hier in Deutschland jegliches kupieren verboten ist...

Dankeschön! :D

Autor:  Trini [ 28.06.2006 14:49 ]
Betreff des Beitrags: 

Die Welpen können aber auch mit verkürzter Rute geboren werden. Es ist letztendlich eine Mutation, die erst jetzt durch das Kupierverbot auffällt. Es gibt einige Rassen, bei denen dies vorkommen kann. Besonders häufig kommt es meiner Meinung nach bei vielen Hütehundrassen vor.

LG
Martina

Autor:  Anonymous [ 28.06.2006 14:49 ]
Betreff des Beitrags: 

Stimmt, Cocker wurden/werden kupiert.
Mittlerweile werden sie aber auch im Ausland nichtmehr kupiert, ausser auf Wunsch!

Autor:  frady [ 28.06.2006 14:52 ]
Betreff des Beitrags: 

Trini hat geschrieben:
Die Welpen können aber auch mit verkürzter Rute geboren werden. Es ist letztendlich eine Mutation, die erst jetzt durch das Kupierverbot auffällt. Es gibt einige Rassen, bei denen dies vorkommen kann. Besonders häufig kommt es meiner Meinung nach bei vielen Hütehundrassen vor.

LG
Martina


Hast du da Zahlen zu? Wie häufig das vorkommt? Ich kann mir vorstellen, dass das doch seeeeeeeehr selten ist :wink:
(Aussies und andere mal ausgenommen wo ein NBT öfter vorkommt...)

Autor:  Anonymous [ 28.06.2006 14:54 ]
Betreff des Beitrags: 

Trini hat geschrieben:
Die Welpen können aber auch mit verkürzter Rute geboren werden. Es ist letztendlich eine Mutation, die erst jetzt durch das Kupierverbot auffällt. Es gibt einige Rassen, bei denen dies vorkommen kann. Besonders häufig kommt es meiner Meinung nach bei vielen Hütehundrassen vor.

LG
Martina


Beim Cocker kommt das aber meines Wissens nach nicht vor :wink:

Autor:  Anonymous [ 28.06.2006 15:12 ]
Betreff des Beitrags: 

Und wie ist es mit der Fellfarbe? Hat die Fellfarbe wirklich was mit dem Charakter zu tun?

Autor:  Trini [ 28.06.2006 15:15 ]
Betreff des Beitrags: 

@ Frady

Ist gar nicht so selten, wie man meint. Zahlen habe ich keine. Bei den polnischen PONs z.B. gibt es des öfteren komplette Würfe, die kurzrutig geboren werden. Durch das Kupierverbot ist dies aber in Deutschland nicht erwünscht (vorher fiel es ja nicht wirklich auf) und man ist bemüht nur noch Tiere zu verpaaren, die diesen Gendefekt nicht weitergeben, vorkommen kann es trotzdem immer mal. Da die Auswahl bei den Arbeitsrassen über die Leistung und nicht über die Optik lief, dürfte die Verbreitung dort größer sein, als bei Rassen, die schon längere Zeit nicht mehr auf Leistung selektiert werden.

@ Hope

Doch:
Zitat:
* Brachy- und Anurie sowie Verkrüppelung der Schwanzwirbelsäule

Definition: Unterschiedlich ausgeprägte Verkürzung der Schwanzwirbelsäule bis zur Stummelschwänzigkeit, mit oder ohne Verkrüppelung des Schwanzes (Knick-, Korkenzieherschwanz).
Auftreten: Sporadisch, familiär gehäuft bei Französischer Bulldogge, Englischer Bulldog, Mops, Teckel, Bobtail, Cocker Spaniel, Entlebucher Sennenhund, Rottweiler
Genetik: Knick- und Korkenzieherschwänze autosomal rezessiv, Brachy- und Anurie wahrscheinlich autosomal rezessiv, u.U. polygenetisch, möglicherweise mit Umweltfaktor.
Symptomatik: Knick- und Korkenzieherschwanz sowie Verkürzung der Schwanzwirbelsäule tritt häufig mit Missbildungen an weiteren Abschnitten der Wirbelsäule auf (Block-, Schmetterlings- und Keilwirbelbildung, Spina bifida). Folge können Störungen der Bewegungsabläufe der Hintergliedmaßen bis zur Lähmung sein, sowie Harn- und Kot-Inkontinenz.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Qualzucht#Hunde

LG
Martina

Autor:  Anonymous [ 28.06.2006 15:21 ]
Betreff des Beitrags: 

goody988 hat geschrieben:
Und wie ist es mit der Fellfarbe? Hat die Fellfarbe wirklich was mit dem Charakter zu tun?


wäre mir nicht wirklich bekannt.
Es heisst zwar schwarze sind aktiver wie braune, blauschimmel sind überdreht usw.
Aber es gibt immer solche und solche ;)

Autor:  Anonymous [ 28.06.2006 16:05 ]
Betreff des Beitrags: 

Also ich hab noch nicth gehört das Cocker schon stummelschwänzig geboren werden.
Seit 98 verboten in Deutschland.
In einigen Ländern wird es noch praktiziert, so auch bei Hunden die zur Jagd verwendet werden.
Ansonsten findet man schnell durch Polen z.B. noch stummelschwänzige Cocker, die meinen die verkaufen sich noch besser.

Autor:  kkalks [ 28.06.2006 18:26 ]
Betreff des Beitrags: 

brina hat geschrieben:
In einigen Ländern wird es noch praktiziert, so auch bei Hunden die zur Jagd verwendet werden.


in Ö auch nicht mehr für Jagdhunde erlaubt. Neues Tierschutzgesetz seit heuer.

Wobei ich nicht ganz dafür bin. Wenn man einen jagdlich eingesetzten hund hat, kann es viel zu leicht passieren, dass sich der die rute aufschlägt. und die heilt nicht so schnell zu... da leidet der hund mehr, als wenn er kupiert wird.

Autor:  Barclay [ 28.06.2006 21:17 ]
Betreff des Beitrags: 

Klar kann es bei jagdlich geführte Hunde zu Verletzungen der Rute
kommen, aber überwiegend gibt es doch Jagdrassehunde die eine lange Rute besitzen und es ist,
noch nie einer auf die Idee gekommen diese Ruten zu kopieren.
Bei Peitschenruten oder spitz zulaufende Ruten, gerade
Rute etc., könnte ich persönlich noch einen Grund finden,
wenn diese halt Jagdlich geführt werden, wegen der o.g. Verletzungsgefahr.
Der unkopierte Cocker hat eigendlich die gleiche Rute wie die Setterhunde
und diese Setter wurden/werden trotz langer Rute von
eher Jagdlich geführt, ohne dessen Rute zukopieren.

Was die Farbe beim Cocker betrifft, in den 70ziger und 80ziger Jahren,
war der Cocker ein Modehund, was heute etwas abgeflacht ist.
Es wurde, wie man es auch heute bei einigen Modehunde auch kennt, gezüchtet,
bzw. vermehrt ohne auf den Genotyp zuachten (Ahnenverlust),
sodass dadurch einige Probleme (Verhalten/Krankheiten) bei diesen Hunden auftauchten.
Überwiegend war die einfarbigen braunen (Rot) Cocker davon betroffen, da die Nachfrage nach dieser Farbe bestand.
Bei einfarbige Schwarze und den Zwei/Dreifarbigen kam dieses selten vor,
erstens die Nachfrage nach schwarzen Hunden war/ist nicht so
und bei den zwei/dreifarbigen muss man einiges beachten (Genotyp/Phänotyp) um solche Hunde zuzüchten.
Tja, und bei manchen Cocker kann man auch an der kopierten Rute sehen,
ob es von einem Fachmann oder Laien gemacht wurde.
Aber nicht nur beim Cocker auch bei gewissen anderen Hunderassen die ihre Rute und Ohren kopiert bekommen.

Zum Schluss muss ich noch erwähnen, selbst hier in Deutschland
oder in den Länder wo Kopierverbot besteht,
schaffen es einige Hundebesitzer immer noch,
unter einem gewissen Vorfall/Unfall, die Rute kopiert zubekommen.


Gruss
Iris

Autor:  kkalks [ 29.06.2006 08:07 ]
Betreff des Beitrags: 

@barclay: ich finde es auch nur sinnvoll bei kurzhaarigen hunden. hunde, die eine befederte rute haben, sind auch mit den haaren geschützt.

aber, wenn Du mal vom kurzhaarigen weimi die aufgeschlagende rute gesehen hast, wenn er im schilf gearbeitet hat... armer hund...

Autor:  Barclay [ 29.06.2006 09:52 ]
Betreff des Beitrags: 

kkalks hat geschrieben:
...

aber, wenn Du mal vom kurzhaarigen weimi die aufgeschlagende rute gesehen hast, wenn er im schilf gearbeitet hat... armer hund...


@ kkalks,

dieses sind schon arme Hunde und eine aufgeschlagende Rute,
ist nicht mal von heute auf morgen verheilt.

Ich bin kein Beführworter, was das Kopieren angeht,
egal ob Ohren oder Rute,
aber wo es Sinn und Zweck macht, würde ich dieses nicht verurteilen.
Sinn und Zweck meine ich Arbeitsmässig, wo solche Verletzungsgefahren
vorprogrammiert sind, aber nicht, weil es die Masse/Nachfrage es so verlangt (Kopieren).

Gruss
Iris

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