Cooper wird erwachsen

Perro de Pastor Mallorquin
Corydoras

Beitrag von Corydoras »

Huhu!

Freut mich, dass euch die Fotos gefallen! :-)

@imme

Ich mach ja fast täglich Suchspiele mit ihm ;-)


@Liane

Ja, ich hatte auch ein sehr schlechtes Gewissen, dass er die Rinder so gescheucht und sogar gezwickt hat... zumal auch tragende Kühe dabei waren :-( Ich passe in jedem Fall auf, dass das nicht noch einmal passiert.

Ich glaube schon, dass das echtes Hüteverhalten war, wen auch natürlich weitaus nicht so ausgefeilt wie von einem extra dafür ausgebildeten Hund. Er hat die Rinder nicht einfach nur sinnlos gehetzt, sondern zuammen getrieben und wenn ein einzelnes Rind zu den anderen lief, ließ er sofort von ihm ab und widmete sich dem nächsten Einzelgänger. Zum Schluss lief er noch mal eine Runde um die ganze Herde, so dass diese noch enger zusammenrutschte, dann kam er wieder zu mir. Das sah schon stark nach genetisch fixiertem Hüteverhalten aus.

Welche 2 HSH Rassen meinst du, die nicht im Rudel gehalten werden?

@Core

Meines Wissens nach müssen HSH mit spätestens 3 Monaten auf die Tierart geprägt werden, die sie schützen sollen, damit das Jagdverhalten ihnen gegenüber nicht aufkommt (da HSH meist Selbstversorger sind, haben sie auch Jagdtrieb, wenn auch nicht so ausgeprägt, wie bei Jagdhunden, da sie ja nicht rumstreunen, sondern im Revier bleiben sollen). Übrigens: HSJ schützen NICHT die Herde - sondern das Territorium, auf dem sich die Herde befindet. Die Herde akzeptieren sie lediglich darauf, sie würden ihr Revier auch schützen, wenn keine Herde drauf wäre.

Liebe Grüße an alle
Cory

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imme
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Beitrag von imme »

@ imme:
Oh mann, hab ich mich so mißverständlich ausgedrückt heute !
Also zur Erklärung:
"Knacken" im Sinne von "code knacken". Ich hatte bisher 5 Dobermänner (2 Rüden, 3 Hündinnen) längere Zeit um mich herum (Pflegehunde u.Ä.) und habe zu keinem einen vernünftigen Zugang bekommen. Für mich als Hütehund-Typ sind sie nicht zu entschlüsseln. Und ich kenne viele (einschließlich Besitzer dieser Rasse), denen es genauso geht.

Danke, das Wort Knacken missfällt mir sehr, weil es nun mal in der Regel anders gemeint wird. :wink:
Jeder Hund ist halt anders und braucht den entsprechenden Menschen dazu. *g* Dobis hängen im Übrigen sehr an ihrer ersten Familie (also, der nach dem Züchter), wenn sie ihr Rudel verliehren beeinflusst das in der Regel deren gesamtes übriges Leben.

Und, was das Hüten angeht: Mein Großer hier hat zwar noch nie eine Schafherde o.ä. zusammen getrieben, aber er zeigt in seinem ganzen Verhalten immer wieder ganz eindeutige Verhaltensweisen, die ich von reinen Hütehunden kenne. Natürlich ist so etwas bis zu einem gewissen Grad Veranlagung.

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imme
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Beitrag von imme »

@imme

Ich mach ja fast täglich Suchspiele mit ihm ;-)

Bist du dir auch sicher, dass du das richtige Maß an Auslastung gefunden hast? - Also nicht zu wenig aber auch nicht zu viel?

Corydoras

Beitrag von Corydoras »

Hm, ich denke, dass ich eher zu wenig mache, als zu viel, weil Cooper sich bei zu vielen Wiederholungen langweilt und ich darum prinzipiell aufhöre, solange er noch voll dabei ist. Damit er sich auf das nächste Mal freut.

Ich verbinde das Suchen immer mit dem Ballspiel, d.h. ab und an täusche ich an, so dass er losrennt, während ich schnell den Ball irgendwo in ein Gebüsch werfe, ohne dass er es sieht. Dann fängt er an zu suchen... mir geht es dabei vor allem darum, dass er sich längere Zeit auf eine Sache konzentrieren muss, denn durch sein hibbeliges Wesen ist er sehr leicht ablenkbar. Wenn er den Ball hat, ist die Belohnung, dass ich ihn werfe. Ich baue auch noch andere Übungen ein, zB "bleib", oder Geschicklichkeitssachen, zB den Ball auf den Boden kloppen, dass er richtig hoch hüpft und Cooper ihn in der Luft fangen muss (auch gleichzeitig ein training fürs reaktionsvermögen). Solche Sachen machen wir täglich für ca, 20 Minuten.

Was für andere Hütehundverhaltensweisen meinst du?

Liebe Grüße
Cory

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imme
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Beitrag von imme »

Wieso machst du mit Cooper denn nur Ballsuchen? Es gibt doch noch so viele andere Möglichkeiten der Nasenarbeit. Da kannst du so viel Variieren, dass es ihm sicher nicht zu langweilig wird. Die Konzentration auf eine Sache kannst du durch andere Suchspiele auch noch einmal deutlich verbesser. Und je nachdem, was du nun von ihm möchtest, kannst du die verschiedenen Suchspiele anpassen. Du kannst mit ihm z.B. Fährtenarbeit machen, da muss er ruhig un konzentriert arbeiten, oder offene Flächensuchen, wo er ordentlich rennen kann. Es gibt sooooo viele Möglichkeiten.

Mit dem anderen Hütehundverhalten meine ich, dass Eddy nicht so stark Ausgeprägt hütet, wie ihr mit der Rinder und Schafherde beschrieben habt, sondern es ist bei ihm alles etwas verdeckt. Er hat halt Probleme, wenn sein Rudel nicht beisammen bleibt, Spielt mit Bällen so, wie es eben Hütehunde tun,... Sowas meine ich.

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Beitrag von LianeE »

@Cory
die beiden rassen die ich meinte sind "Carpatin" und "Mioritic"

Das Schutzverhalten eines HSH ist primär dem Schutz seines Territorium sund nur sekundär ein Schutz der darauf lebenden Tiere. Er ist also vielmehr ein Territiorumswächter, der jedes Eindringen von fremden menschen oder tieren in das von ihm besetzte Revier zu verhindern sucht. Die auf seinem Terriotorium lebenden Herde gehört in seinen Lebensraum und wird unabsichtlich geschützt.

Zweifellos akteptiert der HSH die Herdentiere als bewohner seines Lebensraums und steht ihnen indifferent bis zurückhaltend freundlich gegenüber, jedoch kommt mit diesen Tieren der Herde keine Bindung zustande.

Liane

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Donna
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Beitrag von Donna »

Hallo in die Runde,
seit meiner letzten Meldung ist nun eine kleine Ewigkeit vergangen und unser *kleiner* ist nun gut 15 Monate. Wir sind durchgehend in der Hundeschule und für mich ist Hundeschule ziemlich anstrengend, denn:
Finn sieht da die ganzen anderen Hunde und ist nur hibbelig und will spielen. Es erfordert meine absolute ungeteilte Aufmerksamkeit ihn da unter Kontrolle zu halten und zum Arbeiten zu bekommen. Alles was beim Spazierengehen, im Haus und im Garten funktioniert, klappt da nicht so berauschend . Nu ja, ist schon manchmal frustrierend. Aber das ist nicht der Grund warum ich hier schreibe, sondern nur der Vorspann :-). Also: bei der letzten Hundestunde gabs ein freies Spielen am Ende ( das haben wir wegen Unverträglichkeit und Ängstlichkeit ein paar mal ausfallen lassen). Nun war meiner das Problem. In der Truppe ist nun eine Dogge. Rüde und ca.10 Mon. Finn ist kastriert und hat auf dem eingezäunten Gelände da schon einmal beim Spielen den Eindruck vermittelt, alles habe nach seinem Komando zu spielen. Mit der Dogge ging nun gar nichts mehr, die zwei haben sich kurz zusammen frei bewegt und dann ging es mit ganz wilder Rauferei zur Sache. Ich bin dann mit Finn raus aus dem Gebiet. Die Trainerin meinte Finn würde typisches Territorialverhalten zeigen, und sie möchte ihn eigentlich auf dem geschlossenen Platz nur noch mit ausgewählten Hunden frei spielen lassen.
Meine Frage ist nun an euch : kennt ihr das Problem? Wie ist das bei euch auf Hundeplatz? Kann man etwas dagegen tun dass er den Hundeplatz als *sein* Gebiet sieht? Und dann die Frage die sich mir noch stellt: Womit muss ich wohl in der nächsten Stunde rechnen, wenn es ums Ableinen und LIegenbleiben geht? Der Kampf zwischen den beiden ist ja nicht entschieden. Ich hab da nun ein wenig schiss, dass Finn sich da gleich drauf wirft. Ansonsten ist er gut sozialisiert. Versteht sich mit jedem. Die Nummer auf dem Hundeplatz war die erste dieser Art , wobei die Dogge wohl auch der erste soviel größere und Halbstarke war .
ich freue mich auf eure Antworten.
lieben Gruß
Donna &Finn

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Bailey
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Beitrag von Bailey »

Welcome back!
Aber zunächst mal kleine Kritik: In dieses thread paßt Dein Thema nicht so besonders :???: ...
Nun meine Meinung zu Deinem Problem:
Dein Hund benimmt sich wie ein ganz normaler 15 Monate alter Rüde!
Wegen genau dieser Problematik spielen auf unserem Hundeplatz nur die Welpen (bis 6 Monate) in großen Gruppen miteinander. Junghunde bis 12 Monate nur in kleinen ausgewählten Gruppen (wer möchte) und alle ab 12 Monate gar nicht!
Die Hunde ab 12 Monate, die sich gut verstehen und spielen wollen, treffen sich nach den Übungszeiten draußen im Gelände beim Spaziergang. Wobei ich persönlich generell ab 6 Monate total gegen diese Spieltreffs bin, da es ganz, ganz schwierig ist, wenn der junge Hund auf dem Platz neben seinem Spielkumpel konzentriert arbeiten soll! Wie Du weißt :wink: !

Ich weiß nicht, wieviel Selbstbewußtsein und/oder Einfluß Du auf den Ablauf eures Trainings hast, aber ich würde Dir empfehlen, nur zum Trainieren auf den Hundeplatz zu gehen. Spielen gibts nur zur Belohnung und Auflockerung und NUR MIT FRAUCHEN! Wenn die Dogge auch in eurer Trainingsgruppe ist, würde ich so viel Abstand wie möglich halten (und hoffen, daß der Doggen-Besitzer seinen Hund halten kann :evil: ).

Was ich nicht ganz verstehe: "Ableinen und Liegenbleiben"? Das übt man doch erst, wenn die Hunde nahezu sicher bzw. fast fertig zur Begleithundprüfung ausgebildet sind?! So kenne ich es! Bei Junghunden in der Gruppenausbildung würde ich es eigentlich gar nicht machen, viel zu gefährlich, daß einer aufspringt und die anderen mitzieht, und wenns doch sein soll: Immer mit langer Leine absichern. Natürlich darf die Leine nur so lang sein, daß der Hund den nächsten nicht erreicht.

"Gut sozialisiert" und "versteht sich mit jedem" wirst Du in den nächsten Monaten wohl noch öfter relativieren müssen :wink: : Wenn ein Hund erwachsen wird und ist gibt`s nun mal Kämpfe, bei dem einen mehr, bei dem anderen weniger.

LG
Ana

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Donna
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Beitrag von Donna »

:-) danke zum Welcome back, mitgelesen hab ich hier ständig .
zum Thema war ich mir unsicher: ein Neues Thema anfangen für meinen Hund, oder in Thema Hund wird erwachsen? Ist hier bei euch lieber erwünscht dann ein neues Thema aufzumachen?
Und nun zur Hundeschule: Bei uns gibts die Gruppen Welpen, Rabauken 1 und 2. und seit Anfang von der 2. Stufe, wird auch das ablegen ohne Leine geübt und zurufen durch Hundegasse, oder vorbei an liegenden Hunden. Mit 7 Monaten klappte das super, seit Finn so etwa 10 Monate ist, kommt es auf Tagesstimmung an und seit so 2 Monaten klappt es kaum noch ( also auf dem Platz). Du findest also, dass er das in seinem Alter noch gar nicht unbedingt können muss? Die anderen Hunde in der Truppe können es alle, bin manchmal ganz neidisch wie strahlend die auf ihre Herrchen/Frauchen zurennen. Er lässt sich ablegen und wartet auf Zuruf biegt dann aber meist nach kurzem Lauf in meine Richtung zu den anderen Hunden ab ( wo genau das nun meine Befürchtung ist, wenn er dann beim nächsten mal auf die angeleinte Dogge zurennt). Letzte Woche hab ich das einfach abgewandelt und habe ihn halbschräg zu den anderen Hunden abgelegt und ich bin dann in die andere Richtung gegangen, so dass er beim Laufen zu mir, die anderen Hunde im Rücken hatte. Da hat er zwar nen kleinen Haken geschlagen ist aber dann zu mir gekommen. Ich habe auch schon überlegt mich aus dem Spielen auf dem Gelände rauszutun eben damit er weiß : DA wird gearbeitet. Allerdings hat ihm das Spielen da bisher immer viel Spaß gemacht und er kam so mit Hunden jeder Art und Grö0e zusammen. Werd ich also nun mal ganz einstellen ist ja nicht so, dass er sonst keinen zum Spielen hat. Mit der Trainerin komm ich gut aus, sie ist sehr hilfsbereit und engagiert ( ich bin an Taubheit grenzend schwerhörig und brauche ein Mundbild zum verstehen, das ist natürlich schwierig manchmal dann auf dem Platz). Bin ich ja froh, wenn du meinst ich hätte einen *normalen* Hund :D .
Wie verhalten sich eure Hunde bei so Übungen im engen Kreis mit Rücken zum Kreisinneren? Finn hibbelt da ziemlich, wenn er die anderen Hunde alle nicht sieht. Das gehört für ihn mit zu den schwierigen Übungen. Er versucht dann immer sich vor mich zu setzen statt bei Fuß sitzen zu bleiben , den anderen Hunden scheint das nicht soviel auszumachen.
So nu genug für diesmal
lieben Gruß und danke schon mal
Donna

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Bailey
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Beitrag von Bailey »

Klar trainiert jeder Trainer irgendwie anders. Ich kann nur sagen, was ich aus Erfahrung weiß. Ich bevorzuge es, daß mein Hund zuerst lernt, sich auf mich zu konzentrieren, bevor ich Ablenkungen einbaue.
Selbst wenn der Hund vor der Pubertät vieles schon gut konnte, kommt immer irgendwann die Phase in der nahezu nichts mehr geht und man verzweifelt! Gerade dann ist es gaaaaanz wichtig, dran zu bleiben!
Rede doch mal mit Deiner Trainerin: Mit Deiner leichten Behinderung und den momentanen Schwierigkeiten mit Deinem Hund wäre vielleicht mal einen Monat Einzeltraining angebracht. Es nützt doch nichts, wenn ihr weiter in der Gruppe lauft und Finn lernt, daß er da Quatsch ohne Ende machen kann!

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Beitrag von Donna »

:-) war noch da. les mich grad durch Hunderassen die ich gar nicht kenn..
Also Einzeltraining machen wir zwischendurch immer mal, ABER: das ist dann wie beim Spazierengehen und zu Hause, es klappt... Finn muss lernen auch zu arbeiten wenn andere Hunde da sind, beim spazierengehen komm ich sehr gut (wenn der andere Hund auch gut läuft) aneinander vorbei, gut (wenn der andere klafft oder hampelt), schwer fällt es Finn vernünftig an der Leine lange hinter einem Hund herzugehen, und eben konzentriert mit mir zu arbeiten wenn daneben ein anderer Hund sitzt. Hund sehen, spielen wollen ist wohl die kurzformel. Da hilft dann auch kein Einzeltraining. Sondern wohl nur konsequent üben. Das ander Problem was ich mit Finn habe ist, dass er bei mir im Feld ohne Leine teilweise nicht zurückkommt... Ohren auf Durchzug und wildes Rennen auf dem Acker, voller Lebensfreude, aber ohne Gehorsam . Da sind wir gerade wieder beim Schleppleinentraining.
Bei meinem Mann ( der den ganzen Tag arbeitet) macht er die ganzen Macken allerdings nicht, da lässt er sich abrufen, geht sogar ohne Leine bei Fuß an anderen Hunden vorbei . Daher geh auch ganz gezielt ICH mit ihm in die Hundeschule, weil wir beide lernen :-)
lieben Gruß
Donna mit nem Finn auf den Füßen

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Beitrag von Bailey »

Ferndiagnosen nur auf Grund dessen, was man hier liest, finde ich, sind ein wenig mit Vorsicht zu genießen. Aber je mehr Du erzählst, um so mehr pasen die Puzzle-Teile zusammen und ich würde sagen: - Ist nicht böse gemeint- Bist Du kein richtiger Chef für Deinen Hund??

Wenn ich das richtig in Erinnerung habe, hast Du auch ein kleines Kind, nicht wahr? Es gibt bestimmt oft Sitiuationen, in denen Du Dich zuerst um Dein Kind kümmern mußt (was selbstverständlich auch richtig ist), aber in denen Finn unbeobachtet ist und dann (und wenns nur kurz ist), macht, was er will. Schon verloren! Hund sagt: "Schlechter Cef, hat nicht alles auf einmal im Griff!"

Dein Problem hört sich sehr klassisch an, das haben viele Menschen mit heranwachsenden Hunden. Was ich herauslese, bist Du hauptsächlich für Finn verantwortlich, da Dein Mann tagsüber arbeitet. Dich hat er also den ganzen Tag, er kann Dich also den ganzen Tag beobachten. Wenn "Papa" abends nach Hause kommt, nimmt er sich bestimmt Zeit für sich zum Abspannen, Zeit für Dich und Zeit für euer Kind und dann kommt der Hund. Schon gewonnen: Hund sagt: "Herrchen hat sein Rudel im Griff!"

Was ich raten kann: Bleib in der Hundeschule, hol Dir notfalls, wenns zu schlimm wird, mal ne "Hunde-Nany".
An kleinen "Haushalts-Tips": Geh so oft wie möglich alleine mit Finn spazieren, ohne andere Menschen und ohne andere Hunde. Lehre ihm, daß es das Tollste ist, mit DIR zu spielen. Setzte ihm klare Grenzen: Du bestimmst Spielanfang und Spielende, Du bestimmst, wann er für wie lange still auf seinem Platz bleiben muß. Du bestimmt, wann es Futter gibt usw. Könnte jetzt Romane schreiben...

Ich vermute, Du hast im Welpenalter die Grundlage für sein jetziges Verhalten gelegt. Hast ihn bestimmt zu sehr "Kind" sein lassen. "Der süße Kleine" durfte bestimmt ganz viel :wink: !

Hoffe, Du kannst mit der Kritik umgehen - ist wirklich nicht böse gemeint - , mag mich ja auch irren, aber das ist das, was ich aus Deinen Texten herauslese!

LG

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Beitrag von Donna »

:-) wenn ich nix hören wollte dazu, würde ich das hier nicht schreiben.
Also: Finn ist unser dritter Hund und zweiter Rüde. Beim ersten Rüden wars auch schon so, dass mein Mann klar der Chef war. Kommt wohl schon viel dadurch, dass mein Mann ziemlich groß ist und ziemlich Stimme hat. Früher war er aber auch mehr zu Hause, daher war mir jetzt klar: Rüde ins Haus ICH gehe mit dem in die Hundeschule, auf meinen Mann hört er fast automatisch. Du hast mein Problem auf den Punkt gebracht, mein Hund und ich führen einen *Rangkampf* Er kann wenn er will, aber wenn er keine Lust hat ( was bei der Mischung mit dem Ca ja wohl nicht so ganz selten ist), versucht er mit mir den Molli zu machen und wenn dann gerade drei Kinder was haben ist dann wohl manchmal meine Konsequenz ihm gegenüber nicht da. Die Kinder sind nicht mehr klein ( 10,12,14) was ich auch gut finde, da Finn mit seinem Temperament mit kleineren Kindern nicht so einfach zusammen zu halten wäre. Die Kinder lieben den Hund . Der Hund liebt die Kinder . In dem Punkt schlägt dann wohl der andere Teil des Mix durch: Er ist ne Schmusebacke (wenn er will) . Häufig liegen die vier zusammen auf dem Boden und dann wird gekuschelt auf Teufel komm raus, Finn mitten drin auf dem Kreuz liegend und lässt sich von allen Seiten kraulen. Also es ist nicht so, dass wir den Hund nicht lieben und nicht Klasse mit ihm auskommen im Großen und Ganzen, er hört auch für sein Alter finde ich ziemlich gut. Wie gesagt es gibt Momente und Situationen wo ich Probleme habe und ich arbeite da eigentlich nach der Devise: Wehret den Anfängen. Also such ich hier den Rat womit ich da nun was gegen tun kann bei euch, die ihr diese Probleme evtl. kennt. Ich gehe Täglich mindestens eine große Runde allein mit ihm. Da ist er wie gesagt auch freudig bei der Sache. Unterordnung klappt. Leinenführigkeit wird immer besser. Sind halt Sachen wie das Nichtzurückkommen im Feld, und eben nun mit dem Rüden in der Hundeschule, wo ich so ein wenig ins Schwimmen komme, wie ich das am Besten in den Griff bekomme.
lieben Gruß
Donna

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LianeE
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Beitrag von LianeE »

Na da will ich mich in die Gesprächsrunde mal mit einklinken :waving:

Zunächst einmal will ich dir sagen Uta, dass Ana (Bailey) eine menge über hunde und deren ausbildung weiß, du bist also auch hier wunderbar aufgehoben bei fragen zur ausbildung deines hundes und musst keine angst haben, dich hier vor irgendjemanden "lächerlich" zu machen :)

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Beitrag von LianeE »

Die Auseinandersetzung mit der Dogge ist rein hundlich gesehen nicht weiter tragisch. das passiert, gerade wenn zwei pubärtierende Rüden aufeinandertreffen. Irgendwelche Schuldzuweisungen, wer jetzt den Auslöser für die Rauferei gegeben hat, bringen gar nichts, machmal ist es für uns menschen schlicht nicht nachvollziehbar. Auch auf den Hinweis auf die Territorialaggression deiner Hundetrainerin, würde ich nicht weiter eingehen. so eine aussage lässt sich immer schnell treffen, muss aber nicht zutreffen.

Bei uns gab damals auf dem Hundesportplatz nach den Übungen auch Hundespielrunden. Dabei war es völlig gleich in welchem alter die Hunde waren, ob groß oder klein, alt oder jung, solange sie berechenbar und gut verträglich waren. selbstverständlich war immer unser Hundetrainer anwesend und ist bei "brenzlichen" situationen sofort zur stelle gewesen. zu raufereien ist es deshalb nie gekommen.

Solche Hundespielrunden sollten aber immer erst nach Beendigung der Ausbildungsstunden erfolgen. Die Belohnung zwischen den jeweiligen Übungseinheiten sollten - wie Ana auch schreibt - grundsätzlich nur mit dem Hundeführer erfolgen, wie etwa durch zerrspiele, ball werfen oder futterbelohnung. je nachdem auf was der jeweilige Hunde "steht".

"Ableinen und Liegenbleiben" haben wir damals auch schon relativ zeitig angefangen zu üben. je nachdem wie weit der Hund war. das unangeleinte liegenbleiben auf distanz klappte bei uns auch nicht einwandfrei. nicht etwa wegen "ungehorsam" sondern Diego seiner absolut starken bindung an mich. solange auf dem platz keine anderen personen oder hunde sind, gehts eigentlich prima aber sobald sind in diego seinem radius von ca. 10 meter andere aufhalten, kommt er schon nach relativ kurzer zeit zu mir gelaufen, na wenigstens dass und nicht zu anderen hunden :)

Bei deinem Problem Uta würde ich dir das anlegen einer leichten leine ohne schlaufe oder eines stricks empfehlen. Es sollte dann eine weitere person hinter finn stehen wenn er abliegt, damit diese person dann eingreifen kann, wenn finn hinterher oder woanders hin laufen will. Diese person sollte dann aber auch eingreifen können, wenn du finn abrufst und er zu den anderen hunden laufen will. dass dies möglich ist, haben wir auf unseren hundesportplatz gesehen, wenn jetzt jemand sagt, dass auch diesen bereich die andere person nich abdecken kann. ist nur eine frage der "organisation" :wink:

Diego hat zumindest zum damaligen Zeitpunkt den Hundeplatz nicht als sein Revier angesehen. natürlich war er zeitweilig der "anführer" unter den freilaufenden Hunden aber eine Territorialaggression hat er nie an den Tag gelegt.

Für die hier beschrieben situationen ist es durchaus sinnvoll ein neues thema wie etwa "erziehung" oder "ausbildung" zu eröffnen :)

Die Ausbildungseinheiten die du beschreibst Uta sind fast dieselben wie bei uns damals auf dem Hundeplatz (Gruppenarbeit). Ich habe dabei jedoch fesgestellt, dass wir hier bei uns in der umgebung dabei aber eine ausnahme dargestellt haben. auf den meisten übungsplätzen in unserer Region befinden sich maximal 2 hunde und besitzer auf dem Übungsplatz. der rest ist in boxen oder spazieren. die beiden hunde auf dem platz: die haben immer und immer wieder die BH bis zum Abwinken auswendig gelernt, dabei lag einer ab und der andere lief das schema. und anschließend wurde selbstverständlich getauscht. von solch` einer art der Hundeausbildung bin ich auch kein freund, sondern sehe auch eher den spaß im vordergrund und nicht den absoluten gehorsam. den gehorsam müssen sie auch haben, wenn eben mehrere hunde und besitzer auf dem platz sind.

Den Vorteil - den ich bei meiner Hundeausbildung sehe - ist der, dass Diego gelernt hat auch in Anwesenheit anderer Hunde seine aufmerksamkeit - wenn ich es will - nur mir zu geben und die kommandos auszuführen, die ich von ihm verlange.

Das du mit finn ein rangordnungsproblem hast, hab ich dir ja schon per e-mail geschrieben, du solltest daher verstärkt an deiner bindung zu finn arbeiten. warum du das hast, wurde ja bereits geklärt :wink: daher musst du zukünftig in allem was du von finn willst durchsetzen und das heißt immer und wirklich immer, egal was ist, konsequent sein. auch beim zurückrufen. dann kann er eben nicht ohne schleppleine laufen, du musst durchsetzen was du von ihm verlangst.

Liebe Grüße

Liane

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