Cooper wird erwachsen

Perro de Pastor Mallorquin
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Bailey
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Beitrag von Bailey »

Nur mal eben kurz (hab nicht viel Zeit):
Mein Tip, viel mit Finn alleine zu unternehmen ist zur besseren Bindung von euch Zweien gedacht. Es geht mir nicht darum, daß er dann "alles" kann, sondern, daß Du Dich dann ganz in Ruhe und alleine konzentriert mit Deinem Hund beschäftigst.

Corydoras

Beitrag von Corydoras »

Huhu!

Ich persönlich sehe ehrlich gesagt NIRGENDS in deinen Ausführungen ein Problem mit deinem Hund oder mit deinen Führungsqualitäten...

Im Gegenteil, ich bin echt baff, was deiner alles mitten in der Pubertät kann!
Meiner konnte vorher (fast) alles, ab dem 8. Monar NICHTS mehr. Ich musste wieder komplett bei NULL angfangen.

Jetzt ist er 20 Monate, aber Hundegassenlaufen oder bei Fuß gehen ist alles nicht drin ohne Leine. Ich übe zwar nicht auf dem Platz, sondern im Alltag und nur in natürlichen Situationen, da dauert das sicher alles länger. Aber selbst von den Hundeschulenjunghunden die ich kenne hat solche anspruchsvollen Übungen kaum einer drauf.

Bei der Bleib Übung erziele ich jetzt gerade mit 20 Monaten die ersten wirklich erwähnenswerten Fortschritte und dachte da schon, stolz drauf sein zu können :???: Ebenso das bei Fuß gehen... ich habe zwar die Erfahrung gemacht, dass er es theoretisch schon lange könnte, denn wenn ich den Schlüsselbund drohend klappere (in Extremfällen schmeiß ich das Ding auf den Boden), aber mit solchen Methoden möchte ich nicht dauerhaft arbeiten, besonders nicht in der Pubertät, wenn der Hund geistig noch nicht gefestigt ist.

lg
Cory

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Donna
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Beitrag von Donna »

Hallo Cory und ein Hallo an Bailys und Liane,
ALSO:
Ich sag ja, beschweren kann ich mich nicht, ich halte Finn für ziemlich intelligent und er hat sicher auch viel gelernt. Nur sehe ich halt an einigen Stellen Probleme, die ich gerne an der Wurzel packe, BEVOR sie zum wirklichen Problem werden. Das im Feld nicht auf Komando zurückkommen ist für mein Hundehalter Verständis absolut untragbar. Ich möchte auch nicht, dass ein unangeleinter Hund (dieser Größe dann auch noch) im Feld auf mich zu kommt und weit und breit kein Mensch zu sehen). Ich hab da einmal Angst, dass meinem Hund was geschieht, und möchte andereseits keinem anderen Angst machen. So: daran arbeiten wir mit Schleppleine, und hoffen auf Besserung. Das gehört eben mit zu seinem Ranordnungsproblem mit mir, er hält es manchmal nicht für so wichtig sofort meinem Befehl zu gehorchen. Dazu gehört auch, dass er trotz anderer Hunde eben sofort zu mir kommt eben beim *Gassenlaufen*. Ablegen lässt er sich, schießt aber mit jedem anderen Hund der abgerufen wird hoch und zu ihm hin, bzw. wenn ich ihn rufe kurz in meine Richtung und dann ab zu den Hunden.
Gestern in der Hundeschule war die Dogge nicht da, und Finn hat für seine Verhältnisse ganz gut mit mir gearbeitet, beim Ablegen hat allerdings die Trainerin hinter ihm gestanden mit Leine in Hand, und hat ihn nach Abruf erst auf dem letzten Stück zu mir losgelassen ... hat dann auch funktioniert. Heute Spazierrunde mit Finns Freundin und Besitzerin plus meinem Mann und mir : wunderbar hörender Hund, ließ sich auch von mir abrufen und im Gehen ablegen . Haben dann auch mit der Hündin geübt, Finn am Wegrand abgelegt, ich auf andere Seite und die Hündin immer dran vorbei. Klappte wirklich super. Man kann ihm dann auch ansehen WIE Stolz er selber ist, die Rute kann er dann noch ein Stück höher tragen und den Kopf auch :-) Finn läuft außerdem besser ohne als mit Leine bei Fuß, an der Leine ist bei Fuß häufig was Zug drauf, da fühlt er sich wohl beengt.
Unsere Hundeschule ist übrigens die da [Nur registrierte Benutzer können diesen Link sehen]
und da geht auch alles ohne drohen.
Ich gehe da nun allerdings vom Platz, wenn die anderen auf diesem Platz spielen, auch wenn die Dogge nicht da ist... er soll wirklich wissen dass da gearbeitet wird. Ich hoffe nun nur, dass es mit der Dogge in der Runde nicht zum Dauerstress wird.

lieben Gruß
Donna

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Donna
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Beitrag von Donna »

Hallo,

noch mal ganz kurz von mir :-) :


Dieses Territorialverhalten, habt ihr nen Tip wie man das steuern ( also z.B. auf Hundeplatz ) in den Griff bekommen kann? Ich möchte meinen Hund nicht *umerziehen*, nicht dass ihr das falsch versteht, aber ein stressfreies miteinander in verschiedenen Situationen ist mir schon wichtig.
lieben Gruß
Donna

Sergio

Beitrag von Sergio »

Donna hat geschrieben:Hallo,

noch mal ganz kurz von mir :-) :


Dieses Territorialverhalten, habt ihr nen Tip wie man das steuern ( also z.B. auf Hundeplatz ) in den Griff bekommen kann? Ich möchte meinen Hund nicht *umerziehen*, nicht dass ihr das falsch versteht, aber ein stressfreies miteinander in verschiedenen Situationen ist mir schon wichtig.
lieben Gruß
Donna


Schwierig......Das Territorialverhalten - wie Ihr das nennt, also Agression und Doninanz gegenüber Artgenossen, anderen Tieren, unbekannten Menschen und in unbekannten Situationen ist bei vielen Ca de Bestiars teilweise noch extrem ausgeprägt.

Für den ursprünglichen Lebensraum und Haltungszweck dieser Rasse waren diese Eigenschaften stets überaus erwünscht.

Was viele Hunde da wohl noch über viele Generationen in Ihren Genen tragen ist wahrscheinlich nur schwer mit ein paar Übungen auf dem Hundeplatz rauszubekommen bzw. man weiss oft nicht was auch in einem scheinbar perfekt erzogenen Hund so schlummert und in einer unerwarteten Situation plötzlich zum Vorschein kommt.....

Einem richtigen Gebrauchsjagthund den Jagtinstinkt abzugewöhnen ist wahrscheinlich auch irgendwie machbar aber wohl weitaus schwieriger als bei Nichtjagthunden..........

Habe das gleiche Problem mit meinen Hunden (17 Monate und 8 Jahre) die beide obwohl sozialisiert recht scharf gegenüber allem Fremden und absolut unverträglich mit anderen Hunden sind. Das geht soweit das ich die beiden obwohl zusammen aufgewachsen nicht mehr zusammenlassen kann weil das sofort in üble Beissereien ausartet - Grund dafür ist auch das beide sehr dominant sind und sich - auch Ca typisch - keiner dem anderen unterwirft.

Ich arbeite - besonders mit dem Kleinen - viel daran weil ich Ihn oft mitnehmen muss wenn ich unterwegs bin. Das klappt auch sehr gut aber man muss halt viel Geduld haben und Ihm immer wieder liebevoll aber klar zeigen wer der Herr ist.

Was allerdings klar sein muss ist das aus solchen Hunden nie blinde Befehlsempfänger werden. Um mit Ihnen dauerhaft glücklich werden zu können muss man sich auf Ihre Art einstellen und bestimmten Situationen vorrausschauend sein beziehungsweise Ihnen wenn möglich aus dem Weg gehen.

Problem allgemein ist das der Ca ein sehr intelligenter Hund ist von dem immer erwartet und begrüsst wurde in bestimmten Situationen eigene Entscheidungen zu treffen was häufig mit Trotz und Ungehorsam verwechselt wird.

Diese "Entscheidungen" sind meist nachvollziehbar aber passen teilweise nicht in die heutige Zeit und können zu Konflikten führen.

Ein anderes Problem ist das der Ca ein sehr domininanter Hund ist der sich schwer unterordnet und einen ebensolchen Herrn braucht um Ihn zu akzeptieren.

Es ist darüberhinaus kein Hund für feste "Unterichtszeiten" und stupides Einüben und Wiederholen irgendwelcher Kommandos in denen er selbst keinen Sinn sieht. Gerade junge Cas regieren da oft sehr sensibel, gestresst und schnell überfordert mit der Situation. Wenn man das nicht erkennt und immer weiter macht ist der Hund dann schnell verdorben ........

Besser weniger aber öfter üben und mit Zeitabständen und nicht zu festen Zeiten.....

Und wenn man sich nicht wirklich 100% sicher ist wie der Hund in bestimmten oder unerwarteten Situationen reagiert gehört er unter allen Umständen an die Leine! 10 meter Schleppleine ist Ok aber halt schauen das man sie auch in der Hand hat wenns nötig sein sollte........

Ich denke das ist man sich selbst, dem Hund und anderen schuldig.....

Oder wenn man das alles vorher schon weiss und gerne auf dem Hundeplatz und in Spielgruppen ist und auf ein gutes Verhältnis zu anderen Hundehaltern wert legt und eher so der soziale Typ ist sich vielleicht vor der Anschaffung doch für eine andere Rasse entscheiden weil der Ca de Bestiar ist und war noch nie ein einfacher Hund.....


Und auch immer daran denken das der Ca extrem lange braucht um erwachsen zu werden was oft bis zum Alter von 4 Jahren dauern kann. Ist also noch viel zum positiven oder auch zum negativen drinn......

Ich persönlich setze bei argressiven und sehr dominanten Hunden unterstützend Bachblüten ein und bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.....
Zuletzt geändert von Sergio am 30. Jan 2008, 23:05, insgesamt 1-mal geändert.

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imme
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Beitrag von imme »

Einem richtigen Gebrauchsjagthund den Jagtinstinkt abzugewöhnen ist wahrscheinlich auch irgendwie machbar aber wohl weitaus schwieriger als bei Nichtjagthunden..........

So etwas kann man nicht "abgewöhnen". Jagdtrieb, Territorialverhalten usw. sind im Wesen des Hundes verankert. Alles, was man tun kann, ist von vornherein in der Sozialisation darauf zu achten, dass man Verhaltensweisen, die man selber nicht wünscht, in ihrer Reifung nicht noch weiter unterstützt. Später kann und muss man in einem solchen Fall ewig dagegen anarbeiten.

Was du aber tun kannst, ist Finn zeigst, dass du brenzliche Situationen mit anderen Hunden regelst und nicht er. Generell solltest du dich aber damit abfinden, dass er eben ist, wie er ist.

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Donna
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Beitrag von Donna »

Hallo in die Runde, oder hier aus NRW ein Alaaf :-)
( wenn ich nun auch die nächsten Tage wieder mit dem Auto zum Feld fahre mit Finn, weil die netten Jecken ewig ihre kleinen Flaschen auf die Straße pfeffern und überall Scherben liegen...)

Erst mal vielen Dank für eure Antworten.
Ich halte Finn nicht für aggresiv. Es war das erste Mal, dass er so auf einen anderen Hund reagiert hat. Noch kann ich nicht einschätzen ob das nun wirklich Territoralverhalten ist, wie die Trainerin meinte, oder ob er nun mit 15 Monaten anfängt eine Rüdenunverträglichkeit aufzubauen.
Mein Hund muss nicht mit jedem Spielen und sich mit jedem vertragen. Bisher war es so, und vom ersten Tag an wo wir ihn bekommen haben, hatte er immer wieder Kontakt zu den unterschiedlichsten Hunden, und bisher hat er sich mit jedem verstanden.
Mir ist klar, dass sich das ändern kann. Habe die Aktion mit der Dogge allerdings wirklich auf das eingezäunte Gebiet zurückgeführt wie die Trainerin auch. Daher war ja meine Frage, ob ihr nen Tipp habt, wie man das etwas eingrenzen kann. Bei uns auf dem Grundstück ist das ja in Ordnung, wenn der *keine anderen Götter neben sich haben will* :-) , auf dem Hundeplatz natürlich nicht so klasse. Auch wenn ich da nun nicht mehr mit ihm spiele, würde ich die ablegübungen gerne machen ohne Angst zu haben, dass er dann auf die Dogge ( oder eben einen anderen Hund ) losgeht.
Finn ist ja nicht reinrassig, obwohl mehrere Labradorbesitzer und die Trainerin der Meinung sind, dass er wohl doch eher reinrassig oder zumindest was anderes als ein Labradormix wäre. Ich weiß es nicht, ich liebe meinen Hund und der Rest der Familie auch. Sturköpfe (eben wegen Intelligenz) sind wir gewöhnt unser Riesenschnauzer war auch einer der Sorte, der immer erst hochguckte und mit den Augen frage: und warum soll ich das machen?
@Imme: Wie hätte ich das mit der Dogge denn regeln sollen? Die haben sich kurz beschnuppert, kurzes Laufen und dann ging es los mit wildem Gebell und Geschnappe. Pasiert ist nix, ich bin ja dann mit Finn vom Platz.
Wie reagiert ihr denn da ?
lieben Gruß
Donna

Corydoras

Beitrag von Corydoras »

Es ist darüberhinaus kein Hund für feste "Unterichtszeiten" und stupides Einüben und Wiederholen irgendwelcher Kommandos in denen er selbst keinen Sinn sieht. Gerade junge Cas regieren da oft sehr sensibel, gestresst und schnell überfordert mit der Situation. Wenn man das nicht erkennt und immer weiter macht ist der Hund dann schnell verdorben ........

Das trifft bei Cooper voll und ganz zu... das ist auch der Grund, warum ich (fast) nur in der Situation übe und keine isolierten trainingseinheiten durchführe. Darum erstaunt es mich auch immer wieder, dass einige hier meinen, der Ca sei absolut arbeitswillig und müsse ganz furchtbar ausgelastet werden mit Denkspielen und so. Das sind dann wohl eher Cas, die nach dem Hütehundschlag kommen, nehme ich an? Denn kein echter HSH führt freiwillig Denkspiele und Obidience-Übungen aus. Kann es da wirklich innerhalb einer Rasse solch krasse Unterschiede geben?

lg
Cory

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manja
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Beitrag von manja »

Donna hat geschrieben:Wie hätte ich das mit der Dogge denn regeln sollen? Die haben sich kurz beschnuppert, kurzes Laufen und dann ging es los mit wildem Gebell und Geschnappe. Pasiert ist nix, ich bin ja dann mit Finn vom Platz.
Wie reagiert ihr denn da ?
lieben Gruß
Donna


hallo donna,

auf dem hundeplatz hätte ich wie du reagiert, denn da kann man so eine situation schlecht austesten weil ja noch andere hundebesitzer da sind die mit den übungen weitermachen wollen.
und genau darum bin ich kein grosser hundeplatz-fan, ich arbeite lieber im alltäglichen umfeld.

wenn es bei unseren waldspaziergängen zu so einer ähnlichen situation kommt, kommt es drauf an wie der andere hundehalter so drauf ist.
manche gehen lieber gleich auseinander bevor etwas passiert, andere sind eher wie ich , wir beobachten und lassen die hunde erstmal ihr protzgehabe unter sich ausmachen - aber damit meine ich natürlich nicht eine böse beisserei!

ich weiss auch nicht wie bösartig es bei finn und der dogge war weil für mich klingt "wildes gebell und geschnappe" nach diesem typischen rüdenverhalten welches ja nicht unbedingt heissen muss dass sie sich an die kehle gehen.

wenn man so etwas aber vermeiden will ist auseinander und weg gehn (oder in deinem fall vom hundeplatz gehn) immer die beste lösung!

@sergio
welche bachblüten gibst du und gibst du die tropfen regelmässig oder je nach bedarf?
ich hatte buju an sylvester wegen seiner böller angst resque drops gegeben, zusätzlich bekam er aufbauend schon zwei wochen vorher noch andere planzliche tropfen. ich weiss leider den namen nicht mehr aber es war alles mögliche an beruhigenden planzen drin, ich hatte aber das gefühl dass es nicht wirklich viel genützt hat.

lg

Sergio

Beitrag von Sergio »

@sergio
welche bachblüten gibst du und gibst du die tropfen regelmässig oder je nach bedarf?
ich hatte buju an sylvester wegen seiner böller angst resque drops gegeben, zusätzlich bekam er aufbauend schon zwei wochen vorher noch andere planzliche tropfen. ich weiss leider den namen nicht mehr aber es war alles mögliche an beruhigenden planzen drin, ich hatte aber das gefühl dass es nicht wirklich viel genützt hat.

lg[/quote]
Hallo Manja,

Gegen Agressionen gebe ich mit gutem Erfolg HOLLY.

Einahme sollte regelmässig erfolgen.

Zum Anfangen gibst Du morgends 5 - 10 tropfen am Nacken direkt auf die Haut und dann nochmal über den Tag verteilt 2 x 5 - 10 Tropfen ins Trinkwasser.

Viele Hunde wollen das komischerweise dann nicht mehr trinken. In diesem Fall kannst Du die Tropfen in einer kleinen Tropfflasche in Wasser mischen und Sie dem Hund direkt ins Maul geben.

Der Hund sollte nach ca. 3 Tagen merklich ruhiger werden leichter zu handhaben sein und seine Agressionen besser kontrollieren können oder eine Kontrolle von aussen leichter zulassen.

Jetzt reichen dann auch 2 x 5 - 10 Tropfen am Tag direkt auf die Haut.

Alle Bachblüten helfen natürlich nur wenn auch wirklich Symptome da sind d.h. der Hund in diesem Fall aggresive Neigungen zeigt - Anlagen hat bzw. wenn Sie keine Wirkung zeigen liegt das Problem woanders.

Bueno, das Zeug ist harmlos und man kann es ruhig mal ausprobieren allerdings sollte man schon etwas Ahnung von haben und nicht einfach so drauflos probieren.

Um Dir geeignete Bachblüten gegen die Angstzustände Deines Hundes zu empfehlen kenne ich Ihn leider zu wenig......

Das von Dir angesprochene Rescue Remedy ist sinnvoll wenn der Schaden schon eingetreten ist also Schock, nach extremen Angstattacken etc. aber ist weniger geeignet zur Vorbeugung ausser z.B bei extemer Allergie.

Um vorbeugend was zu machen müsstest Du also ganz genau wissen was ein Angsttyp Dein Hund ist z.B. allgemein ängstlich, nur in bestimmten Situationen, sensibel, Angst wg. irgendeinem Trauma/Erlebnis in seinem Leben. Also schwierig übers Internet......


Saludos
Sergio

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Donna
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Beitrag von Donna »

Ihr seid einfach Klasse, das muss ich nun mal loswerden hier :goldcup:
Mir ist klar, dass es schwierig ist, das so über Geschriebenes einzuschätzen.
Also nochmal einen Versuch:
Finn spielt wild, da habe ich schon ein paar mal gedacht dass das schief gehen könnte wenn er an den falschen Rüden kommt. Er lässt dem anderen keine Zeit sich zu präsentieren, er hüpft einfach drauf los und spielt. Mit der Dogge war das nun wirklich wohl ein Machtkampf und kein Spiel.
Ich kann die Dogge nicht einschätzen, ist halt größer als Finn, Rüde, und lässt sich nicht einfach beseite schieben. Finn ist kastriert, und hat keine Hemmung gezeigt trotz Gebrumm und hochgezogenen Lefzen die Dogge zu rempeln und anzupöbeln. Mich verunsichert da eben ein wenig Sergios Beispiele, dass seine Hunde nicht aufgeben, sich also nicht unterwerfen. Bisher war es so, dass Finn anerkannt hat, wenn der andere der Stärkere war und es war ok. Nun ist er aber in dem Alter, wo ich weiß, dass es sich ändern kann und ich konnte nun auch nicht einschätzen, ob die beiden das hätten unter sich ausmachen können, ohne dass es eine richtige Beisserei gegeben hätte. Ich war froh als wir sie auseinander hatten und nichts passiert war. Wie entscheidet ihr in solchen Momenten, ob die das selbst austragen können, oder ob ihr sie trennt? ( kann sein, dass sich das für euch blöde anhört, aber ich merke eben bei Finn die Art von 0 auf 100 von jetzt auf gleich. Und dann noch dazwischen zu gehen könnte haarig werden, und unsere früheren Hunde, haben mir vorher schon gezeigt, ob sie mit dem anderen klar kommen oder nicht. Da muss ich Finn noch besser einschätzen lernen.
lieben Gruß
Donna

Sergio

Beitrag von Sergio »

Donna hat geschrieben:Ihr seid einfach Klasse, das muss ich nun mal loswerden hier :goldcup:
Mir ist klar, dass es schwierig ist, das so über Geschriebenes einzuschätzen.
Also nochmal einen Versuch:
Finn spielt wild, da habe ich schon ein paar mal gedacht dass das schief gehen könnte wenn er an den falschen Rüden kommt. Er lässt dem anderen keine Zeit sich zu präsentieren, er hüpft einfach drauf los und spielt. Mit der Dogge war das nun wirklich wohl ein Machtkampf und kein Spiel.
Ich kann die Dogge nicht einschätzen, ist halt größer als Finn, Rüde, und lässt sich nicht einfach beseite schieben. Finn ist kastriert, und hat keine Hemmung gezeigt trotz Gebrumm und hochgezogenen Lefzen die Dogge zu rempeln und anzupöbeln. Mich verunsichert da eben ein wenig Sergios Beispiele, dass seine Hunde nicht aufgeben, sich also nicht unterwerfen. Bisher war es so, dass Finn anerkannt hat, wenn der andere der Stärkere war und es war ok. Nun ist er aber in dem Alter, wo ich weiß, dass es sich ändern kann und ich konnte nun auch nicht einschätzen, ob die beiden das hätten unter sich ausmachen können, ohne dass es eine richtige Beisserei gegeben hätte. Ich war froh als wir sie auseinander hatten und nichts passiert war. Wie entscheidet ihr in solchen Momenten, ob die das selbst austragen können, oder ob ihr sie trennt? ( kann sein, dass sich das für euch blöde anhört, aber ich merke eben bei Finn die Art von 0 auf 100 von jetzt auf gleich. Und dann noch dazwischen zu gehen könnte haarig werden, und unsere früheren Hunde, haben mir vorher schon gezeigt, ob sie mit dem anderen klar kommen oder nicht. Da muss ich Finn noch besser einschätzen lernen.
lieben Gruß
Donna


Das mit dem wilden Spiel ist ein altbekanntes Thema und vielleicht auch einer der Gründe warum der Ca oft keinen Welpenschutz geniesst und man wahnsinning auf die Welpen aufpassen muss aber das ist ein anderes Thema....

Ist Finn eigentlich ein richtiger Ca? Eigentlich sollte die Kastration im Junghundalter die Rüden eigentlich verträglicher und weniger dominant machen aber beim Ca de Bestiar hatte ich da immer meine Zweifel. Habe damit andererseits auch keine grosse Erfahrung weil lieber würde ich mich selber.......

Auf der anderen Seite ist er jetzt in einem Alter wo das mit Beissereien - soweit der Trieb (noch) vorhanden - langsam losgeht.
Normalerweise so ab 14 monaten aber oft bei den Spätentwicklern auch viel viel später.........

Ich denke im Moment ist es zu früh sich ernsthaft sorgen zu machen. Beobachte mal kritisch wie sich das so weiterentwickelt.

Man muss da auch zwischen so normalen pubertären Hunderaufereien die oft schlimm aussehen aber danach ausser ein paar Haarbüscheln weiter nichts fehlt und richtigen Beissereien unterscheiden.

Der Ca de Bestiar ist im Kampf meist zunächst mal abwartend geht dann aber oft sehr direkt und effektiv vor und Beissereien sind meist mit 2 - 3 Bissen entschieden die oft gezielt in Gesicht, Beine und auch direkt ins Hals und Brustbereich gehen und den anderen Hund so schnell kampfunfähig machen.

Da sind dann normalerweise ernstere Verletzungen und der Tierarztbesuch unumgänglich.......

Falls Du eines Tages so ein Verhalten bei Finn feststellen solltest sollte dann Ende mit lustig sein.

In dem Fall ist dann Vorsicht im Umgang mit Artgenossen angesagt und der Hund gehört in solchen Situationn dann an die Leine weil ich glaube Du tust Dir und auch anderen Hundehaltern die Ihren Hund genauso lieben wie Du Deinen keinen Gefallen und auf dem Hundeplatz hast Du dann auch nicht mehr so viele Freunde....

Habe jetzt meinen kleinen Ca soweit das er sich nicht mehr direkt auf andere Hunde stürzt und auch auf Agressionen von anderen Hunden immer weniger reagiert aber immer ausserhalb der Finca an der langen Leine und solang ich mir nicht 100% sicher bin das er sich freilaufend genausso benimmt (möglicherweise nie - aber ich kann das erst in ca. 2 Jahren sicher sagen) bleibt er da auch - sorry......

In dem Fall das Finn sich so entwickelt musst Du halt alles unternehmen diese Anlagen nicht zu tolerieren oder gar noch zu fördern......

Der Hund muss uneingeschränkten Respekt vor Dir haben und Frauchen findests halt nicht Ok was er macht und Punkt.

Und vorrausschauend auf Situationen zugehen ist immer die beste Konfliktvermeidung. Wenn es dann doch mal zu einer richtigen Beisserei kommt geh auf keinen Fall dazwischen und versuch die Hunde zu trennen weil das bei einem wütenden Ca de Bestiar - wie bei allen anderen Hunden auch - gefährlich für Dich selbst sein könnte.

Aber wie gesagt, vielleicht handelt es sich bei Finn nur um harmlose Junghundraufereien und das alles ist ohne Bedeutung.

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Bailey
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Beitrag von Bailey »

@ Corydoras:

Auf Deine Frage: Kann es innerhalb einer Rasse so große Unterschiede geben?
Ja, die gibt es. Der Ca de Bestiar hat eine min. 5 Jahrhunderte alte Geschichte. Den Rassestandard gibt es aber erst seit ca. 30 Jahren!
Der CdB ist ursprünglich ein "Bauernhund", also zuständig für alles auf dem Hof. Wachen, Schützen, Hüten. Dementsprechend gibt es ihn als Allrounder, aber auch spezialisiert auf die einzelnen Bereiche.
Erst seitdem es die FCI-Anerkennung gibt, wird er auch "sanfter" gezüchtet.
Da diese Rasse eine geringe Population aufweist und zudem viele CdB-Liebhaber Gegner dieses FCI-Standards sind, sind auch heute noch alle o.g. Typen vertreten.


@ Donna:

Meine Meinung zu Beißereien:
Ich gehe immer dazwischen. "Das machen die schon unter sich aus!" endet nach meiner persönlichen Erfahrung immer böse...
Bei CdBs habe ich da keine Erfahrung, aber bei vielen anderen Rassen und Mischungen.
Zunächst rede ich mit dem anderen Hundehalter, dann versuchen wir uns hinter unseren Hunden zu positionieren und auf Zuruf greifen wir beide gleichzeitig die Hinterbeine unserer Hunde und ziehen sie so auseinander. Niemals alleine Reingreifen oder gar ins Halsband!

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Donna
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Beitrag von Donna »

:-) ist das schön, wenn die Kinder Karneval statt Schule haben , da hat man so richtig Zeit ...
Finn ist ein Hund von der Tierhilfe und kommt von Mallorca. Er war als sehr groß werdender Mischling von Ca und Labrador angegeben. Wir haben ihn mit 7 wochen bekommen, als handvoll Hund :-). Schon in diesem Alter war seine Art zu spielen sehr wild ( nix von dem ersehnten Kuschelhund den die Kinder erwartet hatten, der hat ganz ordentlich gepiesakt).
Finn ist kastriert, weil er richtig in Stress kam: er hat nicht mehr gefressen, massiv abgenommen, jeden Hund bestiegen, beim Spazierengehen nur noch Schnauze auf Erde und Ohren auf durchzug.
Also sofort, generell und ohne Probleme hätten wir das auch nicht gemacht.
Und natürlich ist für mich klar, dass ein Hund der sich mit anderen nicht verträgt dementsprechend gehalten werden muss.
Unser Riesenschnauzer war auch ein Rüde dieser Gattung, er mochte keine anderen Hunde (außer seinem Bruder....) Mein größter Horror sind Hundebesitzer die ihre Hunde einfach frei laufen lassen und von weitem rufen : Der tut nix. Ich mit meinem an der Leine dann zurückgerufen: meiner aber ...... Dabei war er der absolut liebste Haus und Familienhund, liebte unsere Kinder abgöttisch, keiner kam an den Kinderwagen ohne unser Beisein und sein Lieblingsplatz war neben dem Kinderbett. Also für uns ist es kein Problem auch mit einem Hund klar zu kommen, der keine anderen Hunde mag. Ich finde nur gerade diese Phase des Einschätzens schwierig. Einerseits möchte ich ihn spielen lassen und anderseits möchte ich nicht dass es erst zu einer wilden Beisserei kommt.
An der Leine lass ich Finn gar nicht an andere Hunde, und seit dem ich da sehr konsequent bin (weil er auch immer gleich stürmisch hüpft und dann ein Leinenkuddel entsteht) kann ich mit ihm an Leine ohne weiteres an Hunden vorbei, ohne dass er da was zu sagt. Nur ohne Leine hat man schlechte Karten wenn es funkt. Lässt du deinen denn an der Schleppleine spielen? ( die verheddern sich da doch, oder? )
nochmal lieben Gruß
Donna

Corydoras

Beitrag von Corydoras »

@Bailey

Dankööö für die Erklärung! :-)

@Donna

Dein Heimatort hat ja nen lustigen Namen! :lol:

zum Thema:

Ich würde das nicht so eng sehen mit dem Rüdengehabe, als ob jede kleine Prügelei gleich bedeutet, dass sich die Hunde auch beißen. Meiner läuft täglich frei, ich suche extra Gebite auf, wo alle ihre Hunde frei laufen lassen und es dementsprechend auch keine probleme damit gibt, dass einer den Hund an der Leine hat und der andere nicht und schon die Menschen sich gegenseitig angehen. Dadurch, dass die Leute entsprechend entspannt sind, sind auch die Hunde es - in diesen Gebieten kam es nie auch nur zu einer Rauferei, obwohl ich dort fast täglich unterwegs bin.

Wenn Cooper sich mit anderen Hunden geprügelt hat, dann waren die Besitzer prinzipiell äußerst ängstliche Personen, deren Stimmung sich dann natürlich auch auf deren Hunde übertragen hat (und Cooper reagiert da drauf natürlich ebenfalls).

Aktuellstes Beispiel:

Auf dem Grundstück eines Einfamilienhauses wohnt der Labradorrüde eines Rentnerpärchens. Beide haben fürchterliche Angst vor anderen großen Rüden. Ofts stehen sie am Zaun, um die vorbeilaufenden Leute zu beobachten, wie alte Leute das gern mal tun. Prinzipiell rasteten bisher sowohl Cooper als auch der Labbi jedes Mal aus, wenn wir am zaun vorbeigingen. Sie steigen am Maschendraht hoch, verbissen sich darin, willdes Gebrüll usw. Letztens bin ich an dem Grundstück vorbei und die alten leute waren das erste Mal NICHT am Zaun. Ich habe schon wieder auf das übliche Gekeife der Hunde gewartet, aber was passierte stattdessen: Cooper und der Labbi beschnupperten sich freundlich, gaben sich ein zärtliches Küsschen durch den Zaun und begannen sich gegenseitig anzuspielen!

Auch wenn der Ca ein Hund mit ziemlich hoher Grundschärfe ist, so würde ich das dennoch alles nicht so eng sehen mit dem Rüdengehabe.

lg
Cory

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