Berger Picard

Berger de Picardie
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Berger Picard

Beitrag von Forum »

Aufgrund seiner Bereitschaft, sich mit den Zähnen durchzusetzen, gehört er wirklich nur in erfahrene Hände! Er braucht bekanntlich eine konsequente Erziehung und eine sehr durchsetzungsstarke Bezugsperson. Für Leute mit Kindern ist er deshalb nur sehr bedingt empfehlenswert, auch weil er nur sehr schwerfällig lernt und sich nicht gern unterordnet. Als Rasse mit der wohl höchsten Inzucht neigt er zu verschiedenen Erbdefekten wie auch Untergewicht, und da eine Besamung der Mutterhündin oft nur noch künstlich möglich ist, erscheint der Bestand der Rasse, die auf ganz wenige Exemplare nach dem Krieg zurückgeht, mehr als fraglich.

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Re: Berger Picard

Beitrag von Forum »

Was spricht dafür sich einen Vertreter einer scharfen Hunderasse anzuschaffen? Haben wir nicht schon genug Probleme zwischen Hundefans und Hundefeinden auch bei friedlichen Rassen?
Bereits die Autoren des bekannten Fachbuches "Hunderassen - Merkmale, Haltung, Pflege" schreiben über den Berger Picard: " ...doch gilt er als zu scharf und ist daher nur für Hundeführer zu empfehlen, die sich durchsetzen können."

Wenn man bedenkt, dass sich heute viele Ersthundbesitzer ohne jegliche Fachkenntnisse einen Hund mit 60 cm Größe und darüber anschaffen, ist die Frage, ob die Züchter die Hunde zu leichtfertig an unbedarfte Halter abgeben, mehr als berechtigt. Die Angst mancher Leute vor angriffslustigen Hunden bekommen dann wieder alle Hundehalter zu spüren, auch wenn deren Tiere lammfromm sind. Auch friedfertige Rassen sind im eigenen Garten meist sehr gute Wachhunde, also Finger weg vor unberechenbaren und scharfen Hunden, denn der Ärger ist programmiert.


Ursula Mang schrieb:
> Aufgrund seiner Bereitschaft, sich mit den Zähnen durchzusetzen, gehört er wirklich nur in erfahrene Hände! Er braucht bekanntlich eine konsequente Erziehung und eine sehr durchsetzungsstarke Bezugsperson. Für Leute mit Kindern ist er deshalb nur sehr bedingt empfehlenswert, auch weil er nur sehr schwerfällig lernt und sich nicht gern unterordnet. Als Rasse mit der wohl höchsten Inzucht neigt er zu verschiedenen Erbdefekten wie auch Untergewicht, und da eine Besamung der Mutterhündin oft nur noch künstlich möglich ist, erscheint der Bestand der Rasse, die auf ganz wenige Exemplare nach dem Krieg zurückgeht, mehr als fraglich.
>

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Re: Berger Picard

Beitrag von Forum »

Ich denke nicht, dass sich ein Picard "mit den Zaehnen" durchsetzt! Habe ich auch noch nie gehoert oder bei unserer Picard-Huendin erlebt. Was allerdings stimmt, ist, dass es extrem willensstarke Hunde sind, die ihren Willen aber eher durch komplette Ignoranz des Besitzers ausueben, und dadurch eben ihren Willen doch ausfuehren.
Auch kommen sie sehr gut mit Kindern zurecht (ich selber bin als Kind mit unserer Hundin aufgewachsen) und kann nur betonen, dass sie uns Kinder geliebt hat, weil man als Erwachsener wohl kaum die Energie hat, dem Aufmerksamkeitbeduerfnis und Spieltrieb dieser Hunde nachzukommen. Picards haben extrem viel Energie und die muss irgendwie abgearbeitet werden... :)

Anonymous

Üble Nachrede

Beitrag von Anonymous »

Hi,
ich finde es einfach eine übelste Nachrede, dass sich Picards mit den Zähnen durchsetzen. Wenn ein Hund falsch erzogen wird, kommen oft die Zähne ins Spiel, das trifft aber auf sämtliche Hunderassen zu. Ich habe jedenfalls noch keinen einzigen Picard boshaft erlebt. Bisher wurde ich - auch als Fremde - von Picards immer freundlich empfangen, auch meine Hündin ist zu allen Menschen und Hunden freundlich! Es ist einfach eine Frage der Sozialisierung eines Picard-Welpen (ebenso anderer Wachhundrassen)! Ein Hütehund wie der Picard mit angeborenen Wacheigenschaften muss mit viel Liebe und Konsequenz UND Fingerspitzengefühl erzogen werden, das ist klar, aber es lohnt sich. .... und Kinder mag mein Hund auch!

Anonymous

Re: Berger Picard

Beitrag von Anonymous »

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen. Der Picard ist sicher kein einfacher Hund, aber aggressiv ist er nun wirklich nicht. Und vorallem scheint er mir die Kinderfreundlichkeit in Person zu sein. Unser Picard Rüde ist es jedenfalls. Besonders seine Einfühlsamkeit ist bestaunenswert, so ist er z.B. bei mir bei der Begrüßung äußerst stürmisch, bei Kindern oder alten gebrechlichen Menschen springt er jedoch nie. Überhaupt liebt er Kinder!

Forum hat geschrieben:Bereits die Autoren des bekannten Fachbuches "Hunderassen - Merkmale, Haltung, Pflege" schreiben über den Berger Picard: " ...doch gilt er als zu scharf und ist daher nur für Hundeführer zu empfehlen, die sich durchsetzen können."

Ich würde dieses Buch nicht unbedingt als "bekanntes Fachbuch" beschreiben. Denn es glänzt eigentlich nur durch schöne Fotos. Das ist der Grund warum ich es besitze. Sämtlich Rassen sind in diesem Buch als "scharf" oder "Kämpfer" beschrieben. Hätte ich nur dieses Buch, würde ich mir im Leben keinen Hund anschaffen :wink:

Alles weitere wurde ja schon gesagt. Ich finde auch nicht, dass der Picard ein Anfängerhund ist und die Erziehung gestaltet sich schwieriger als bei jedem anderen Hund mit dem ich bis jetzt gearbeitet habe (darunter waren auch so angeblich schwierige Hunde wie Akita oder Irish Terrier). Aber ich finde gerade das ist das schöne an diesem Hund. Es ist eine Herrausforderung mit ihm zu arbeiten. Stupide Wiederholungen sind nicht drin & er verkauft eben nicht seine Seele für ein Stück Wurst :wink:

Border_Spike
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Beitrag von Border_Spike »

:shock: Scharfer, schwer lernender Hund, der sich mit den Zähnen durchsetzt :shock:
In unserer Agi Gruppe ist eine Picardmischlingsdame (sehr grßer Picard Anteil, Aussehen fast komplett) und die ist total auf ihre Besitzerin fixiert, hat einen super Gehorsam und steht meinem border Collie im Agility in nichts nach. Kann auch super viele (schewierige) Kunststückchen was das schwer lernen nicht gerade bestätigt. Nur hat sie einen ausgebildeten Jagdtrieb. Und besonders wehrhaft mit den Zähnen hab ich sie noch nie erlebt.

Anonymous

Beitrag von Anonymous »

:shock:
ich habe einen picard mit husky-anteil; der ist weder scharf noch lernt er schwer. ok, er braucht eine klare struktur und anweisungen (welcher hund braucht das nicht?) dann lernt er prima und ist mit spaß bei der sache (agility, UO, ...). auch viel auslauf ist, gerade bei meiner mischung, enorm wichtig.
schöne grüße,
bernd.

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