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Seite 2 von 2

Autor:  chow chow- fan [ 09.10.2008 12:04 ]
Betreff des Beitrags: 

Zitat von Lienchen:
Hi.

Was haben Ausstellungen mit Grundkommandos zu tun?
Verstehe ich nicht.

@Lienchen
Natürlich nichts. Ich habe nur auf die Fragen geanwortet^^.
1. Antwort: Ich halte nicht viel von Ausstellungen.
2. Anwort: Ich würde lieber selbst dem Hund die Grundkommandos etc. bei bringen, auf die Frage, ob ich in die Hundeschule gehen würde ^^. Jetzt verstanden? ;)

Na ja, die These die du aufstellst, überzeugt mich überhauptnicht. Man kann nicht sagen, dass JEDER Chow egozentrisch sei und man es vergessen könnte, mit ihm in die Hundeschule zu gehen, etc. Ich kann doch auch nicht sagen, dass JEDER deutsche der eine Glatze hat, ein Nazi ist. Mal ein krasses Beispiel. Nicht jeder Chow ist gleich. Man kann doch nicht alle Chows in eine Schublade stecken, nur weil manche Leute behaupten, sie seien egozentrisch und so weiter.
Sagst du dann auch zu Stafford Terrier, dass sind alle "Kampfhunde", nur weil es Menschen gibt die diese wunderschönen Hunde zu dies machen, was sie eigtl. nicht sein dürfen?
Liebe Grüße

Autor:  Lienchen [ 09.10.2008 13:56 ]
Betreff des Beitrags: 

Hi.

Du verwechselst genetische Disposition mit Fehlerziehung.

Ein Chow ist (gewollt) ein sehr eigenwilliger und eigenständiger Hund. Es ist ein Hund mit großem Dickschädel und sehr starkem Charakter. Auf diese Merkmale hin wurde und wird er gezüchtet. Das ist keine These, sondern eine Tatsache.

Falls Du mir nicht glaubst, schau doch mal auf diese Seite, das ist die offizielle Seite eines Chow-Chow-Zuchtverbandes im VDH:

Dort steht u.a. in der offiziellen Rassebeschreibung: "ausgeprägtes Selbstbewusstsein, eigenwillig und freiheitsliebend" ... "Abrichten im Landläufigen Sinne lässt er sich nicht." (Abrichten entspricht dem üblichen "Sitz-Platz-BeiFuß-Hier" in der Hundeschule)

http://www.chow-chow-acc.de/rasseportrait.htm

Liebhaber des Chow schätzen diese Sturheit und sie akzeptieren auch, dass ein Chow Unterordnungs- und Gehorsamsarbeit nicht schätzt und diese zum Teil schlicht verweigert. Es gilt in Chowkreisen als absolute Ausnahmeleistung, wenn jemand es schafft, mit seinem Chow die Begleithundprüfung abzulegen. Denn wenn ein Chow keine Lust hat, dann hat er keine Lust.

Meine Freundin hat einen Chow vom Züchter und ich habe dadurch, weil sie mit diesem Züchter in Kontakt steht, auch Kontakt zu einigen Chowbesitzern und dem Züchter.
Der Chow meiner Freundin liegt am liebsten den ganzen Tag im Garten oder sonstwo - nicht zu nahe bei seinen Menschen aber auch nicht zu weit von ihnen weg. Beschäftigung irgendwelcher Art mag sie nicht. Sie spielt nicht und von Kommandos befolgen hält sie überhaupt nix. Sie ist nicht zu motivieren und wenn sie keine Lust hat, z.B. auf einen Spaziergang, dann legt sie sich einfach hin und bewegt sich gar nicht mehr. Sie hat nur Augen für den Mann meiner Freundin, von ihm lässt sie sich ab und zu mal streicheln und ihn himmelt sie an. Alle anderen Familienmitglieder behandelt sie wie Luft. Laut Züchter ist sie ein "typischer" Chowchow mit "rassetypischem" Verhalten.
Die Züchterin, die diese Rasse schon seit Jahrzehnten erfolgreich im VDH züchtet war geradezu entsetzt, dass der andere Hund meiner Freundin (ein Chow-Mix) Pfötchen geben kann. Sowas hätte sie bei einem Chow noch nicht gesehen, das könnte man von einem Chow auch nicht verlangen.

Staffordshire Terrier sind von Grund auf freundliche und sehr liebenswerte Hunde. Sie wurden früher mal auf Aggressivität gegen Artgenossen selektiert und in der Tat gibt es in einigen Linien noch heute Probleme mit vererblicher Aggressivität.

Gruß
Lienchen

Autor:  guenter [ 11.10.2008 20:37 ]
Betreff des Beitrags: 

Nun ist doch immer nett wenn man die Meinungen von nicht Chow besitzern so liest :D
Wenn ich den Chow liebe und auch was mit Ihm tun will dann wäre zum Beispiel ein Kurzhaar die Alternative,ein aufgeweckter Kurzhaar macht auch Hundesport trotz seines Dickschädels,ein Chow will immer seinem Menschen gefallen Ihm zuliebe wird er auch einen Ball bringen ,man muss es nur mit Ihm Üben dauert vieleicht länger aber er macht es.Er liebt die leisen Töne mit Gebrüll und Kommandos wird er sich nicht anfreunden.
Und erziehen kann man den Bären auch.Nur sollte man sich von der.......
Ein Chow ist nicht Aggressiv ,es gibt auch keine Agressive Hunde sondern nur Agressive Menschen
gruß :D :D

Autor:  Pandafussel [ 31.10.2008 09:19 ]
Betreff des Beitrags: 

Hallo!
Ich bin durch Zufall auf dieses Forum gestoßen, und hab mich angemeldet gerade angemeldet, weil ich meinen Senf zur Diskussion um den Chow beitragen wollte :lol:

Ich habe seit ein-einhalb Jahren einen Chow-Chow Rüden, (Merlin ist jetzt 19 Monate alt)und ich muss sagen, dass so gut wie alle Vorurteile so nicht stimmen. Sicher ist er ein absoluter Dickkopf, aber man kann ihn sehr wohl erziehen. Er läuft ohne Probleme und ohne zu ziehen an der Leine, er macht Sitz, Platz und gibt auf Pfötchen auf Kommando. Es ist sicherlich schwieriger, ihn zu erziehen, da er nicht ständig auf Herrchen/Frauchen fixiert um einen herumtänzelt um ihm/ihr zu gefallen. Aber wenn man das "Training" so gestaltet, dass es ihm Spaß macht und er einen Sinn darin sieht, ist er sehr gelehrig :)

Außerdem ist er auch relativ aktiv, Gassi gehen liebt er und ab und zu spielt er auch ganz gern Bällchen.

Sicher mag er eine Ausnahme sein, ich kann ja nur von meinem Lütten berichten, aber für mich ist der Chow der perfekt Hund!

Ganz liebe Grüße an alle im Forum :waving:

P.S.: Zum Thema Stubenreinheit, kann ich nur sagen, dass der Chow ein ziemlich reinlicher Hund ist. Als ich Merlin bekam war er schon 100% stubenrein, nicht ein einziges Malheur in der gesamten Zeit. Selbst in seinem Revier draußen macht er kein großes Geschäft, er mag es halt lieber sauber...klingt komisch, ist aber so :cool:

Autor:  chow chow- fan [ 04.11.2008 16:51 ]
Betreff des Beitrags: 

@Pandafussel

Woow das höre ich gerne :). Ich find es klasse, wenn ich von anderen höre, dass der Chow der perfekte Hund ist :). Ich finde diesen Hund auch klasse :). Wo hast du denn den Chow her?
Liebe Grüße

Autor:  burney [ 17.11.2008 14:36 ]
Betreff des Beitrags:  Ein Chow kann alles lernen.Kannst Du es ihm auch beibringen?

@chow chow- fan
eigentlich halte ich mich gerne aus solch weltanschaulichen Diskussionen heraus, weil dort jeder auf der Richtigkeit seiner (EINZIG) richtigen Meinung besteht.
Ich lebe seit Jahren mit vielen Chows und bin selber Züchter (FCI/VDH) dieser Rasse. Einer meiner interessensmäßigen Schwerpunkte ist die Erziehung/ Erziehbarkeit von Chowies..... und deshalb mein wehementer Einspruch an dieser Stelle gegen zwei Punte Deines Vorhabens.

1. Du willst Deinem Zukünfitigem Hund die Kommandos selber beibringen und deshalb auf die Hundeschule verzichten.
2. Du willst einen Hund, welcher bereits deutlich älter ist als 8 Wochen um einen Hund mit etwas trainierterer Blase zu erhalten.

Mach das so.... dann wirst Du eventuell einer derjenigen sein, welcher später mal sagen wird, daß ein Chow nicht erziehbar ist und agressiv sei.
Wenn Du das so machst, dann wirst Du Deinem zukünftigen Lebensgefährten all das nehmen, was er und auch Du für eine gemeinsame und glückliche Zukunft benötigen. In der Sozialisierungsphase werden dem Welpen ALLE Grundlagen für sein späteres Sozialverhalten beigebracht. Du hast also nur die Zeit zwischen der 8ten und 16ten Lebenswoche wirklich intensiv an den Grundlagen der Sozialisierung und Bindung zu arbeiten. Alles was danach mit dem Hund in Sachen Erfahrung und Lernen geschieht, basiert auf diesen Grundlagen. Nimm den Hund also so früh wie möglich zu Dir (8te Woche), nimm Dir Deinen Jahresurlaub ab diesem Moment und lebe mit und für Deinen Welpen..... und gehe mindestens zweimal die Woche in die Hundeschule mit einer guten Welpengruppe (GUT bedeutet mit einer guten Rassedurchmischung und nicht nur mit 20 Golden Retrievern). Sei Dir dessen bewusst, daß das Hauptpensum was dort zu lernen ist von DIR gelernt werden muß. Ein Chow kann alles lernen.... kannst Du es ihm auch beibringen?
Wenn Du in Norddeutschland lebst, kann ich Dir vielleicht ein paar nützliche Adressen geben.
Nimm diese Ratschläge aber nicht als Bestätigung dafür Dir einen Chow zu kaufen. Denn es liegt nicht in Deiner Verantwortung diese Entscheidung zu treffen, sondern liegt in der Verantwortung eines guten Züchters. Sei mir nicht bös' für diese direkten Worte, aber wir (als Züchter) sind verantwortlich dafür, daß die Welpen in die richtigen Hände kommen. Dann haben wir auch das Recht NEIN zu sagen.

Autor:  chow chow- fan [ 21.11.2008 19:19 ]
Betreff des Beitrags: 

Danke für diese ehrliche Antwort. Hilft mir sehr viel weiter ...
Ich wohne im Westen von Deutschland.
Mit der Anschaffung eines Chow's dauert auch noch etwas. Ich hab noch Zeit. Ich will nicht vom einen auf den anderen Tag einen Chow. Ich schau mir die Züchter genauer an, dann werde ich mich entscheiden.

Autor:  guenter [ 23.11.2008 20:55 ]
Betreff des Beitrags: 

@burney
Toll das es solche Züchter gibt :goldcup:
:lol: :lol: :lol:

Autor:  burney [ 24.11.2008 10:26 ]
Betreff des Beitrags: 

@chow-chow-fan
...tut mir leid, daß ich Dich schon wieder so direkt mit meiner kritischen Hinterfragerei nerve, aber auch noch ein dritter Punkt ist mir ein wenig aufgestoßen. Ich kann sicherlich akzeptieren, wenn Du schreibst, nicht viel von Austellungen zu halten. Nicht so toll finde ich es jedoch, wenn Du dieses ohne weitere Erläuterungen tust.
Ich denke, daß man sich über die Wirkung von Austellungen auf den Hund , als auch über deren Funktion in der Hunde- und Züchterwelt im Klaren sein sollte.
Zunächst erst einmal zur Wirkung von Ausstelllungen auf den Hund: Natürlich gibt es Hunde, welche seitens ihre Erziehung und Erfahrungswelt ABSOLUT NICHT für Ausstellungen geeignet sind. Andererseits gibt es auch wieder richtige Talente, welche dort ihren Drang sich zu präsentieren kräftig ausleben und diese Veranstaltungen richtiggehend geniessen. In den meisten Fällen ist das Ausstellungswesen für die Hunde jedoch eine intensiv erlernte Übung, wie jede andere Übung auch.... (sitz, platz, bleibt, fuß, such.....) und ist somit auch mit einem bestimmten Umfang von Streß verbunden. Sein wir doch mal ehrlich. Das ganze Leben des Hundes besteht darin, von uns unter Streß gesetzt zu werden, denn wir versuchen ihn ständig dazu zu bringen diejenigen Dinge zu tun, welche WIR VON IHM wollen. Wir sprechen nicht die Sprache der Hund, erwarten aber daß die Hunde uns verstehen. Wenn wir schon so tun, so sollten wir frühzeitig mit dieser Konfrontation beginnen und diese Dinge und Tätigkeit bereits im Jüngstenalter im Wesens- und Erfahrungsbild des Hundes verankern. Solll heissen: Wenn wir bereits frührzeitig mit unserem Hund in der Jüngsten-Klasse auf Ausstellungen gehen, dann sind diese nicht anstrengender als ein zweistündiger Spaziergang im Wald mit seinen vielen Geruchseindrücken. Auch nach einem solchen Spaziergang ist der Hund i.d.R. erst einma groggy. Wir nehmen unsere Hunde bereit in der Babyklasse mit auf Ausstellungen. Die Folge: Sie sind ALLE absolut Menschen-freundlich und -bezogen, sie haben gelernt auch dort zu entspannen, sie lieben es sich zu präsentieren (... sie sind mitlerweile alle ziemliche Angeber), es geht KEINE Form von Agressionen gegenüber Menschen von ihnen aus.... u.v.m.
Nun zur Funktion von Ausstellungen. Zunächst einmal ganz simpel ausgedrückt: Ohne das internationale Ausstellungswesen, gäbe es all' die schönen Rassen bei den Hunden nicht mehr und die Hunde wären mit deutlich mehr genetischen Krankheiten behaftet als sowieso schon. Die Hunde auf Austellungen haben zwei Zielgruppen. Erstens natürlich die Besucher, welche sich in Kommunikation mit Ausstellern und Züchter-Ausstellern über die Rassen und deren Eigenarten informieren können. Aber auch erste Kontakte mit dem Züchter des späteren eigenen Welpen werden dort oft geknüft. Wo, wenn nicht auf diesen Ausstellungen, hat der Welpenkunde eine derartige Vielfalt von Rasseschlägen einer Rasse und deren Züchter in direktem Zugriff.
Zweitens ist jede Ausstellung auch so etwas wie eine Fachmesse, auf welcher sich die Züchter und Zuchtrüdenbesitzer kennenlernen und austauschen können. Wenn dieses Forum nicht existieren würde, dann würden die meisten Verpaarungen nur noch mit dem eigenen Rüden oder Nachbarshund gemacht werden. Die Konsequenzen daraus sollten hier jedem bekannt sein. Nicht umsonst, kommen die Hunde und Vorfahren unseres Rudels aus 7 Ländern von beiden Seiten des Atlantiks.
Und trotzdem.... ich gebe Dir recht ... nicht jeder Hund.... aber vor allem auch : NICHT JEDER MENSCH ist für Ausstellungen geeignet oder sollte das seinem Hund antun.

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