Plötzliche Probleme in der Mehrhundehaltung

Erziehungsthemen und hündische Verhaltensweisen ab dem Junghundealter.
Antworten
fassersandra99
Forums-Welpe
Forums-Welpe
Beiträge: 1
Registriert: 20. Nov 2021, 21:21
Geschlecht: Weiblich
Hunderasse: Border Collie x Australien Shephard,
Border Collie
Mein(e) Hund(e): Speedy ,
Crazy

Plötzliche Probleme in der Mehrhundehaltung

Beitrag von fassersandra99 »

Hallo Leute, ich hoffe mir kann jemand hier weiterhelfen.
Ich haben 1 Border Collie x Aussie Mix Rüden und 1 reinrassige Border Collie Hündin. Der Rüde kam mit ca 3 Monaten zu mir aus leider schlechter Haltung. Er wurde geschlagen, unterdrückt von seinen anderen Geschwistern und kannte vor mir nur seine Wurfkiste. Kein Gras, Haus, Zuneigung oder sonstiges. Nachdem ich ihn mitnahm prägte er sich sehr stark an mich Er hatte seine Schwierigkeiten aber volles Vertrauen zu mir. Ich war sein Mittelpunkt. Wir gingen gleich Hundeschule, in einen Hundeverein und wir arbeiteten daran. Es wurde besser nur fremde Menschen waren trotzdem schwierig. Ab und zu hatte ich die Hündin meiner Familie (Golden Retriever Hündin) bei mir, die natürlich jeden liebte. Mein Rüde schaute sich sehr viel von ihr ab wenn wir Leute trafen und sie sich streicheln lassen wollte kam mein Rüde dazu und wollte auch. Sie zeigt ihm das die Menschen nichts Böses wollen aber ohne sie sah er in jedem Menschen eine Gefahr.
Nach langer Überlegung entschied ich mich einen Zweithund zu holen.(da die Golden Retriever Hündin krank war und auch paar Monate später verstarb :(..) mein Rüde ist sehr aktiv hatte aber keine Probleme wenn ich arbeiten war alleine zu sein ehrlich gesagt außer fremden gegenüber ein richtiger Traum eines Hundes! Er war ein Jahr und man sagte mir wenn dann bald bevor der Altersunterschied zu groß ist und ich wenn dann jetzt noch die Angst gegenüber Menschen verbessern möchte! Ich entschied mich für eine Border Collie Hündin aus einer Zucht. Showline, vom Verhalten her sage ich heute noch wie ein Golden Retriever. Man rat mir eine Hündin und eine sehr starke da sonst die Gefahr bestehe das der ängstliche Rüde die Hündin auch mit runter ziehe. Also nahm ich eine der willensstärksten des Wurfes. Der Einzug verlief sehr positiv außer der erste Tag da war der Rüde eher sehr fraglich was das jetzt sein sollte :) aber danach wurde es sehr gut. Die Hündin lief meistens ohne Leine, schaute sich alles beim großen ab es war einfach zu schön um wahr zu sein. Es war perfekt.
1 Jahr später trennte ich mich von meinem Ex Freund der sich auch viel um die Hündin mit gekümmert hat. Da fingen die Probleme an. Es war immer klar das es meine sind und er kein Interesse hat die Hündin nach der Trennung zu behalten. Beim Rüden auch nicht da ich ihn schon vor der Beziehung hatte und ich sein Mensch bin. Es stelle sich heraus das sich die Hündin mehr auf ihn geprägt hatte als auf mich. Sie ließ mich sehr spüren das ich nicht ihr Frauchen war. Von einem Tag auf dem anderen folgte sie kein Wort mehr. Ich rief sie sie schaute mich an und lief wieder weg. Sie machte regelmäßig in die Wohnung was vorher nie ein Problem war. Alleine bleiben was vorher auch normal was funktionierte auch nicht mehr sie bellte nur noch. Ich kann nur sagen als hätte jemand den Hund ausgetauscht. Ich wusste ich muss auch zu ihr eine stärkere Bindung aufbauen also verbrachte mein Rüde viel Zeit bei meiner Familie (ist wie ein zweites Zuhause für ihn) und ich verbrachte die meiste Zeit mit ihr allein. Training, spielen, Freunde treffen das übliche halt nur mit ihr. Zwischendrin ging ich auch mit beiden. Er war nur bei der Familie wenn ich mit der Hündin unterwegs war. Mir war wichtig das sie versteht er ist trotzdem noch hier. Man merkte gleich das sie die Zeit mit mir genoss! Sie war wieder wie ausgewechselt! Die Bindung wurde stärker und stärker, das Training positiver und immer besser wir machten mega Fortschritte. Mein Freundeskreis meinte auch ein komplett anderer Hund! Gut also fingen wir wieder an mehr zu dritt zu unternehmen und plötzlich fingen die ersten Probleme wieder an aber diesesmal andere Probleme und zwar z.B. wir gehen spazieren und sehen einen anderen Hund. Beide möchten hin sind aber noch ruhig dann fängt der Rüde bisschen winzeln an oder Schwanz wedeln und schon geht die Hündin auf ihn los. Ich bin es mittlerweile gewohnt aber wenn man das nicht kennt meint man die bringen sich gerade um. Meistens fliegen danach Fellbüschel herum und ein paar kleinere Wunden hatte beide schon. Aber ok wir trainieren weiter und weiter. Aber es bessert sich nichts. Die Eifersucht der Hündin wächst. Mittlerweile kommt es in der Wohnung vor( aus heiterem Himmel einfach aus dem nichts) und ich kann nichts machen ich bin einmal dazwischen gegangen und dabei haben sie mich am Arm gehabt. Welcher es jetzt genau war weiß ich nicht. Auch ein Punkt ist der Rüde ist gesundheitlich nicht der Beste und schläft schon viel er braucht seine Ruhe aber die Hündin lässt ihm keine Ruhe so als würde sie es immerwieder provozieren. Der Rüde lässt sich aber auch alles von ihr gefallen. Ok das geht ja auch alles noch aber es wird leider nicht besser. Mittlerweile kann sie nicht mehr alleine gelassen werde ohne das sie in die Wohnung macht. Ich war spazieren alles erledigt und geh 1h außer Haus. Ich komm zurück und sie hat rein gemacht. Erst vor kurzem gingen wir auf dem Balkon eine rauchen wie mehrmals am Tag dann pinkelt sie einen Meter neben mir einfach auf den Balkon. Bin natürlich gleich hin hab gesagt nein und sie musste rein in die Wohnung (der Rüde durfte bei mir bleiben) das sie versteht das war jetzt nicht richtig. Ok ein paar Stunden später gehen wir wieder raus und sie macht das gleiche. Sie sieht in meine Richtung und pinkelt schön hin. Durch diese Probleme sprach ich mit der Familie und wir vereinbarten das sie nur noch 4h erstmal alleine sind und danach geht die Familie spazieren wenn ich arbeiten bin als Übergang. Nach keine 3h hat sie wieder in die Wohnung gemacht. Wenn sie bei der Familie ist macht sie auch nur noch rein wenn sie nicht immer in der Garten kann. Letztens gingen wir raus eine rauchen und da wir davor spazieren waren ließen wir die Hunde drin in diesen 5 Minuten hat sie auf die Couch gepinkelt. Meine Familie war nicht erfreut und ich war ehrlich gesagt schockiert.
Spazieren ist mittlerweile auch nicht mehr angenehm. Wenn wir einen Hund sehen läuft sie weg oder (das hatten wir alles schon unter Kontrolle) an der Leine geht sie auf den Rüden los. Leinenführigkeit kennt sie gut aber sie zeigt mir das sie nicht brav gehen will. Sie muss immer voran gehen. Wenn ich den Rüden streichle geht sie immer dazwischen. Dann untereinander die zickerein. Ehrlich gesagt bin ich ratlos. Die zwei waren ein DreamTeam. Klar hab ich einiges falsch gemacht bei der Erziehung aber es funktionierte alles trotzdem noch gut. Die Fehler und das die zwei sich nicht mehr verstehen kam mit der Zeit immer ein bisschen mehr aber in den letzten Wochen konnte ich zusehen wie es sich verschlimmert. Ich bin ratlos und weiß ehrlich gesagt nicht mehr weiter. Sie ist ein so positiver Hund und in der so viel mehr steckt aber mir kommt vor das ich ihr das irgendwie nicht geben kann. Ehrlich gesagt habe ich mir auch schon die Frage gestellt ob es besser wäre einen neuen Besitzer zu suchen wo sie einzelhund sein kann. Es bricht mir das Herz der Gedanke und viele werden mich verurteilen dafür aber was bringt es wenn ich ihr nicht das geben kann was sie braucht. Jeder leidet unter diesem Stress vorallem auch die Hunde und das bricht mir genauso das Herz! Und ja ich habe auch schon Hundetrainer mit einbezogen. Wir sind in einem Hundeverein die beide schon seid klein auf kennen aber eine Lösung finden wir nicht! Ich bitte um Ratschläge da ich echt ratlos bin und der Stress auf Dauer keinem gut tut!

Benutzeravatar
Janabaer
Blindenführhund
Blindenführhund
Beiträge: 921
Registriert: 24. Jan 2017, 17:20
Geschlecht: Weiblich
Hunderasse: ,Mischling, Shiba Inu, Chinese Crested Powder Puff
Mein(e) Hund(e): Tomte *1997-11.2.2018, Fiene *2008, Smilla *2016

Re: Plötzliche Probleme in der Mehrhundehaltung

Beitrag von Janabaer »

Das klingt nach einer Kombination von Problemen und zwar ziemlich komplex.

Es ist blöd zu erklären, was ich alles auf keinen Fall gemacht hätte, weil im Nachhinein ist es passiert und lässt sich eh nicht mehr ändern.

Aber prinzipiell ist es meist nicht gut zu einem noch nicht ausgereiften Hund einen Welpen zu setzen. Auch kann schaut ein Welpe sich meist eher was beim Problemhund ab, statt positiv auf ihn ein zu wirken.
Vor allem habt ihr mit dem hin und her „schieben“ der Hunde viel Unruhe rein gebracht, wo vermutlich Stabilität besser gewesen wäre.
Zur Balkonsituation, die du zuletzt beschrieben hast: Ausgrenzen ist nie eine Lösung und in diesem sensiblen Verhältnis erst recht nicht.

Such dir jemanden, der die Situationen vor Ort beurteilen kann. Jede Ferndiagnose ohne die Hunde in den jeweiligen Situationen zu sehen wäre hier grob fahrlässig.

Ich drücke die Daumen, das du eine Lösung findest.

Kimbi

Re: Plötzliche Probleme in der Mehrhundehaltung

Beitrag von Kimbi »

Das liest sich, als wäre die Hündin mit der Situation völlig überfordert.

Such dir einen kompetenten Hundetrainer, der sich mit solchen Sachen auskennt. Verhaltensprobleme lassen sich mit Tipps aus dem Internet eher verschlimmbessern, als wirklich abstellen.

Antworten

Zurück zu „Hunde Erziehung & Verhalten“