Welche Arbeit für einen grossen/schweren Hund? (Dogge)

Rettungshunde und alle anderen "Hilfsnasen"
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Toblerone
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Welche Arbeit für einen grossen/schweren Hund? (Dogge)

Beitrag von Toblerone »

Hallo liebe Rettungshundeführer
Ich würde mich für die Rettungshundearbeit eigentlich sehr interessieren, hätte mit Raya auch einen begabten Hund zur Seite. Aber zeitlich reichte es dafür nie und inzwischen ist sie wohl zu alt dafür. Zumal sie inzwischen auch Gelenkprobleme hat.

Ich würde eigentlich sehr gerne Trümmersuche machen mit meinem nächsten Hund. Nur habe ich mich in die Deutsche Dogge verliebt und so wird wohl auch mein nächster Hund eine DD sein.

Nun ist eine Deutsche Dogge wohl eindeutig zu schwer und zu gross für die Trümmersuche. Aber wenn ich fast täglich erlebe, wie gut Grizzlys Nase ist, er versteckte Freunde sogar vor Raya (mit der ich seit vielen Jahren zum Spass Leute suche) findet, dann bin ich sicher, dass man auch einen so grossen und schweren Hund als Rettungshund ausbilden kann.

Also lange Rede, kurzer Sinn, könnt ihr mir Tipps geben, welche Art(en) von Rettungshundearbeit mit einer Dogge möglich wäre(n)?

Danke für eure Hilfe.
LG Janine

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termite
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Re: Welche Arbeit für einen grossen/schweren Hund? (Dogge)

Beitrag von termite »

vielleicht fährten/mantrailing? ich kenn mich damit nicht so gut aus, aber das müsste ja unabhängig von der größe des hundes sein, und wenn er seine nase so gut einsetzen kann...

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Katrin85
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Re: Welche Arbeit für einen grossen/schweren Hund? (Dogge)

Beitrag von Katrin85 »

Warum nicht Nasenspiele just for fun?

Für einen RH finde ich ist die Dogge schlichtweg zu groß und "ungelenkig". Trümmer sowieso, das wäre eine Quälerei für so einen Hund, aber auch die Flächensuche halte ich nicht für geeignet. Es ist ja nicht nur Nasenarbeit gefragt sondern auch Geländegängigkeit. Mit ner DD würde man ja auch kein Agility machen. sondern sich einen geeigneteren Hund dafür suchen...

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Toblerone
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Re: Welche Arbeit für einen grossen/schweren Hund? (Dogge)

Beitrag von Toblerone »

Hallo
Danke erstmal für die beiden Antworten.
Fährten ist immer gut, finde ich. Aber, zumindest hier in der CH, wird das nur auf sportlicher Ebene gemacht. Sehr gerne möchte ich aber etwas finden, was man auch "ernsthaft" machen kann, was Rettungshundearbeit ja ist.
Ich kenne mich hauptsächlich mit Trümmer aus, da ich in der Armee viel mit diesen Hunden und ihren Menschen zu tun hatte. Daher kommt unter anderem auch meine Faszination für diese Arbeit und meinen Wunsch, sowas selber zu machen. Aber hier muss ich mich leider entscheiden zwischen Wunschtätigkeit und Wunschhunderasse.

@Katrin85: Danke für deine Einschätzung. Du bist ja sehr erfahren diesbezüglich, darum schätze ich deine Antwort.
Flächensuche kann ich mir mit einer Dogge vorstellen. Von der Geländegängigkeit würde ich mir keine Sorgen machen. Du würdest staunen, wie sicher sich eine (gesunde) Dogge auch in schwierigem Gelände bewegen kann.
Darum wäre FlS eigentlich auch mein Favorit mit einer Dogge.
Eine DD kenne ich in der Schweiz, die erfolgreicher Lawinensuchhund ist (oder war). Aber da ich nicht Ski fahren kann, wär das nichts für mich.
Übrigens, ich denke, man könnte mit einer Dogge gut Agility machen, wenn nur die Hindernisse der Grösse angepasst wären... :wink:

Ich werde nun im neuen Jahr ein paar Schnuppertrainings bei der Rettungshundeschule Schweiz besuchen. Dort kann ich mich auch umhören, was man mir sagen kann zu diesem Thema. Danach bin ich sicher schlauer und es eilt ja nicht, der zukünftige Hund, mit dem in diesem Bereich gearbeitet soll, steht noch nicht fest.

Natürlich freue ich mich aber auch weiterhin über eure Meinungen zu diesem Thema.

LG Janine

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Katrin85
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Re: Welche Arbeit für einen grossen/schweren Hund? (Dogge)

Beitrag von Katrin85 »

Toblerone hat geschrieben:@Katrin85: Danke für deine Einschätzung. Du bist ja sehr erfahren diesbezüglich, darum schätze ich deine Antwort.
Flächensuche kann ich mir mit einer Dogge vorstellen. Von der Geländegängigkeit würde ich mir keine Sorgen machen. Du würdest staunen, wie sicher sich eine (gesunde) Dogge auch in schwierigem Gelände bewegen kann.
Darum wäre FlS eigentlich auch mein Favorit mit einer Dogge.


ich muss zugeben dass ich noch nie eine Dogge durch den Wald fetzen gesehen hab :wink: Kenne keine persönlich und seh nur diese die angeleint auf den Wegen dahindümpeln.
Ich kann mir allerdings nur schwer vorstellen dass es für einen so großen Hund gesund und gut ist (Gelenke..), teils über mehrere Stunden (Einsatz) hinweg, in hohem Tempo über Stämme, etc. zu springen, versuchen irgendwo drunter zu kriechen, da auf nen Felsen drauf, hier über nen Graben drüber,... Das meinte ich mit man tut so einem Hund keinen Gefallen damit.
Dann vielleicht tatsächlich Trailen?! Müsste man ausprobieren wie der Hund nasentechnisch drauf ist und ob er bereit wäre stundenlang die Spur von jemandem zu verfolgen. Zum einsatztauglichen Trailen braucht man einen richtig guten Hund, dazu den passenden Hundeführer. Ich würds mir (noch) nicht zutrauen, wir sagen immer trailen ist die Königsdisziplin in der RH-Arbeit :wink:

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Rettungshund-Jimmy
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Re: Welche Arbeit für einen grossen/schweren Hund? (Dogge)

Beitrag von Rettungshund-Jimmy »

ich sehe das wie Katrin. Doggen sind meiner Meinung nach definitiv nicht für die Flächensuche (oder gar TS) geeignet, auch wenn sie gesund sind. Nach ein paar Jahren Flächensuche mit ner Dogge hast du wahrscheinlich einen schwer gelenkkranken Hund!
Außerdem gibt es viele Staffeln (darunter auch unsere) die aus den genannten Gründen keine Doggen u.ä. aufnehmen...

Mantrailing würde da mM nach schon eher passen, müsste man halt sehen, inwieweit sich der Hund dann dafür eignet. Auch der HF muss hohe Anforderungen erfüllen, zB körperlich sehr fit sein, da er (später) lange strecken in hohem Tempo zurücklegen muss...

Grundsätzlich finde ich deinen Wunsch nach einer sinnvollen Beschäftigung mit dem Hund aber sehr gut, bedenke nur, dass es bei der Rettungshundearbeit nur sekundär um Hundebeschäftigung, primär um das Retten von Menschenleben geht und man deshalb noch sehr viel mehr macht, als mit seinem Hund zu arbeiten (Sanitäterausbildung, Karten- und Kompasskunde uvm.)

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Nana
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Re: Welche Arbeit für einen grossen/schweren Hund? (Dogge)

Beitrag von Nana »

Ich muss mich in erster Linie meinen Vorrednerinnen anschliessen.
Ich mache selbst Rettungshundearbeit, und wir haben eine Dogge in der Familie- ich kenne also auch die "andere Seite" :wink: ! Meine Schwiegereltern haben eine Doggenhündin- temperamentvoll und für eine Dogge mit knapp 72cm Schulterhöhe echt klein! Sie ist sehr lauffreudig, aber auch sehr sensibel. Von daher wäre alleine das schon ein Problem...
Ich denke, man tut dem Hund keinen Gefallen, wenn man ernsthaft Rettungshundearbeit mit ihm betreiben möchte (Trümmer, Fläche- aber auch Lawine). Er ist körperlich nicht in der Lage, mit seinen mittelgroßen, laufstarken Kollegen (Retriever, Border & Co) mitzuhalten und wird womöglich dauerhaften Schaden von der Belastung nehmen. Außerdem -und das ist nicht böse gemeint, ich bin selbst großer Doggenfreund- werden Doggen leider nicht besonders alt und "altern" früh. Du musst damit rechnen, dass in der Regel 2 bis 3 Jahre vergehen, ehe du einen geprüften und ggf. einsatzreifen Hund hast. Viele Doggen -so traurig das ist- haben ja leider nur eine Lebenserwartung von 6-7 Jahren, die meisten werden vermutlich mit ca. 5-6 Jahren in "Rente" gehen müssen, selbst wenn sie ansonsten einigermaßen gesund bleiben. Ich kann nur aus Erfahrung sagen: Die meisten Rettungshundesstaffeln werden keinen Ausbildungsplatz (denn die Kapazitäten sind nicht unendlich) an einen Hund vergeben, der erwartungsgemäß vielleicht 2 bis maximal 3 Jahre einsatzfähig sein wird. Das können sich die meisten Staffeln einfach nicht erlauben! Ich hoffe, du verstehst das jetzt nicht falsch... wie gesagt, ich mag Doggen sehr- aber ich würde persönlich auch keine in die Ausbildung nehmen. Genauso wenig andere "extreme" Rassen wie Bernhardiner oder Chihuahua´s.

Ich habe mit der Dogge übrigens ein paar Mal eine Mantrailing-Hobbygruppe besucht. Also ohne ernsthafte Hintergedanken... Und ich muss sagen, dabei hat sie sich erstaunlich gut angestellt!!! Besser als so manch anderer Hund... Vielleicht ist das ja eine Alternative für dich?! Das ist auf jeden Fall körperlich weniger belastend (kein Springen, Kriechen etc.), aber kopfmäßig mindestens genauso anspruchsvoll. Wäre es nicht so weit weg, wäre ich öfter gefahren- aber so viel Zeit habe ich leider neben meinen eigenen Hunden nicht übrig...

LG, Nana

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termite
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Re: Welche Arbeit für einen grossen/schweren Hund? (Dogge)

Beitrag von termite »

Nana hat geschrieben:Sie ist sehr lauffreudig, aber auch sehr sensibel. Von daher wäre alleine das schon ein Problem...


magst du mal beschreiben, woran du ihre sensibilität fest machst?

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Nana
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Re: Welche Arbeit für einen grossen/schweren Hund? (Dogge)

Beitrag von Nana »

termite hat geschrieben:
Nana hat geschrieben:Sie ist sehr lauffreudig, aber auch sehr sensibel. Von daher wäre alleine das schon ein Problem...


magst du mal beschreiben, woran du ihre sensibilität fest machst?


Sie ist sehr leicht zu beeindrucken- das ist zwar nicht immer schlecht, aber auch nicht unbedingt gut. Wenn sie etwas nicht kennt, reagiert sie sehr stark darauf- vor allen Dingen macht sie dann "dicht" und ist -je nach "Schweregrad"- nicht mehr wirklich ansprechbar. Das geht mitunter recht schnell bei ihr und betrifft leider auch ganz alltägliche Dinge (das ist allerdings nicht dem Hund zuzuschreiben, sondern eher ihrer überaus mangelhaften Sozialisation). Ein dämliches, aber leider wahres Beispiel: Es ist ziemlich blöd, wenn man am Wasser spazieren geht und 50kg Hund an der Leine in Panik geraten, weil sie STOCKENTEN gesehen hat :o !!! Das macht den Umgang mit ihr manchmal etwas anstrengend, obwohl sie ein durch und durch freundliches Wesen hat.
Ich dachte früher immer, Doggen hätten ein "würdevolles" und gelassenes Auftreten- aber das stimmt zumindest bei unserer Dogge nicht (oder nur bedingt). Sie nimmt es auch ziemlich übel, wenn man etwas mit ihr macht, was ihr nicht gefällt- Beispiel: Die Tierärztin hat ihr die Ohren gereinigt. Seitdem bekommt man sie nur noch mit mehr oder weniger Druck überhaupt noch in die Praxis, geschweige denn in den Behandlungsraum. Und sie sitzt zähneklappernd im Wartezimmer- der größte Hund weit und breit :???: .

Naja, sie ist schon sehr "empfindsam", wenn man es so beschreiben möchte. Als Rettungshund wäre sie daher eher untauglich, wenn man mal von den körperlichen Nachteilen absieht. Sobald eine unbekannte Situation auftaucht, kann es sein, dass sie panisch wird oder zumindest Meideverhalten zeigt. Da ist dann auch mit Locken (Leckerli, gut Zureden) nicht mehr viel zu holen... Und wenn man sie einmal in eine Situation bringt, in der sie sich unwohl oder sehr bedrängt fühlt, wird es bei nachfolgenden ähnliches Situationen immer schwieriger...
Da ist es manchmal mit meinem "Grobklotz" einfacher. Der schüttelt sich einmal und versucht es einfach wieder :evil: ...

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Re: Welche Arbeit für einen grossen/schweren Hund? (Dogge)

Beitrag von termite »

das ist für mich keine sensibilität mehr, sondern ängstlichkeit/unsicherheit, und wie du schreibst, basierend auf schlechter sozialisation :(
ich persönlich arbeite lieber mit sensiblen hunden :lol:

meine mutter hatte übrigens früher auch eine DD, und die musste beim TA-besuch von 5!!!! männern gezogen und geschoben werden :lol:

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Re: Welche Arbeit für einen grossen/schweren Hund? (Dogge)

Beitrag von Nana »

termite hat geschrieben:das ist für mich keine sensibilität mehr, sondern ängstlichkeit/unsicherheit, und wie du schreibst, basierend auf schlechter sozialisation :(
ich persönlich arbeite lieber mit sensiblen hunden :lol:

meine mutter hatte übrigens früher auch eine DD, und die musste beim TA-besuch von 5!!!! männern gezogen und geschoben werden :lol:


Ich denke, es ist beides. Der gleiche, unbekannte Reiz ruft manchmal Reaktionen hervor- während die meisten anderen Hunde nicht mit der Wimper zucken. Das hat nicht zwangsläufig mit Ängstlichkeit zu tun.
Aber egal, letztlich muss man sagen, dass der Hund dafür ohnehin nichts kann. Sie hat ein wirklich grund-freundliches Wesen, ansonsten wäre das Leben mit ihr kaum möglich. Ich hätte bei diesem Züchter definitiv keinen Hund gekauft- ich bin damals mit hingefahren. Bei der Aufzucht wundert mich nicht viel... aber gut: Nicht mein Hund, nicht meine Entscheidung.

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Re: Welche Arbeit für einen grossen/schweren Hund? (Dogge)

Beitrag von WiNi »

Muss mich auch meinen Vorrednern anschließen. So leid es mir tut, ich würde dir davon abraten mit einer Dogge in die Rettungshundearbeit zu gehen, aus mehreren Gründen. Einen wichtigen hat Nana angesprochen, so blöd, wie es vielleicht auch klingen mag: Doggen haben eine sehr niedrige Lebenserwarung. Bis der Hund soweit ist, dass er zur Prüfung gehen kann vergehen mindestens 15 Monate, bei einem unerfahrenen Hundeführer und dazu einem Typ-"Spätzünder"-Hund wahrscheinlich 24 Monate oder mehr. Dann ist der Hund 2 Jahre, kann vielleicht 3 Jahre in Einsätze gehen und danach dann wieder in Rente.
Dann ist es schwierig das Training für eine so großwachsende Rasse zu gestalten. Natürlich fängt man ganz klein an, aber mit 1,5 Jahren kann der Hund durchaus schon eine etwas längere Suche laufen. Das ist aber wiederum für einen Hund im Wachstum Gift für die Gelenke.
Trümmer finde ich gänzlich ungeeignet und die Fläche auch nur bedingt. Mantrailing mit ernstem Hintergedanken würde für mich auch wieder aus den Altersgründen ausscheiden, zumal die Ausbildung im Mantrailing oft noch länger dauert...
Wenn du gerne Rettungshundearbeit machen willst würde ich nach einer anderen Rasse suchen oder wenn es die Dogge sein soll von der Rettungshundearbeit absehen :???: .

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Re: Welche Arbeit für einen grossen/schweren Hund? (Dogge)

Beitrag von Toblerone »

Tja, ich fürchte, da habt ihr wohl leider wirklich recht. Gerade auch die kurze Lebenserwartung und die lange Ausbildungszeit vertragen sich nicht. Das seh ich ein.
Mantrailing würde ich mir als absoluter RH Anfänger nicht zutrauen. Katrin sagt es ja sehr schön, es ist die Königsdisziplin der RH Arbeit.

Sehr wahrscheinlich wird nach Grizzly trotzdem wieder eine Dogge kommen. Ohne Dogge möchte ich nicht mehr leben :lovemetoo: Ich werde, auch wenn es schwer fällt, warten, bis Raya eines Tages in den Hundehimmel geht (was hoffentlich noch ganz ganz viele Jahre dauert) und mir dann, neben der Dogge, eine andere Rasse anschaffen, die für die RH (Tr) geeignet ist.

Darf ich euch noch die Frage stellen, welche Rassen ihr empfehlen könnt? BC hätte die richtige Grösse (neben einer Dogge möchte ich nicht noch einen 2. grossen Hund), wär mir aber ehrlich gesagt zu anstrengend vom Charakter her. Welche Hunde eignen sich sonst noch für Tr? Wie ist es mit Mischlingen?

Danke euch und lg
Janine

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*Alina & Enya*
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Re: Welche Arbeit für einen grossen/schweren Hund? (Dogge)

Beitrag von *Alina & Enya* »

Kommt ja immer auf den Hund selber an und nicht auf eine bestimmte Rasse.

Eine Dogge fände ich jetzt auch ungeeignet.


Und klar Mischlinge können durchaus auch geeignet sein.


Wie wäre es sonst mit einem Retriever o.ä?



Sonst so als Beschäftigung kannst du ja selber suchspiele machen.
Unser Schäferhund Mix z.B hat gelernt nach Tee zu suchen. Ist auch eine tolle Sache. :)

Oder wenn du die Rettungshundearbeit so magst, kannst du ja auch Just for Fun deinem Hund beibringen das er dich oder Freunde sucht.

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Re: Welche Arbeit für einen grossen/schweren Hund? (Dogge)

Beitrag von Toblerone »

Alina14 hat geschrieben:Sonst so als Beschäftigung kannst du ja selber suchspiele machen.
Unser Schäferhund Mix z.B hat gelernt nach Tee zu suchen. Ist auch eine tolle Sache. :)

Oder wenn du die Rettungshundearbeit so magst, kannst du ja auch Just for Fun deinem Hund beibringen das er dich oder Freunde sucht.


:thumbsup: Ja, das mache ich jetzt schon mit beiden Hunden. Jedenfalls Freunde suchen. Beide sind völlig begeistert davon. Mit Raya suche ich auch Tee und ähnliches, ausserdem Gegenstände, die ich auf dem Spaziergang "verloren" habe.

Raya ist ein Appenzeller/Bordermix und ich könnte mir als nächsten Hund und für RH durchaus wieder einen solchen Mix vorstellen. Praktische Grösse, sehr intelligent und gelehrig, aber nicht so "hibbelig" wie ein reiner BC.

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