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ChowChow Anschaffung

Verfasst: 28. Mai 2020, 07:13
von bigillu
Hallo liebe Forum-Mitglieder,

nach langer Überlegung möchte meine Freundin und Ich mir einen Chow-Chow Welpen zu legen!

Wir haben aktuell eine kleine Pomeranian Prinzessin und wir wollten die Familie mit einem großen flauschigen Bruder erweitern.

Die kleine ist super ruhig und ich kann mir nur vorstellen das es ein super Team wird!



Mein Problem:

Ich bin jeden Tag von 8-17 Uhr auf der Arbeit.

Ich hätte die Möglichkeit mich morgens mit Ihm zwei Stunden zu beschäftigen , ihn zu füttern , mit ihm zu gehen und natürlich Kommandos zu üben.

Von 8-17 Uhr würde meine Mutter auf den Hund "aufpassen" . Da wir aktuell alle zusammen leben wird er halt 5 Tage die Woche von 8-17 Uhr mit meiner Mutter bzw meinem Vater Zeit verbringen.



Von 17:30 bis sagen wir mal 00:00 habe ich Ihn natürlich !



Es ist und SOLL mein Hund werden und in einem Jahr (wenn wir ausziehen) nehme ich Ihn natürlich mit.



Ich lese oft das der Chow-Chow ein "Einmann-Hund" ist und sich nur einer Person hingibt .

Und hier kommt meine kleine Angst im Spiel . Kann der Hund sich mehr an meine Mutter/Vater binden als an MICH weil ich 9 Stunden am Tag weg bin?



Auf was soll ich achten bzw meine Mutter wenn Sie mit dem Hund ist , damit dieser sich nicht zu 100% an Sie bindet und ich den Hund in einem Jahr mitnehme und er Mama vermissen wird ?



Oder mache ich mir das zuviele Sorgen?



Mfg

Re: ChowChow Anschaffung

Verfasst: 28. Mai 2020, 14:24
von Janabaer
Wenn die Wahl nur auf den Chow geht, weil er vom Fell her ähnlich fluffig ist wie der Zwergspitz, dann rate ich von der Anschaffung ab.

ChowChows sind, wie viele der asiatischen Rassen, nicht ganz einfach.
Sie finden sich wirklich oft an eine Person (dabei ist es egal, wie lange sie am Tag da ist, sondern wie toll der Chow sie findet. Er wird den/die auswählen, die am klarsten zu lesen ist, die natürlichste Führung anbietet und der man sich daher am besten anschließen kann).

Chows haben ihren eigenen Kopf und sind nicht so gefallsüchtig, wie die meisten Pomeranier. Sie entscheiden sich im Zweifelsfall für sich und nicht für ihre Menschen. Sie zählen auch nicht unbedingt zu den lauffreudigen Hunden. Zumal sie eine sehr steile Hinterhand haben.

Vom Charakter und den Ansprüchen her sind Chow und Pomeraner sehr unterschiedlich.

Das heißt nicht, dass man nicht sehr glücklich mit beiden werden kann (ich selbst habe ja eine Shiba- und eine Schopfhündin, also eine ähnliche Kombi ) aber es wird nicht unbedingt ein tolle Spielkumpel und "Partner in crime".

Sie gesagt, Optik ist nicht alles, ganz im Gegenteil.

Chows an sich waren früher für mich eine NoGo-Rasse, weil ich mir keinen Hund vorstellen konnte, dem ich und meine Meinung die meiste Zeit egal ist.
Was soll ich sagen, man reift mit den Jahren. Inzwischen Liebe ich diese Charakterköpfe :ymdaydream:

Fall es bei euch wirklich ein ChowChow werden soll, dann achtet bitte auf die Gesundheit. Die Zucht ging leider über viele Jahre auf sehr viel Fell und Faltenwurf hin, so dass nicht wenige Hautprobleme haben und Augen-OPs brauchen.