Ausbildung zum drogenspürhund

Rettungshunde und alle anderen "Hilfsnasen"
chasy

Ausbildung zum drogenspürhund

Beitrag von chasy »

hallo zusammen,

ich habe mal ne frage.
wisst ihr vielleicht wo ich als Privat Person einen Deutschen Schäferhund zum Drogenspürhund ausbilden lassen kann.

Ich weiß das der Zoll und die Polizei Ihre Hunde ausbildet aber ich denke nicht das die das für Privat Personen machen sondern nur für ihre eigenen Diensthunde.

Vielleicht kann mir hier jemand weiter helfen.

Ich würde mich freuen.

Mfg Chasy

Kira&Ronja

Beitrag von Kira&Ronja »

es braucht sehr viel zeit und geduld (und geld) einen hund zum drogenspürhund auszubilden. und er muss auch in gewisser weise die veranlagung dazu haben. wenn der hund sich wenig bis gar nicht fürs intensive suchen begeistern kann, dann hast du da wenige chancen, deinen hund auszubilden. dieses suchen ist für einen hund nämlich schon ziemlich anstrengend (körpertemp steigt z.b. stark dabei)
und soweit ich weis sollte man das von klein auf trainieren.
frag doch mal direkt bei der polizei oder bei der hundestaffel bei dir in der nähe.

willst du eig. deinen hund zum "privatgebrauch" ausbilden, oder warum fragst du?

chasy

Beitrag von chasy »

nein nicht direkt zum privat gebrauch :D

ich arbeite bei der Justiz in NRW. und zwar in einer Justizvollzugsanstallt.
normal haben die JVA´s keinen Drogenspürhund.

Aber schlecht wäre es nicht. deswegen sollte der Hund auch passiv ausgebildet werden damit der hund dann nicht die halben Zellen zerstört :lol:

Dann habe ich mir dann eben gedacht das ich als "privatperson" den hund ausbilden lasse um dort eben dann die Zellendurchsuchungen durchzuführen.

Kira&Ronja

Beitrag von Kira&Ronja »

aja, also wärs nicht ganz "sinnlos", wie ich anfangs dachte :lol:
wie gesagt, frag doch einfach mal bei der polizei, mehr als nein sagen können die ja auch nicht :wink:

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Lena-Chanel
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Beitrag von Lena-Chanel »

Huhu
die frage hab ich vor kurzem einen Diensthundeführer gestellt und er meinte nein, weil ich ja dann die Stoffe (drogen) bräuchte und dies natürlich nicht wirklich legal ist =)...
Für was willst du das denn...??
Versuchs doch mal mit anderen dingen statt drogen kannst du ja andere stoffe nehmen das ganze dann halt nur als just for fun...

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Beitrag von Lena-Chanel »

Upps war zu schnell =)...
frag doch mal deinen "chef" und der wird dir das dann sagen und ich denke mal wenn er es dir genehmigt oder so dürfte eigentlich nichts mehr im wege stehen...

chasy

Beitrag von chasy »

das problem ist das meine cheffin die gute Frau Müller Piepenkötter ist. und das ist die Justizministerin des Landes NRW.

:lol: :lol:

an die komm ich bestimmt nicht so leicht ran ;-)

ich werd mich über die ganze sache jetzt erstmal richtig schlau machen und wenn es soweit ist mich dann über die Anstaltsleitung beim Justitministerum in NRW erkundigen.

Vielleicht genehmigen die das ja wenn ich denen sage das die keine kosten tragen müssen.

Aber trotzdem danke.

und wenn jemand adressen oder Leute kennt bei denen ich mich da mal erkundigen könnte wäre das super.

Da es ja nur für die Zellendurchsuchung ist muss es auch nicht gerade die teuerste Polizeiausbildung sein.

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Lena-Chanel
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Beitrag von Lena-Chanel »

Werd mich mal umhören...
Ich glaube aber so ne Ausbildung ist mehr zeitaufwendig als teuer...
Wie alt ist dein Hund denn...?

Amun

Beitrag von Amun »

Ich ab mal vor einigen Jahren eine Reportage über Drogenspürhunde geschrieben und dazu einen Hund der Mannheimer Diensthundestaffel und die Zoll-Hunde des Köln/Bonner Flughafens besucht.
Die Hunde sind quasi weitergebildete Diensthunde (die auch noch normal Streife gehen), die über einen besonders großen Spieltrieb verfügen. Ganz grob gesagt, werden sie auf ihr "Bringsel" (sowas wie ein kleines hohles Rohr)konditioniert, das danach mit Drogen gefüllt und dann immer raffinierter versteckt wird. Dann wird es mit einzelnen Drogen gefüllt, damit die Hunde auch auf einzlne Drogen sicher reagieren. Je nachdem, wo die Hunde eingesetzt werden, werden sie dann mit den üblichen Gegebenheiten und Verstecken vertraut gemacht. Nach einer gewissen Zeit suchen die Hunde selbstständig und werden so immer besser. Haben sie was gefunden, zeigen sie das unmissverständlich an, i.d.R. durch auffälliges Kratzen, Hüpfen und/oder Bellen. Hunde, die Passagiere im Vorbeigehen bsp. auf Flüghäfen überprüfen, zeigen passiv an, d.h. sie legen sich z.B. hin, damit sie nicht auffallen und niemanden belästigen.
Nach einem Fund werden sie immer mit dem Bringsel belohnt und der Hundeführer spielt dann damit mit dem Hund.
Die Hunde werden jährlich überprüft.
Wenn Du möchtest, such ich mal, ob ich die Texte (ich habe davon eine Lang- und eine Kurzfassung geschrieben) noch habe und schicke sie Dir zu.

Ich habe Deine Anfrage auch schon in anderen Foren gelesen und ehrlich gesagt, glaube ich Dir nicht so recht, dass Du sowas einem Hund zu dienstlichen Zwecken beibringen willst. :cool:
Du darfst einen solchen Privat-Hund doch gar nicht in der JVA nach Drogen suchen lassen, noch nicht mal mit dem Hund die JVA betreten. Und wie gesagt, soweit mir bekannt, werden solche Hunde i.d.R. von der normalen Hundestaffel bei Bedarf angefordert.

chasy

Beitrag von chasy »

also es ist so.
ich habe noch keinen hund.
bin aber hunde erfahren. (was man so hundeerfahren nennen kann)

wir hatten 2 jack russel und einen cocker und meine oma hatte immer einen Schäferhund. meine schwägerin hat einen Labrador.

Ich hätte interesse an einem langhaarigen schwarzen Schäferhund bzw einen schwarzen Schäferhund.

und solche hunde werden als diensthunde ja immer gerne genommen und um den hund dann richtig zu fördern und auszulasten habe ich mir das mit dem drogenspürhund überlegt. und da das ja dann auch in meinen beruf passen würde (wenn das klappt) wäre das ja dann auch keine sinnlose ausbildung sonder wäre schon bedacht.

also würde das eh noch was dauern bis es so weit wäre aber ich möchte mich vorher darüber informieren und mich schlau machen.

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Lena-Chanel
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Beitrag von Lena-Chanel »

Ja... das denke ich auch der Hund müsste ein Diensthund sein... Sonst geht das ja nicht... Sonst könnte ja jeder hingehen und sein Hund als solche ausbilden lassen...
Würde ich mit meiner Hündin auch machen aber es geht nicht...
und die Hunde werden nur bis zu einem bestimmten Alter genommen...
wenn ich mich nicht täusche dann ca bis zum 16 Lebensmonat...
Ja die Ausbildung wird auf spielerische Basis gemacht... Wobei ich immer bei den meisten Diensthunden lese das sie noch ausgebildete Schutzhunde sind...!
Habt ihr bei euch in der JVA keine Diensthunde...?

chasy

Beitrag von chasy »

hallo AMUN ich glaube du verwechselst mich. ich bin nur in diesem Forum angemeldet.

Nagut auch noch in einem schlangenforum aber das tut hier ja nichts zur sache :lol:

also in anderen foren bin ich nicht.

also das was du beschrieben hast habe ich eben auch auf ner Zoll HP gelesen. aber wenn wäre das passive anzeigen interessant für mich.
der hund düfte ja dann an den besitztümer der insassen keinen schaden hinterlassen und wenn er aktiv aggiert und anfängt zu kratzen kann man das ja nicht ausschlíeßen.

wie gesagt das vorgehen wie man das trainiert habe ich mir eben schon mal durchgelesen. aber ich würde sowas gerne mit einem professionellen trainer machen. da 1) ich mir keine drogen kaufen möchte um sowas zu trainieren und 2) damit mir keine fehler unterlaufen weil schließlich wird da ja nicht nur der hund sondern auch der hundeführer ausgebildet.

und wegen der sache mit Privat hund weiß ich selber noch nicht genau wie das geregelt wird.
das man als besucher keine hunde mitbringen darf ist klar.
aber die zellendurchsuchungen wären ja in meiner dienstzeit und ich würde ja nicht mit einem "einfachen haushund" (sorry dafür aber ich weiß nicht wie ich das anders schreiben soll :headtowall: ) dort auftauschen sondern mit einem hund der darauf ausgebildet wurde.

in niedersachsen ist eine jVA die hat einen eigenen Diensthund der auch immer auf dem gelände der JVa bleibt also er hat dann auf dem hof seinen zwinger. aber sowas ist in nrw eben noch nicht.
(kam letzens im TV)

Amun

Beitrag von Amun »

chasy hat geschrieben:...
Ich hätte interesse an einem langhaarigen schwarzen Schäferhund bzw einen schwarzen Schäferhund.

und solche hunde werden als diensthunde ja immer gerne genommen und um den hund dann richtig zu fördern und auszulasten habe ich mir das mit dem drogenspürhund überlegt. und da das ja dann auch in meinen beruf passen würde (wenn das klappt) wäre das ja dann auch keine sinnlose ausbildung sonder wäre schon bedacht.

also würde das eh noch was dauern bis es so weit wäre aber ich möchte mich vorher darüber informieren und mich schlau machen.


Es hat schon einen Grund, weshalb diese Hunde kostbar und selten sind.
Die Behörden kaufen ihre Diensthunde oft vorgearbeitet als Junghunde an, Papiere, Zahnfehler etc. spielen keine Rolle, es gibt keine Vorliebe der Behörden für ein bestimmtes Aussehen. Da zählt ganz allein die Arbeitsleistung.
Die Hunde werden vor dem Ankauf überprüft und werden imho auf jeden Fall in UO, Fährte und Schutzdienst (und das nicht in einem Verein für Sporthunde, da sie zivil arbeiten müssen) ausgebildet, die müssen 1a hören und werden ständig behördenintern überprüft. Erst dann werden sie bei Eignung (und das sind nicht viele)"weitergebildet", geprüft und ebenfalls ständig behördenintern überprüft. Du kannst und darfst keinen Privathund im Dienst mitführen, weil da gar nicht gehaftet werden kann, wenn z.B irgendwas passiert.
Das kannst Du Dir imho abschminken.
Viele dieser Hunde sind echt nicht ohne, das sind keine Schmusehunde sondern echte "Arbeitstiere", die sind sehr hart im Nehmen und Austeilen und arbeiten sehr selbstständig. Das erfordert Erfahrung und eine gründliche Ausbildung als Diensthundeführer.

Edit: Ich muss jetzt mit meinem Schmusehund in die Botanik, ich bin gespannt, ob sich inzwischen jemand mit Erfahrung quasi "aus erster Hand" meldet.

chasy

Beitrag von chasy »

ich werd mich jetzt einfach mal umhören und umschauen.

ich hoffe auch das sich noch jemand meldet.

aber erstmal danke an die die mir schon geantwortet haben, das hat mich schon um einiges weiter gebracht.

Quarus
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Registriert: 30. Aug 2005, 21:22

Beitrag von Quarus »

Es gibt aber einen Unterschied zwischen Diensthunden, die im Personenschutz eingesetzt werden, und nur "Drogenspürhund" aufsatteln, und Hunden, die einzig und allein Geruchsspuren anzeigen sollen.

Solche Hunde können allen möglichen Rassen angehören, sie müssen nur eine feine Nase haben und eine hohe Triebbeständigkeit haben, also lange auch ohne Erfolg konzentriert weitersuchen. In den USA und Kanada sind z.B. Beagles auf Flughäfen im Einsatz, die verbotene Einfuhr von Nahrungsmitteln anzeigen.

Ich sehe das Problem darin, daß es sich wohl schlecht vereinbaren läßt, einen Drogenspürhund privat zu halten. Das Training ist ja nie abgeschlossen, sondern muß permanent fortgesetzt werden, was den Einsatz von geringen Mengen Drogen durch den Privathalter voraussetzt. Das wirft rechtliche Fragen auf, die von vorgesetzter Stelle eindeutig geklärt sein müssen.

Geht es Dir nur darum, einen Hund zu halten und sinnvoll auszulasten, wäre ein ZOS-Training (Zielobjektsuche nach Thomas Baumann) dem Drogensuchen privat vorzuziehen.

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