Panda geht es schlechter - am Freitag große Diagnostik

Hier dreht sich alles um den älteren Hund.
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Kayah1983

Panda geht es schlechter - am Freitag große Diagnostik

Beitrag von Kayah1983 »

Hallo,

meine Gedanken kreisen grad, ich mache mir große Sorgen und muss mir das grad einfach mal von der Seele schreiben.

Panda ist ein Amstaff-Mix, den ich vor 3 Jahren aus dem Tierheim zu mir genommen habe. Er ist mittlerweile 12 Jahre alt. Er wurde mit seinen 9 Jahren noch im Tierheim kastriert, weil ich das damals gerne wollte.
Er ist ein so lebenslustiger Hund, der sein Leben in vollen Zügen genießt und ich bin froh, dass er zu meinem Leben gehört.

Er ist eigentlich schon immer ein bisschen "undicht", aber das haben wir mittlerweile sehr gut in den Griff bekommen.
Seine Zähne sind eine Katastrophe. Völlig abgeschliffen und in der Mitte ganz braun (das breitet sich nun mehr und mehr aus). Ihm tun die Zähne weh und ich habe nun schon angefangen sein Trockenfutter einzuweichen.
Zusätzlich zeigt er schon Anfänge von Demenz. Das kommt immer so in Schüben. Mal ist es so, dass er gar nichts zeigt, dann wieder vergisst er wo wir sind (stehe dann meist nur wenige Meter weit weg, aber er läuft in eine völlig andere Richtung). Manchmal steht er mitten im WOhnzimmer, wedelt ein bisschen und reagiert auf gar nix. Er erschrickt sich regelrecht, wenn ich ihn dann anfasse. Es ist schwer zu erklären, aber so gewissen Zusammenhänge checkt er eben auch einfach nicht mehr.
Er schläft sehr tief, so dass er häufig weder mitbekommt, dass ich nach Hause komme oder dass wir Gassi wollen. Schon länger ist die Vermutung des Tierarztes eine altersbedingte Schwerhörigkeit.
Vor 2 Jahren hatte er mal eine Blasenentzündung. Ich wollte damals gerne wissen, ob er evtl. Steine o.ä. in der Blase hat und habe ihn schallen lassen. Es gab dann einen Zufallsbefund. Die eine Prostata war deutlich vergrößert (3x3cm). Aber er war ja damals schon kastriert und man konnte nur vermuten, dass der vorher vielleicht größer war und sich nach der Kastration verkleinert hat.
Ich habe mich halt anfangs, als ich ihn bekam, gewundert, warum er so heftig drücken muss, wenn er sein großes Geschäft verrichten muss. Da gab es auch keine Veränderung, wenn ich ihm Öl gegeben habe. Doch dann besserte sich das Stück für Stück und auch der Tierarzt sagte, dass man das erstmal beobchten soll.
Nun wird das aber wieder schlechter. Der ganze Hund bebt und er schließt sogar die Augen, wenn er Kot absetzt. Ich habe einfach Angst, dass sich seine Prostata vergrößert hat und nun auf den Enddarm drückt oder so.

Um 15.00Uhr ist der Termin. Ich habe Panda versprochen, dass wir danach zur Belohnung an den See fahren. Er hat immer so Angst beim Tierarzt!
Ach mann, ich mache mir so große Sorgen. Er hat doch erst seit 3 Jahren ein schönes Leben...Er ist immer wieder beim Tierarzt gewesen, aber so schlimm wie im Moment war es noch nie. Mir ist grad zum Heulen...
Zuletzt geändert von Kayah1983 am 15. Mai 2009, 21:54, insgesamt 2-mal geändert.

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Mia2007
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Beitrag von Mia2007 »

Liebe Maren, ich kann dir nachfühlen es ist furchtbar wenn man so machtlos ist. Ich drück euch aber auf jedenfall die Daumen das alles gut geht und sag bitte bescheid wenn du näheres weißt.

Drück dich mal ganz doll auf unbekannte weise :lovemetoo:

Sternenbär

Beitrag von Sternenbär »

Ich bin spät dran, vielleicht seid Ihr jetzt jetzt schon am See :)


Gib uns Bescheid, was bei der Untersuchung rausgekommen ist!

Kayah1983

Beitrag von Kayah1983 »

Ihr seid lieb! :-)

Wir sind grad wiedergekommen. Waren noch 2 Stunden am See, haben das tolle Wetter genossen und einfach mal abgeschaltet

Gegen die Demenz kann man wohl nicht so viel machen. Karsivan hat bei ihm ja nicht angeschlagen.
Seine Zähne sind auch so ein unlösbares Problem. Sein Zahnfleisch ist völlig in Ordnung, aber aufgrund der abgeschliffenen Zähne mit dem "freiliegenden" Nerv hat er eben immer eine hohe Empfindlichkeit. Die Überlegung ist ihm ein leichtes Schmerzmittel zu geben, denn man kann ihm ja nicht alle Zähne ziehen (ich hab echt die Wut auf seine Vorbesitzer!).
Sie hat dann seine Prostata rektal abgetastet. Auauaua! Das tat ihm ganz dolle weh! Die Prostata ist beidseitig deutlich vergrößert und engt den Enddarm etwas ein (also wie schon vermutet). Er bekommt nun über 1 Woche ein Antibiotikum, denn unsere Tierärztin kann einen entzündlichen Prozess nicht ausschließen. Ultraschall haben wir erstmal geschoben, denn Panda regt sich beim Tierarzt immer furchtbar auf!
Aber ich habe mich entschlossen ein Geriatrieprofil machen zu lassen. Es wurde ihm also Blut abgenommen und am Samstag oder spätestens Dienstag habe ich den Befund. Da ist dann auch ein Schilddrüsenprofil dabei, weil sie eine Unterfunktion der Schilddrüse ausschließen will.

Ob mich das nun beruhigt...keine Ahnung! Sein Herz ist top, sein Blutdruck anscheinend auch und er hat am See wieder gespielt als wäre er höchstens halb so alt.
Er bekommt jetzt erstmal das Antibiotikum und ich warte die Befunde ab. Ich berichte dann, wenn die Befunde da sind.

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Mia2007
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Beitrag von Mia2007 »

Oh je das hört sich ja heftig an, der arme kleine Spatz hoffentlich schlägt es an und er kann ein bisschen schmerzfreier leben. Schön das er bei dir so ein schönes zu Hause gefunden hat, dass hat er sich nach der schlimmen Zeit bei seinen Vorbesitzern auch verdient. Bitte halte uns auf dem laufenden.

Gute Besserung an den kleinen Spatz :lovemetoo:

Sternenbär

Beitrag von Sternenbär »

Ich drücke die Daumen, dass es nur eine entzündliche Vergrößerung ist.

Bin sehr auf das Blutbild gespannt!

Kayah1983

Beitrag von Kayah1983 »

Endlich habe ich die Befunde! Eigentlich wollte meine Tierärztin mir die Befunde per Mail schicken, aber die sind nicht angekommen. Da muss ich morgen nochmal anrufen.
Pandas Werte sind soweit ok. LDH ist erhöht (das spricht wohl für seine allgemeine Schwäche, aber ich muss da nochmal genau nachfragen), Eosinophile sind erhöht (Wurmkur gibts am Donnerstag) und sein T4-Wert von der Schilddrüse ist im unteren Bereich. Er rutscht wohl grade in eine Schilddrüsenunterfunktion.
Was seine Prostata betrifft mache ich mir allerdings große Sorgen. Das Antibiotikum hat nicht angeschlagen. Zumindest habe ich keine Veränderung bemerkt. Jedesmal, wenn Panda Kot absetzt, habe ich ihn ganz genau beobachtet, aber er zittert nach wie vor, macht die Augen zu und die Kotmengen sind nach wie vor klein, so dass er sich immer mehrmals hinsetzen muss.
Am Donnerstag soll ich wieder hin mit ihm. Ich überlege nun die ganze Zeit, ob es Sinn macht, wenn ich seine Prostata schallen lasse. Will ich wirklich wissen wieviel größer die geworden sind? Ich habe so Angst, dass er in seinem letzten Lebensjahr angekommen ist und wir nicht mehr viel Zeit miteinander haben! Dabei hat er doch noch so viel Spaß am Leben...Das ist alles so ungerecht. Jetzt hat er es endlich gut und dann kommt sowas! :cry:
Was mach ich denn jetzt bloß?!

Kayah1983

Beitrag von Kayah1983 »

So happy war er am Donnerstag als wir am Cospudener See waren....

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2*Beine_8*Pfoten

Beitrag von 2*Beine_8*Pfoten »

Das gleiche Spieli hat mein Bub auch :lovemetoo:

Ich weiss nicht ob das geht, aber wäre es eine Option ihm die Prostata entfernen zu lassen? Beim Mann geht es ja soweit ich weiss, evtl. geht es beim Rüden auch? Paolo ist zwar auch ein Rüde, aber ich musste mich Gott sei Dank mit solch einem Problem nicht auseinander setzen. Bei ihm war nach der Kastration alles wieder gut *toi toi toi*

Kayah1983

Beitrag von Kayah1983 »

So, wir sind wieder da.
Er bekommt nun erstmal ein Schilddrüsenmedikament, da er ja von seinem Schilddrüsenwert her grad in Richtung Unterfunktion rutscht. Zusätzlich gebe ich ihm nun Paraffinöl ins Futter (damit es besser flutscht). Die Wirkung wollen wir erstmal abwarten und dann eventuell ein Schmerzmittel dazugeben.

Seine Prostata ist nicht mehr so schlimm schmerzhaft wie letzte Woche, aber er zeigt trotzdem noch eine deutliche Schmerzreaktion. Kleiner geworden ist sie wohl nicht.

Der Plan ist nun folgender: Anfang Mai Röntgen der Lendenwirbelsäule und evtl. der Hüfte und dann Ultraschall der Prostata.

@Youandi&Paolo: Prostata entfernen kann man wohl machen, aber ich möchte ihm das eigentlich nicht mehr zumuten in seinem Alter. Auf der einen Seite ist da natürlich die Option, dass es ihm danach super geht, weil das Problem einfach weg ist und er noch x schöne Monate/Jahre vor sich hatr. Auf der anderen Seite habe ich einfach Schiss, dass sie Metastasen finden und ihn in der OP noch einschläfern und er dann x schöne Monate/Jahre verpasst.
Ich finde aber, dass sein Alter dagegen spricht...Was denkst Du denn - mal angenommen es wäre Dein Hund?
Ich bin einfach hin- und hergerissen...

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smedi
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Beitrag von smedi »

Kastriert ist er schon?

Kayah1983

Beitrag von Kayah1983 »

Jepp, ist er. Habe ihn im Alter von 9 Jahren kastrieren lassen - wollte ihn nur kastriert ausm Tierheim.

2*Beine_8*Pfoten

Beitrag von 2*Beine_8*Pfoten »

Gute Frage. Ehrlich gesagt weiss ich es nicht. Ich denke ich würde seinen Gesamtzustand mit in Betracht ziehen. Ist er fit genug um die OP zu überstehen? Das wäre wohl die erste Frage die ich mir stellen würde. Ich glaube sie dürften ihn ohne Deine Zustimmung gar nicht einfach so einschläfern in der Narkose.
Dann stellt sich natürlich die Frage: Schränkt ihn das Absetzen des Kotes so sehr ein, dass er darunter leidet? Könnte es weitere gesundheitliche Auswirkungen haben, wenn er vielleicht nicht alles absetzen kann und Rückstände im Darm zurück bleiben?
Ich habe immer ein wenig Angst davor dauerhaft Schmerzmittel zu verabreichen, deswegen würde ich wohl mit dem Gedanken einer OP spielen. Aber wie ich mich letztendlich entscheiden würde, kann ich Dir nicht zu 100% beantworten :( .

Kayah1983

Beitrag von Kayah1983 »

Panda war vor 2 Jahren zum letzten Mal in Narkose. Da ist er von einem Hund gebissen worden und sein Ohr war gespalten. Das habe ich sofort operieren lassen. Die Narkose hat er damals gut weggesteckt. Vor 2 Jahren war er aber noch ganz anders was seine "Fitness" betrifft...Er lief noch problemlos am Rad, ist stundenlang spazieren gegangen ohne dass er danach mehrere Tage Erholung brauchte, hatte das Muskelzittern in den Hinterbeinen noch nicht usw. Er hat innerhalb des letzten Jahres abgebaut. Das Muskelzittern ist zuerst nach großer Anstrengung aufgetreten. Jetzt reicht schon 30min Gassi und seine Hinterbeine zittern. Herztechnisch ist bei ihm aber alles in Ordnung. Und dann kam eben noch seine Demenz dazu.
Ich weiß nicht, ob ich ihm eine Narkose -die ja wegen der BauchOP tief sein muss - wirklich zumuten kann/soll...Auf der anderen Seite sind seine Organe top, sein Herz schlägt kräftig und regelmäßig. Das lässt ihn die Narkose vielleicht leichter wegstecken...

Er kann noch Kot absetzen, allerdings setzt er sich nun eben öfter hin, weil die Kotmengen kleiner werden, die er auf einmal absetzt. Er bebt, wenn er Kot absetzt und schließt die Augen, aber trotzdem habe ich nicht das Gefühl, dass der sich davor drückt Kot abzusetzen. Er bekommt jetzt wieder Öl unters Futter und ich hoffe, dass das ihm den Kotabsatz leichter macht. Ich werde nächste Woche mit der Tierärztin nochmal sprechen, ob bei ihm Kotreste im Darm zurückbleiben könnten, die ihm Probleme machen können.

Was die Schmerzmittel betrifft: Bei einem jungen Hund würde ich das auch nicht einfach machen. Kurzfristig ja, aber langfristig nur wenn es gar nicht anders geht. Bei einem alten Hund sehe ich das sehr viel entspannter. Wenn ich ihm damit das Altsein erleichtern kann und er so mehr Lebensqualität hat.

Ach mann, ich wäge jetzt Tag in meinem Kopf das Für und Wider zum Thema OP ab. Ich warte jetzt erstmal den Termin Anfang Mai ab, wenn wir Röntgen und Ultraschall machen und dann muss ich eben weitersehen...

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Bailey
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Beitrag von Bailey »

:waving:

Ich habe einen Rüden in ähnlicher Verfassung:
12,5 Jahre, Schilddrüsenunterfunktion, mit 9 Jahren kastriert, manchmal leicht dement, Beinzittern durch Muskelabbau, Herz-Kreislaufsystem in guter Verfassung, dazu altersbedingte Arthrose und Spondylose.

Ich stimme Youandi&Paolo zu, dass man individuell entscheiden muß, ob man dem Senior eine OP noch zumuten sollte oder nicht... Leider..... liegt es in Deiner Hand... eine der schwersten Seiten des Verantwortung-Tragens...

Ich stand vor einigen Wochen auch vor der Entscheidung, OP oder nicht und habe für meinen Senior "beschlossen":
Auch wenn jetzt hier einige aufschreien werden: OP kommt nicht mehr in Frage!
So furchtbar es ist (ich habe ihn von Welpe an), seine schlechte Beinverfassung lässt ihm nicht mehr allzuviel Zeit auf unserer Erde und ich möchte ihm die Strapatzen einer OP für evtl. ein paar Wochen oder Monate mehr, nicht zumuten.

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