Friedlich einschlafen?

Hier dreht sich alles um den älteren Hund.
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Volant

Friedlich einschlafen?

Beitrag von Volant »

Ich lese ab und zu hier die Leidensgeschichten der Besitzer und ihrer Hunde.
Mir ist die Gabe des tröstenden Wortes leider nicht gegeben und darum fühle ich nur still mit.
Meist kommt der Erlösung vom TA. Egal ob krank oder altersschwach.
Meine Kleine ist nun über 9 Jahre alt. Mein sehnlichster Wunsch ist, dass sie bis ins gesegnete Alter mehr oder minder Fit bleibt
und dann irgendwann ohne großes Leiden einschläft. Am besten ohne große Vorankündigung.


Gibts sowas überhaupt oder ist das illusorisch.

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wombat
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Re: Friedlich einschlafen?

Beitrag von wombat »

wer wünscht sich das nicht...
(sowohl für sich als auch für seinen Hund!)

illusorisch würde ich nicht sagen, aber doch eben leider immer seltener.
wenn man zig Hundebesitzer fragen würden, ist wahrscheinlich nur bei einigen wenigen dieser Wunsch in Erfüllung gegangen :(

Nell

Re: Friedlich einschlafen?

Beitrag von Nell »

Ich glaube, das wünschen wir uns alle.

Allein in den letzten 5 Jahren war ich 3x dabei, als ein Hund eingeschläfert wurde. Alles alte Tiere, bei denen wir uns gewünscht hätten, dass sie einfach die Augen zumachen und friedlich einschlafen. Und jedes Mal kam es anders und der Tierarzt musste nachhelfen, um sie von ihrem Leiden zu erlösen.

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termite
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Re: Friedlich einschlafen?

Beitrag von termite »

ich weiß von zwei hunden, die so eingeschlafen sind:

percy vom ihlpol schlief ganz friedlich von selbst ein (bin mir grad nicht sicher, ob still und heimlich über nacht, oder ob er morgens noch mal wach war, da müsste man alliemcbeal fragen). er wurde fast 15 1/2 jahre alt, und war ein kurzhaarcollie.

ein teckel aus hexes zucht stand morgens auf, sprang auf seinen lieblingssessel und schlief darauf ein. er war dem alter entsprechend recht rüstig. er wurde fast 18 jahre alt.

Singmaus
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Re: Friedlich einschlafen?

Beitrag von Singmaus »

Die Hündin meiner Eltern war so ein Fall.

Abends war sie beim Spaziergang wohl noch munter, hat mit Apetit ihr Abendfutter verdückt und nach der letzten Pipi-Runde sich auf ihr Plätzchen gelegt.

Und dort fand mein Vater sie am nächsten Morgen ruhg und entspannt und dachte noch so, dass sie doch recht fest schläft - dabei war sie da schon tot.


Sowas wünscht man sich für alle seine Hunde ....



:waving:

san
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Re: Friedlich einschlafen?

Beitrag von san »

Einerseits würde ich sagen ist firedlich einschlafen schöner als noch groß nachelfen zumüssen...
andererseits wenn ich mir vorstelle,ich komme von der schule und meine geliebte daisy liegt da tot ohne das ich mich verabschieden konnte,da würde eine welt zusammenbrechen....

Singmaus
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Re: Friedlich einschlafen?

Beitrag von Singmaus »

Ja, mein Vater war damals auch ganz geschockt und das war das erste Mal, dass ich ihn weinen gesehen hab!

:cry:

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Re: Friedlich einschlafen?

Beitrag von Meritaton »

Ja, ich glaube, so etwas ist wirklich selten denke ich. Ich habe es mir bei meinen auch gewünscht und wünsche es mir für meine jetzigen auch. Jedoch Trixi hab ich mit fast 17 Jahren beim TA einschläfern lassen müssen, von der konnte ich mich ja wenigstens noch verabschieden. Und Vio ist mit 15 Jahren in der Klinik nachts gestorben. Ob friedlich eingeschlafen, weiß ich da nicht :cry: :cry: :cry: . Da konnte ich mich leider nicht verabschieden. Ich hab sie noch einen Tag vorher besucht und so schlecht wie es ihr da schon ging, hat sie doch die Pfötchen nach mir ausgestreckt und wollte zu mir, als die Sprechstundenhilfe sie rein brachte. Diesen Anblick werde ich nie wieder vergessen und muß immer noch heulen, wenn ich daran denke :cry: . Ich hoffe aber weiter für meine beiden anderen, wo dieser Tag hoffentlich noch in ganz weiter Ferne liegt.

Gruß Uta mit Bonny und Buffy

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Re: Friedlich einschlafen?

Beitrag von Power-Dog »

Das gibt es, aber leider selten. Ich wünsche es mir natürlich auch für meine Tiere und mich selbst.

Wie es dann aber kommt, wird die Zeit zeigen. Hoffentlich ist es noch lange hin.

Sternenbär

Re: Friedlich einschlafen?

Beitrag von Sternenbär »

Es ist einer meiner sehnlichsten Wünsche, dass ich nicht Gott spielen und über Leben und Tod entscheiden muß. Ich wünsche mir, dass Billy, Thomas und mir diese Situation erspart bleibt. Einmal war es ja schon fast soweit, als die TÄ mir sagte, dass es für ihn keine Hoffnung mehr gebe, er nicht mehr fressen und aufstehen würde und seine Leberwerte trotz Verdünnung nicht mehr messbar wären. Es war der blanke Horror. Im Nachhinein natürlich sowieso, weil wir ja jetzt wissen, dass es die falsche Entscheidung gewesen wäre (Billy liegt gerade vollgefuttert nach einem Schneespaziergang mit neuen Hundekontakten neben mir und schläft :lovemetoo: ). Und da fragt man sich, wie oft vielleicht voreilig zum Ende geraten wird, obwohl der Hund noch Chancen hat. Andererseits erinnere ich mich an Krümel, den Nachbarshund meiner Mutter, der kurz vor Weihnachten fast eine Woche lang gestorben ist. Frauchen hat sich vor der Entscheidung gedrückt und ihn selbst sterben lassen. Und das war wohl ziemlich elendig und hatte nichts mit einem sanften Tod zu tun.

Ich glaube, dass man sich vorab schon mal mit dem Thema beschäftigen sollte, damit es einen nicht eiskalt erwischt. Man sollte sich selbst und auch dem Hund versprechen, dass man ihn nicht leiden läßt, wenn es keine Hoffnung mehr gibt. Man sollte sich selbst und dem Hund aber auch versprechen, gemeinsam zu kämpfen, wenn es noch Hoffnung gibt. Und wenn es denn dann soweit sein sollte, bleibt man bei ihm und hält ihn.

Ich habe schon von Hunden gehört, die im Schlaf gestorben bzw. eingeschlafen und einfach nicht mehr wachgeworden sind. Allerdings frage ich mich dann manchmal auch, ob die Halter nicht vielleicht eine Krankheit übersehen haben - außer natürlich bei den ganz alten Tieren.

Rastamama

Re: Friedlich einschlafen?

Beitrag von Rastamama »

@Jeanette, deine Frage ist nicht von der Hand zu weisen, oftmals wollen Hundehalter auch nicht sehen, daß ihr Hund krank ist, auch aus Kostengründen......... :thumbsdown:

Drei meiner Pulis haben mich verlassen, bei allen wünschte ich mir, daß sie von alleine gehen würde, jedes Mal war es nicht so. Abends verabschiedete ich mich immer mit den Worten an den jeweiligen Puli: "DU darfst gehen, ich halte dich nicht mehr". Genützt hat es nichts.

Zwei meiner Pulis sind sehr friedlich eingeschlafen, sie wußten wohl, daß ihnen geholfen wurde und gingen still und leise von mir. Meinen ersten Puli ließ man aus der Narkose nicht mehr aufwachen......... dies war hart, ich hätte ihm noch soviel zu sagen gehabt. Wir hatten ihn nur 50 Wochen - aus dem TH - er war total verkrebst :(

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smedi
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Re: Friedlich einschlafen?

Beitrag von smedi »

Leider ist mir in unserer Praxis kein Hund bekannt, der einfach friedlich zu Hause eingeschlafen ist. Meist melden sich die Besitzer schon Tage vorher, daß es ganz schlecht geht und suchen Rat. Den Menschen dann beizubringen, daß es wohl an der Zeit ist, Abschied zu nehmen, ist wirklich schwer.
Umgekehrt finde ich es aber auch gut, daß wir in der Lage sind, unseren Hunden schreckliches Leid zu ersparen und daß sie nicht bis zum bitteren Ende durch alle Schmerzen und Qualen müssen, wie das bei uns Menschen allzuoft der Fall ist.

Lienchen
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Re: Friedlich einschlafen?

Beitrag von Lienchen »

Hi.

Ich kenne keinen Hund, der einfach so friedlich eingeschlafen ist.
Leider aber mehrere, deren Besitzer meinten, dass der Tod halt zur Natur gehört und dass der Mensch kein Recht habe, da einzugreifen und die Hunde sich über Wochen und Monate in den Tod hinein gequält haben. Die sind dann auch irgendwann zuhause gestorben... das war aber kein friedliches Einschlafen, das war ein unwürdiges Dahinsiechen.

Plötzliche Tode von Hunden kamen im Kreis meiner Bekannten und Familie auch vor, allerdings handelte es sich dabei nicht um alte Hunde - ich bezeichne zumindest Hunde mit 7 oder 8 Jahren nicht als alt.
Das hing aber mit der Rasse zusammen, viele Dobermänner haben die unselige DCM - die Rasse ist mit dieser Krankheit regelrecht durchseucht - und diese Hunde scheinen äußerlich gesund und fit und kippen dann plötzlich tot um.
Für den Hund sicherlich ein schöner Tod, für den Besitzer ein Schock.

Ich musste bisher meinen Oldie mit 15 Jahren und auch meinen kranken Rüden mit nur gerade mal 7 Jahren einschläfern lassen, um ihnen ein weiteres Leiden zu ersparen. Klar, die wären auch irgendwann von alleine gestorben, aber es gibt die Möglichkeit bei Tieren, unheilbare Leiden zu beenden und für mich ist das der letzte Liebesbeweis, den man seinem treuen Freund erbringen kann.

Gruß
Lienchen

Erna
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Re: Friedlich einschlafen?

Beitrag von Erna »

Hallo

Ich selber kenne Fälle da schlief der Hund ganz friedlich ein..
Allerdings ist es für mich ,eher die berühmte Ausnahme,von der Regel..

Bei meinem ersten Hund habe ich es mir auch sehr gewünscht,leider machten seine Knochen nicht mit,das Herz war aber noch zu stark..
Bei meinen jetzigen beiden,weiß ich das mein Rüde auch nicht so einschlafen wird..Auch ihn werde ich eines Tages erlösen müßen..
Das gleiche denke ich auch bei unserer Hündin...
Bei beiden mache ich mir diese Hoffnung nicht mehr,und sehe der Realität entgegen...

Heute sehe ich das Einschläfern allerdings etwas anders...Es ist für mich eher eine Art erlösung geworden..
Seit dem ich Menschen gesehen habe ,die dahinwegetieren,und denen es nicht möglich ist,erlöst zu werden,denke ich das es Tiere da doch einfacher haben,und mache mich da nicht mehr Nervös,auch wenn es immer wieder Hart sein wird..




Viele grüße
Erna

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Re: Friedlich einschlafen?

Beitrag von DogPassion »

Mein alter Charly ist auch so gegangen. Mit 17 Jahren, er hat immer auf dem Rasen in der Sonne tief und fest geschlafen, und so ist er dann auch rübergeschlafen.

So etwas wünsche ich mir auch für meine beiden jetzigen Rentner, mehr als alles andere..

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